Android: So richten Sie die Google-Dienste ein

Android: So richten Sie die Google-Dienste ein
Android bietet viele Einstellungsmöglichkeiten: Wir zeigen, wie Sie die verschiedenen Google-Dienste einstellen.
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Android: So richten Sie die Google-Dienste ein

Android bietet viele Einstellungsmöglichkeiten: Wir zeigen, wie Sie die verschiedenen Google-Dienste einstellen.

© Fotolia
13.01.2017 - 07:56 Uhr

Ein Android-Smartphone bietet viele Einstellungsmöglichkeiten weit über das Google-Konto hinaus. Wir zeigen, wie Sie in der Google-App die Sicherheitsmaßnahmen bestimmen und mehr.

Mit der Einführung der aktuellen Android-Version kam es auch zu einer Veränderung in den Google-Einstellungen. Konnten diese vorher über ein eigenes App-Symbol aufgerufen werden, so befinden sie sich nun in den allgemeinen Einstellungen. Die Google-Einstellungen sind wiederum in zwei Bereiche unterteilt. Zum einen wäre da das Google-Konto inklusive der persönlichen Daten, zum anderen die Google-Dienste. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Informationen rund um Ihre Google-Einstellungen unter Android.

Das Google-Konto und die persönlichen Daten anpassen

Im ersten Abschnitt der Google-Einstellungen erhalten Sie Einsicht in Ihr Google-Konto sowie Ihre persönlichen Daten und haben die Möglichkeit, diese entsprechend anzupassen. Hier besteht allerdings ein kleiner Haken, denn bei vielen Einstellungen wird im Browser die Seite myaccount.google.com aufgerufen, um hierüber die Anpassungen festzulegen. Die Bedienungsfreundlichkeit dieser Seite ist aber am PC deutlich höher als auf dem Smartphone.

Die wichtigsten Punkte des Google-Kontos und der persönlichen Daten sind wie folgt:

  1. Anmeldung & Sicherheit:

    Hierunter finden Sie alle Optionen rund um die Anmeldung Ihres Google-Kontos wie etwa die Vergabe und Änderung des Passworts. Des Weiteren können über diesen Punkt die Zwei-Wege-Authentifizierung aktiviert und ein Sicherheitscheck durchgeführt werden. Besonders der Check ist ein nützliches Tool, der potenziellen Diebstahl unattraktiver machen soll. Denn zur Wiederherstellung Ihres Kontos werden die angegebene Telefonnummer und die Mailadresse abgefragt. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme befindet sich in "Anmeldung & Sicherheit" eine Funktion zum Diebstahlschutz. Hierüber können Sie den Rufton des Smartphones aktivieren, um es zu orten. Diese Funktion kann natürlich auch auf verlegte Smartphones angewandt werden. Darüber hinaus besteht hier aber auch die Möglichkeit, im Falle eines Diebstahls das Gerät zu sperren und/oder zurückzusetzen. Zuletzt können Sie sich über diesen Punkt abmelden oder in Kontakt mit Ihrem Anbieter treten.
  2. Personenbezogene Daten & Datenschutz:

    Dieser Punkt behandelt alle Aspekte in Bezug auf Ihre Privatsphäre und persönlichen Daten. Hier haben Sie die Möglichkeit, festzulegen, welche Informationen Sie über sich preisgeben wollen. Sie können daher alle Angaben zu Person, Standort, Aktivitäten sowie Ihrem Google+-Konto individuell bestimmen. Ebenfalls können Sie über diesen Punkt auswählen, ob und welche Werbung Ihnen angezeigt werden soll. Des Weiteren können Sie im Google-Dahsboard Ihre Aktivitäten auf Gmail, im Kalender oder in der Suche nachverfolgen. Zuletzt können Sie hierüber ein Archiv für Ihre Daten kreieren und einen Verwalter für Ihr Konto festlegen.
  3. Kontoeinstellungen:

