So stellen Sie TV-Inhalte im Netzwerk zur Verfügung

So stellen Sie TV-Inhalte im Netzwerk zur Verfügung
Sie wollen Ihr TV-Signal an verschiedene Geräte verteilen? Wir stellen Ihnen sowohl Hardware- als auch Software-Lösungen vor!
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So stellen Sie TV-Inhalte im Netzwerk zur Verfügung

Sie wollen Ihr TV-Signal an verschiedene Geräte verteilen? Wir stellen Ihnen sowohl Hardware- als auch Software-Lösungen vor!

© Thinkstock
13.11.2017 - 08:13 Uhr

Wer sich über verschiedene Geräte Sendungen anschauen will, braucht entweder eine Server-Hardware oder Server-Software. Wir stellen Ihnen hierfür geeignete Tools vor.

Prinzipiell können Sie auf jedem Gerät fernsehen. Hierzu zählen auch der PC und mobile Geräte. Allerdings gibt es unterschiedliche Wege wie das Internet und digitale TV-Receiver, über die das Programm auf das entsprechende Gerät gebracht werden kann. Solche Receiver sind entweder in einem Gerät vorhanden oder müssen als Zusatz-Box gekauft werden. Bisher war es erforderlich, zum Anschluss Koaxialkabel zu verlegen. Allerdings können Signale auch über das Heimnetzwerk übermittelt werden.

Hier gibt es für Sie weiter Informationen zu DVB-T2 HD!

Das macht es nötig, ein Netzwerkkabel für den TV-Empfang zum Einsatz zu bringen. Ebenso ist es möglich, WLAN oder einen Power-LAN-Adapter für die Übermittlung zu nutzen. Ein Vorteil bei diesem Netzwerkansatz besteht darin, dass das TV-Programm auch auf Smartphones oder Tablets gebracht werden kann. Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Software- und Hardwarekomponenten vor, mit denen ein Fernsehempfang über ganz unterschiedliche Geräte möglich wird. Neueste Technik macht die Anschaffung neuer Geräte erforderlich. Es ist andererseits aber auch möglich, kostenlose Software zu nutzen, wenn eine TV-Karte oder ein DVB-Stick zur Verfügung steht.

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Satellit, Kabel und Antenne zum Fernsehen nutzen

Häufig werden DVB-S oder DVB-S2 (HDTV) für das Fernsehen genutzt. Hierbei wird das Signal der frei verfügbaren Sender via Satellit an die Empfangsstationen geschickt. Das ist in Deutschland nahezu flächendeckend möglich. Wer Privatsender kostenlos nutzen möchte, muss sich mit SD-Qualität zufriedengeben. Öffentlich-rechtliche Sender stehen häufig bereits in HD-Qualität zur Verfügung. Für HDTV oder Ultra-HD sind hingegen kostenpflichtige Angebote nötig. DVB-C und DVB-C2 über das Kabelnetz zu nutzen, ist meist nur in größeren Städten möglich. Außerdem wird hierfür häufig eine Gebühr fällig. Deren Höhe hängt vom Wohnort und dem jeweiligen Anbieter ab. Mittlerweile sind die Gebühren für einen solchen Fernsehanschluss in den Mieten vieler Wohnungen enthalten. Für einen Privatanschluss muss jedoch eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 10 Euro einkalkuliert werden. Wer zusätzliche Informationen über die anfallenden Kosten und die Höhe der Gebühren möchte, findet diese bei seinem jeweiligen Kabelanbieter. Im Unterschied dazu wird das DVB-T-Signal über die Antenne übermittelt. Hier herrscht allerdings ein deutlich geringeres Angebot an Programmen vor als bei DVB-C und DVB-S. Auch hier können öffentlich-rechtliche Sender kostenlos genutzt werden, wohingegen die Privatsender verschlüsselt sind. Um diese empfangen zu können, muss ein Abo abgeschlossen werden. Diese Übertragungstechniken können nur über einen im Fernsehgerät integrierten Tuner oder über ein externes Gerät genutzt werden. Wer das Fernsehprogramm über den PC ansehen möchte, braucht hierfür Steckkarten oder USB-DVB-Sticks. Es ist aber auch möglich, das Fernsehen aus dem Internet zu beziehen. Dazu muss ein DSL/VDSL-Anschluss mit mindestens 12 Megabit/s zur Verfügung stehen. Nur dann können HD-Programme angesehen werden. Ein häufig günstigeres Angebot stellt IPTV dar. Das ist vor allem für Menschen sinnvoll, die private Fernsehsender in HD sehen oder Pay-TV nutzen möchten. Zudem ist diese Variante geeignet, wenn ausschließlich Internet, aber kein TV-Kabelanschluss zur Verfügung stehen und eine Satellitenschüssel nicht angeschlossen werden kann oder soll. Außerdem ist es bei IPTV möglich, Internet und TV miteinander zu kombinieren und beispielsweise eine Online-Videothek in den Receiver mit aufzunehmen. Wer hingegen nur frei empfangbare Sender sehen möchte, braucht hierfür keine eigene Hardware.

