Drucken via WLAN mit jedem Gerät

Drucken via WLAN mit jedem Gerät
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Drucken via WLAN mit jedem Gerät

© Canon

Drucken möchten Sie nicht nur über Notebook und PC, sondern auch vom Smartphone oder Tablet aus? Kein Problem – wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Der einfache Drucker - und warum er nicht mehr existiert

Vor wenigen Jahren war noch alles einfach: Es gab Drucker, Scanner oder auch Multifunktionsgeräte mit allen Features in einem Gehäuse, und gedruckt wurde von einem Computer oder Notebook aus. Verbunden waren die Geräte via USB-Kabel, manchmal auch über das Netzwerk, wenn es sich um einen besonders fortschrittlichen Haushalt handelte.

Heute ticken die Uhren jedoch ein wenig anders: Zu Notebook und PC haben sich unter anderem Smartphone und Tablet gesellt. Auch von diesen Geräten aus sollten Sie drucken können - aber Smartphones etwa bringen meist keine passenden Anschlüsse mit. Also verbinden Sie es über WLAN mit dem Drucker, um von dort drucken zu können.

Multifunktionsgeräte können heute auch auf das Internet zugreifen und beispielsweise via E-Mail drucken - ebenfalls sehr praktisch. Ihr alter USB-Drucker kann diese Funktionen außerdem mit ein wenig Glück ebenfalls übernehmen, denn mit der richtigen Hard- und Software rüsten Sie Netzwerkfunktionen einfach nach.

Drucken und Scannen mit WLAN: die ersten Schritte

Zuerst stellen Sie sicher, dass sich alle Geräte im selben WLAN-Netzwerk befinden - also sowohl der PC als auch das Mobilgerät und natürlich der Drucker. Dabei ist es wichtig, ein 2,4-GHz-Netzwerk zur Verfügung zu stellen, denn nur damit können sich Multifunktionsgeräte verbinden. 5,0 GHz beherrschen diese Geräte noch nicht.

  • Verbinden Sie zunächst den Computer mit dem WLAN-Netzwerk. In Windows 10 klicken Sie dafür unten rechts auf die WLAN-Verbindungen und wählen dann Ihr eigenes Netzwerk aus. Geben Sie das Passwort ein, das Sie vergeben haben oder das sich an der Rückseite des Routers befindet, und verbinden Sie sich.
  • Jetzt verbinden Sie das Mobilgerät, also etwa ein Smartphone. Gehen Sie dort in die Einstellungen und dann in die Netzwerk-Konfiguration und finden Sie dort die WLAN-Option. Wählen Sie dasselbe Netzwerk aus wie auf Ihrem PC und geben Sie dann dasselbe Passwort ein, das Sie am Computer ebenfalls genutzt haben.
  • Beim Drucker stellen Sie zunächst sicher, dass WLAN überhaupt aktiv ist - meist erkennen Sie das an einer blauen LED am Gerät. Blickt diese Leuchte, sucht der Drucker aktiv nach Netzwerken. Falls das WLAN-Modul nicht aktiviert ist, müssen Sie es erst einschalten. Manche Drucker haben dafür Tasten am Gerät, andere konfigurieren Sie in den Einstellungen entsprechend.

Beim Drucker-Setup stehen Ihnen mehrere Methoden zur Auswahl. WPS bedeutet "Wireless Protected Setup" und bezeichnet eine Taste, die sich irgendwo außen am Drucker befinden sollte. Drücken Sie diese Taste und betätigen Sie dann die WPS-Taste auch am Router. Anschließend sind beide Geräte miteinander verbunden. Damit WPS funktioniert, muss der Router dieses Feature natürlich auch unterstützen.

Eine andere Methode steht durch WPS mit PIN zur Verfügung: In den Optionen des Druckers geben Sie dafür eine achtstellige PIN (Personal Identification Number) ein, die Sie an der Unter- oder Rückseite des Routers finden. Der Drucker wird sich dann automatisch mit dem Netzwerk verbinden. Diese Methode ist schön bequem, wenn es sich um ein modernes Gerät mit Touchscreen handelt. Haben Sie noch einen älteren Drucker und müssen über Tasten und Pfeile navigieren, ist die normale WPS-Option wahrscheinlich die bessere Idee.

