Die besten Tipps und Tricks für Ihre USB-Probleme

Die besten Tipps und Tricks für Ihre USB-Probleme
Wir zeigen Ihnen die besten Tools und Tipps, mit denen Sie noch mehr aus Ihren USB-Geräten holen!
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Die besten Tipps und Tricks für Ihre USB-Probleme

Wir zeigen Ihnen die besten Tools und Tipps, mit denen Sie noch mehr aus Ihren USB-Geräten holen!

© Thinkstock
20.06.2017 - 08:37 Uhr

USB ist allgegenwärtig. Wir zeigen Ihnen die besten Tools und Tipps, mit denen Sie noch mehr aus USB für Ihr Smartphone, Ihren Drucker und Ihr TV-Gerät machen.

Praktisch jeder Computeranwender kennt die Schnittstelle USB. Alle Geräte wie PCs, Notebooks oder Smartphones unterstützen USB. Dies gilt auch für Eingabegeräte oder Sticks. Sie möchten einen Ventilator mit dem PC verbinden oder eine Lampe mit dem Laptop? Das geschieht ebenfalls über USB. Dennoch tritt USB in unterschiedlichen Formaten und mit voneinander abweichenden Spezifikationen auf, die Sie kennen sollten.

USB kennt viele Standards, von denen alle Verwendung finden. Daher kann es auch bei USB zu Kompatibilitätsproblemen kommen. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie die volle Geschwindigkeit Ihrer USB-Geräte nutzen und wie Sie Verbindungsprobleme überwinden. Wir erklären Ihnen die verschiedenen USB-Standards, zeigen, wie Sie die USB-Logos interpretieren und welche Vorteile der neue Stecker USB Typ C bietet. Nachdem Sie unsere Tipps gelesen haben, sollte es Ihnen leichter fallen, passende USB-Geräte, Kabel und Adapter nachzurüsten.

Tipps für USB

Im Normalfall funktioniert USB sehr einfach. Da es sich um Plug-and-Play handelt, müssen Sie das Gerät nur einstecken, Windows kümmert sich um den Rest. Dazu gehört auch die Installation eines passenden Treibers. Sollte das in der Praxis nicht funktionieren, liegt einer der folgenden Fehler vor: Der Treiber ist nicht kompatibel, das Kabel ist defekt oder die Buchse wurde beschädigt. Außerdem könnte die Stromversorgung unzureichend sein. Wir helfen Ihnen in diesen Situationen mit unserem Ratgeber weiter und zeigen Ihnen, wie Sie die Geschwindigkeit und Sicherheit im Zusammenhang mit USB verbessern können:

  • PC erkennt angeschlossenes Gerät nicht

    Lösung:
    Konnte kein Treiber für das neue USB-Gerät installiert werden, erkennen Sie das sofort im Gerätemanager. Das Gerät zeigt Windows dann als unbekanntes Gerät an. Um doch noch an einen Treiber zu gelangen, sollten Sie die Internetseite des Herstellers besuchen. In einigen Fällen ist es Ihnen jedoch vielleicht nicht möglich, den Hersteller des Gerätes herauszufinden. Hier kann der Gerätemanager ebenfalls weiterhelfen. Dazu gehen Sie erst auf "Details" und klicken dann auf "Hardware-IDs". Auf der Seite http://pcidatabase.com/ geben Sie die Ziffern-Buchstaben-Folge ein, die Ihnen im Gerätemanager angezeigt wird. Die Datenbank verrät Ihnen, wer der Hersteller des Gerätes ist.
    Falls das Gerät nicht erkannt werden kann, ist ein Kabeldefekt oder eine wacklige Buchse vermutlich der Grund dafür. Testen Sie, ob ein anderes kurzes Kabel eine Verbindung ermöglicht. Versuchen Sie auch, das USB-Gerät in eine andere Buchse zu stecken. Die Kunststoffzungen der USB-Buchse sollten gerade ausgerichtet sein und die Buchse sollte nicht im Gehäuse wackeln.
    Ein häufig auftretendes Problem bei externen Laufwerken ist eine unzureichende Stromversorgung. USB 2.0 zum Beispiel liefert maximal 500 Milliampere. Das ist für einige leistungsfähige Platten bereits zu wenig. Abhilfe schafft hier ein Y-Kabel, das die Verbindung über zwei Buchsen ermöglicht. So erhält das Laufwerk ausreichend Strom.
  • Alle mit dem PC verbundenen Laufwerke anzeigen - wie funktioniert das?

