Antivirus: Diese Bonus-Programme sichern Ihren Computer

Antivirus: Diese Bonus-Programme sichern Ihren Computer
Viele Antivirenhersteller bieten neben ihren Produkten noch weitere Bonus-Programme, die Ihren Computer schützen sollen.
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Antivirus: Diese Bonus-Programme sichern Ihren Computer

Viele Antivirenhersteller bieten neben ihren Produkten noch weitere Bonus-Programme, die Ihren Computer schützen sollen.

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In Sachen IT-Sicherheit kennen sich die Antivirenhersteller bestens aus. Dieses Fachwissen fließt oft in Bonus-Tools, mit denen ein PC zusätzlich geschützt werden kann.

Neben den bekannten Antivirenprogrammen und Tools zur Internetsicherheit entwickeln die Antivirenhersteller immer wieder nützliche Bonusprogramme, mit denen ein Höchstmaß an Sicherheit beim Surfen im Internet erreicht werden kann. Allerdings werden solche hilfreichen Tools oft schwer auffindbar auf den Websites der Hersteller platziert. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Bonusprogramme der Antivirenhersteller vor, damit Sie deren Vorteile für sich nutzen können.

Das sind die zehn besten Bonus-Programme, die Ihren Rechner sichern sollen:

  1. Mit einem Sicherheitsbrowser Viren und Datendieben keine Chance lassen

    Von Avira gibt es einen Sicherheitsbrowser, mit dem das Surfen im Internet besonders sicher wird. Der Browser mit dem Namen " Avira Scout" basiert auf dem Open-Source-Browser Chromium, der auch die Grundlage von "Google Chrome" bildet. Er kostet nichts. Das Tool punktet mit einer schnellen und leistungsstarken Performance. Außerdem hat Avira kleine Sicherheitsextras hinzugefügt, zu denen zum Beispiel eine Filterfunktion zählt, mit der gefährliche Websites erkannt und unschädlich gemacht werden können. Zudem sorgt das Feature "Sicheres WiFi" für eine automatische Nutzung dieser Option überall dort, wo verschlüsseltes Surfen möglich ist. Cyberkriminelle werden daran gehindert, Verbindungsdaten auszulesen und somit Login-Infos zu erbeuten. Diese Funktion erfolgt über HTTPS Everywhere, eine Chrome-Erweiterung, die auch unabhängig von Avira Scout in verschiedenen Browsern genutzt werden kann. Nicht zuletzt verfügt Avira Scout über einen Trackingschutz, der zum Beispiel Cookies von Werbenetzwerken entfernt.

    Fazit: Für sicheres Surfen im Internet ist Avira Scout ein nützliches Tool. Der Sicherheitsbrowser vereint die Vorteile von Chromium mit Zusatzfunktionen des Antivirenherstellers und ist somit rundum zu empfehlen.
  2. Mit Webseitenfiltern sicher im Internet unterwegs

    Wer auf seinen bisher genutzten Browser nicht verzichten möchte, kann mit " BitDefender TrafficLight" zumindest für einen optimalen Schutz vor gefährlichen Websites sorgen. Das ist zwar ein Grundmerkmal vieler Sicherheitsprogramme, doch nicht alle schöpfen das volle Potenzial dieser individuellen Schutzmöglichkeit aus. Wer sich auf ein reines Antivirentool beschränkt, erreicht durch einen Webseitenfilter ein Plus an Sicherheit. Der BitDefender TrafficLight kann als Chrome- und Firefox-Erweiterung genutzt werden. Das Tool scannt jede Website, die besucht wird, auf Malware. Wird eine schädliche Software gefunden, hat das nicht die Blockierung der ganzen Website zur Folge, sondern es wird nur die beschädigte Teilkomponente unschädlich gemacht. Die Seite kann bei umfassendem Schutz also weiterhin genutzt werden. Ein solcher zusätzlicher Schutz ist heutzutage sehr wichtig, da Malware immer häufiger in Werbebannern versteckt wird.

