Effektiver Einbruchschutz im Smart Home

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18.12.2018 - 10:00 Uhr

Auch wenn die Zahlen leicht rückläufig sind: Noch immer passiert alle vier Minuten ein Einbruch. Wer sein Zuhause und seine Familie wirkungsvoll schützen möchte, benötigt einen effektiven Einbruchschutz. Doch was hilft wirklich, worauf sollten Mieter und Eigentümer achten?

Wie wird am häufigsten eingebrochen?

Einbrecher – ob Profi oder Gelegenheitsdieb – suchen sich in der Regel einen einfachen und vor allem schnellen Weg in Ihr Zuhause. Denn Sie wollen eines ganz bestimmt nicht: auffallen. Entsprechend kommen sie meist in den Morgen- oder frühen Abendstunden; dann können sie damit rechnen, dass die Bewohner entweder beim Einkaufen oder bei der Arbeit sind. Dunkelheit schützt sie zudem vor den Augen der Nachbarn.

Was sind die typischen Schwachstellen?

Dunkle, von außerhalb des Grundstücks nicht oder nur schwer einsehbare Stellen wie Terrasse oder Balkon, aber auch un- oder schlecht beleuchtete Hauseingänge, zählen zu den typischen Schwachstellen von Haus und Wohnung. Und natürlich offenstehende Fenster und Türen.

Auch auf Kipp gestellte Fenster oder Terrassentüren sind willkommene Einladungen für Einbrecher, ebenso wie Fallrohre, an denen es sich hochklettern lässt sowie ungesicherte Kellerfenster oder Eingänge. Selbstverständlich sollten Türen, Fenster, Schlösser und Verriegelungen es Einbrechern so schwer wie möglich machen und daher fachmännisch verbaut sein!

Was gehört zur Mindestausrüstung für die Einbruchsicherung?

Wer sein Zuhause wirkungsvoll vor Einbruch schützen will, muss zunächst die genannten Schwachpunkte finden und eliminieren. Dichte Büsche und Bäume vor dem Haus, die dafür sorgen, dass sich Einbrecher unbeobachtet an Türen und Fenstern zu schaffen machen, sollten Sie entfernen oder zumindest stark herunterschneiden.

Dunkle Hausecken, Terrassen, Garagen oder Kelleraufgänge können mit wenig Aufwand beleuchtet werden.

Lassen Sie keine Leitern, Mülltonnen oder andere größere Gegenstände herumliegen, die Einbrecher als Aufstiegsmöglichkeit nutzen. Mit einem einfachen Schloss gesichert, sind zum Beispiel Leitern für Diebe nutzlos, da das Entfernen der Sicherung zu viel Zeit kostet und Lärm verursacht. Für den Einbruchschutz bei Fenstern und Türen hält der Fachhandel diverse Riegel und andere mechanische Vorrichtungen bereit.

Wie kann Smart Home mich schützen?

Der beste Schutz gegen Einbruch sind Abschreckung und Wachsamkeit. Da Sie aber kaum den ganzen Tag rund um die Uhr Schutzmann spielen wollen, hilft Ihnen die moderne Technik. Neben einer professionellen, vom Fachmann installierten Alarmanlage und den oben erwähnten mechanischen Systemen gibt es viele verschiedene elektronisch gesteuerte Systeme, die sowohl Einbrecher abschrecken als auch einen Einbruch wirkungsvoll verhindern können.

Binden Sie diese Systeme in ein Smart Home ein, haben Sie Ihr Zuhause sogar im Auge, wenn Sie unterwegs sind. Denn dank einer gesicherten Internetverbindung sendet die Smart-Home-Zentrale alle erfassten Informationen direkt an Ihr Smartphone.

Weiterer Vorteil von Smart Home: Sie können mit einfachen Mitteln eine Anwesenheit vorgaukeln, beispielsweise durch das An- und Ausschalten von Fernseher, Gartenbeleuchtung und Radio. Ein bewohnt (wirkendes) Heim schreckt potenzielle Einbrecher am ehesten ab.

Einbruchschutz über das Smartphone – wie funktioniert das?