    Lösung:
    Mithilfe des Tools USBDeview lässt sich dieses Problem ganz einfach lösen. Bei der Installation des Tools achten Sie darauf, dass Sie die passende Version mit 32 Bit oder 64 Bit auswählen. Das Tool zeigt Ihnen nicht nur die aktuell angeschlossenen Geräte an. Alle ehemals verbundenen Geräte sind ebenfalls aufgeführt. Aktive Geräte werden grün angezeigt. Unter "Device Type" sehen Sie, um welchen Gerätetyp es sich handelt. Sticks und Festplatten zeigt das Tool als Mass Storage. Mäuse und Tastaturen bezeichnet das Tool als HID. Unter "Last Plug / Unplug Date" sehen Sie, wann ein bestimmtes Gerät das letzte Mal an den Rechner angeschlossen war. Wenn Sie einen Treiber, der Kompatibilitätsprobleme bereitet, deinstallieren möchten, sollten Sie alle Geräte deinstallieren, die nicht mit dem Rechner verbunden sind.
    Wählen Sie einfach alle Einträge aus, die Sie deinstallieren möchten. Dann gehen Sie auf "File" und "Uninstall Selected Devices".
  • Der PC erkennt das über USB verbundene Smartphone nicht

    Lösung:
    Trennen Sie das Smartphone vom Kabel, und schalten Sie das Gerät aus. Jetzt können Sie das Gerät wieder mit dem PC verbinden. Windows sollte nun automatisch nach einem Treiber suchen und diesen installieren. Hilft auch das nicht, könnte ein Treiberkonflikt schuld sein. In diesem Fall sollten Sie alle Einträge für USB-Geräte löschen, die je mit dem PC verbunden waren. Das funktioniert, indem Sie über "Start", "Systemsteuerung" und "Geräte-Manager" auf "Ansicht" gehen. Setzen Sie dann einen Haken beim Punkt "Ausgeblendete Geräte anzeigen". Über "USB-Controller" können Sie nach dem entsprechenden Eintrag für Ihr Smartphone suchen. Löschen Sie den gefundenen Eintrag. Starten Sie jetzt den Computer neu, und verbinden Sie das Smartphone wieder über USB. Nun sollten die Treiber endlich gefunden und installiert werden. Das setzt natürlich voraus, dass die Internetverbindung aktiv ist.
    Manchmal kann es vorkommen, dass kein kompatibler Treiber verfügbar ist. Das kann dann der Fall sein, wenn es sich um ein altes Smartphonemodell handelt oder Sie noch Windows 7 verwenden. Dann hilft auch ein Windows-Update nicht weiter. Gehen Sie auf die Seite des Herstellers, und suchen Sie dort nach einem geeigneten Treiber.
    Damit Sie mit der USB-Verbindung des Smartphones mit dem PC etwas anfangen können, muss das Gerät als Mediengerät erkannt werden. Nur dann können Sie das Media Transfer Protocol nutzen, über das Sie auf den Inhalt des Smartphonespeichers zugreifen. Unter Android versetzen Sie das Smartphone in diesen Modus, indem Sie die Statusleiste runterziehen. Dann gehen Sie auf das USB-Symbol und markieren "Mediengerät (MTP)".
  • Das Smartphone lässt sich laden aber nicht anzeigen

    Lösung:
    In jedem Fall sollten Sie das Kabel verwenden, das mit dem Smartphone mitgeliefert wurde. Wenn das nicht möglich ist, sollten Sie irgendein anderes Kabel ausprobieren. In einigen seltenen Fällen kann es nämlich vorkommen, dass das Kabel keine Datenleitung aufweist und nur für das Laden gedacht ist.
  • Warum lässt sich mein 4G-Stick nicht am Tablet mit Android verwenden?