    Fazit: Dieses Tool dient dazu, gefährliche Websites zu blockieren sowie gefährliche Komponenten innerhalb von sicheren Seiten aufzuspüren und unschädlich zu machen. Damit bewegen Sie sich deutlich sicherer im Netz.
  3. So wehren Sie sich gegen manipulierte USB-Sticks

    Einige USB-Sticks sind in der Lage, sich als Tastatur zu tarnen. Mit " G Data USB Keyboard Guard" werden solche Machenschaften aufgedeckt und die betreffenden USB-Sticks blockiert. Diese Sicherheitslücke an der USB-Schnittstelle wurde von den SRLabs ausfindig gemacht. Sie konnten einen USB-Stick so manipulieren, dass er sich beim Einstecken als ein USB-Standardgerät - in diesem Fall als Tastatur - ausgab. Daraus folgt, dass weder die Windows-Schutzmaßnahmen noch die zusätzlich installierten Sicherheitstools eine Prüfung der Anweisungen dieses Gerätes veranlassen. Somit ist es für den USB-Stick leicht möglich, bösartige Programmcodes zu übertragen und das System nachhaltig zu schädigen. Allerdings ist bei dieser Technik eine direkte Verbindung zum Rechner notwendig, da der Angreifer den schadhaften USB-Stick zunächst anschließen muss. Ebenso ist es möglich, den PC-Besitzer selbst dazu zu veranlassen, den gefährlichen Stick anzuschließen. Privatanwender sind weniger gefährdet. Im Geschäftsbereich jedoch können auf diese Weise sensible Daten gestohlen oder Systeme zerstört werden.
    Mit dem G Data USB Keyboard Guard können sich Anwender vor solchen Angriffen schützen. Das Tool speichert alle bei der Installation vorhandenen USB-Geräte als harmlos ab. Wenn sich ein neues USB-Gerät als Tastatur anmelden möchte, verhindert das Tool dies und warnt den Nutzer. Klassische USB-Sticks können aber weiterhin ohne Einschränkungen eingesteckt und genutzt werden. Allerdings müssen Anwender damit leben, dass das Tool Werbung für den Hersteller macht.

    Fazit: Dieses Tool ist ein effizienter Schutz vor manipulierten USB-Sticks. Das ist für Firmen von deutlich größerer Bedeutung als für Privatanwender.
  4. Für Windows 10 gibt es ebenfalls Schutz vor verseuchten USB-Sticks

    Zu Zeiten von Windows XP wurden PC-Viren häufig via USB-Sticks verbreitet. Vor allem unter der Schadsoftware "Conficker" hatten Anwender stark zu leiden. Seit Windows Vista gibt es Anpassungen an den Autostartfunktionen für USB-Sticks. Eine optimierte Benutzerkontensteuerung kann zusätzlich Virenangriffe erschweren. Allerdings gibt es nach wie vor schädliche Programme, die sich über USB-Sticks ausbreiten können. Für alle, die häufig fremde USB-Sticks an den eigenen Rechner anschließen müssen, ist das Tool BitDefender USB Immunizer eine gute Wahl. Es ist in der Lage, den USB-Stick-Autostart vollautomatisch zu deaktivieren und die Geräte auf Wunsch zu immunisieren. Zu diesem Zweck wird eine sichere Autostartdatei geschrieben und auf dem USB-Stick abgespeichert. Diese Datei wird vor Veränderungen geschützt, und keine Autostartdatei kann durch einen Virus auf den Stick gelangen.

    Fazit: Mit diesem Tool wird die automatische Aktivierung von Viren auf einem USB-Stick verhindert. Das ist besonders wichtig, wenn fremde Sticks an den eigenen Rechner angeschlossen werden müssen.
  5. Den Internetbrowser zusätzlich absichern

    Mit dem Tool " Malwarebytes Anti-Exploit" werden bereits in der kostenlosen Version der Internetbrowser, dessen Erweiterungen und Java vor Viren geschützt. In der kostenpflichtigen Version wird dieser Schutz auf PDF-Programme ausgeweitet. So werden Viren daran gehindert, Sicherheitslücken in einer dieser Komponenten auszunutzen, und es bleibt genügend Zeit, ein Sicherheitsupdate zu entwickeln und zu installieren. Prinzipiell sollte ein Antivirenprogramm in der Lage sein, diese Aufgabe zu erfüllen. Da das in der Praxis aber häufig leider nicht der Fall ist, stellt dieses Tool eine empfehlenswerte Ergänzung dar. Die kostenpflichtige Version ist hingegen nur für ausgesprochen gefährdete Rechner sinnvoll.