In jedem Fall sollten sowohl PC als auch Drucker und Smartphone mit Ihrem Netzwerk verbunden sein.

LAN-Drucker und Mobildruck - auch ohne drahtlose Verbindung

Wenn WLAN an Ihrem Drucker nicht verfügbar ist, aber Sie immerhin eine normale Netzwerkschnittstelle am Gerät haben, können Sie das Gerät ebenfalls für Smartphones und Tablets verfügbar machen. Denn: Natürlich sind das Smartphone und der Drucker über den Router verbunden. Wie Sie diesen genau erreichen, ist jedoch nebensächlich - was bedeutet, dass auch eine kabelgebundene Lösung in Frage kommt.

Verbinden Sie also den Drucker mit dem Router. Dem Gerät wird dann automatisch vom Router eine IP-Adresse zugewiesen. Bei "normalen" Geräten wird diese IP dank DHCP bei jeder Verbindung neu vergeben, Geräte wie Drucker erhalten jedoch eine statische IP-Adresse. Diese IP-Adresse - und damit auch Ihren Drucker - werden Sie in der App auf dem Smartphone sehen, wenn Sie etwas drucken möchten.

Falls Sie auf dem Tablet oder Smartphone keinen Drucker finden, kann es helfen, die direkte IP-Adresse einzugeben. Dafür bieten einige Apps Optionen à la "Drucker über IP-Adresse verbinden" an. Geben Sie dort die exakte IP-Adresse ein, die der Router für den Drucker anzeigt. Dann sollte das Problem behoben sein und Ihr Drucker den Druckauftrag ausführen.

Drucken via Wi-Fi Direct: Was ist das?

Eine noch recht junge Methode steht dank Wi-Fi Direct zur Verfügung: Dabei ist der Drucker selbst praktisch der Router, während das Smartphone der Client ist. Damit das klappt, muss der Drucker Wi-Fi Direct natürlich unterstützen. Darüber informieren Sie sich am besten im Handbuch des Geräts. Ab Werk ist das Feature aber wahrscheinlich deaktiviert, sodass Sie es erst in den Optionen aktivieren müssen. Gehen Sie dazu in die Einstellungen des Druckers und in die Netzwerk-Settings, anschließend suchen Sie Optionen wie "WLAN" oder "Wi-Fi". Dort halten Sie dann Ausschau nach einem Setting wie "Wi-Fi Direct" oder "Direkte Verbindung aktivieren".

Bestätigen Sie die Auswahl dann mit "Aktivieren" oder "Ja" und bedenken Sie dabei, dass aktiviertes Wi-Fi Direct automatisch die WLAN-Verbindung trennt. Sowohl WLAN als auch Wi-Fi Direct können zusammen nicht aktiv sein. Informieren Sie darüber eventuelle andere Anwender, die den Drucker nutzen (und gerade brauchen).

Sobald Sie Wi-Fi Direct eingeschaltet haben, werden Sie diese Verbindung auf dem Smartphone oder Tablet dort sehen, wo Sie auch alle anderen Netzwerkverbindungen auswählen können. Den Namen der richtigen Verbindung erkennen Sie daran, dass das Wort "Direct" wahrscheinlich zusammen mit der Bezeichnung Ihres Druckers darin auftaucht - also etwa "DIRECT-HP DeskJet xxxxxx".