Mit dieser Hardware kann ein TV-Streamer in das eigene Netzwerk integriert werden

  1. Prinzipiell kann jeder Inhalt, der am PC angesehen wird, auch an das Netzwerk gestreamt werden. Bisher konnten dafür oft aber nur Protokolle genutzt werden, die auf einen bestimmten Hersteller zugeschnitten waren.
  2. Hierzu zählen zum Beispiel HTTP oder RTSP. Das Empfangsgerät nimmt die jeweiligen Inhalte dann beispielsweise als MPEG-Datenstrom entgegen. Diese Inhalte wurden als Videodatei von dem jeweiligen Player entschlüsselt und dargestellt.
  3. Für jedes Gerät, das diese Inhalte anzeigen soll, wird ein eigener Kanal gebraucht. Zum Beispiel wird bei DVB-S die Verbindung über ein Koaxialkabel zwischen Satellitenschüssel und Empfänger hergestellt. In Privathaushalten reichen hierfür vier Anschlüsse zumeist vollkommen aus.
  4. Wer Inhalte auf mehr Geräten anzeigen möchte, kann auf LNB mit einem Multischalter setzen oder einen separaten Multischalter nutzen. Hierdurch ist es dann möglich, bis zu 32 Teilnehmer in den Netzwerken mit Inhalten zu versorgen.
  5. Ein Problem dabei ist jedoch, dass jeder Empfänger einzeln über ein Koaxialkabel verbunden werden muss. Alternativ kann eine Unikabel-Technologie zum Einsatz kommen. Das bietet sich vor allem dann an, wenn größere Anlagen genutzt werden sollen.
  6. Bei diesem Vorgehen wird ein Kabel in die Wohnung geführt, an welches dann mehrere Empfänger angeschlossen werden können. Somit brauchen DVB-C-Anwender nur ein einziges Kabel zur Nutzung verschiedener Geräte.
  7. Wer auf den Einsatz vieler Kabel verzichten möchte, kann die TV-Inhalte direkt in das Netzwerk schicken. Hierbei wird sozusagen der TV-Tuner eines Fernsehgerätes, eines Receivers oder eines Rechners in einen IPTV-Server verlagert, der dann in der Nähe einer Satellitenschüssel montiert wird.
  8. Von diesem aus wird ein Kabel zum Router oder zu einem Netzwerk-Switch gelegt. Durch den Einsatz von Power-LAN-Adaptern kann sogar auf dieses eine Kabel verzichtet werden. Stattdessen erfolgt die Datenübermittlung dann über die Stromleitung.
  9. Anschließend ist es möglich, so viele Geräte zum Ansehen der Inhalte zu nutzen, wie Tuner mit dem IPTV-Server verbunden sind. Die einzelnen Geräte benötigen allerdings eine bestimmte Bandbreite. Deswegen wird von vielen Herstellern empfohlen, nie mehr als vier Tuner in einem solchen Netzwerk zu nutzen.
  10. Um das TV-Gerät einsetzen zu können, wird zusätzlich ein IPTV-Receiver oder ein Mini-PC benötigt. Auf letzterem muss eine Media Center Software vorhanden sein. Auf dem Rechner hingegen kommt ein IPTV-Client oder ein Mediaplayer zum Einsatz.
  11. Von einigen Herstellern werden zudem TV-Geräte angeboten, in denen ein SAT-IP-Client vorhanden ist. Wer unverschlüsselte Programme ansehen möchte, muss hierfür keine zusätzlichen Maßnahmen ergreifen.
  12. Wer hingegen Pay-TV sehen möchte, benötigt ein CI-Modul, in das die Smartcard des jeweiligen Anbieters gesteckt wird. Dieses Modul kann sich zum Beispiel im IPTV-Server oder im IPTV-Receiver befinden.