    Fazit: Mit diesem Tool können der Internetbrowser und weitere Komponenten effizient vor Viren geschützt werden, die sich über Sicherheitslücken Zugriff zu einem Rechner oder zu einem System verschaffen wollen. Stark gefährdete PCs werden von Anti-Exploit profitieren.
  6. Den Windows-Rechner innerhalb von 60 Sekunden scannen

    Der " QuickScan" stammt von BitDefender und dient der Prüfung aktiver Programme. Hierbei punktet das Tool hauptsächlich mit seiner immensen Geschwindigkeit. Vor allem auf sehr alten Rechnern kann die Scanzeit die angegebenen 60 Sekunden etwas übersteigen. Dieses hohe Tempo wird besonders dadurch erreicht, indem das Tool nur prüft, welche Programme aktiv sind, und anschließend einen Abgleich mit einer Online-Datenbank durchführt.

    Fazit: Mit diesem Tool wird innerhalb weniger Sekunden festgestellt, ob ein aktives Programm eine Bedrohung darstellt. Es bietet sich als Ergänzung zum klassischen Antivirenprogramm an.
  7. Mit einem QR-Code-Scanner unsichere Links erkennen

    In einem QR-Code kann eine Vielzahl an Informationen enthalten sein. Oft werden aber nur Links zu bestimmten Websites darin untergebracht. Das bringt Smartphone-Nutzern den Vorteil, dass sie auf der Suche nach einer App nicht erst den Playstore oder die Website des Anbieters besuchen müssen. Es genügt, den QR-Code abzufotografieren, und schon gelangt man ans Ziel. Die gewünschte App wird direkt aufgerufen. Nach einem einzigen Klick beginnt bereits die Installation. Kriminelle nutzen solche Codes aus, um Nutzer auf gefährliche Websites zu locken. Diese Taktik kommt zwar selten zum Einsatz, dennoch sollte niemand blind einem beliebigen QR-Code vertrauen. QR-Code-Apps wie die von G Data sorgen in diesem Zusammenhang für Sicherheit. Das Tool prüft jeden QR-Code und gleicht die darin enthaltenen Links mit einer G Data-Datenbank ab, in der gefährliche Websites und Phishingsites enthalten sind.

    Fazit: Mit diesem Tool werden die Informationen eines QR-Codes geprüft, ohne dass diese dem Smartphone gefährlich werden können. Wird ein gefährlicher Link entdeckt, wird dieser automatisch blockiert.
  8. Antiviren-DVDs für den Ernstfall

    Von den meisten Anbietern werden kostenlose, bootfähige Antiviren-DVDs angeboten. Diese arbeiten meist mit Linux und einer grafischen Bedienerführung. Letztere sorgt dafür, dass die Virenscans fast wie unter Windows ablaufen. Damit die DVDs stets zuverlässig arbeiten, müssen regelmäßig Updates aus dem Internet gezogen werden. Bei einer bestehenden Verbindung zwischen Rechner und Internetrouter via Netzwerkkabel erfolgt dies automatisch. Bei WLAN-Verbindungen muss zunächst das dazugehörige Passwort im Netzwerkmanager hinterlegt werden. Immer wieder werden Tests durchgeführt, um herauszufinden, wie zuverlässig Antiviren-DVDs befallene PCs reinigen können. Besonders gut schneidet dabei stets die BitDefender Rescue CD ab. Wem der Verdacht aufkommt, der eigene Rechner könnte von Viren befallen sein, der sollte zu diesem Tool greifen. Alternativ kann die Kaspersky Rescue Disc 10 zum Einsatz kommen. Diese ist ebenfalls in der Lage, infizierte Systeme von Viren zu befreien. Die Dr. Web Live CD/DVD bietet zudem einen hilfreichen Registry-Editor, wie auch Windows einen hat. Mit diesem Feature kann die Windows-Registry auch dann noch bearbeitet werden, wenn ein Start von Windows nicht mehr möglich ist.

