So gelingt die Einrichtung Ihres Android-Smartphones

So gelingt die Einrichtung Ihres Android-Smartphones
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So gelingt die Einrichtung Ihres Android-Smartphones

© Android
05.06.2018 - 06:11 Uhr

Sowohl bei der Einrichtung des ersten Android-Smartphones als auch bei allen Folgegeräten müssen verschiedene Aspekte beachtet werden. Wir stellen Ihnen diese vor.

Android-Smartphones und -Tablets verfügen über einen integrierten Assistenten, der dabei hilft, die ersten Einrichtungsschritte zu meistern. Für weiter reichende Personalisierungen allerdings werden zumeist keine Hilfestellungen mehr geboten. Das ist schade. Denn mit jeder neuen Android-Generation gibt es vielfältige neue Einstellungsmöglichkeiten, mit denen man das jeweilige Gerät an die persönlichen Vorlieben anpassen kann. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Aspekte bei der Nutzung des Einrichtungsassistenten zu beachten sind und worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich ein neues Android-Smartphone oder -Tablet zulegen.

So richten Sie Ihr Smartphone ein:

  1. Die Einrichtung des Google-Kontos
    Die Grundvoraussetzung für eine Vielzahl von Features ist ein kostenloses Google-Konto. So wird ein solches Konto für Downloads aus dem Google Play Store, aber auch für die Nutzung von Diensten wie Gmail oder Google Drive benötigt. Wer über kein derartiges Konto verfügt, der kann es bei der Einrichtung des Android-Gerätes direkt erstellen. Eine Anmeldung über den PC ist allerdings komfortabler, da das benötigte Anmeldeformular hier ganz leicht ausgefüllt werden kann. Liegt bereits ein Google-Konto vor, können dessen Daten in das neue Android-Gerät eingegeben werden, wodurch beide miteinander verbunden werden. Notwendige Änderungen lassen sich problemlos über Einstellungen vornehmen.

  2. Sprachauswahl und WLAN-Einstellungen
    Bei der ersten Nutzung des neuen Android-Gerätes werden Sie vom Assistenten begrüßt und bekommen eine Vielzahl von Sprachen angeboten, in denen Sie das Smartphone oder Tablet nutzen können. Falls die Sprache geändert oder durch eine weitere ergänzt werden soll, kann dies über Einstellungen -> Sprache & Eingabe -> Sprachen erledigt werden. Über den Plus-Button können Sie auch dafür sorgen, dass ein zweiter Nutzer alle Menüs in dessen Wunschsprache angezeigt bekommt. Nach Auswahl der Sprache werden alle verfügbaren WLANs angezeigt. Hier wählen Sie das eigene WLAN aus und geben die Anmeldedaten an.

  3. Datum und Uhrzeit
    Bei vielen Smartphones und Tablets ist es - abhängig von der jeweiligen Android-Version - möglich, die aktuelle Zeitzone und Uhrzeit einzustellen. Zwar verhält es sich bei vielen neueren Geräten so, dass sie die Informationen zur Uhrzeit via Standortbestimmung oder Mobilfunkanbieter aus dem Internet beziehen, allerdings sind die hier übermittelten Daten nicht immer zuverlässig. Daher kann es in einigen Fällen sinnvoll sein, Uhrzeit und Datum individuell einzustellen. Das ist über Einstellungen -> Datum & Uhrzeit möglich. Dazu schalten Sie die automatische Datenübertragung aus und tragen die individuellen Werte ein.

  4. Standortdienste personalisieren
    Sobald dem Android-Gerät Ihr persönliches Google-Konto bekannt ist, unterstützt es Sie bei der Einrichtung der Google-Dienste. Je nachdem, welche Features Sie nutzen möchten, können Sie jeweils andere Funktionen freigeben. So können Daten in der Google Cloud abgelegt oder die Positionsdaten für die Google-Standortdienste und für eine Verbesserung der Standortgenauigkeit genutzt werden. Änderungen an den Einstellungen und Freigaben können Sie jederzeit vornehmen. Hierfür stehen die Einstellungsoptionen Sichern & Zurücksetzen beziehungsweise Standortdienste zur Verfügung.