Einen IPTV-Server zusammen mit der Sat-Anlage nutzen

Wer einen IPTV-Server für DVB-S sucht, sieht sich mit einem breiten Angebot konfrontiert. Einige Modelle eignen sich für die Anbringung unter dem Dach unweit der Satellitenschüssel, andere wiederum sind besser für den Einsatz im Wohnbereich geeignet. Modelle wie Octopus NET erlauben es den Nutzern sogar, Tuner auszutauschen und somit das Gerät für DVB-C umzubauen. Unabhängig vom Montageort des jeweiligen Gerätes wird ein Koaxialkabel für den Betrieb gebraucht. Dieses verbindet die Satellitenschüssel mit dem IPTV-Server. Die Verbindung zum Netzwerk lässt sich hingegen mit einem Ethernet-Kabel, einem Power-LAN-Kabel oder einem Ethernet-zu-WLAN-Adapter realisieren. Vor der Anschaffung sollte jedoch berücksichtigt werden, dass bei einem Einsatz von zwei parallelen Tunern 16 Megabit/s beziehungsweise 32 Megabit/s übertragen werden müssen. Das ist mit Fast Ethernet und Gigabit-Ethernet ohne Probleme zu bewerkstelligen. Demgegenüber kann es beim Einsatz von Power-LAN oder WLAN gelegentlich schon einmal eng werden. In diesem Fall treten Bildausfälle auf oder der Server ist nicht mehr zu erreichen. Daher sind eine optimale WLAN-Auslastung und eine sinnvolle Geschwindigkeit notwendig.

IPTV-Server mit DVB-C2 oder DVB-T2 kombinieren

Die Nutzung eines IPTV-Servers bietet sich auch dann an, wenn das TV-Programm über Kabel oder Antenne bezogen wird. Dazu muss der Server mit dem Koaxialkabel des Fernsehgerätes verbunden werden. Viele Geräte sind hierbei auf ein Kabel je Twin Tuner angewiesen. Für die Verteilung bietet sich hingegen ein Zweigeräte-Adapter an. Die in Geräten wie dem Octopus NET enthaltenen Ausgänge dienen dazu, nachgeschaltete Geräte zu versorgen. In Ballungsräumen genügt für den Einsatz von DVB-T2 eine Zimmerantenne oder ein Antennenverstärker vollkommen. Nur bei einem weit entfernten Sender ist eine Dachantenne vonnöten. Um den Octopus NET ans Netzwerk anzubinden, wird zudem ein Ethernet-Kabel benötigt. Das Gerät selbst stellt einen Netzwerk-Switch mit fünf Gigabit-Ports zur Verfügung. Mit dem Ethernet-Kabel wird eine Verbindung zum DSL-Router oder zum Kabelmodem hergestellt und mit einem weiteren lassen sich dann die gewünschten Geräte wie Rechner, Fernseher oder Access-Points anschließen.

Eine etwas andere Technik nutzt der FRITZ!WLAN-Repeater DVB-C. Dieser besitzt nur einen einzigen Anschluss, an den das Ethernet-Kabel angeschlossen wird. Bei der Auslieferung erhält der Nutzer jedoch einen Zweigeräteverteiler, der eine Verbindung zum Fernseher ermöglicht. Außerdem kann über einen Ethernet-Anschluss eine Verbindung zum DSL-Router oder zum Kabelmodem hergestellt werden. Der integrierte WLAN-Repeater ist erforderlich, um vorhandene Signale zu verstärken, ohne dass dazu ein Ethernet-Kabel gebraucht wird, oder um über WLAN die Ethernet-Verbindungspakete weiterzuleiten. Dabei entsteht eine LAN-Brücke, für die eine Ethernet-Verbindung zum Router benötigt wird. Wer zwei oder vier Tuner nutzen möchte, kann auf Fast Ethernet oder Gigabit-Ethernet setzen. Beim Einsatz von WLAN oder Power-LAN müssen hingegen optimale Bedingungen gegeben sein, damit keine Bildausfälle auftreten.