    Lösung:
    Damit USB-Geräte unter Android erkannt werden, benötigen Sie ebenso wie unter Windows einen passenden Treiber. Im Unterschied zu Windows lassen sich diese Treiber aber nicht unbedingt nachträglich installieren Sie sind in das Betriebssystem fest integriert. Ob ein passender Treiber vorhanden ist, hängt davon ab, welche Version von Android der Hersteller auf dem Tablet installiert hat. Das müssen Sie einfach ausprobieren. Ein vergleichbarer Fall ergibt sich, wenn Sie einen WLAN-Stick am Fernseher verwenden möchten, damit der Fernseher sich mit dem kabellosen Netzwerk verbinden kann. Sticks von Drittherstellern sind deutlich günstiger als die Original-WLAN-Adapter des Herstellers. Es gilt aber vorher, die Treiberfrage zu klären.
  • Wie kann ich meine langsam arbeitende USB-3.0-Festplatte schneller machen?

    Lösung:
    Zu den Vorzügen von Windows ab Version 8 gehört, dass Sie direkt im Explorer erkennen, ob Laufwerke mit USB 3.0 mit maximaler Geschwindigkeit laufen. Gehen Sie links im Explorer auf das Computer-Symbol, und wählen Sie dort die USB-Festplatte aus. Gehen Sie dann im Menü auf "Ansicht" und "Details". Rechts sehen Sie nun, ob Sie tatsächlich die schnellste Verbindungsart nutzen. Ist das nicht der Fall, sehen Sie unter dem Festplatte-Icon den Hinweis "Das Gerät kann eine höhere Leistung erzielen, wenn es mit einem USB-3.0-kompatiblen Anschluss verbunden wird."
  • Langsam arbeitender SD-Kartenleser

    Lösung:
    Eine aktuelle Speicherkarte sollte in der Praxis beim Lesen und Schreiben etwa 100 Mbit/s erreichen. Nutzt der Kartenleser nur USB 2.0, ist die Geschwindigkeit jedoch stark gedrosselt. Sehen Sie erst einmal im Handbuch Ihres Notebooks nach, welche Geschwindigkeit der Kartenleser überhaupt erreichen kann. Sie können aber auch das Tool USB Device Tree Viewer verwenden. In einer Baumstruktur zeigt Ihnen dieses Tool alle verbundenen USB-Geräte an. Links klicken Sie auf den Port, den der Kartenleser verwendet. Rechts gehen Sie dann in den Abschnitt "Connection Information" und suchen die Zeile "Device Bus Speed".
    Wenn Ihnen das Tool hier anzeigt, dass "High Speed" verwendet wird, erfolgt die Datenübertragung lediglich über USB 2.0. Damit nutzt das Notebook die Fähigkeiten moderner USB-3.0-Geräte nicht aus.
    Eine gute Nachricht ist, wenn der Kartenleser nicht im Baum von Device Tree Viewer auftaucht. Dann erfolgt die Anbindung offenbar per schnellem PCI Express. Das können Sie überprüfen, indem sie unter "Ansicht" im Gerätemanager auf "Geräte nach Verbindung" suchen. Danach öffnen Sie "ACPI x64-basierter PC", "Microsoft ACPI-konformes System" und dann den "Stammkomplex für PCI Express". Hier sehen Sie die PCI Express Root Ports. Taucht der Kartenleser hier auf, ist er per PCI Express verbunden. Mit einer Bandbreite von bis zu 500 Mbit/s stellt dieser Port auch für moderne USB-Geräte genug Bandbreite zur Verfügung.
  • Die USB-3.0-Festplatte arbeitet nicht mit der erwarteten Geschwindigkeit