    Dieser Punkt beinhaltet sämtliche Aspekte der Bedienung Ihres Android-Geräts. Hier können Sie die Systemsprache und die genutzten Eingabeapplikationen festlegen. Hilfswerkzeuge wie das Vorleseprogramm Screenreader oder Wörterbücher sind ebenfalls unter den Kontoeinstellungen zu finden. Des Weiteren erhalten Sie Einsicht in die Belegung Ihres Google-Drive-Speichers und können dort Platz schaffen. Zuletzt bieten Ihnen die Kontoeinstellungen die Option an, Ihr Google-Konto mit allen Daten oder aber Google-Dienste wie YoutubeGoogle+ und Gmail zu löschen.

Google-Dienste korrekt und individuell einrichten

Während die Möglichkeiten bei den Google-Einstellungen in Sachen Konto und persönlicher Daten noch überschaubar sind, fallen diese bei den Google-Diensten deutlich höher aus.

Denn Dienste wie Fotos, Maps und Now bieten zahlreiche Konfigurationsoptionen:

  1. Google-Fotos-Sicherung:

    Die "Google Fotos"-App bietet Ihnen nicht nur die Möglichkeit, Bilder und Videos zu betrachten, sondern diese auch über die Funktion "Google-Fotos-Sicherung" in einem Onlinealbum zu sichern. Dafür müssen Sie den Schieberegler innerhalb des Menüs aktivieren. Bei der Sicherung haben Sie die Wahl, die Dateien in der originalen oder in reduzierter Auflösung zu speichern. Hier besteht allerdings ein kleiner Haken, da die Dateien mit der Originalauflösung zulasten des 15 GB-Kontingents Ihres Cloud-Speichers gehen. Dies ist bei der reduzierten Version nicht der Fall. In diesem Zusammenhang besteht die Option, zusätzlichen Onlinespeicher zu erwerben. Darüber hinaus können Sie an dieser Stelle den Speicherort sowie den Speicherweg für Ihre Daten bestimmen. Für den Speicherweg können Sie zwischen WLAN, Mobilfunknetz und Roaming wählen.
  2. Standort:

    Damit Sie Dienste wie Maps oder Now nutzen können, benötigt Google zwangsläufig Ihren Standort. Sie kommen daher nicht um die Aktivierung der Standortbestimmung herum. Diese erfolgt per Schieberegler in dem gleichnamigen Untermenü. Die Art der Standortbestimmung können Sie individuell festlegen. Dazu haben Sie die Möglichkeit, zwischen GPS, WLAN, Bluetooth oder dem stromsparenden Mobilfunknetz zu wählen. Sie können sich aber auch eine persönliche Kombination aus allen Varianten erstellen.
  3. Werbeanzeigen ausblenden:

    Werbung ist ein notwendiges Übel der Medienwelt und Ihr Android-Smartphone ist davon zunächst nicht ausgenommen. Über die Werbe-ID werden Ihr Surfverhalten und Ihre Suchanfragen analysiert, sodass Ihnen passende Werbeangebote innerhalb kostenloser Apps offeriert werden. Über die Option "Interessenbezogene Werbung deaktivieren" können Sie allerdings die Werbung ausblenden und die Werbe-ID ausschalten.
  4. Datenverwaltung:

    Dieser Punkt ermöglicht es Ihnen, die Art der Aktualisierung der für Google Drive geeigneten Apps festzulegen. Dafür können Sie wahlweise auf WLAN oder Mobilfunk zurückgreifen, um Apps wie Google Docs, Sheets, Slides und Forms auf den aktuellen Stand zu bringen.
  5. Google Fit:

    Hiermit kombiniert Google die Auswertungsdaten von Fitness-Apps wie Runtastic, Runkeeper, Endomondo und Withings Health Mate in einer App. Über Google Fit werden einheitlich alle unterstützten Apps und Geräte aufgeführt. Beziehen können Sie die App über den Play Store.
  6. Nearby:

    Diese App erleichtert die Kommunikation zwischen Mobilgeräten innerhalb einer App. Die Grundvoraussetzung für die Nutzung ist einerseits das Vorhandensein der gleichen App. Hier besteht aber auch ein Problem, da bisher noch nicht viele Anwender die Dienste von Nearby nutzen. Andererseits darf eine maximale Entfernung von 30 Metern zwischen den Mobilgeräten nicht überschritten werden. Zur Kommunikation greift Nearby auf Bluetooth, WLAN und Ultraschallsignale zurück, die von Menschen nicht gehört werden können. Folglich müssen Apps, die Nearby verwenden, Zugriff auf Bluetooth, WLAN, Mikrofon, Lautsprecher und Ihre Standortdaten haben. Die Aktivierung dieses Dienstes erfolgt per Schieberegler. Über den entsprechenden Menüpunkt können Sie noch Ihr Smartphone für Nearby einrichten.
  7. Play Spiele:

    Wenn Sie im Besitz eines Profils bei Play Spiele sind, können Sie über diesen Punkt Ihre Konfiguration festlegen. So können Sie die Sichtbarkeit des Profils bestimmen, das Profil löschen oder Benachrichtigungen anpassen. Weiterhin ist es mit Play Spiele möglich, auf Spielstände auf unterschiedlichen Geräten zurückzugreifen und Spielerfolge mit dem Freundeskreis zu teilen. Des Weiteren können Sie sich über diesen Dienst automatisch bei passenden Spielen anmelden lassen.
  8. Sicherheit:

    Dieser Dienst bietet Ihnen, zusätzlich zu den bisherigen, weitere Sicherheitsvorkehrungen. So lässt sich hierüber ein Sicherheitscode generieren, welcher ab und an von Google zur Authentifizierung benötigt wird. Dies ist meist der Fall, wenn der Verdacht gegeben ist, dass sich eine unbefugte Person Zugriff zu Ihrem Konto verschaffen möchte. In der Regel erbittet Google eine Authentifizierung bei der Anmeldung über einen anderen Standort oder ein neues Gerät. Des Weiteren können Sie über den "Android Geräte-Manager" den Remote-Zugriff auf Ihr Smartphone zulassen. Dadurch können Sie Ihr Gerät orten und sperren lassen. Wenn der Remote-Zugriff eingeschaltet ist, können Sie Ihr Androidgerät über die Seite https://www.google.com/android/devicemanager orten lassen und ggf. Schutzmaßnahmen einleiten. Dazu hält Google auf der Seite Informationen parat. Genauso gut können Sie über den Android Geräte-Manager auch die Werkseinstellungen wiederherstellen. Zuletzt bietet Google die Option, die Sicherheit Ihres Smartphones zu überwachen, um nach schädlichen Apps zu suchen.
  9. Smart Lock für Passwörter:

    Mit dem Äquivalent zu der PC-Version von Chrome steht es Ihnen auch bei der mobilen Variante offen, Lesezeichen, Verlauf und andere Einstellungen zu importieren und abzuspeichern. Gleiches gilt für Passwörter von Webseiten, die Ihrem Google-Konto zugeordnet werden. Smart Lock wird ebenfalls per Schieberegler aktiviert. Weiterhin können Sie das automatische Abmelden nach Beendigung festlegen. Zuletzt haben Sie die Möglichkeit, Ausnahmen für Webseiten zu bestimmen, die Ihr Passwort speichern sollen. Um eine Auflistung über die jeweiligen Seiten und Passwörter zu erhalten, besuchen Sie http://passwords.google.com.
  10. Verbundene Apps:

    Über diese Auflistung können Sie alle Apps und Geräte einsehen, die per Google-Anmeldung oder Google Fit mit Ihrem Google-Konto verbunden sind. Wenn Sie einen Eintrag auswählen, erhalten Sie Informationen darüber, auf welche Daten eine App zugreift. Darüber hinaus legen Sie hier Ihren Google+-Status inklusive der Sichtbarkeit und der Personen, die auf die App Zugriff haben, fest.


Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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