Konfiguration und Test von IPTV-Servern

Ein IPTV-Server lässt sich grundsätzlich nach einem immer gleichen Schema einrichten. Zunächst muss eine Kanalliste auf dem jeweiligen Gerät erstellt werden, welche Informationen über IP-Adresse, Tuner und Kanäle an die Clients übermittelt. Sobald das Gerät läuft, wird die Web-Oberfläche ausgewählt. Hier können die Einstellungen des DHCP-Servers eingesehen werden, und auch die DHCP-Liste ist hier zumeist zu finden. Bei einer FRITZ!Box müssen dazu die Schritte Heimnetz → Netzwerk gegangen werden, wohingegen bei Windows das jeweilige Gerät unter Netzwerk zu finden ist. Wer hierauf doppelt klickt, bekommt die entsprechende Geräte-Website angezeigt. Für einen FRITZ!WLAN-Repeater DVB-C muss DVB-C → Sendersuchlauf ausgewählt werden. Das Gerät ist in der Lage, eigenständig den entsprechenden Kabelanbieter zu identifizieren. Hierbei ist die Option Standard Sendersuche empfehlenswert. Die Option Ausführliche Sendersuche ist nur dann angesagt, wenn bei der Standardsuche ein Fehler aufgetreten ist. In diesem Fall können individuelle Parameter wie Start und Ende aber auch die unter Manuell aufgeführten Frequenzen ausgewählt werden.

Sobald die Sendersuche erfolgreich abgeschlossen wurde, kann die Schrittfolge DVB-C → Senderliste ausgeführt werden. Hier sind die Registerkarten SD, HD und Radio zu finden. Wurde ein bestimmter Sender ausgewählt, wird die dazu passende m3u-Datei vom Browser heruntergeladen. Bei einem installierten VLC Mediaplayer kann über Öffnen mit das geeignete Programm gefunden werden. Die entsprechende Datei sollten Sie auf dem Rechner abspeichern. Wenn nun doppelt auf die Datei geklickt wird, öffnet sich diese automatisch mit VLC. Ebenfalls auf den einzelnen Registerkarten zu finden ist der Link Senderliste erzeugen. Hierdurch wird eine m3u-Datei heruntergeladen, die sich für alle ausgewählten Sender eignet. Für das Öffnen und Bearbeiten der kleinen Textdateien bietet sich der Windows Editor Notepad an. Überflüssige Zeilen können hier spielend leicht gelöscht werden, und auch eine Anpassung der Senderbezeichnungen ist möglich. Besondere Übersichtlichkeit erreichen Sie, wenn Sie eine eigene m3u-Datei erstellen, in der Sie die Zeilen für SD-, HD- und Radiosender ablegen. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass in der ersten Zeile #EXTM3U zu finden ist. Die Senderinformationen werden hingegen mit #EXTINF eingeleitet.

Bei der Nutzung von Octopus NET wird ein etwas anderes Vorgehen nötig. Hier müssen in der Web-Oberfläche Channel List aufgerufen und hinter Cable oder Satellite 1 bis Satellite 4 der jeweils passende Anbieter ausgewählt werden. Nach der Auswahl von Start Channel Scan und dem erfolgreichen Abschluss des Scans kann über den Link hinter Channel List eine m3u-Datei heruntergeladen werden. Falls bei dieser Kanalsuche Fehler auftreten sollten, zum Beispiel bei DVB-T2, können Sie mit dem Tool OctopusCast arbeiten. Hierüber gelangen Sie in den Besitz von praktischen Transponderlisten für zusätzliche Kabelanbieter und für DVB-T2. Die benötigten Kanäle lassen sich dann auswählen und für den VLC Mediaplayer nutzbar machen. Digital Services stellt in seinem Downloadbereich zudem die Software DD-TV bereit. Das ist im Grunde der DVB Viewer, der um einige Funktionen reduziert wurde. Hierbei ist zu beachten, dass dieser Viewer ausschließlich mit Digital Devices-Geräten zusammen genutzt werden kann.