  5. Sicherheit durch Fingerabdruckscanner
    Wenn Ihr Smartphone über einen Fingerabdruckscanner verfügt, empfiehlt es sich, diesen direkt einzurichten. Eine nachträgliche Konfiguration ist aber ebenso möglich. So können Sie einen oder verschiedene Fingerabdrücke festlegen, um Ihr Smartphone zu entsperren. Für eine nachträgliche Konfiguration rufen Sie unter den Einstellungen den Bereich Sicherheit auf. Um neue Fingerabdrücke für die Freigabe einzusetzen, verwenden Sie den Menüpunkt Fingerabdruck hinzufügen.

  6. Regelmäßige Updates nutzen
    Vor der Verwendung individueller Anpassungen sollte zunächst nachgesehen werden, ob der jeweilige Hersteller Updates für das Smartphone bereitstellt. Das können zum Beispiel Sicherheitspatches sein. Aber auch aktuellere Android-Versionen werden gelegentlich angeboten. Wenn Sie den Menüpunkt Über das Telefon, Über das Tablet oder Systemupdates in den Einstellungen aufrufen, können Sie nach entsprechenden Updates suchen lassen. Wird ein Update gefunden, erhalten Sie direkt alle Informationen über dessen Aufgabe und Größe.

  7. Google Play
    Als nächsten Schritt nehmen Sie wichtige Einstellungen bei den Google-Diensten vor. Besonderes Augenmerk sollte dem Google Play Store zukommen. Bei der Einrichtung dieses Dienstes ist vor allem wichtig, die notwendigen Zahlungsdaten anzugeben. Unter anderem können Sie Einkäufe per Guthaben, Kreditkarte oder PayPal tätigen oder eine Abrechnung über den Mobilfunkanbieter vornehmen lassen. Besonders einfach gelingt die Einrichtung mit der Play-Store-App via Konto -> Zahlungsmethoden.

  8. Auf Herstellerkonten zugreifen
    Nicht wenige Hersteller statten ihre Smartphones mit eigenen Diensten aus. Wollen Sie diese nutzen, ist in den meisten Fällen ein eigenes Benutzerkonto erforderlich. Sie sollten sich daher genau überlegen, welche Dienste Sie tatsächlich brauchen. Häufig führt die Nutzung dieser Dienste nämlich dazu, dass Sie täglich eine Vielzahl von Benachrichtigungen und Updates erhalten.

  9. Homescreen-Verwaltung
    Smartphones und Tablets werden in der Regel mit vorkonfiguriertem Startbildschirm ausgeliefert, auf dem eine Vielzahl an Apps und Widgets zu finden ist. Diese werden in vielen Fällen nicht benötigt. Um sie zu entfernen, berühren Sie das jeweilige Objekt so lange mit dem Finger, bis es markiert ist. Bis zur Version Android 6 erscheint dann die Funktion Entfernen. Bei späteren Versionen gibt es sowohl Entfernen als auch Deinstallieren. Das markierte Icon ziehen Sie dann auf die gewünschte Funktion. Falls Sie eine Deinstallation fordern, fragt Sie das Gerät noch einmal ausdrücklich, ob Sie das tatsächlich möchten. Zu beachten ist dabei, dass bestimmte Apps wie System-Apps nicht deinstalliert werden können.

  10. Lästige Bloatware loswerden
    Nach wie vor ist es bei vielen Herstellern gängig, ihre Geräte mit Zusatzsoftware vollzupacken. Dabei werden keine Schwerpunkte gesetzt. Von Reise-Apps bis hin zu Spiele-Apps und vielem mehr stehen diverse unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung. Solche Apps lassen sich in der Regel mühelos entfernen, indem Sie die Übersicht aller installierten Apps aufrufen, die zu entfernenden Apps markieren und auf Deinstallieren ziehen. Das ist allerdings erst ab der Android-Version 7 möglich. Bei älteren Versionen erfolgt die Entfernung über Einstellungen -> Apps.