    Fazit: Antiviren-DVDs sind in der Lage, virenverseuchte PCs zu scannen und zu bereinigen. Sehr angenehm ist, dass sie meistens kostenlos sind.
  9. Onlinescanner bei Virenverdacht zum Einsatz bringen

    Wenn Sie meinen, Ihr Rechner sei virenverseucht, erhalten Sie mit einem Onlinescanner eine professionelle und nützliche Zweitmeinung. Das ist deutlich einfacher, als die teils komplizierten Antivirensysteme zum Einsatz zu bringen. Ein solcher Scanner arbeitet ganz autonom und führt zu keinerlei Problemen mit der Antivirensoftware. Dennoch erfolgt die Suche nach potenziellen Viren umfassend und gründlich. Das ist selbst bei sogenannten portablen Scannern der Fall, die für ihren Einsatz nicht erst installiert werden müssen. Es empfiehlt sich aber, beim Onlinescanner auf einen anderen Anwender als beim verwendeten Antiviren-Tool zu setzen. Wenn also auf einem Rechner BitDefender Internet Security zum Einsatz kommt, sollte ergänzend der ESET Online Scanner verwendet werden. Für andere Anwender kann hingegen der BitDefender Quick Scan eine gute Wahl sein.

    Fazit: Wer befürchtet, einen infizierten Rechner zu besitzen, sollte immer einen zweiten Scanner zum Einsatz bringen.
  10. Wie sicher ist der DSL-Router?

    Um Passwörter zu erbeuten, schrecken Viren vor keinen Tricks zurück. Einige sind beispielsweise in der Lage, die Einstellungen des DNS-Servers (Domain Name System) zu verändern. Ein solcher Server wird immer dann gebraucht, wenn mit dem eigenen Namen eine Website aufgerufen werden soll. Rufen Sie zum Beispiel die Website einer Bank auf, wird ein DNS-Server gefragt, welche die entsprechende IP-Adresse ist. Dabei lässt sich individuell definieren, welcher DNS-Server hierfür verwendet wird. In der Regel arbeiten Rechner im privaten Bereich mit den DNS-Server-Einstellungen des Routers. Das nutzen einige Viren aus, indem sie im Router einen eigenen DNS-Server eintragen. Dieser ist manipuliert und erlaubt es, den Anwender auf eine gefälschte Seite der Bank umzuleiten. Wenn auf einer solchen gefälschten Website Daten eingetragen werden, können diese von Kriminellen ausgelesen werden.
    Bei den wenigsten Virenschutzprogrammen kommt eine automatische Routine zur Prüfung der Router-Einstellungen zum Einsatz. Deswegen sollten diese Einstellungen regelmäßig vom Nutzer geprüft werden. Gute Unterstützung bietet das F-Secure Tool. Hier muss lediglich auf der Website "Überprüfen Sie Ihren Router" angeklickt werden, und schon werden die Einstellungen geprüft. Das Tool gibt anschließend genaue Auskunft darüber, welcher DNS-Server tatsächlich genutzt wird. Ist alles in Ordnung, wird Entwarnung gegeben.

    Fazit: Mit dem Onlinetool von F-Secure kann festgestellt werden, ob Kriminelle den Router manipuliert haben. Dadurch kann vermieden werden, dass der Nutzer auf Phishingseiten umgeleitet wird.

Praktische Sicherheitstools für Android

Mittlerweile gibt es auch für Android zahlreiche Sicherheitstools, auch wenn die Bedrohung für Smartphones lange Zeit nicht annähernd so groß war wie die für PCs. Bei einem bewussten Umgang mit Apps bestand früher kein Grund, eine Antiviren-App zu installieren. Die Bedrohung für Smartphones nimmt allerdings stetig zu. Immer häufiger sind Smartphones durch Schädlinge wie " HummingBad" gefährdet. In Zukunft könnten sich Antiviren-Apps daher lohnen. Die in der Basisversion kostenlose App Avira Antivirus Security ist in diesem Zusammenhang besonders empfehlenswert.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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