So werden Sie die vier lästigsten Monitorprobleme los

So werden Sie die vier lästigsten Monitorprobleme los
Wenn der Monitor Probleme macht, kann dies verschiedene Ursachen haben. Wir stellen vier Lösungen vor.
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So werden Sie die vier lästigsten Monitorprobleme los

Wenn der Monitor Probleme macht, kann dies verschiedene Ursachen haben. Wir stellen vier Lösungen vor.

© Thinkstock
13.01.2017 - 14:48 Uhr

Wenn der Monitor kein klares Bild zeigt, kann dies verschiedene Ursachen, wie etwa Treiberprobleme oder falsche Anschlusskabel, haben. Wir stellen Lösungen für solche Probleme vor.

Damit ein Monitor ein optimales Bild zeigt, müssen verschiedene Komponenten aufeinander abgestimmt und konfiguriert werden. Wichtige Aufgaben übernehmen hierbei die Treiber, die Grafikkarte, das Windows-Betriebssystem, die Anschlusskabel und der Bildschirm selbst. Wenn hierbei Fehler auftreten, wird das Bild unscharf, verzerrt oder reagiert nicht angemessen auf schnelle Bewegungen.

Das sind die vier häufigsten Monitor-Probleme und ihre Lösungen:

  1. Die passenden Treiber für den Grafikchip nutzen

    Bei der Installation wählt Windows einen Standardtreiber für den Alltagsbetrieb aus. Dies ist für viele Aufgaben ausreichend, kann aber meist nicht all das aus einer Grafikkarte herausholen, was diese zu bieten hat. In der Systemsteuerung können Sie sich unter "Gerätemanager" anzeigen lassen, welcher Grafiktreiber aktuell in Benutzung ist. Standardtreiber haben Namen wie "Standard VGA-Grafikkarte" oder "Microsoft Basic Display Adapter". Wenn Ihnen solche Namen angezeigt werden, wissen Sie, dass für den Betrieb der Grafikkarte kein spezifischer Treiber genutzt wird. Gelegentlich werden auch automatisch Herstellertreiber eingesetzt, wenn ein Windows-Update durchgeführt wird. Solche Treiber werden aber zumeist nicht auf dem neuesten Stand gehalten und sind entsprechend nicht in der Lage, für optimale Abläufe im System zu sorgen. Deswegen ist es ratsam, einen Treiber beim jeweiligen Hersteller des Notebooks oder PCs herunterzuladen. Die jeweiligen Websites der Hersteller bieten nützliche Tools, die für die verwendete Grafikkarte den jeweils passenden Treiber ermitteln und zum Download bereitstellen.
  2. Die Überprüfung der Kabel und Anschlüsse

    In den meisten Fällen sind VGA- und HDMI-Kabel eine gute Wahl, um einen Monitor mit einem Rechner zu verbinden. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielen DVI- und Displayport-Buchsen. Solche Eingänge stehen für eine bestmögliche Sendequalität und sollten analogen Lösungen daher vorgezogen werden. Analoge Buchsen sollten wirklich nur dann zum Einsatz kommen, wenn sich an dem verwendeten Rechner kein anderer Anschluss befindet. Bei größeren Modellen mit hoher Auflösung ist hingegen ein Dual-Link-DVI-Kabel vonnöten. Single-Link-Kabel sorgen nämlich entweder dafür, dass der Bildschirm schwarz bleibt, oder stellen nicht die zur Verfügung stehende Maximalleistung bereit. Bei hochauflösenden Modellen sollte hingegen ein HDMI-2.0-Kabel genutzt werden, bei dem auf der Packung ausdrücklich die Information "4k", "UHD" oder "2160p" zu finden ist. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Wiederholfrequenz 60 Hz beträgt und es somit nicht zu lästigen Verzögerungen bei schnellen Bildbewegungen kommt. Das funktioniert aber nur, wenn die Grafikkarte mit einem entsprechenden HDMI-2.0-Ausgang ausgestattet ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, ist der Einsatz eines Displayport-Kabels angeraten. Der hierfür benötigte Displayport-Standard 1.2 ist bei einigen Modellen bereits aktiv, bei anderen muss er erst über das Menü des Monitors aktiviert werden.
  3. Die Konfiguration der Anzeige