  11. Wissenswertes zum Datenvolumen
    Bei der Nutzung von Datenvolumen ist es sinnvoll, den monatlichen Verbrauch zu überwachen. Das ist ohne Weiteres über Android möglich, selbst wenn Sie die App des jeweiligen Herstellers nicht installiert haben. Zu diesem Zweck rufen Sie in den Einstellungen den Punkt Datennutzung auf, der bis zur Version Android 6 noch Datenverbrauch heißt. Hier geben Sie an, wie viel Datenvolumen Ihnen monatlich zur Verfügung steht. Zunächst jedoch wählen Sie einen Abrechnungszeitraum aus. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, einen Grenzwert anzugeben, bei dessen Erreichen Sie vom System gewarnt werden wollen. Das empfiehlt sich vor allem dann, wenn Ihr Vertrag vorsieht, dass automatisch Datenvolumen hinzugebucht wird, sobald das alte aufgebraucht ist. Dabei ist es ratsam, das Datenlimit etwas niedriger anzulegen als im Mobilfunkvertrag vereinbart, da es bei den Smartphone- und Tablet-Messungen gelegentlich zu Abweichungen mit den Messwerten des Providers kommt.

  12. E-Mail-Kontenverwaltung
    Gelegentlich ist es ratsam, zusätzlich zum eigenen Gmail-Konto weitere E-Mail-Konten zu nutzen. Das ist auf verschiedene Weise möglich. Viele Dienstleister haben eigene Apps für den Zugriff auf das jeweilige Konto entwickelt (hier geht es zur freenet Mail-App).

  13. Bluetooth-Einsatz
    Um eine Verbindung zwischen einem Smartphone beziehungsweise Tablet und anderen Geräten herzustellen, wird neben WLAN und Mobilfunk häufig Bluetooth genutzt. Hierüber kann das jeweilige Endgerät zum Beispiel Lautsprecher und Kopfhörer ansteuern, eine Badezimmerwaage kontrollieren oder Kontakt mit einer Freisprecheinrichtung im Auto herstellen. Über den Menüpunkt Bluetooth in den Einstellungen können Sie die jeweiligen Geräte einrichten. Im Anschluss daran stehen diese in Verbindung mit Ihrem Smartphone oder Tablet.

  14. Datenschutz dank deaktiviertem Aktivitätsverlauf
    Googles Geschäftsmodell basiert darauf, möglichst viele Nutzerdaten zu sammeln und auszuwerten. Deswegen werden nahezu alle Informationen festgehalten, die in Verbindung mit Ihrem Google-Konto stehen. Auf diese Weise ist Google in der Lage, Ihnen personalisierte Angebote zukommen zu lassen, was sowohl Suchanfragen als auch Werbeanzeigen und Nachrichten betrifft. Um eine solche krakenhafte Datensammlung zu vermeiden, können Sie den Aktivitätsverlauf deaktivieren. Dadurch ist es für Google nicht mehr so leicht, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Sie mit Ihrem Smartphone oder Tablet umgehen. Für die Deaktivierung stehen in den Einstellungen die Punkte Google  -> Persönliche Daten & Privatsphäre -> Aktivitätseinstellungen zur Verfügung. Hier können Sie individuell festlegen, welche Informationen Google speichern darf und welche nicht. So kann zum Beispiel eine Speicherung des YouTube-Verlaufes erlaubt werden, während die App-Aktivitäten tabu sind. Außerdem können Sie hier den Punkt Meine Aktivitäten aufrufen, um zu überprüfen, welche Ihrer Daten Google kürzlich gespeichert hat.

  15. Sperrbildschirm verwenden
    Die Einrichtung des Sperrbildschirms stellt einen wichtigen Schritt bei der finalen Einrichtung Ihres Smartphones oder Tablets dar. Dieser Sperrbildschirm stellt sicher, dass die Inhalte Ihres Smartphones vor unerlaubtem Zugriff geschützt sind. Die Schutzmaßnahmen, die Sie dafür ergreifen können, sind vielfältig. Unter anderem können Sie sich für einen Zugriff per Muster, PIN oder Passwort entscheiden oder einen Fingerabdruckscan für die Entsperrung verwenden. Letzteres geht aber nur, wenn Ihr Android-Gerät dieses entsprechende Feature unterstützt. Über Einstellungen -> Sicherheit -> Displaysperre richten Sie den Sperrbildschirm ein. Sobald dies geschehen ist, können Sie auswählen, auf welche Art Sie Ihr Endgerät schützen wollen. Legen Sie je nach Schutzart eine PIN, ein Passwort oder ein Muster fest, was Sie bestätigen. Nun ist die Schutzfunktion aktiv. Es ist nur noch dann möglich, das Smartphone oder Tablet zu entsperren, wenn das jeweilige Passwort, die PIN oder das Muster eingegeben wird.