Wenn Sie sich verbinden möchten, tippen Sie einfach auf diesen Namen. Danach werden Sie nach einem Passwort gefragt, das durch WPA-2 (Wi-Fi Protected Setup 2) und AES (Advanced Encryption Standard) geschützt ist. Das Passwort finden Sie wiederum am Drucker oder in der Software des Geräts. Navigieren Sie dazu im Menü zu "Netzwerk" oder "LAN-Einstellungen" oder ähnlich klingende Begriffe und lassen Sie sich dann die "Einstellungen anzeigen". Bei manchen Druckern druckt eine bestimmte Tastenkombination die Netzwerkeinstellungen inklusive Passwort auch aus - dafür müssen Sie wiederum das Handbuch konsultieren.

Sobald Sie das Passwort am Smartphone eingeben, verbindet sich das Gerät via Wi-Fi Direct mit dem Drucker. Bedenken Sie, dass dafür ebenfalls die WLAN-Verbindung des Mobilgeräts ausgeschaltet wird. Vielleicht müssen Sie auch noch eine PIN eingeben - und die finden Sie wieder in den Netzwerkeigenschaften des Druckers.

Netzwerktreiber: notwendig für Notebook und PC

Drahtloses Drucken und Scannen von "normalen" Computern ist etwas komplexer. Die Geräte einfach in das eigene Netzwerk zu hängen, reicht dann normalerweise nicht aus - denn die richtigen Treiber sind eine Voraussetzung. Die passende Software finden Sie für gewöhnlich im Lieferumfang des Druckers oder Scanners, meistens wird dazu eine CD genutzt. Wenn Sie dort nicht fündig werden, laden Sie das Programm von der Herstellerseite herunter. Das gilt auch, wenn das Gerät schon etwas älter ist - denn entsprechend alt und mit Ihrem Betriebssystem möglicherweise gar nicht mehr kompatibel werden auch die Treiber sein.

Sobald Sie den Treiber installiert haben (ein Doppelklick auf die entsprechende .exe-Datei sollte reichen), können Sie in der Software die "Verbindungsart" auswählen und dann eine "Drahtlose Netzwerkverbindung" oder auch "WLAN-Verbindung" auswählen. Der Computer oder das Notebook werden dann automatisch im eigenen Netzwerk nach einem kompatiblen Drucker suchen. Danach wählen Sie dieses Gerät aus und setzen dann die Installation des Treibers fort. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, werden Sie wahrscheinlich gefragt, ob Sie eine Testseite ausdrucken möchten - was Sie auch tun sollten.

Falls der Drucker schon etwas älter ist, kann es gut sein, dass für die allererste Installation eine klassische USB-Verbindung notwendig ist. Haben Sie den WLAN-Treiber dann erst einmal installiert, können Sie das Kabel wieder entfernen. Stehen Drucker und Computer zu weit auseinander, sollten Sie sich zeitweise mit einem Notebook behelfen.

Drucken via WLAN

  1. Drucken und Scannen via App

    Auf Smartphones brauchen Sie keinen Treiber für Scanner oder Drucker, denn dort installieren Sie einfach die passende App. Falls die Software direkt vom Hersteller des Geräts kommt, finden Sie sie sehr wahrscheinlich im App Store Ihres Geräts, das Programm sollte außerdem kostenlos sein. Handelt es sich um ein namhaftes Gerät, werden Sie garantiert fündig werden. Manche Unternehmen machen es Ihnen jedoch unnötig kompliziert: Beispielsweise bietet Canon die App " Canon Print Business" an, die eigentlich vorrangig auf Unternehmenskunden zugeschnitten ist.

    Testen Sie die App mit dem Drucker Maxify MB5150 - ein Business-Modell -, arbeitet das Programm aber trotzdem nicht mit dem Drucker zusammen. Stattdessen werden Sie an eine andere App weitergeleitet, die dann funktionieren sollte. Sie können Ihren Drucker noch immer nicht ansprechen? Dann testen Sie einfach eine App eines anderen Herstellers. Intern funktionieren viele von ihnen nämlich praktisch identisch, sodass der Unterschied nur in Design, UI und Branding zu finden ist. Leider gibt es keine Allround-App, die einfach für alle Drucker und Scanner funktioniert.

