Präsidenten-Limousine als Erlkönig erwischt

Die Autos der US-Präsidenten: Vom Sunshine Special bis „The
Beast“
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Die Autos der US-Präsidenten: Vom Sunshine Special bis „The Beast“

© Getty Images

Seit 1939 gibt es offizielle "Presidential Cars" für den US-Präsidenten. Wir blicken auf die wichtigsten Modelle, die Trump, Obama oder Bush beschützten.

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1939 wurde Franklin D. Roosevelt mit dem Lincoln K Sunshine Series in der ersten offiziellen Präsidenten-Limousine kutschiert. Sicherheit? Fehlanzeige! Sonderausstattung: Funkanlage und Haltegriffe für den Secret Service! Achtzig Jahre später beschützt "The Beast" den Präsidenten auf Reisen.

Cadillac "The Beast" ist 5 bis 8 Tonnen schwer

Obwohl die gepanzerte Limousine die Linienführung und die Optik von Modellen wie dem Cadillac CTS oder dem neuen CT6 aufnimmt, hat die Staatskarosse nichts mit den Serienmodellen zu tun. Bei einem geschätzten Gewicht von 5 bis 8 Tonnen basiert auch der neue Cadillac One auf einer Lkw-Plattform, die vermutlich von der GM-Marke Chevrolet beigesteuert wird. Die Plattform trägt unter anderem den Chevrolet Kodiak. Auch die verbauten Goodyear-Räder haben Lkw-Format.

Die fast 7 Meter lange Limousine setzt gegenüber dem Vorgänger auf eine weiter erhöhte Bodenfreiheit sowie ein hoch angesetztes Dach. Das alte Modell war nämlich bei einem Besuch Obamas in Irland an einer für den langen Radstand ungünstigen Auffahrt aufgesessen

Zur Sicherheitsausstattung gibt es natürlich nur wenig Informationen. Zentimeterdicke Platten – angeblich 13 Zentimeter – aus Stahl, Kevlar, Aramid und Keramik sollen den Präsidenten schützen und dürften "The Beast" zum sichersten Auto der Welt machen. Auch der Unterboden und der Tank sind gegen Granaten und Bomben geschützt. Fenster und Türen halten Projektilen aber auch Angriffen mit chemischen und biologischen Waffen Stand. Lediglich der Fahrer kann sein Fenster öffnen und die Türen sind angeblich so schwer, das Donald Trump sie von innen nicht selbstständig öffnen kann. Auch sollen sich mehrere Waffen sowie eine Gaskanone an Bord befinden.

Blutkonserven an Bord

Wenn der Chauffeur sein Heil in der Flucht suchen muss, dürfte er wie beim Vorgänger über die Hilfe einer Lachgas-Einspritzung verfügen. Sie soll dem vermutlich etwa 6,6 Liter großen V8 bei Bedarf kurzfristig mehr Power einhauchen können, wenn flüssiges N2O (Lachgas) die Brennräume stark abkühlt und mehr leistungsfördernden Sauerstoffatome im Brennraum Platz haben. Darüber hinaus verfügt "The Beast" über schusssichere Run-Flat-Reifen. Sollten die Reifen trotzdem zerfetzen, so kann der rollende Bunker auf einem innenliegenden Stahlring weiterrollen. Im Kofferraum befinden sich neben einer Feuerlöschanlage noch Sauerstoffflaschen sowie eine medizinische Notfallausrüstung samt Blutkonserven mit der Blutgruppe des Präsidenten. Der sitzt auf einem Spezial-Stuhl, der per Panik-Knopf zudem abgesenkt werden kann. Ansonsten verfügt die Limousine, die laut eines US-Kommentators "einem Asteroiden stand halten kann", über die notwendigen und gesicherten Kommunikationseinrichtungen inklusive Satelliten-Telefon und Direktleitung zum Vizepräsidenten und zum Pentagon. Neben dem US-Präsidenten bietet Cadillac One noch Platz für sechs weitere Passagiere im Sitzlayout 2+3+2.

Das neue Beast trat seinen Dienst 2018 an. Allerdings blieb das Modell kein Einzelstück. Von dem Panzerwagen sollen angeblich 12 Exemplare gefertigt worden sein. Übrigens: Bei der Amtseinführung von US-Präsident Trump am 20. Januar 2017 kam noch das alte Modell des Cadillac One zum Einsatz, mit dem auch schon Barack Obama unterwegs war.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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