Das Prinzip ist ganz einfach: Überall in Ihrem Zuhause stecken Sensoren. Das können Bewegungsmelder oder Tür- und Fensterkontakte sein. Auch per Videokamera lassen sich Räume, Aufgänge, Zufahren, Garten, Terrasse und Keller überwachen. Derlei Kameras sind eine wichtige Ergänzung für den Einbruchschutz an Fenster und Türen. Sie können so zum Beispiel schnell per App kontrollieren, ob wirklich alle Türen und Fenster verschlossen sind, das Garagentor verriegelt oder die Beleuchtung im Kellerabgang angeschaltet ist.  

Mit wenigen Klicks programmieren Sie die Smart-Home-Zentrale so, dass die Bewegungsmelder nicht nur das Licht auf Terrasse oder Balkon einschalten, sobald sich jemand nähert. Sie können sich zudem auf Ihrem Smartphone benachrichtigen lassen und – wenn installiert – eine Überwachungskamera in die Richtung des Melders schwenken. Natürlich alles ferngesteuert über Ihr Smartphone. Entdecken Sie dabei einen Eindringling, alarmieren Sie völlig gefahrlos die Polizei.

Welche weiteren Vorteile hat Smart Home?

Haben Sie Bewegungsmelder und Kameras installiert, können Sie diese in Verbindung mit einer Smart-Home-Zentrale für viele Komfortfunktionen nutzen. Über Bluetooth erkennen solche elektronischen Systeme beispielsweise, ob alle Smartphones und damit deren Besitzer das Haus oder die Wohnung verlassen haben. Dann wird automatisch in allen Räumen das Licht ausgeschaltet und je nach Wunsch die Heizung heruntergefahren.

Kommen Sie vollbepackt nach Hause, erkennt das elektronische System Ihr Smartphone in der Tasche und öffnet automatisch die Haustür oder das Garagentor. Sie können Rollläden, Jalousien und Markisen über Ihre Wetterstation auf dem Dach automatisieren: Bei starker Sonneneinstrahlung fahren die Rollläden herunter und die Markise aus. Zieht ein Gewitter auf, surrt der Sonnenschutz schnell wieder zurück.

Und selbstverständlich erlauben die Bewegungsmelder in Ihren Zimmern, dass sich das Licht automatisch einschaltet, sobald jemand den Raum betritt. Und andersherum beim Verlassen wieder ausgeschaltet wird. So sparen Sie nebenbei Energie und schonen Umwelt und Geldbeutel. Über weitere Vorteile informiert Sie Ihr Elektro-Fachbetrieb.

Werden Maßnahmen zum Einbruchschutz gefördert?

Wenn Sie sich für einen effektiven Einbruchschutz entscheiden, achten Sie auf die Qualität. Fenster und Fenstertüren sollten beispielsweise der DIN EN 1627 entsprechen. Bei Zusatzriegeln und anderen mechanischen Systemen zur Einbruchsicherung ist das VdS-Siegel ein guter Qualitätsindikator. Insgesamt gilt: Finger weg von Billigprodukten!

Für höhere Investitionen können Sie staatliche Fördermaßnahmen in Anspruch nehmen. Diese betragen bis zu 1.600 Euro je Maßnahme. Informationen dazu gibt es beispielsweise bei der Kfw-Bankengruppe. Wichtig: Sie müssen die Förderung beantragen, bevor Sie Ihr Zuhause zusätzlich absichern. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Fachbetrieb beraten und ein entsprechendes Angebot erstellen.

Wenn Sie den Einbruchschutz Ihres Zuhauses erweitert haben, melden Sie diesen Umstand Ihrer Hausratversicherung: Einige Versicherer geben bei Minderung des Einbruchsrisikos einen Rabatt.

Wo kann ich mich beraten lassen?

Jedes Grundstück, jedes Haus, jede Wohnung ist anders. Viele Gebäude verfügen schon über eine Einbruchsicherung, den Sie aber sinnvoll ergänzen können. Lassen Sie sich am besten individuell beraten.

Die erste Anlaufstelle ist die örtliche Polizei. Die Beamten kennen sich in Ihrem Wohnort gut aus, können eventuelle Schwachstellen in Ihrem Zuhause sehr schnell identifizieren. Und Sie nennen Ihnen auch entsprechende Fachbetriebe, die mechanische und elektronische Systeme für einen wirkungsvollen Einbruchschutz installieren.

Quelle: freenet.de
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