    Lösung:
    Ein Rechner mit passenden USB-3.0-Ports ist allein nicht ausreichend, um die gewünschte Geschwindigkeit zu erreichen. Im Chipsatz auf der Hauptplatine befindet sich ein Controller für USB 3.0, der zuvor ebenfalls aktiviert sein muss. Ist das nicht der Fall, müssen Sie dies im Bios nachholen. Der Controller für USB 3.0 nutzt das Standard Extensible Host Controller Interface, kurz xHCI. Wenn Sie im Bios eine Einstellung mit einer Bezeichnung wie etwa "xHCI Modus" finden, müssen Sie sicherstellen, dass diese nicht auf "Disabled" steht.
    Hilft auch das nicht, müssen Sie als Nächstes den Treiber überprüfen. Dazu gehen Sie wiederum in den Device Tree Viewer. In der linken Spalte sind die Geräte aufgeführt, die per EHCI-Controller verbunden sind. Wenn das Laufwerk hier auftaucht, arbeitet es nur über USB 2.0. In diesem Fall müssen Sie einen aktuellen Treiber installieren. Besuchen Sie die Website des Mainboard-Herstellers, und suchen Sie dort nach einem geeigneten Treiber für den Chipsatz. Starten Sie das System nach der Installation neu. Ist der Controller nun aktiv, sollte USB Device Tree Viewer anzeigen, dass das Laufwerk an einem xHCI-Controller hängt.
  • Verbindung zum USB-Stick bricht immer wieder ab

    Lösung:
    Die Verbindungsabbrüche können mit einem fehlerhaft arbeitenden Energiesparmodus zusammenhängen. Das bedeutet, dass der Stick noch während einer Datenübertragung in den Standby-Modus wechselt. Ein Verbindungsabbruch ist die Folge, obwohl der Stick nicht defekt ist. Hilft die Aktualisierung des Treibers nicht, können Sie den für den USB-Port zuständigen Energiesparmodus deaktivieren. Über "Energieoptionen" und "Energiespareinstellungen bearbeiten" finden Sie den Punkt "Erweiterte Energieeinstellungen ändern". Hier wählen Sie nun die "USB-Einstellungen" aus und gehen auf "Einstellung für selektives USB-Energiesparen". Setzen Sie die Einträge hier einfach auf "Deaktiviert". Die Einstellungen nehmen Sie separat für den Akku- und den Netzstrombetrieb vor. Im Falle eines Notebooks können weitere Einstellungen erforderlich sein, wenn Sie unterschiedliche Energiesparpläne für ein mit dem Stromnetz verbundenes und nicht verbundenes Gerät eingestellt haben.
  • Sicheres Entfernen des USB-Sticks ist unter Windows nicht möglich

    Lösung:
    Lässt sich der Stick nicht sicher entfernen, stellen Sie zuerst sicher, dass alle Programme geschlossen sind. Diese könnten nämlich noch auf den Stick zugreifen. Diese Wahrscheinlichkeit besteht, falls Sie Tools direkt vom Stick aus starten. Oder Sie bearbeiten mit einem Programm gerade eine Datei, die sich auf dem Stick befindet. Unter Windows 7 können Sie auch das praktische Tool USB Disc Ejector verwenden. Hier sehen Sie, welche Sticks mit Ihrem System verbunden sind. Klicken Sie einfach doppelt auf den Stick, den Sie entfernen möchten, oder drücken Sie die Enter-Taste. Wenn Sie jederzeit Zugriff auf die Funktion dieses Tools haben möchten, sollten Sie es an eine Desktop-Ecke andocken. Dazu gehen Sie auf "More" und dann auf "Options". Wählen Sie hier "Positioning" aus. Wenn Sie möchten, können Sie auch Hotkeys festlegen für das sichere Entfernen von USB-Sticks ohne Umwege.
  • Ich kann das Symbol für das sichere Entfernen nicht in der Taskleiste finden

    Lösung:
    Gehen Sie in den Infobereich, und klicken Sie auf den Pfeil links. Jetzt öffnet sich ein Fenster, in dem Sie das Symbol für das sichere Entfernen sehen sollten. Soll dieses Symbol permanent angezeigt werden, ziehen Sie es einfach in die Taskleiste.

