Ratgeber: So surfen Sie richtig mit Android

Ratgeber: So surfen Sie richtig mit Android
Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich mit Android sicher, schnell und anonym im Netz bewegen und wie Sie WLAN-Probleme lösen.
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Ratgeber: So surfen Sie richtig mit Android

Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich mit Android sicher, schnell und anonym im Netz bewegen und wie Sie WLAN-Probleme lösen.

© Fotolia.com/EpicStockMedia
10.07.2017 - 10:33 Uhr

Das Surfen mit dem Smartphone will gelernt sein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich mit Android sicher, schnell und anonym im Netz bewegen und wie Sie auftretende WLAN-Probleme lösen.

Mit Android im Internet zu surfen, scheint auf den ersten Blick ganz einfach zu sein. Tatsächlich gilt es jedoch, in der Praxis dabei einige Dinge zu beachten, die zum Beispiel den Datenverbrauch betreffen, die Geschwindigkeit des WLAN oder Ihre Browserfunktionen. In unserem Ratgeber lesen Sie die wertvollsten Tipps rund um das Thema Surfen mit Android.

Optimale Nutzung des Browsers

Sind Sie sich sicher, dass Sie den Funktionsumfang Ihres Browsers schon voll ausnutzen? Mit unseren Tricks können Sie bestimmt noch mehr aus Ihrer Surferfahrung machen. Wir beziehen uns dabei auf den Chrome-Browser von Google, der die weiteste Verbreitung genießt.

Zwischen mobiler Version und Desktopversion einer Seite schneller wechseln: Jeder weiß, dass viele Webseitenbetreiber ihre Inhalte in einer speziellen mobilen Version anbieten. Das erlaubt eine bessere Darstellung auf dem Display eines Smartphones. Leider bedeutet das auch häufig, dass Funktionen wegfallen, die bei der Desktopversion noch vorhanden sind. Zum Glück ist es möglich, jederzeit von der Mobilversion zur Desktopversion zu wechseln. Tippen Sie dazu oben rechts im Browser auf die drei kleinen Punkte und gehen Sie ins sich öffnende Menü. Jetzt tippen Sie auf Desktopversion anfordern.

Verwaltung von Passwörtern und Autofill-Daten: Formulare müssen Sie in Chrome nur einmal ausfüllen. In der Zukunft trägt die Funktion Autofill die Daten für Sie ein. Das spart viel Zeit. Wenn die Funktion auf Ihrem Gerät noch nicht aktiviert ist, müssen Sie die Einstellungen aufsuchen. Hier tippen Sie auf den Punkt Autofill-Formulare und aktivieren die Funktion. Wenn Sie auf das Pluszeichen tippen, können Sie weitere Adress- und Kreditkartendaten hinzufügen. Falls Sie möchten, können Sie Einträge auch löschen. Oben rechts finden Sie dafür das Papierkorbsymbol.

Natürlich können Sie auch Passwörter speichern. Dazu gehen Sie in das Menü der App und dann in die Einstellungen. Tippen Sie auf Passwörter speichern. Sie können nun einstellen, ob Passwörter automatisch gespeichert werden sollen oder nicht. Zudem finden Sie eine Einstellmöglichkeit für das automatische Anmelden auf Internetseiten. Sie können diese Funktion auch deaktivieren.

Erstellung einer Verknüpfung auf dem Homescreen: Jeder hat vermutlich Websites, die er jeden Tag aufsucht. Für diese Seiten ist eine auf dem Homescreen bereitliegende Verknüpfung praktisch. Dazu öffnen Sie Chrome und geben die Adresse der gewünschten Seite ein. Tippen Sie auf die drei Punkte oben rechts und wählen Sie dann Zum Startbildschirm hinzufügen aus. Sie können nun einen Titel für die zu erstellende Verknüpfung vergeben. Tippen Sie dann auf Hinzufügen, um den Vorgang abzuschließen.

Sicheres und anonymes Surfen

Mit den richtigen Einstellungen können Sie mit dem Chrome-Browser ähnlich sicher und anonym surfen wie zum Beispiel im TOR-Netzwerk. Wir zeigen Ihnen in beiden Fällen, wie es geht.