    Haben Sie eine passende App gefunden, verbinden Sie den Drucker durch einen Klick auf "Drucker suchen" (oder ähnlich). Wahrscheinlich werden Sie in der App nicht den Gerätenamen selbst sehen, sondern nur den Namen der Serie - also etwa "DeskJet 3700 Series". Das ist auch gar nicht so schlecht, denn auf diese Weise werden alle in Frage kommenden Funktionen von der App freigeschaltet. Gemeint sind damit dann nicht nur Drucken und Scannen, sondern auch Cloud-Dienste, Social Media und Co.

    Wenn Sie eine Hersteller-App verwenden, bekommen Sie außerdem immer einige typische Vor- und Nachteile:

    Vorteile

    Hersteller-Apps bieten normalerweise recht viele Optionen hinsichtlich der diversen Einstellungen. Wenn Sie bereit für den Druck sind, können Sie oft beispielsweise Papierformate wählen, zwischen Farben und Graustufen unterscheiden, Medientypen bestimmen oder auch prüfen, ob der Drucker noch Papier im Vorrat oder genügend Tinte in den Kartuschen hat. Zwar bieten diese Funktionen nicht alle Hersteller-Apps, aber der Großteil.

    Nachteile

    Im Interesse der Sicherheit bekommen Apps dieser Art niemals Zugriff auf das gesamte Smartphone, sondern nur auf bestimmte Ordner und Datentypen. So können Sie typische JPG-Bilder meistens problemlos ausdrucken, aber PPT-Dateien - also Daten aus Microsoft PowerPoint, das ebenfalls sehr bekannt und verbreitet ist - bleiben oft außen vor. Auch können Sie Apps dieser Art nie direkt aus Word oder dem Acrobat Reader starten. Den vollen Druck-Komfort, wie Sie ihn von einem Windows-PC etwa kennen, erhalten Sie nicht.

    Können Sie mit den Nachteilen gut leben, spricht natürlich nichts gegen den Druck mit Hersteller-Apps.

  2. Einheitlicher Druck-Standard für Android

    Eine Alternative, die sich strikt auf das Drucken auf Android-Geräten spezialisiert hat, steht durch das Plug-in "Mopria" zur Verfügung. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein Kürzel, das "Mobile Print Alliance" bedeutet. Jene Allianz besteht aus namhaften Herstellern und Entwicklern wie Adobe und Samsung. Der "Mopria Print Service" ist damit seit Android 4.4 (aus heutiger Sicht eine beinahe antike Android-Version) in das Betriebssystem integriert und stellt typische Druck-Dienste bereit. Damit das Plug-in funktioniert, muss der Drucker den Dienst allerdings unterstützen - allzu alt darf er also nicht sein. Geben Sie im Zweifelsfall auf www.mopria.org den Namen Ihres Geräts ein, um so die Kompatibilität zu prüfen.

    Falls der Drucker kompatibel sein sollte, laden Sie das Plug-in "Mopria" aus dem Play Store von Google herunter und installieren es auf dem Smartphone. Danach müssen Sie es noch aktivieren, indem Sie die Benachrichtigungen des Smartphones prüfen und dann nach dem Eintrag "Mopria" suchen. Tippen Sie auf die Nachricht und schalten Sie den Schieberegler in der folgenden Ansicht auf "An". Der Service ist dann aktiviert, was dazu führt, dass alle verfügbaren Drucker im Netzwerk, die das Plug-in unterstützen - also hoffentlich auch Ihr Gerät -, angezeigt werden. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Vor- und Nachteile dieses Systems:

    Vorteile

    Die Kompatibilität fällt überragend gut aus. Haben Sie einen Drucker, der einigermaßen "Mainstream" ist, wird er garantiert dabei sein. Sie können damit auch direkt aus der Anwendung heraus drucken und umgehen den Weg über Hersteller-Apps - also etwa aus diversen anderen Apps für Android oder auch Chrome heraus. Damit das klappt, klicken Sie einfach auf das "Teilen"-Symbol und wählen dann Ihren Drucker und die Einstellungen für das Gerät aus. Dort finden Sie sehr viele weitere Settings, sodass das Erlebnis dem typischen PC-Drucken recht nahe kommt.