  16. Smart Lock verwenden
    Eine automatische Entsperrung eines Endgerätes unter bestimmten Voraussetzungen steht seit der Android-Version 5 zur Verfügung. Hierbei können Sie zwischen fünf unterschiedlichen Varianten wählen. Die Trägererkennung sorgt dafür, dass ein Endgerät nach der Entsperrung so lange entsperrt bleibt, wie es getragen und bewegt wird. Durch die Funktion Vertrauenswürdige Orte erkennt das Gerät bestimmte Orte automatisch und entsperrt das Smartphone oder das Tablet von selbst. Als Drittes gibt es die Möglichkeit, das jeweilige Gerät mit einem anderen vertrauenswürdigen Gerät per Bluetooth zu verbinden. Damit wird das Smartphone oder Tablet immer dann entsperrt, wenn sich ein solches vertrauenswürdiges Gerät in dessen Nähe befindet. Die Gesichts- und Stimmerkennung sind die letzten beiden Optionen für eine automatische Entsperrung. Für die Gesichtserkennung muss ein Bild von Ihnen hinterlegt werden, das Google nutzt, um Sie als legitimen Anwender zu identifizieren. Die Stimmfreigabe erfordert hingegen, dass Ok Google aufgenommen wird. Wenn Ihr Smartphone gesperrt ist, Ihre Stimme aber erkannt wird, erfolgt eine automatische Entsperrung. Das ist vor allem bei häufiger Nutzung des Google-Assistenten sinnvoll.

  17. Backups von Fotos erstellen
    Smartphones und Tablets werden immer häufiger als Kameraersatz genutzt, um tolle Fotos zu erstellen. Gerade Hobbyfotografen wissen diese Funktion ihres Gerätes zu schätzen. Um die so entstandenen Bilder vor einem Verlust zu schützen, können sie automatisch in der Cloud gespeichert werden. Neben der Schutzfunktion wird dafür gesorgt, dass die Bilder einfach am PC angesehen und bearbeitet werden können. Für die Einrichtung rufen Sie die App Fotos auf. Hier besteht unter Einstellungen -> Sichern und Synchronisieren die Möglichkeit, eine automatische Datensicherung zu aktivieren. Dabei sollten Sie darauf achten, dass der Menüpunkt Sicherung über Mobilnetz ausgeschaltet ist und auch bleibt. Andernfalls wird das Mobilfunknetz für die Datensicherung genutzt, was sich negativ auf Ihr Datenvolumen auswirkt. Synchronisationsfunktionen gehören inzwischen zum Standard und werden von nahezu allen Clouddienstleistern bereitgestellt. Deswegen ist es ohne Weiteres möglich, einen anderen Anbieter zu verwenden. Hierzu muss dessen App installiert werden und eine Anmeldung über das dortige Konto erfolgen. Individualisierungen, zum Beispiel bei den Synchronisationseigenschaften, lassen sich über die Einstellungen der App in Angriff nehmen.

  18. Individualisierungen vornehmen
    Möchten Sie Ihr Smartphone oder Tablet individualisieren, dann gestalten Sie den Hintergrund des Startbildschirms und des Sperrbildschirms mit eigenen Bildern. Dazu markieren Sie auf dem Startbildschirm einen leeren Bereich. Daraufhin öffnet sich das Menüfenster mit den Auswahloptionen Einstellungen, Hintergründe und Widgets. Über Hintergründe können Sie vorhandene Bilder des Betriebssystems, aber auch eigene Fotos aus Meine Fotos wählen. Je nach Wunsch verwenden Sie für die verschiedenen Bildschirme jeweils ein Foto oder wählen unterschiedliche Bilder aus.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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