Wolf und Co.: Diese wilden Tiere leben in Deutschland

Wolf und Co.: Diese wilden Tiere leben in Deutschland
Große Wildtiere kehren zurück: Der Wolf wurde in Europa viele Jahrhunderte gejagt und fast ausgerottet. Jetzt kehrt er langsam in seinen alten Lebensraum zurück. In Deutschland leben derzeit laut Schätzungen rund 300 Wölfe. Die Angst vor einem Wolf-Angriff ist jedoch unbegründet, die Tiere sind sehr scheu
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Wolf und Co.: Diese wilden Tiere leben in Deutschland

Große Wildtiere kehren zurück: Der Wolf wurde in Europa viele Jahrhunderte gejagt und fast ausgerottet. Jetzt kehrt er langsam in seinen alten Lebensraum zurück. In Deutschland leben derzeit laut Schätzungen rund 300 Wölfe. Die Angst vor einem Wolf-Angriff ist jedoch unbegründet, die Tiere sind sehr scheu

© Holly Kuchera / Shutterstock.com

Wussten Sie, dass Wildkatzen, Bären und Wildrinder in Deutschland wieder heimisch werden? Wir zeigen Ihnen, welche Wildtiere durch die deutschen Wälder streichen und ob Sie sich fürchten sollten.

Was ist ein Wildtier?

Zu den Wildtieren gehören alle Tiere, die der Mensch nicht domestiziert, also gezähmt, hat, wie die Katze oder den Hund. Zu den bekanntesten und am häufigsten gesehenen wilden Tieren, die sich den Lebensraum mit dem Menschen teilen, gehören beispielsweise Hase, Fuchs, Wildschwein, Rabe und Reh.

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Wildtiere in der Stadt

Einige Tiere haben sich auf die äußeren Gegebenheiten, die der Mensch ständig verändert, mit der Zeit perfekt angepasst. So gibt es Wildtiere, die sehr gut in der Stadt leben können, wie zum Beispiel Tauben, Marder, Füchse und Waschbären. Das Futterangebot ist im urbanen Lebensraum, nah bei den Menschen, reichlich.

Viele haben die natürliche Scheu verloren und könnten in der reinen Wildnis nur noch schwer überleben. Laut Schätzungen leben in einer deutschen Großstadt meist bis zu 10.000 verschiedene Arten von Wildtieren.

Rückkehrende Raubtiere

Große Wildtiere wie Wolf, Luchs und Bär wurden in Deutschland über Jahrhunderte gejagt, bis sie fast ausgerottet waren. Doch viele der Tiere kehren nun zurück in ihren alten Lebensraum.

Aufgrund von Artenschutzprogrammen können die Tiere in vielen Regionen wieder ohne Eingriff des Menschen leben. Die Zahl der Wölfe hat beispielsweise in den letzten Jahren stark zugenommen. Rund 300 erwachsene Wölfe sollen in Deutschland derzeit umherstreifen.

Die Tiere sind streng geschützt. Wer einen Wolf absichtlich tötet, muss mit bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug oder einer Geldstrafe rechnen. Die weit verbreitete Furcht vor den Tieren ist jedoch unbegründet.

Luchse und Wildkatzen

Weniger Angst macht den Menschen die Rückkehr der Wildkatze. Derzeit leben rund 3000 bis 6000 Wildkatzen in Deutschland, Tendenz steigend. Zu Gesicht bekommen Menschen die scheuen Tiere jedoch sehr selten, weil sie stets nachts auf die Jagd gehen. 

Der fast ausgerottete Luchs hat beispielsweise im Bayerischen Wald, im Harz und im Fichtelgebirge erneut ein Zuhause gefunden. Das Wisent, der zottige Verwandte des Bisons, den viele nur aus dem Zoo kennen, soll hierzulande ebenfalls wieder heimisch werden. Eine dauerhafte Ansiedelung ist im Rothaargebirge geplant.

Seeadler und sogar Bären wurden gesichtet

Auch der deutsche Luftraum wird derzeit von alten Bekannten zurückerobert. Der mächtige Seeadler lebt in einer Population von rund 600 Brutpaaren in Deutschland. Vor einem Jahrhundert war der Greifvogel fast ausgestorben.

Und sogar Bären sind in Deutschland schon gesichtet worden, allerdings statten sie uns eher einen kurzen Besuch ab, statt heimisch zu werden. Vor allem die südlichen Bundesländer können sich auf gelegentliche Sichtung des Braunbären einstellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Braunbären nach Deutschland wandern, steigt mit der wachsenden Anzahl der Bären in Italien und Slowenien. Eine Gefahr stellt der Bär in der Regel nicht dar, da er Menschen meidet.

Gefährliche Wildtiere in Deutschland: Die Zecken

Die großen Wildtiere stellen für den Menschen keine ernst zu nehmende Gefahr dar.

Viel gefährlicher sind die kleinen "Wilden" wie zum Beispiel Zecke, Mücke und Wasserspinne. Die Zecke gilt als das gefährlichste Tier Deutschlands. Sie kann die schwere Krankheit Borreliose auslösen. Andere kleine Wildtiere können durch Stiche oder Bisse allergische Reaktionen verursachen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch von einem der kleinen Wildtiere angegriffen wird, ist um ein vielfaches höher, als dass er je einem großen Wildtier, wie dem Wolf, gegenübersteht.

Quelle: Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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