    Nachteile

    Ein für Sie eventuell großer Nachteil besteht darin, dass Sie wirklich nur Drucken können. Scannen kann "Mopria" nicht, Faxen bleibt auch außen vor. Außerdem gibt es keine iOS-Version (und geplant ist diese auch nicht).

    Ob Sie "Mopria" wirklich langfristig nutzen möchten oder nicht, ist gar nicht so wichtig. Ausprobieren lohnt sich in jedem Fall!

  3.  Achtung, Spezialfall: Amazons Kindle Fire

    Die beliebten Tablets von Amazon bringen in ihren diversen Editionen einige Eigenheiten mit. Zwar basiert das Betriebssystem Fire OS im Kern auf Android, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Zugriff auf den Play Store beispielsweise bekommen Sie nicht, Apps und Plug-ins bleiben also garantiert außen vor. Damit Sie mit den Tablets dennoch drucken können, bietet Amazon im eigenen Store einige Anwendungen an, damit Sie das Problem umgehen können. Typische Universalsoftware wie "Mopria" gibt es aber nicht.

    Dafür finden Sie im Store jedoch Software wie etwa das "HP Druck-Plug-in". Damit können Sie dann für HP-Drucker die entsprechenden Einstellungen treffen. Auch hier gilt, dass Sie das Plug-in erst installieren müssen. Wischen Sie also von oben nach unten, um die Benachrichtigungen anzuzeigen, und gehen Sie dann auf die Nachricht über die Installation des Plug-ins. Tippen Sie darauf, um das Plug-in zu aktivieren. Jetzt sollte der Drucker sofort funktionieren und in einigen Apps zur Verfügung stehen

    Testen können Sie das etwa im Silk-Browser: Neben der URL-Zeile finden Sie dazu drei Punkte. Tippen Sie darauf und gehen Sie dann im neuen Menü auf "Drucken". Drucker, die im Netzwerk zur Verfügung stehen, sehen Sie dann in einer Liste. Wenn es sich wirklich um einen HP-Drucker handelt, könnten Sie etwa einen Begriff wie "HP DeskJet 3700 Series HP-Druck-Plug-in" sehen. Mit dem dort befindlichen Pfeil können Sie weitere Einstellungen (Ausrichtung, Papierformat, Anzahl der Kopien und so weiter) vornehmen. Sogar recht fortgeschrittene Techniken wie den Duplex-Druck aktivieren Sie dort.

    Wie viele Einstellungen Sie dort genau finden, hängt vom Drucker und dem Modell ab - aber die Vor- und Nachteile bleiben gleich:

    Vorteile

    Praktisch alle namhaften Drucker machen durch diese Plug-ins auch das Fire OS flott für den schnellen Druck.

    Nachteile

    Universalsoftware wie "Mopria" können diese Notlösungen leider nicht ersetzen.

  4. Kleiner Klassiker: Apples AirPrint

    Einer der Vorreiter der drahtlosen Datenübertragung für Jedermann war Apple mit seinen diversen Air-Diensten. AirPrint ist seit iOS 4.2 (also seit sehr langer Zeit) fester Bestandteil des Betriebssystems. Aus Anwendungen wie Mail, Fotos oder Safari können Sie über das Symbol "Bereitstellen" den Befehl "Drucken" ausführen. Ein AirPrint-fähiger Drucker im WLAN-Netzwerk wird dann sofort gesucht und normalerweise auch gefunden. Wählen Sie dann einfach den Drucker aus und stellen Sie einfache Settings wie Anzahl der Kopien oder doppelseitigen Druck ein oder aus. Sobald Sie dann noch einmal auf "Drucken" tippen, geht es auch schon los.