USB-Technik

Der USB-Anschluss gehört heutzutage praktisch zu jedem Computer. Dennoch gilt es, eine ganze Reihe von Varianten zu unterscheiden. Im Technikteil erklären wir Ihnen, wo die Unterschiede liegen, was die verschiedenen Logos kennzeichnen und wie Sie stets die beste Verbindung realisieren.

USB-Datenraten im Überblick

Die Übertragungsgeschwindigkeit gehört natürlich zu den wichtigsten Eigenschaften eines USB-Standards. Das in die Jahre gekommene USB 1.0 überträgt mit 1,5 Mbit/s, USB 3.1 hingegen bietet einen Transfer mit bis zu 10 Gbit/s an. Damit Sie schnelle Sticks verwenden können, ist ein schneller Port Voraussetzung. Eine nachträgliche Aufwertung des Ports ist nicht möglich, da sich die Spezifikation schließlich nicht verändert. Leider sagt die Spezifikation nichts sicher darüber aus, wie hoch die Datenrate tatsächlich ausfallen wird. Nur wenn auf dem Logo "Certified USB Hi-Speed" zu lesen ist, dürfen Sie die volle Geschwindigkeit erwarten.

Tools wie USB Device Tree Viewer helfen Ihnen dabei, die Spezifikationen Ihrer USB-Geräte herauszufinden. Dazu greift das Tool auf Informationen aus dem Gerätemanager von Windows zurück. Das Tool zeigt an, welchen Standard der Port unterstützt und wie schnell der Stick Daten übertragen kann. Bei einem Blick in das Tool werden Sie schnell sehen, dass selbst USB 1.0 noch gebräuchlich ist. Das ist zum Beispiel bei Tastaturen und Mäusen der Fall. Diese Geräte benötigen nur eine kleine Bandbreite, auch dann, wenn sie über einen Port mit USB 2.0 verbunden sind. Das gilt auch für Drucker, Scanner und viele andere Geräte. Ist ein Gerät nur mit USB 2.0 ausgestattet, bringt der Anschluss an einen Port mit USB 3.0 keinen Vorteil.

Umgekehrt gilt damit auch, dass ein zu langsamer Port ein USB-3.0-Gerät ausbremst. Externe Festplatten nutzen heutzutage häufig USB 3.0, da der Datentransfer hier ein entscheidender Faktor ist. Diese Geräte sollten Sie nicht an einen USB-2.0-Port anschließen, sonst drosseln Sie den Transfer unnötig von 4,8 Gbit/s auf 480 Mbit/s. Das ist gerade beim Transferieren von Backups, die häufig sehr groß sind, ärgerlich.

Von der USB-Version abhängige Steckertypen

Als USB noch nicht in den Markt eingeführt war, standen mit SCSI, dem ParallelPort etc. verschiedene Schnittstellen für Drucker, Scanner und andere Bürogeräte bereit. Diese Schnittstellen wurden allmählich von USB verdrängt. Die Handhabung der USB-Stecker ist einfacher, und sie lassen sich für verschiedene Gerätearten verwenden. Weitverbreitet sind die beiden zuerst eingeführten Stecker Typ A und Typ B. Diese Stecker sind flach und quadratisch. Am PC finden Sie die flache Buchse, die quadratische Variante kommt zum Beispiel bei Druckern zum Einsatz. Am Stecker sehen Sie vier Kontakte für die Versorgungsspannung, hinter denen sich die Datenleitungen verbergen. Bei mobilen Geräten wären diese Stecker jedoch zu groß. Hier kommen USB Typ B und der Mini- sowie Micro-USB-Stecker zum Einsatz. Über diese Verbindungen laden Sie Ihr Smartphone auf und übertragen Daten vom Mobilgerät auf den Rechner.