Inkognito-Modus: Wer beim Surfen lieber keine Spuren hinterlassen möchte, muss für das Surfen einen anderen Modus auswählen. Dafür ist der Inkognito-Modus von Chrome gedacht. Andere Nutzer können damit nicht mehr erkennen, welche Suchanfragen Sie gemacht haben und welche Seiten Sie besucht haben. Der Inkognito-Modus hat aber noch weitere Vorteile. Er erlaubt Ihnen, mehrere Accounts wie zum Beispiel bei Ihrem E-Mail-Dienst zu nutzen. Tippen Sie wieder oben rechts auf die drei Punkte und wählen Sie Neuer Inkognito-Tab aus.

Anonymes Surfen mit TOR: TOR ist auf die Anonymisierung Ihrer Netzaktivitäten spezialisiert. Bei TOR gelangen Ihre Datenpakete nicht sofort ins offene Internet, sondern werden vorher zufällig über eine Reihe von Rechnern verschickt, die als Nodes bezeichnet werden. So lässt sich kaum mehr erkennen, von welcher IP-Adresse die Datenpakete ursprünglich ausgingen. Auf den Rechnern des TOR-Netzwerkes kann man Ihre Daten auch nicht auslesen, da diese verschlüsselt sind. Die Verschlüsselung ist sogar besonders gründlich, da mehrfach nach dem Zwiebelschalenprinzip verschlüsselt wird. Jeder Node nimmt dabei eine eigene Verschlüsselung vor. Die Daten verändern sich damit nach dem Weitersenden durch einen Node. Die Anonymität wird schnell aufgehoben, sobald Sie sich bei sozialen Diensten wie Facebook anmelden. Das gilt es also bei der Nutzung der TOR-Netzwerke zu unterlassen.

Die Nutzung von TOR kann auf dem Smartphone zum Beispiel über die App Orbot erfolgen. Laden Sie diese aus dem Play Store herunter und installieren Sie zusätzlich den Security-Browser Orfox. Starten Sie Orbot und aktivieren Sie die TOR-Verbindung. Dazu müssen Sie nur auf das Logo tippen und kurz halten. Jetzt sollte gemeinsam mit dem Orfox das anonyme Surfen im Internet möglich sein.

Den mobilen Datenverbrauch reduzieren

Bei einigen Mobilfunkverträgen ist das Datenkontingent relativ stark begrenzt. In diesem Fall sollten Sie sich Gedanken über eine Verringerung des Verbrauches machen. Wir zeigen, wie Sie Geld sparen können.

Datenverbrauch feststellen: Erst einmal sollten Sie sich einen Überblick über Ihren aktuellen Datenverbrauch verschaffen. Tatsächlich ist in Android genau für diese Aufgabe eine Übersichtsfunktion integriert worden. Gehen Sie in die Einstellungen-App und wählen Sie den Reiter Drahtlos & Netzwerke an. Hier sollten Sie einen Punkt mit der Bezeichnung Datennutzung finden können. Die App zeigt Ihnen zum Beispiel an, wie hoch Ihr Datenverbrauch im letzten Monat ausgefallen ist. Wenn Sie auf Mobile Datennutzung gehen, sehen Sie den Datenverbrauch differenziert nach Anwendung. Ganz oben sehen Sie, welche Ihrer Anwendungen besonders datenhungrig ist. So lassen sich Problem-Apps schnell ausfindig machen.

Datenverbrauch überwachen: Hier finden Sie einige Ratschläge, wie Sie Ihren Datenverbrauch schnell reduzieren können.

Beziehen Sie Updates für Ihre Apps nur über das WLAN. Wenn Sie Ihr Smartphone auch zu Hause verwenden, sollten Sie dort Updates über das WLAN herunterladen. Dann nutzen Sie nämlich Ihre Festnetz-Flatrate, statt das wertvolle mobile Datenvolumen zu verbrauchen. Stellen Sie Ihre Apps am besten so ein, dass nur ein Update über WLAN erlaubt ist. Gehen Sie in die Play-Store-App und wählen Sie die drei Linien oben links aus. Nun gehen Sie in die Einstellungen und wählen Automatische App-Updates aus. Sie können die Updates auch ganz deaktivieren. Besser ist es aber, hier Automatische App-Updates nur über WLAN zulassen auszuwählen.