Den Rechner oder das Notebook in einen IPTV-Server verwandeln

Wenn Sie keine eigene Hardware anschaffen oder nutzen möchten, lassen sich auch Rechner und Notebooks ohne großen Aufwand in einen IPTV-Server umwandeln. Dies ist mittels DVB-TV-Karten und USB-Sticks möglich, die mit dem jeweiligen Betriebssystem kompatibel sind. Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass diese Variante einen deutlich höheren Stromverbrauch mit sich bringt als die zuvor vorgestellten IPTV-Servervarianten. Der Vorteil dieser Lösung besteht jedoch in der hohen Flexibilität. So ist es ohne Weiteres möglich, Tuner nachzurüsten oder nach einem Umzug statt DVB-S2 dann DVB-C2 zu nutzen. Für den Einsatz unter Windows bietet sich zum Beispiel die Software DVB Viewer Pro an. Über die entsprechende Demoversion kann dieses Tool in Grundzügen schon einmal ausgetestet werden. Allerdings ist der Funktionsumfang dieser Demoversion stark eingeschränkt, weswegen nicht alle Möglichkeiten ausprobiert werden können. Bei DVB Viewer Pro handelt es sich um eine Client-Software, die es möglich macht, Digitalfernsehen über den Rechner zu empfangen. Ebenso ist es möglich, IPTV-Server ins Netzwerk zu integrieren und deren Streams an den PC zu senden. Ebenfalls angenehm ist, dass sich der Viewer mit ganz unterschiedlichen DVB-Karten, Boxen und Sticks gemeinsam nutzen lässt. Außerdem macht es der Recording Service möglich, Streaming im Netzwerk zu betreiben. Die jeweiligen Netzwerk-Streams werden hierbei in einer Vielzahl von Formaten ausgegeben.

Bei der Einrichtung des DVB Viewer Pro muss das Tool zunächst für den klassischen Fernsehempfang konfiguriert werden. Hierdurch erkennen Sie auf einen Blick, ob sich das Programm mit der von Ihnen verwendeten Hardware problemlos kombinieren lässt. Das ist sowohl in der Voll- als auch in der Demoversion möglich. Damit das funktioniert, müssen die für die DVB-Hardware benötigten Treiber auf dem Rechner vorhanden sein. Im DVB Viewer ist es nun erforderlich, die Schritte Einstellungen → Optionen → Hardware auszuführen. Im Normalfall sollte das Gerät in der Lage sein, die installierten Geräte eigenständig zu identifizieren. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, kann das manuell über Geräte suchen nachgeholt werden. Die benötigte Empfangsart (terrestrisch bei DVB-T, Satellit bei DVB-S und Kabel bei DVB-C) kann ganz leicht über Tunertyp ausgewählt werden.

Klicken Sie anschließend im Menü auf TV/Radio → Empfangseinstellungen/Suchlauf. Hier kann unter Verfügbare Empfangsarten nun der passende Eintrag ausgewählt werden. Zudem stehen Transponderlisten zur Verfügung. Hier ist es zum Beispiel möglich, für einen Satellitenempfang den geeigneten Satelliten auszuwählen. Dabei empfiehlt es sich, verschlüsselte Sender aus der jeweiligen Liste herauszuhalten. Das gelingt Ihnen, indem Sie das Feld Nur freie Sender hinzufügen mit einem Häkchen versehen. Anders sieht es dagegen aus, wenn das DVB-Empfangsgerät mit einem CI und passender Smartcard ausgerüstet ist. In diesem Fall stellen auch verschlüsselte Sender kein Problem dar. Nachdem die gewünschten Einstellungen abgespeichert wurden, können im DVB Viewer TV/Radio → Senderliste ausgewählt und danach der favorisierte Sender genutzt werden.