    Apple-typisch geht das alles sehr einfach und schnell und normalerweise reibungslos - aber auch nicht ganz ohne Nachteile:

    Vorteile

    Jedes moderne iOS-Gerät unterstützt AirPrint, außerdem meldet die Funktion auch, wenn der Drucker beispielsweise knapp bei Papier ist.

    Nachteile

    Ohne AirPrint kein AirPrint: Der Drucker muss die Funktion ebenfalls unterstützen. Viele moderne Geräte können das, aber nicht alle (und vor allem nicht ältere Modelle). Die Einstellungen fallen außerdem recht spartanisch aus, sodass Sie etwa das Papierformat nicht ändern können (A4 oder nichts).

  5. Cloud-Druckdienste der Hersteller: ePrint, Connect und weitere Methoden

    Moderne Drucker brauchen gar nicht zwingend eine App oder Treiber, um zu funktionieren. Dienste wie ePrint von HP oder Connect von Epson geben dem Drucker eine eigene E-Mail-Adresse, an die Sie dann Nachrichten senden können. Sobald ein Dokument beim Drucker ankommt, druckt dieser es sofort aus. Dafür müssen Sie den Drucker jedoch beim Hersteller registrieren, wofür einige Minuten Aufwand notwendig sind.

    Für HP beispielsweise rufen Sie dazu die Seite www.eprintcenter.com auf. Sobald der Drucker registriert ist, sind auch diverse Webdienste sofort aktiv. Zusatzfunktionen liefern die Hersteller ebenfalls sehr umfangreich mit, sodass sich die Drucker auch mit typischen Cloud-Diensten und Social-Media-Kanälen wie OneDrive, Twitter, Dropbox, Flickr oder Google Drive verbinden lassen.

    Letztere Funktion können Sie direkt am Drucker verwenden: Tippen Sie dazu auf ein Symbol, das in etwa "Web-Dienst" oder "Cloud" heißt. Von dort navigieren Sie dann zum gewünschten Dienst (wie vielleicht OneDrive) und melden sich dann an. Anschließend sehen Sie eine Art Datei-Explorer: Von dort aus können Sie bereits vorhandene Daten ausdrucken oder auch neue Scans direkt dorthin hochladen. Das dauert in der Praxis nur wenige Sekunden und ist ein bequemer Weg, um Dokumente auch mit anderen Personen über Ihren Cloud-Speicher zu teilen.

    Einige typische Vor- und Nachteile warten auch hier auf alle Nutzer:

    Vorteile

    Deutlich mehr als nur Drucken und Scannen: Das Multifunktionsgerät wird jetzt erst so richtig multifunktional.

    Nachteile

    Manchmal möchte die Verbindung einfach nicht sofort funktionieren, was sehr ärgerlich sein kann. Firmware-Updates helfen dann aber oft.


BezeichnungBetriebssystemFunktionen
Brother iPrint & ScanAndroid, iOS, Windows PhoneDruck, Scan, Fax
Canon EPP (Easy-Photo-Print)Android, iOS, Windows RTDruck, Scan
Canon Print Inkjet / SelphyAndroid, iOSDruck, Scan
Canon Print BusinessAndroid, iOS, Windows RTDruck, Scan
Dell Document HubAndroid, iOS, WindowsDruck, Scan, Monitoring
Epson Creative PrintAndroid, iOSpersonalisierter Druck
Epson iPrintAndroid, iOSDruck, Scan
Epson Print and ScanWubdiws 8.1, 10Druck, Scan
HP AiO RemoteAndroid, iOSDruck, Scan
HP ePrintAndroid, iOS, Windows PhoneDruck
HP Social Media SnapshotsAndroid, iOSDruck, Bildweiterverarbeitung
Kyocera PrintAndroid, iOSDruck, Scan, E-Mail-Versand
Oki Mobile PrintAndroidDruck, Scan, Aufnahme
Ricoh Print & ScanAndroid, iOSDruck, Scan
Samsung Mobile PrintAndroid, iOS, Windows Phone, Amazon KindleDruck, Scan, Fax
Xerox Print BackAndroid, iOSDruck über Cloud


Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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