Online Casinos 2019: Fünf Trends und Änderungen

Bild 1 von 1
© GregMontani/pixabay (CC0 1.0)

Was wünscht der Deutsche sich fürs neue Jahr? Glück natürlich. Was kann er dafür tun? Spielen. Glücksspiel wird in Deutschland immer beliebter und verlässt im Internet-Zeitalter seine früheren Nischen: spelunkige Daddelhallen und Glitzerpaläste für Smokingträger. Dabei sind fünf wesentliche Trends zu beobachten, die sich rund um Online Casinos 2019 fortsetzen dürften.

Online Casinos stark im Kommen

Glücksspiel sei kein gesellschaftliches Randphänomen, urteilte das Handelsblatt Research Institute (HRI) in einer Studie. Zum einen arbeiteten in Deutschland rund 190.000 Menschen in diesem Sektor. Zum anderen hätten 75 Prozent der Deutschen schon einmal an einem kommerziellen Glücksspiel teilgenommen, 35 Prozent der Bevölkerung an Online-Angeboten.

„Digitale Glücksspiele werden immer stärker nachgefragt, und die Politik liberalisiert in einer fortschreitenden Anzahl von Ländern auf der ganzen Welt das Angebot von digitalen Spielangeboten“, fassen die Autoren der Studie zusammen. Die EU hat Online Casinos schon vor einigen Jahren als das am schnellsten wachsende Segment des gesamten Glücksspielmarkts identifiziert. In Deutschland liegt ihr Marktanteil laut HRI bereits bei 16 Prozent und Bruttospielerträgen von 2,3 Milliarden Euro jährlich, Tendenz steigend. Auf dem boomenden und zunehmend unübersichtlichen Markt, wo sich eine Fülle von Anbietern unterschiedlicher Seriosität tummelt, untersuchen Vergleichsplattformen, wie eine gute Casino Seite aussehen sollte. Laut den Experten von BesteOnlineCasinos.co gehören zu den wesentlichen Qualitätsmerkmalen der besten Online Casinos 2019 Datensicherheit, verlässliches Auszahlungsverhalten und transparente Geschäftsbedingungen.

Mobile Gambling – Glück für unterwegs

Die Kunden der Online Casinos kommen aus allen Altersgruppen, nicht nur aus denen der Digital Natives, die mit Internet und Smartphone aufgewachsen sind. Hervorstechendes Merkmal der jüngeren Nutzer ist laut HRI jedoch, dass sie zunehmend auf das mobile Spiel setzen: „Applikationen für Mobile Devices, Casinospiele rund um die Uhr und ein komplettes Spielangebot werden immer beliebter.“ Ein Drittel aller Online-Spieler nutzt demnach bereits Smartphones für den Casino-Besuch, weitere 20 Prozent können sich vorstellen, dies künftig zu tun. Google hat auf diesen Trend bereits reagiert und Glücksspiel Apps aus seinem Play Store nicht mehr verbannt, wenn auch derzeit nur in Frankreich, Großbritannien und Irland.

eGaming als Tartanbahn der Zukunft

Dorothee Bär ist einigen Bundesbürgern möglicherweise eher als dekorative Erscheinung auf Instagram bekannt denn als Staatsministerin für Digitales im Bundeskanzleramt. Der umtriebigen CSU-Politikerin waren aber nicht nur die Möglichkeiten der Selbstdarstellung in sozialen Medien schnell bewusst. Sie setzt sich auch schon seit Längerem dafür ein, eGaming stärker anzuerkennen. „eSport ist Sport. So einfach ist das“, twitterte sie erst im Oktober. In einer offiziellen Stellungnahme erklärte sie die virtuellen Arenen der Computerspiele zu „Tartanbahnen der Zukunft“.

Das haben auch Online Casinos erkannt und Wetten auf den Ausgang  von Turnieren für Computerspiele wie „League of Legends“ in ihr Programm aufgenommen. Hier dürfte sich ein neues weites Geschäftsfeld eröffnen, dem vor allem jüngere Kundengruppen zuströmen, für die solche Spiele Teil ihres Freizeitverhaltens sind. Dies wird auch Einfluss auf weitere Angebote der Betreiber haben. Zunehmend verlangen jüngere Kundengruppen nämlich eine Verschmelzung herkömmlicher Spielautomaten mit Action- und Strategieelementen, wie sie sie von Video- und Computerspielen kennen. Ein aktueller Schritt in diese Richtung ist die Neuentwicklung „Max Quest: Wrath of Ra“ des Herstellers Betsoft, die Ego-Shooter-Aspekte aufweist.