Für die Nutzung des Recording Service muss zunächst das Tool installiert und gestartet werden. Hierbei wird automatisch auch der Konfigurationsdialog aufgerufen. Für eine spätere Verwendung steht er dann im Infobereich neben der Uhr unter Service konfigurieren zur Verfügung. Im Bereich Hardware ist es nötig, dieselben Entscheidungen wie beim DVB Viewer Pro zu treffen. Auf Wunsch können hier aber auch andere Geräte ergänzt oder alternative Einstellungen vorgenommen werden. Um Kontrollen und Änderungen an den Einstellungen des Servers auszuführen, bieten sich Web/UPnP, DVB Server und RTSP Server an. In den meisten Fällen sind die Voreinstellungen allerdings so sinnvoll gewählt, dass individuelle Anpassungen gar nicht nötig sind.

TV-Server-Software unter Linux nutzen

Für die Nutzung von TV-und Multimedia-Daten mit einem Linux-Server stehen ähnlich viele Optionen zur Auswahl wie bei den zuvor beschriebenen Varianten. Viele Nutzer setzen auf das Paket MythTV, weil es kostenlos ist und trotzdem eine beachtliche Zahl an Features zur Verfügung stellt. Dieses Tool setzt sich aus einem Back-End und einem Front-End zusammen, was in etwa einem Server und einer Media-Center-Oberfläche entspricht. Zudem kann über ein Add-on eine Aufnahmefunktion für Kodi genutzt werden. Hierdurch wird es möglich, den Server auch für Android und Windows verfügbar zu machen. Ein weiteres für Linux geeignetes Tool ist DVBLink TVSource. Hierbei handelt es sich um einen Server, der je nach Wunsch mit Ubuntu, NAS oder NETGEAR genutzt werden kann. Für die Konfiguration des Servers sollten Sie reichlich Zeit einplanen. Es gibt allerdings eine Vielzahl an Anleitungen und Hilfestellungen. Nicht zuletzt stehen für DVBLink ein Kodi-Add-on sowie Apps für Android und iOS zur Auswahl.

Ein weiteres kostenloses Tool ist Tvheadend. Hierin sind vollständige Programmpakete enthalten, die sich zum Beispiel mit Ubuntu und Debian nutzen lassen. Über LibreELEC ist es zudem möglich, das Tool so einzurichten, dass es auf einem Raspberry Pi genutzt und per Web-Oberfläche konfiguriert werden kann. Ein Zugriff ist dann unter anderem auf Steckkarten, DVB-USB-Sticks und Netzwerktuner möglich. Sehr praktisch hierbei ist, dass über das Kodi-Add-on das EPG abgerufen werden kann. Dadurch ist es möglich, einen Timer zu nutzen und Aufnahmen ganz nach Belieben starten zu lassen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass einige TV-Karten und Sticks ihre Schwierigkeiten beim Einsatz unter Linux haben. Äußerst angenehm ist jedoch, dass IPTV-Server wie Octopus NET ohne Treiber auskommen und folglich mühelos unter Linux genutzt werden können.

Auf PCs, TV-Geräten und Smartphones Streaming Clients einsetzen

Die bereits vorgestellten Netzwerktuner können komplett ohne eine spezielle Software am PC verwendet werden. Und dank der ebenfalls zuvor erwähnten m3u-Listen ist es möglich, die IPTV-Server via VLC Mediaplayer einzusetzen. Eine deutlich komfortablere und somit alltagstauglichere Lösung ist Kodi, eine Media-Center-Software. Diese kann sowohl unter Windows als auch unter Linux zum Einsatz gebracht werden. Für den Einsatz am heimischen Fernsehgerät ist die Verwendung eines Raspberry Pi empfehlenswert, vor allem, wenn darauf die Linux-Distributionen LibreELEC oder OpenELEC zu finden sind. Über beide Distributionen ist es möglich, Kodi auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen. Die Installation und Nutzung der Distributionen auf einem Raspberry Pi sind denkbar einfach.

