Driving Cities Index 2019

Verkehr in der Stadt
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Verkehr in der Stadt

© 11/2019, Verkehr in der Stadt

Autofahren in Städten ist derzeit nicht besonders populär: Fahrverbote drohen, die Luftqualität ist mies, Staus nerven, Parken kostet Unsummen.

Mit dem Driving Cities Index gibt es nun eine Erhebung, in welchen Städten weltweit Autofahrer die besten Bedingungen haben – und wo nicht. Untersucht wurden 100 Städte, darunter zehn in Deutschland.

Düsseldorf weltweit auf Platz 8

Besonders gute Bedingungen finden der Studie zufolge Autofahrer in Düsseldorf vor. Die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen kommt mit einem Index von 95,36 auf Platz acht des Rankings. Die Gründe dafür sind eine geringe Verkehrsdichte, gut ausgebaute Straßen und vergleichsweise günstige Benzinpreise. Berlin bildet mit Platz 51 das Schlusslicht der deutschen Städte. Hier ist unter anderem die Aggressivität im Straßenverkehr recht hoch.

Als Gesamtindex erhält die Hauptstadt 85,89 – die Indexzahl 100 symbolisiert den Maximalwert. Diesen Wert konnte nur eine Stadt erreichen: Calgary in Kanada. Für die Metropole in Nordamerika sprechen niedrige Unfallzahlen, geringes Verkehrsaufkommen sowie günstige Autokosten. Am Ende der Liste steht übrigens die indische Großstadt Mumbai, gefolgt von Ulaanbaatar in der Mongolei und Kalkutta, ebenfalls in Indien.

Ulaanbaatar ist die aggressivste Autostadt

Insgesamt 15 Faktoren rechnet die Studie in den Gesamtindex nach einem Schlüsselsystem ein. So wurde unter anderem der Aggressivitätswert auf Basis von Umfragen im September bei 6.000 Autofahrern ermittelt.

Das Ergebnis: Autofahrer im japanischen Osaka sind ziemlich entspannt, ebenso die in der japanischen Hauptstadt Tokio sowie in Singapur. Essen, Düsseldorf und Bremen schließen die Top 10 ab. Ziemlich harsch geht es hingegen auf der anderen Seite der Statistik zu. Besonders aggressiv sind die Fahrer in Ulaanbaatar (Mongolei), in Moskau sowie im pakistanischen Karachi unterwegs.

Die weiteren Details des Driving Cities Index:

  • Die teuersten Städte für eine Parkzeit von 2 Stunden sind Sydney (35 €), gefolgt von New York (34,39 €) und Brisbane (27,54 €), während die gleiche Parkdauer in Mumbai (0,40 €), Kalkutta (0,54 €) und Lagos (0,56 €) am günstigsten ist.
  • Die Städte mit den meisten Unfalltoten pro 100.000 Einwohner sind Lagos (26,2), gefolgt von Orlando (23,4) und Mumbai (22,4). Am seltensten kommt es in Manchester (0,8), Stockholm (0,9) und Oslo (1,00) zu Unfällen mit tödlichem Ausgang.
  • Die Städte, deren Luftqualität die höchste Punktezahl erreicht hat, sind Brisbane (100), Salvador (99,53) und Stockholm (98,55). Am schlimmsten steht es um die Luftqualität in Lagos (1,00), Karachi (25,09) und Peking (26,05).
  • Die meisten Autos pro Einwohner gibt es in Athen (0,77), Seattle (0,68) und Turin (0,67), während in Karachi und Kalkutta (0,05) sowie Tel Aviv (0,07) die wenigsten Einwohner ein eigenes Auto haben.
  • Die Städte mit dem günstigsten Verkehrsaufkommen sind Malmö und El Paso (100), gefolgt von Detroit (99,54), während es in den Straßen von Mumbai (1,00), Kalkutta (55,17) und Ulaanbaatar (62,95) am häufigsten zu Behinderungen kommt.
  • Die besten Punktezahlen für den öffentlichen Nahverkehr haben New York (100), Singapur (99,86) und Tokio (98,89) erreicht. Die niedrigsten Werte gab es für Karachi (1,00), Bogota (16,94) und El Paso (60,77).
  • Die Städte, in denen das Durchschnittsalter der Autos am höchsten ist, sind Mumbai, Kalkutta und Athen (jeweils 15), während in Dubai (5,20), Singapur (5,46) und Tokio (6) die meisten neuen Autos unterwegs sind.
  • Die Straßen in Genf, Zürich und Basel (jeweils 100) sind weltweit im besten Zustand. Am schlimmsten sieht es hingegen mit der Straßenqualität in Lagos (1,00), Bogota (59,31) und Rio de Janeiro (59,7) aus.

Die Studie ist von Mister Auto in Auftrag gegeben worden. Das französische E-Commerce-Unternehmen gehört zur PSA-Gruppe und hat sich auf Autoteile spezialisiert. Zur Methodik: Insgesamt 100 Städte wurden ausgewählt, die nach 15 Bewertungsfaktoren in drei Kategorien Infrastruktur, Sicherheit und Kosten geordnet sind. Die Faktoren sind: Anzahl Autos pro Einwohner, Täglicher durchschnittlicher Stauwert, Straßenqualitätswert, Punktzahl für öffentliche Verkehrsmittel, Punktzahl für Geschwindigkeitsstichproben, Durchschnittliches Fahrzeugalter, Luftqualitätswert. Im Bereich Sicherheit stehen der Aggressivitätswert sowie die Unfälle mit tödlichem Ausgang pro 100.000 Einwohner. Die Kosten beinhalten: Kosten pro 2 Stunden Parkdauer, Parkkosten nach Erschwingleichkeitsfaktor, Kraftstoffkosten pro Liter, Kraftstoffkosten nach Erschwinglichkeitsfaktor, jährliche Kraftfahrzeugsteuer sowie jährliche Kraftfahrzeugsteuer nach Erschwinglichkeitsfaktor. Für die Studie wurden Daten zum Beispiel vom Weltwirtschaftsforum, der Vereinten Nationen und Weltbank, aus der Inrix Traffice Scorecard oder der Weltgesundheitsorganisation ausgewertet.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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