    Da Flachbildschirme so konzipiert sind, dass sie nur eine bestimmte Auflösung optimal anzeigen, sollte darauf geachtet werden, keine zu große oder zu kleine Auflösung zu wählen. Ansonsten kann es passieren, dass das Bild unscharf oder verschoben angezeigt wird. Unter Windows 8 erreichen Sie den Bereich "Bildschirmauflösung" per Rechtsklick auf den Desktop. Bei Windows 10 ist lediglich die Bezeichnung in "Anzeigeeinstellungen" und "Erweiterte Anzeigeeinstellungen" abgeändert worden. Falls das Bild trotz richtiger Auflösung nicht korrekt angezeigt wird, sollten Sie über das Bildschirmmenü die Werkseinstellungen wiederherstellen und Funktionen wie "Auto Adjust" oder "Auto Setting" wählen.
    Da die meisten Bildschirme automatisch eine Taktfrequenz von 60 Hz nutzen, müssen Sie sich über die Wiederholfrequenz bei der Konfiguration zumeist keine Gedanken machen, da diese Einstellung für moderne Monitore vollkommen genügt. Sollten Sie sich dennoch über die gewählte Wiederholfrequenz informieren wollen, finden Sie diese bei Windows 8 in der Systemsteuerung unter "Bildschirmauflösung → Erweiterte Einstellungen → Monitor". Bei Windows 10 tragen diese Bereiche die Bezeichnungen "Erweiterte Anzeigeeinstellungen → Adaptereigenschaften anzeigen -> Monitor". In vielen Fällen können hier nur 60 Hz eingestellt werden, doch bei einigen Modellen sind auch 59 oder 75 Hz verfügbar. Für Gaming-Monitore stehen gelegentlich sogar 100 Hz, 144 Hz oder noch mehr zur Verfügung. Das hat im alltäglichen Gebrauch keine Auswirkungen, sorgt aber beim Spielen für deutlich geringere Verzögerungen. Vor allem Monitore, die über ein analoges VGA-Kabel mit dem Rechner verbunden sind, sollten mit 60 Hz arbeiten, weil sich das Grafikkartensignal sonst verschlechtert - und damit auch die Bildqualität.
    Die Grafikkartentreiber verfügen meist über Werkzeuge und Erweiterungen für die Systemsteuerung. So wird die "NVIDIA Systemsteuerung" beim Installieren des NVIDIA-Treibers automatisch miteingerichtet. Mit diesem Werkzeug lässt sich die Auflösung der Bildwiederholfrequenz individuell einstellen und auch die Farben des Desktops lassen sich konfigurieren. Ähnliches gilt für die Desktop-Größe und die Position der einzelnen Elemente darauf. Zudem besteht die Möglichkeit, über "Video → Video Farbeinstellungen anpassen" dafür zu sorgen, dass die Helligkeit bei der Videowiedergabe den eigenen Wünschen entspricht. Unter "NVIDIA-Einstellungen" können per Schieberegler sehr feine Nuancen angepasst werden und über die Regler "Helligkeit" und "Kontrast" wird dann der Feinschliff vorgenommen.
  4. Scharfe Schriften erzeugen

    Es ist wichtig, dass die auf dem Bildschirm angezeigten Schriften klare Konturen aufweisen und scharf sind. Sollte dies nicht der Fall sein, muss zunächst die Auflösung angepasst werden (siehe Punkt 3). Windows stellt die Skalierung bei bestimmten Monitor-Modellen automatisch auf über 100 % ein, sodass diese besonders gut lesbar sind. Einige Programme kommen aber nur mit einer Pixeldichte von 96 DPI zurecht. Wenn in Windows ein höherer Wert eingestellt ist, führt das automatisch zu unscharfen Schriften. Bei Windows 8 können Sie über die "Bildschirmauflösung" und den Bereich "Texte und weitere Elemente vergrößern oder verkleinern" die Skalierung per Schieberegler individuell einstellen. Zudem gibt es den Befehl "Nur Textgröße ändern", mit dem Sie Einfluss auf die Titelleisten und die Symbole nehmen können. Unter Windows 10 befinden sich diese Anweisungen im Kontextmenü unter "Anzeigeeinstellungen → Erweiterte Anzeigeeinstellungen → Erweiterte Größenänderungen für Text und andere Elemente". Nicht zuletzt finden Sie in der Systemsteuerung den Bereich "ClearType", in dem Sie über "ClearType anpassen → ClearType aktivieren" einen Assistenten aufrufen können.

Der Umgang mit dem Monitor unter Linux

Wer mit Linux arbeitet, sollte üblicherweise die ideale Monitorauflösung geboten bekommen, da entsprechende Systeme die verwendete Grafikkarte und den Monitor erkennen und die passenden Einstellungen auswählen. Allerdings gibt es einige Notebooks, bei denen nicht per Tastenkombination auf die Helligkeit Einfluss genommen werden kann. Bei einer fehlerhaften Wiedergabe von Videos oder zu langsamer Spielwiedergabe sollte der optimale Treiber ausgewählt und installiert werden.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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