Die Stecker und Kabel haben sich mit der Einführung von USB 3.0 nochmals verändert. Zusätzliche Datenleitungen waren erforderlich, und die Stecker haben zusätzliche Pins erhalten. Die entsprechenden aktualisierten Stecker und Kabel sind nun in Blau gehalten. Stecker des Typs A sind mit den alten Versionen von USB kompatibel. Für den Typ B ist ein Aufbau verfügbar. Alte Kabel lassen sich deshalb weiterhin mit quadratischen USB-Steckern verwenden, umgekehrt gilt das aber nicht: Neue Kabel können Sie nicht in Ports mit USB 1.0 oder 2.0 stecken. Mini-USB ist in der Version 3.0 überhaupt nicht mehr verfügbar. Als Ersatz ist nun Micro-B-USB-3.0 vorgesehen. Das Blech weist hier mittig eine Einkerbung auf. Auf der breiten Seite können die alten Micro-Stecker verwendet werden, das Tempo bleibt dann auf 2.0 beschränkt. Die schmale Seite überträgt Signale mit Super Speed.

Der aktuelle USB-Stecker nennt sich USB-C. Eine echte Neuerung stellt die verdrehsichere Konstruktion dar. Es spielt nun keine Rolle mehr, wie herum Sie das Kabel einstecken. Dieses Prinzip ist bereits von den für Apple-Geräte verwendeten Lightning-Steckern bekannt. Dem Stecker wurden zudem mehr Kontakte verpasst, damit er eine höhere Spannung und höhere Ladeströme führen kann. Damit lassen sich neben den Signalen für USB auch Signale für DisplayPort oder PCI Express transportieren. Audiosignale lassen sich über einen solchen Stecker ebenfalls übertragen. Es gilt wiederum, etliche USB-Varianten zu unterscheiden. Nur weil es sich um einen Typ-C-Stecker handelt, bedeutet das nicht, dass automatisch USB 3.1 verwendet wird.

USB-Anschlüsse nachrüsten

Wenn ein Computer nicht über eine ausreichende Anzahl an USB-Ports verfügt, können Sie diese Schnittstellen einfach nachrüsten. Für PCs und Notebooks stehen Steckkarten zur Verfügung, die Sie zum Beispiel in den Einschub für Expresscards stecken können. Entscheiden Sie sich für eine Steckkarte mit zwei USB-3.0-Ports, ist mit Kosten in Höhe von etwa 20 Euro zu rechnen. Vergleichbare Karten stehen auch für USB 2.0 zur Auswahl und kosten nur die Hälfte. Teurer als interne Karten sind Controllerkarten für Notebooks. Diese bieten einen bis vier Zusatzports. Rechnen Sie bei zwei Anschlüssen mit Kosten von etwa 40 Euro. Günstiger ist jedoch, wenn Sie auf USB 3.0 verzichten. Wenn Sie Steckkarten mit dem neuen USB Typ C wünschen, kostet ein einzelner Anschluss 40 Euro.

An einem Gerät kann es im Hinblick auf die USB-Schnittstellen schnell zu einem Engpass kommen. Eine schnelle Lösung des Problems besteht in der Verwendung von USB-Hubs. Damit können Sie aus einem Port mehrere machen. So lassen sich an einen einzelnen Port Festplatten, Displays und Kartenleser anschließen. Einige Hubs bieten zusätzlich einen Gigabit-Ethernet-Anschluss, sodass Sie sogar noch Netzwerkanschlussmöglichkeiten dazu erhalten. Die Kosten für Hubs liegen zwischen 15 Euro und 25 Euro.