Apps die Aktualisierung im Hintergrund verweigern: Hintergrunddaten können das mobile Datenvolumen stark in Anspruch nehmen. Die Apps beziehen allerlei Daten aus dem Netz, ohne dass Sie etwas davon merken. Öffnen Sie eine dieser Apps, stehen Ihnen dann allerdings auch die neuesten Informationen sofort zur Verfügung. Doch auch hier wäre es besser, wenn Downloads nur im WLAN stattfinden würden. Gehen Sie hierfür in die Einstellungen-App und suchen Sie den Bereich Apps. Wählen Sie aus, welche App Sie beschränken wollen und tippen Sie dann auf den Menüpunkt Datennutzung. Bei dem Punkt Hintergrunddaten sehen Sie einen Schieberegler. Deaktivieren Sie diesen.

Synchronisation der Konten verhindern: Es gehört zu den Standardfunktionen in Ihrem Google-Konto, dass Ihre Aktivitäten auf Ihren verschiedenen Geräten mit dem Konto synchronisiert werden. Sie erhalten dadurch sofort Informationen zu Updates, die für Ihre Apps eingespielt wurden. Ebenso wie für die Hintergrundaktualisierung gilt auch hier, dass der Synchronisationsvorgang Daten verbraucht. Möchten Sie Ihr Datenvolumen schonen, müssen Sie die automatische Synchronisation deaktivieren. In den Einstellungen finden Sie hierfür den Punkt Nutzer und dort Konten. Tippen Sie wiederum auf die drei Punkte oben rechts und gehen Sie dann auf Daten autom. synchronisieren. In der Zukunft bedeutet das allerdings für Sie, dass Sie die Synchronisation manuell vornehmen müssen. Das hat jedoch den Vorteil, dass Sie für die Synchronisationsvorgänge auf das WLAN zurückgreifen können und die volle Kontrolle über den Vorgang haben. Ein ungewollter Datenverbrauch ergibt sich nicht mehr. Möchten Sie manuell synchronisieren, tippen Sie auf Konten. Wählen Sie Ihr Google-Konto aus und gehen Sie auf die drei Punkte für das Menü. Dort tippen Sie auf Jetzt synchronisieren.

Datenlimit einstellen und Warnungen konfigurieren: Viele Anwender wissen bereits, dass Android eine Warnung ausgeben kann, sobald ein gewisser Datenverbrauch erreicht ist. Zusätzlich ist aber auch die Einrichtung eines Datenlimits möglich. Die Funktion finden Sie in den Einstellungen unter Datennutzung. Tippen Sie auf Mobile Datennutzung und gehen Sie dann auf das Zahnradsymbol. Unter diesem Menüpunkt können Sie das Datenlimit und eine Datenwarnung einrichten. Wenn Sie nun das Limit erreichen, schaltet Android die mobilen Daten einfach ab. So können keine ungewollten Kosten mehr entstehen.

Datenroaming deaktivieren: Im Ausland können Roaminggebühren schnell bedenkliche Höhen erreichen. Wenn Sie das verhindern möchten, gilt es, das Datenroaming zu deaktivieren. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihr Smartphone nicht plötzlich Daten im Ausland herunterlädt und hohe Kosten verursacht. In der Einstellungen-App finden Sie den Punkt Drahtlos & Netzwerke. Tippen Sie hier auf die Schaltfläche Mehr. Nun wählen Sie die Option Mobilfunknetze aus. Jetzt können Sie durch Antippen die Funktion Datenroaming deaktivieren.

Unterwegs im WLAN mit dem Smartphone

Das Surfen über das WLAN verbraucht zwar kein mobiles Datenkontingent, doch auch hier gilt, einige Dinge zu beachten. Wir zeigen Ihnen in diesem Abschnitt, wie Sie richtig im WLAN surfen.

Hotspots verwenden: Wer mit dem Smartphone viel unterwegs ist und auf das Internet nicht verzichten möchte, kann sich gerade in den Großstädten an vielen öffentlichen Plätzen über Hotspots einwählen. Hotspots finden sich zum Beispiel am Bahnhof oder am Flughafen. Erfolgt die Verbindung über einen solchen öffentlich zugänglichen Hotspot, sind damit häufig gewisse Kosten für die Nutzung verbunden. Den Hotspot erkennen Sie auf Ihrem Gerät sofort in der Liste der verfügbaren WLAN-Netzwerke. Er ist hier ebenso als Eintrag aufgeführt, wie das auch bei Ihrem heimischen Netzwerk der Fall ist.

