Macht das Anfordern einer Lesebestätigung überhaupt Sinn?

Überlegen Sie eine Lesebestätigung anzufordern? Wir verraten Ihnen, was Sie über diese Funktion alles wissen sollten.
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Überlegen Sie eine Lesebestätigung anzufordern? Wir verraten Ihnen, was Sie über diese Funktion alles wissen sollten.

 © imago_Westend61
11.03.2019 - 09:00 Uhr

Sie haben soeben eine wichtige E-Mail abgeschickt, sitzen nun auf heißen Kohlen und warten ungeduldig auf eine Antwort. Wie schön wäre es, genau zu wissen, wann der Empfänger in seinem E-Mail-Postfach unterwegs ist und die eigene E-Mail anklickt! Tatsächlich existiert dafür eine technische Möglichkeit – über ihre Sinnhaftigkeit kann man sich jedoch streiten: die Lesebestätigung.

Was ist eine Lesebestätigung?

Eine Lesebestätigung können Sie beispielsweise bei Outlook oder Thunderbird einstellen, um per E-Mail darüber informiert zu werden, dass der Empfänger die E-Mail gelesen hat. Allerdings muss eine Bestätigung nicht bedeuten, dass die E-Mail tatsächlich gelesen wurde, genauso wenig wie Stillschweigen darauf hindeutet, dass die E-Mail nicht gelesen wurde. Die Lesebestätigung kann, muss aber vom Empfänger nicht abgesendet werden.

Dann ist eine Lesebestätigung eventuell „sinnvoll“

Sinnvoll kann eine Lesebestätigung dann sein, wenn Sie sichergehen möchten, dass eine Information innerhalb einer Frist angekommen ist. Das kann beispielsweise bei der Stornierung einer Buchung oder der Kündigung eines Abonnements der Fall sein. Das kann Ihr Gewissen beruhigen, dass die E-Mail bearbeitet wird. Allerdings können Sie sich im Zweifelsfall nicht rechtlich auf eine Lesebestätigung berufen, da sie keine rechtliche Bewandtnis hat. Alternativ zur Lesebestätigung kann in der E-Mail um eine zeitnahe schriftliche (E-Mail-)Bestätigung Ihres Anliegens gebeten werden.

Dann ist eine Lesebestätigung nicht sinnvoll

Die Lesebestätigung ist in den meisten Kreisen nicht beliebt. Beim Anklicken der E-Mail öffnet sich zunächst ein Fenster, das nach der Lesebestätigung des Empfängers verlangt. Das sehen viele als einen Eingriff in ihre Privatsphäre, da der Absender auf diese Weise genau erfährt, wann man etwas in seinem E-Mail-Postfach macht. Auch hinterlässt dies das Gefühl der Kontrolle beim Adressaten, das ebenfalls kein positives Licht auf den Absender wirft.

Zusätzlich ist es nicht bindend, auf eine Lesebestätigung zu reagieren, um die E-Mail lesen zu können. Der Absender der E-Mail bleibt demnach weiter im Dunkeln, obwohl seine E-Mail gerade bearbeitet wird. Obwohl sie ihren Zweck nicht erfüllt hat, bleibt der schlechte Eindruck, der durch die Anforderung der Lesebestätigung bei vielen hervorgerufen wird.

Lesebestätigung bei freenet Mail

Auf der Weboberfläche von freenet Mail steht Ihnen die Option zur Lesebestätigung nicht zur Verfügung, da die Lesebestätigung in den meisten Fällen eher als aufdringlich interpretiert wird und rechtlich keine Bewandtnis hat. Senden Sie Ihre E-Mails allerdings über ein E-Mail-Programm wie Thunderbird oder Outlook, können Sie darüber eine einmalige oder dauerhafte Empfangsbestätigung anfordern.

Quelle: freenet.de
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