Falls Sie ein Gerät wie etwa das MacBook 12 von Apple verwenden, werden Sie nicht um eine solche Porterweiterung per Hub herumkommen. Denn hier ist nur ein Anschluss für USB Typ C vorgesehen. Das ist in der Praxis zu wenig. Anderen Geräten wie dem XPS 13 von Dell fehlen Anschlüsse für HDMI. Die Hersteller bieten entsprechendes Zubehör an, mit dem die Porterweiterung erfolgen kann.

Apple bietet zum Beispiel den USB-C-Digital-AV-Multiport-Adapter an. Hier ist jeweils ein Anschluss für USB Typ C, USB 3.1 Gen 1 und für HDMI 1.4b vorhanden. Eine Unterstützung von Superspeed Plus ist damit nicht gegeben, Superspeed unterstützt der Adapter jedoch. Der Port für USB Typ C führt lediglich Strom und überträgt keine Daten. Als Alternative ist ein Adapter mit einem Anschluss für VGA statt HDMI erhältlich. Die Adapter kosten 89 Euro.

Smartphone als PC nutzen

USB Typ C bietet in einigen Varianten den entscheidenden Vorteil, neben den obligatorischen USB-Signalen auch Daten wie Audio und Video übertragen zu können. Entsprechende Stecker erkennen Sie an dem kleinen Blitzsymbol oder dem Buchstaben D. USB Typ C unterstützt viele fremde Protokolle. Dazu gehören Thunderbolt, PCI Express und DisplayPort.

Unter Windows 10 Mobile können Sie diese Zusatzfunktionen von USB Typ C auf interessante Weise nutzen. Falls Sie über einen entsprechenden Adapter verfügen, können Sie Ihr Smartphone in einen vollwertigen PC verwandeln. Das ist zum Beispiel möglich, indem Sie das Display Dock von Microsoft und ein Smartphone wie das Lumia 950 verwenden. Das Display Dock kostet 109 Euro und verfügt über Anschlüsse für DisplayPort und HDMI sowie dreimal USB. Damit lassen sich eine Maus, eine Tastatur und natürlich ein Display anschließen. Anwendungen wie Office oder Outlook skaliert der Kasten automatisch auf die richtige Größe. Ihr Smartphone können Sie ganz normal weiter nutzen und zum Beispiel SMS abrufen. Aufgeladen wird das Smartphone ebenfalls noch.

USB für die Stromversorgung und das Laden verwenden

USB bietet grundsätzlich den Vorteil, neben der Datenübertragung auch Strom zu leiten. USB bis zur Version 2.0 führt bis zu 500 Milliampere (mA). Der neue Standard USB 3.0 sieht eine deutlich erhöhte Gesamtstromstärke von stolzen 900 mA vor. Hierbei handelt es sich um die Strommenge, die allen an diesem Port angeschlossenen Geräten zur Verfügung steht. Daher gilt es auf die Stromstärke vor allem dann zu achten, wenn Sie einen USB-Hub einsetzen. Hier sind schließlich mehrere Geräte mit dem Rechner verbunden. Der Host steuert die Energieversorgung und ist dafür mit einem Hostcontroller ausgestattet. Die Begrenzung der Stromstärke macht es in einigen Fällen wie etwa bei der Verwendung einer externen Festplatte erforderlich, dass diese zusätzlich mit Strom versorgt wird. Das kann über die Verbindung mit einem weiteren Port oder mittels eines externen Netzteils erfolgen. Der Anschluss an einen zweiten Port für zusätzlichen Strom könnte zum Beispiel, wie oben erwähnt, über ein Y-Kabel erfolgen. Das ist in der Praxis eine gängige Methode.