Wenn Sie über Kodi einen TV-Dienst unter Windows nutzen möchten, müssen die Schritte Addons → Zum Addon-Browser → Benutzer Addons → PVR-Clients vollzogen werden. Wenn hier keine Einträge zu finden sind, ist es notwendig, Kodi neu zu starten. Anschließend müssen hinter Select the type of install: der Wert Full sowie der jeweilige PVR-Client ausgewählt werden. Falls Sie sich für den DVB Viewer Pro und den Recording Service entschieden haben, wählen Sie zum Beispiel DVBViewer Client aus. Anschließend ist es möglich, TV-Inhalte über Kodi aufzunehmen und Timer zu nutzen. Somit können Aufnahmen ganz individuell gestartet und gestoppt werden. Wenn hingegen der IPTV-Server Octopus NET zum Einsatz kommt, muss Digital Devices Octopus Net Client ausgewählt werden. Auch für andere Geräte gibt es Clients, allerdings können hier EPG-Daten aus einem DVB Stream nicht importiert werden. Grundvoraussetzung ist, dass Sie die richtige IP-Adresse einstellen. Anschließend können verschiedene Ports individuell angepasst werden.

Beim Einsatz vom FRITZ!WLAN-Repeater DVB-C ist der PVR IPTV Simple Client angesagt. Hier müssen Sie allerdings mit der Einschränkung leben, dass über Kodi nur der Zugriff auf einen einzigen Tuner möglich ist. Wenn ein zweiter Client - zum Beispiel der VLC Player - gestartet wird, nutzt dieser denselben Tuner und verdrängt daher den ersten Client. Nicht zuletzt können Sie eine eigens erstellte m3u-Liste nutzen, um Kodi einzubinden. Dies ist über Videos → Dateien → Videos hinzufügen möglich. Unter Durchsuchen kann nun die erstellte und abgespeicherte m3u-Liste gesucht und ausgewählt werden. Es ist natürlich ebenso möglich, mehrere solcher Listen zum Einsatz zu bringen. Jetzt wird der soeben erstellte Eintrag unter Videos aufgerufen und die jeweilige m3u-Liste ausgewählt. Anschließend lässt sich der Wunschsender per Klick starten.

Immer mehr Menschen begeistern sich zudem dafür, TV-Inhalte über mobile Geräte anzusehen. So ist es zum Beispiel unter Android und iOS möglich, m3u-Listen zum Einsatz zu bringen und hierdurch TV-Inhalte via VLC über das eigene Smartphone oder Tablet anzusehen. Wer hingegen einen FRITZ!WLAN-Repeater DVB-C sein eigen nennt, kann die kostenlose App FRITZ!App TV für Android beziehungsweise die FRITZ!App TV für iOS nutzen. Diese lassen sich ganz intuitiv einrichten und anwenden. Sobald die App gestartet wird, erkennt sie automatisch den vorhandenen TV-Sender und lädt die dazu passende Senderliste herunter. Hierbei finden aktuell allerdings keine HD-Sender Berücksichtigung. Sobald auf einen bestimmten Sender geklickt wird, startet die Wiedergabe von dessen Inhalten.

Falls Sie stattdessen mit dem DVB Viewer Pro arbeiten, bietet sich die kostenlose App DVBViewer Controller für Android an. Wenn die App zum ersten Mal gestartet wird, kann unter den Einstellungen von Recording Service URL die Serveradresse festgelegt werden, über die der Recording Service genutzt wird. Die Übertragung der Senderliste in die App erfolgt dann vollautomatisch. Wenn der graue Bereich vor dem Sender oder das jeweilige Logo angeklickt wird, startet der TV-Stream auf dem jeweils vorhandenen und kompatiblen Player. Ebenfalls hilfreich sind die Apps SAT>IP Viewer für Android und SAT>IP Viewer für iOS. Diese Client Software Tools können mit ganz verschiedenen Geräten wie dem TELESTAR DIGIBIT R1, dem Octopus NET und dem DVB Viewer Recording Service kombiniert werden. Der FRITZ!WLAN-Repeater DVB-C kann hiermit allerdings nicht verwendet werden. Nicht zuletzt können Sie auch Kodi mit Android nutzen. Die Konfigurationen unterscheiden sich hierbei nicht von denen am PC.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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