Achtung: Giftspinne breitet sich aus in Deutschland

Bei dieser Spinnenart ist Vorsicht geboten: Der Ammen-Dorfinger.
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Bei dieser Spinnenart ist Vorsicht geboten: Der Ammen-Dorfinger.

© Imago Images/ Blickwinkel

Der Ammen-Dorfinger stammt ursprünglich aus Südeuropa. Dank der wärmeren Sommerzeit ist die Spinne mittlerweile auch in Deutschland zu Hause. Mit seinen starken Kieferklauen kann das Insekt die menschliche Haut durchdringen. Für wen sein Gift besonders gefährlich ist, lesen Sie in unserem Artikel.

Giftspinne verbreitet sich dank Hitze

Wer sich oft in der freien Natur Deutschlands bewegt, muss mit einer neuen Gefahr rechnen. Dank der immer weiter ansteigenden Temperaturen und fehlender Fressfeinde ist mittlerweile eine neue giftige Spinnen-Gattung in Deutschland heimisch geworden. Der Ammen-Dorfinger.

So erkennt man den Ammen-Dorfinger

Die aus Südeuropa eingewanderte Spinne wird rund 1,5 cm groß und hat einen rot-orangenen Vorderkörper. Der Hinterleib ist gelb-olivgrün. Die kräftig ausgebildeten Kieferklauen sind im oberen Teil ebenfalls orange-rot. Der untere Teil, sowie die sich anschließenden Giftklauen sind schwarz. Die Beine sind orange, haarig und ungefähr doppelt so lang wie der Körperbau.

Der Ammen-Dorfinger hält sich meist in Waldlichtungen, Wiesen und Ackerbrachen auf. Er ist nachtaktiv. Tagsüber versteckt sich das Insekt meist in seinen Wohngespinsten und bewacht seinen Nachwuchs. Passen Sie besonders auf, wenn Sie durch hohes Gras streifen und meiden Sie Hecken!

Ammen-Dorfinger: Giftig, aber nicht tödlich

Dorfinger sind an sich zwar eher scheue Insekten, kommt man ihnen oder ihrem Nest jedoch zu nahe, beißen sie zu. Mit ihren starken Kieferklauen können sie eine Jeans und die menschliche Haut locker durchdringen. Der giftige Biss der Spinne ist äußerst schmerzhaft. Es kann anschließend zu Muskelkrämpfen, Schwindel, Fieber, Erbrechen und Kreislaufstörungen kommen. Besonders betroffen sind Allergiker.

Die 7 besten Tipps, um Spinnen fernzuhalten:

  • Minzöl einsetzen

    Spinnen empfinden bestimmte Gerüche als unangenehm, unter anderem den von Minzöl. Besorgen Sie sich das Öl, mischen Sie es mit Wasser und füllen Sie es in eine Sprühflasche, mit der Sie das Gemisch auf Fenstern und Türen verteilen. Ergebnis: Die Spinnen kommen gar nicht erst rein. 
  • Lavendelduft versprühen

    Eine Alternative zum Minzöl stellt Lavendelöl dar. Dieses vermischen Sie ebenfalls mit Wasser und sprühen wiederum Fenster und Türen regelmäßig ein. Kleiner Tipp: Wer sich eine Spinnen-Abwehr wünscht, die noch dazu dekorativ ist, stellt eine Lavendelpflanze im Topf auf das Fensterbrett.
  • Kastanien auslegen

    Sammeln Sie im Herbst häufig Kastanien mit Ihren Kleinen? Dann sollten Sie nicht nur witzige Figuren daraus basteln, sondern die eine oder andere Kastanie zur Seite legen um sie auf dem Fenstersims zu platzieren. Spinnen mögen den Geruch von Kastanien nicht und werden sich von Ihnen fernhalten.
  • Fliegengitter aufhängen

    Vielleicht schützen Sie bereits mit einem Fliegengitter vor lästigen Wespen und Mücken. Lassen Sie das Gitter auch an den kalten Tagen hängen, können Spinnen nicht in Ihre Wohnung krabbeln. 
  • Essensreste entfernen

    Spinnen halten sich besonders dort auf, wo Sie Essensreste finden. Beseitigen Sie daher Krümel und Co. sofort und halten Sie Ihre Wohnung sauber. Wer zudem noch zu Putzmitteln mit Zitrusduft greift, schützt sich doppelt, denn auch Zitrusgeruch ist für Spinnen ein rotes Tuch.
  • Nutzen Sie einen Ultraschallstecker

    Ultraschallstecker werden einfach in eine freie Steckdose gesteckt und helfen dabei Spinnen aus der Wohnung zu vertreiben.
  • Fangen Sie Spinnen ein und setzen Sie sie aus

    Spinnen sollten Sie niemals töten, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Wer sich nicht traut, die Spinne mittels Tuch und Glas einzufangen, kann auch zu einem speziellen Spinnenfänger greifen, die man beispielsweise im Internet kaufen kann. Anschließend die Spinne einfach draußen frei lassen. 

Was man bei einem Biss der Ammen-Dorfinger tun sollte

Die von einem Biss betroffene Stelle kann schnell stark anschwellen, sich röten und stark jucken. Achten Sie darauf in keinem Fall zu kratzen, da sich sonst das Gift und Bakterien weiter in der Wunde ausbreiten können. Wer einen Mückenstift zur Hand hat kann den Juckreiz auch damit lindern. Denn die Hitze hilft auch gegen das Spinnen-Gift.

Reinigen Sie die Wunde unter fließendem Wasser und desinfizieren Sie sie anschließend. Da Spinnentiere in der Regel Bakterien mit sich rumtragen, sollten sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Quelle: freenet.de
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