Wer mehr Strom benötigt, entscheidet sich für USB Typ C. Die Leistungsaufnahme beträgt bei diesem Standard bis zu 100 Watt, ohne dass Sie eine zusätzliche Stromquelle benötigen. Das ist sinnvoll, wenn Sie zum Beispiel einen Monitor mit Strom versorgen möchten. In einigen Fällen lässt sich sogar ein Notebook betreiben. Bei 20 Volt erreicht USB Typ C 5 Ampere. Entsprechende Stecker tragen die Bezeichnung USB Power Delivery (PD). Für die Zuteilung des Stromes auf die Geräte sind fünf Profile vordefiniert. Wenn Power Delivery genutzt wird, müssen die Geräte untereinander aushandeln, wer wie viel Strom abbekommt. Die Profile schaffen hier einen gewissen Standard, damit nicht jeder Hersteller bei der Definition für die Art der Geräteladung das Rad neu erfinden muss.

USB Typ C im Überblick

  1. Der Typ C ist der neue USB-Stecker, der gemeinsam mit dem Standard USB 3.1 eingeführt wurde. Ihn zeichnet eine flache Bauweise aus, die den Stecker für die Verwendung in Mobilgeräten oder Geräten in der Unterhaltungselektronik prädestiniert. Zu den weiteren Vorteilen gehören das verdrehsichere Einstecken und die Auslegung auf mindestens 10 000 Steckvorgänge. Damit sollte die Langlebigkeit gesichert sein. Typ C ist allerdings nicht gleich Typ C. Die einzelnen Stecker können sich in der Praxis voneinander unterscheiden. Jede Variante ist dabei mit einem bestimmten Symbol gekennzeichnet.
  2. Ein doppeltes S mit einer hochgestellten 10 verweist auf die Nutzung der maximalen Datenrate. Diese liegt bei USB Typ C bei 10 Gbit/s. Diese Geschwindigkeit wird auch als Super Speed Plus bezeichnet. Wenn dieses Zeichen in eine Batterie eingefasst ist, kommt die Funktion USB Power Delivery (USB PD) hinzu. Diese schnelle Ladefunktion sorgt für volle Akkus in kurzer Zeit. Hier stehen die vollen 100 Watt bzw. 5 Ampere bei 20 Volt zur Verfügung. Das funktioniert in der Praxis aber nur dann, wenn ein passendes Kabel verwendet wird. Geeignete Kabel sind "Full Featured".
  3. Neben dem USB-C-Symbol ist in einigen Fällen ein D zu erkennen. Trägt der Stecker dieses Zeichen, lassen sich Daten per DisplayPort übertragen. Das ist nützlich, falls Sie den Anschluss für Video und Audio verwenden möchten. Weist das Symbol keine hochgestellte 10 auf, handelt es sich um USB 3.1 Gen1. Das ist ein USB-3.0-Anschluss mit einer Datenrate von 5 Gbit/s. Die volle Leistung von 10 Gbit/s steht nur dann zur Verfügung, wenn auf dem Stecker die hochgestellte 10 zu erkennen ist. Wenn Sie dann noch die schnelle Ladefunktion nutzen möchten, sollte ein kleines D erkennbar sein.
  4. Ein Blitz steht für die Unterstützung von Thunderbolt. Der Blitz ist recht klein, er verweist aber auf eine große Funktionsfülle. Hierbei können Sie nicht nur Thunderbolt nutzen, auch DisplayPort steht mit einem solchen Stecker zur Verfügung. USB PD bzw. Power Delivery ist ebenfalls mit dabei. Ein weiterer Vorteil: Solche Anschlüsse unterstützen immer Super Speed Plus.
  5. USB Typ C ist nicht nur für den Standard 3.0 verfügbar. Es sind auch Stecker mit USB 2.0 vorgesehen. Hier liegt die maximale Datenrate bei 480 Mbit/s. Neben dem Port sehen Sie dann ein einfaches USB-Symbol ohne weitere Details. Power Delivery kann ebenfalls verfügbar sein, wenn das Symbol wiederum in eine kleine Batterie eingefasst ist. Auf eine Unterstützung für DisplayPort müssen Sie leider verzichten. Und eine Verbindung mit Thunderbolt-Geräten ist ebenfalls nicht vorgesehen.
Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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