Partitionierung der Festplatte – MBR oder GPT?

Partitionierung der Festplatte – MBR oder GPT?
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Partitionierung der Festplatte – MBR oder GPT?

© Seagate

Falls Sie Ihren PC neu aufsetzen oder eine neue Festplatte einbauen, dann muss die Harddisk sowohl partitioniert als auch formatiert werden. Sie haben die Auswahl zwischen dem Format „GPT“ oder „MBR“. Wir erklären Ihnen, worin die Unterschiede bestehen.

Sie haben die neue Festplatte soweit eingebaut, nun geht es daran, die Partitionen festzulegen. Wenn Sie als Betriebssystem Windows bis einschließlich Version 10 verwenden, werden Sie danach gefragt, ob Sie die neue Disk als GPT (GUID Partitionstabelle) oder MBR (Master Boot Record) partitionieren möchten.

Das MBR-Format hat fast schon historischen Charakter, wird es doch bereits seit den 80er-Jahren verwendet. Allerdings unterstützt es maximal vier primäre Partitionen, die jeweils nur zwei Terabyte groß sein dürfen. Aktuelle Festplatten sind allerdings größer.

Beim GPT-Format handelt es sich um eine aktuelle Technologie. Sie können spürbar größere Festplatten nutzen. Theoretisch liegt die Grenze bei 9,4 Zettabyte, das wären beinahe 10 Milliarden Terabyte. Ein Vergleich dazu: Das gesamte Internet wird auf eine Größe von vier Zettabyte geschätzt. Außerdem gibt es - zumindest theoretisch - keine Begrenzung bezüglich der Anzahl der Partitionen, die auf einem GPT-Laufwerk erstellt werden können.

Ein wesentlicher Punkt ist die Kompatibilität: Wenn Sie eine ältere Version, beispielsweise Windows XP mit 32 Bit, verwenden, können Sie von einem GPT-Laufwerk weder booten noch darauf enthaltene Daten lesen oder schreiben. Für aktuelle Windows-Versionen, die auf modernen PCs mit einem UEFI-Mainboard laufen, gibt es diesbezüglich aber keine Probleme.

Falls Sie sich für das MBR-Format entscheiden, kann es Schwierigkeiten geben, wenn Sie mehrere Betriebssysteme auf einer einzigen Harddisk installieren möchten. Eine Grundvoraussetzung ist natürlich, dass alle Betriebssysteme mit dem für die Festplatte gewählten Format übereinstimmen. Allerdings kann es vorkommen, dass ein Betriebssystem mehrere Partitionen anlegt, vor allem dann, wenn Sie auch eine Recovery-Option wählen. Wenn Sie also ein GPT-Laufwerk verwenden, sollte sichergestellt sein, dass Sie über eine ausreichende Anzahl an Partitionen verfügen.

Einen weiteren Vorteil gibt es: bei GPT werden zwei Kopien des Headers gespeichert, nämlich einer am Beginn und einer am Ende der Festplatte. Das bedeutet, dass die Daten vor eventuellen Beschädigungen besser geschützt sind.

Fazit:

Falls Sie zu einer großen Festplatte tendieren, die größer als zwei Terabyte ist und viele Partitionen und Betriebssysteme beinhalten soll, dann sollten Sie GPT wählen. Für alle anderen Nutzer ist das klassische MBR-Format ausreichend.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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