Offene WLAN-Netze machen kein Passwort erforderlich. Sie können einfach auf den Namen des Hotspots klicken und die Verbindung erfolgt automatisch. Damit gelingt die Verbindung mit einem öffentlichen Hotspot sogar einfacher als die Verbindung mit Ihrem WLAN daheim. Ist der Hotspot nicht offen, fordert Sie Android zur Eingabe des Passwortes auf. Das entsprechende Passwort erhalten Sie vom Betreiber des Hotspots. In einem Hotel zum Beispiel können Sie das Passwort an der Rezeption erfragen. Anders als gewohnt geben Sie das Passwort jedoch nicht im WLAN-Menü ein. Stattdessen besuchen Sie einfach über den Webbrowser eine Seite und geben die Zugangsdaten dann direkt im Browser ein. Hier werden Sie auch darüber informiert, welche Kosten anfallen und wie die Zahlungsmodalitäten aussehen.

Hotspot mobil einrichten: Sie sind mit Ihrem Android-Smartphone nicht unbedingt auf einen Hotspot angewiesen. Wenn Sie es richtig konfigurieren, kann Ihr Smartphone nämlich selbst ebenfalls als Hotspot fungieren. Es sollte jedoch klar sein, dass Ihr Datenvolumen bei dieser Nutzungsart stark in Anspruch genommen wird.

Wenn Sie Ihr Smartphone als Hotspot aktivieren möchten, gehen Sie in die Einstellungen Ihres Gerätes. Wählen Sie hier den Punkt Drahtlos & Netzwerke aus und klicken Sie auf Mehr. Danach gehen Sie auf Tethering und mobiler Hotspot. Betätigen Sie den Schieberegler, um ihn zu aktivieren. Als Nächstes wählen Sie WLAN-Hotspot einrichten aus. Sie können dem neuen Netzwerk jetzt einen Namen geben. Danach wählen Sie ein Passwort aus, mit dem Sie Ihren Hotspot schützen. Denken Sie daran, dass das Passwort mindestens acht Zeichen umfassen muss und dass Sie neben Buchstaben auch Zahlen und Sonderzeichen verwenden. Android schlägt Ihnen als Sicherheitsprotokoll das bewährte und sichere WPA2-PSK vor. Diese Auswahl sollten Sie nicht ändern. Wenn sich das Smartphone im Hotspot-Modus befindet, liegt eine starke Beanspruchung des Akkus vor. Es kann daher Sinn machen, den Stromsparmodus einzustellen, wenn Sie den Hotspot-Modus nutzen möchten. Zeigt das Gerät eine bestimmte Zeit lang keine Aktivität mehr, schaltet es sich automatisch ab. Bei einigen Smartphones mit Android ist es außerdem möglich, die Anzeige des so eingerichteten Hotspots in der WLAN-Liste zu unterdrücken.

WLAN-Probleme beheben: Sie sind über das WLAN mit dem Smartphone im Internet, die Verbindung ist aber dennoch langsam? Dann könnte folgende Maßnahme helfen: Öffnen Sie die App für die Einstellungen und tippen Sie auf Drahtlos & Netzwerke und dann auf WLAN. Wählen Sie danach das Netzwerk aus, über das Sie ins Internet gehen möchten. Android zeigt Ihnen jetzt den Verbindungsstatus an. Sollte hier Nicht verbunden stehen, müssen Sie sich ins Netzwerk einwählen und das Passwort eingeben. Besteht das Problem danach weiterhin, könnte Ihr Router der Verursacher sein. Hier hilft in der Regel ein einfacher Neustart weiter. Wenn die Verbindung nun immer noch langsam ist oder gar keine Verbindung hergestellt werden kann, müssen Sie den Internetanbieter kontaktieren. War der Neustart des Routers dagegen erfolgreich, doch das Smartphone verbindet sich nicht mit dem Router, müssen Sie nun auch das Smartphone neu starten. Jetzt können Sie das WLAN noch einmal auswählen und den Sicherheitsschlüssel eingeben. Von nun an sollte hoffentlich wieder eine schnelle Verbindung zum Internet möglich sein.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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