Hausaufgaben für Politiker

Nicht nur die Diskussion um die sportpolitische Anerkennung für eSports dürfte im neuen Jahr Fahrt aufnehmen. Die Politik steht vor der Aufgabe, eine seit Längerem bestehende Bringschuld zu erfüllen: eine gesetzliche Regelung des Glücksspielmarkts in Deutschland im Einklang mit EU-Recht. Mehrere Anläufe dazu sind schon gescheitert, was mit der föderalen Struktur Deutschlands zu tun hat, in der die Bundesländer maßgeblich über die Glücksspiel-Gesetzgebung bestimmen.

Fast alle Bundesländer haben es bislang abgelehnt, Online Casinos zu lizenzieren. Einzige Ausnahme war Schleswig-Holstein, wo die existierenden Lizenzen 2019 aber auslaufen. Betreiber mit Lizenzen aus anderen EU-Ländern können derzeit unbehelligt auf dem deutschen Markt operieren – jedoch fehlt dafür eine umfassende gesetzliche Grundlage. Eine Ministerpräsidentenkonferenz soll im März 2019 erste Ansätze dazu ausarbeiten. Unter Branchenexperten hält sich die Erwartung, dass die auslaufende schleswig-holsteinische Lizenzierungspraxis Vorbild für eine bundesweite Neuregelung sein könnte. Jedoch gelten auch die vorhandenen Rahmenbedingungen in Dänemark und Großbritannien als mögliche Blaupause. Um die Mandatsträger schon mal auf die bevorstehenden Aufgaben einzustimmen, hat der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags frühzeitig eine kurze Analyse der jetzigen Lage in der Bundesrepublik verfasst.

Rechtliche Klarheit für Online Casinos scheint um so notwendiger, je stärker der deutsche Gesetzgeber das Geschäft mit herkömmlichen Spielautomaten reguliert. Anfang November trat eine neue Technische Richtlinie in Kraft, die es erschwert, Spielautomaten aufzustellen, und exzessives Spielverhalten eindämmen soll.

Der europäische Trend wird Deutschland mitziehen

Was immer Bund und Länder in Sachen Glücksspiel tun, sie werden es in Brüssel absegnen lassen müssen. Da im europäischen Binnenmarkt Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit herrscht, können sie sich nicht von den Entwicklungen in den anderen EU-Mitgliedsländern abkoppeln. Und anderswo in der Europäischen Union ist die Dynamik im Glücksspiel-Sektor groß. Einige wenige Beispiele:

Die Slowakei wird Online Casinos ab März 2019 zulassen. In Spanien nahmen die Bruttoeinnahmen im Online-Glücksspiel im Herbst um 30 Prozent zu. Schweden hat seine Lizenzierungspolitik für Online Casinos kürzlich erst reformiert und vergibt neue Zulassungen. Die Nachbarn in Dänemark spielen in Europa eine Sonderrolle. Laut einer Analyse der European Gaming and Betting Association (EGBA) ist Dänemark das einzige EU-Land, das wirklich alle EU-Richtlinien für den Schutz von Online-Spielern durchsetzt. Der Umsatz von Online Casinos in diesem EU-Staat wuchs im dritten Quartal 2018 um fast 20 Prozent im Vergleich mit demselben Zeitraum des Vorjahrs. Online-Glücksspiel ist in der EU eine Realität. Deutschland wird sich ihr nicht entziehen können.

Quelle: freenet.de
Top-Themen
Wozu dient eigentlich die Datei Pagefile.sys unter Windows? Und wie lässt sich diese Datei bearbeiten, verschieben und ...mehr
Die Industrieländer-Organisation OECD warnt vor nationalen Alleingängen für eine Digitalsteuer. Stoppt ein Ausufern, ...mehr
Die USA werden nicht müde, ihre Verbündeten vor der 5G-Technik des chinesischen Technologieriesen Huawei zu warnen.mehr
Anzeige