Unterwegs oder im Urlaub: So surfen Sie gratis im Internet

Unterwegs oder im Urlaub: So surfen Sie gratis im Internet
Mit den folgenden Tipps surfen Sie gratis im Internet, ohne das Datenvolumen des Smartphones anzugreifen.
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Unterwegs oder im Urlaub: So surfen Sie gratis im Internet

Mit den folgenden Tipps surfen Sie gratis im Internet, ohne das Datenvolumen des Smartphones anzugreifen.

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01.05.2017 - 10:52 Uhr

Wer nur hin und wieder ins Netz will, braucht keinen Internetvertrag. Mit den folgenden Tipps surfen Sie gratis im Internet, ohne das Datenvolumen des Smartphones anzugreifen.

Für regelmäßiges Surfen im Internet via PC ist ein DSL- oder Kabelanschluss ein Muss. In einigen Situationen will man aber nur zeitlich sehr befristet ins Netz. Das gilt zum Beispiel für Ferienwohnungen, Zweitwohnsitze, in denen man sich nur selten aufhält, oder für Hotels. Denn noch immer wird nicht von allen Unterkünften kostenloses WLAN angeboten. Wer sich für solche Situationen nicht extra einen Surfstick oder ein UMTS-Modul anschaffen möchte, hat noch andere Optionen, um ins Internet zu kommen. Beispielsweise kann das Tethering zum Einsatz kommen. Hierbei wird ein WLAN-Hotspot beziehungsweise ein Bluetooth-Hotspot auf dem Smartphone eingerichtet, über den dann ein Zugang zum Internet hergestellt werden kann. Allerdings schluckt diese Methode reichlich Datenvolumen des Mobilfunkvertrages. Wer also häufig via Tethering den PC ins Internet bringt, verfügt bald über kein Freivolumen mehr. Die Folge: Für den Rest des Monats kann mit dem Smartphone nur noch sehr langsam gesurft werden, oder es muss zusätzliches Datenvolumen gekauft werden. Da beide Aussichten wenig erfreulich sind, bietet sich eine andere Möglichkeit an, um in Ferienwohnungen oder in Hotels mit dem PC online zu gehen.

So können Sie kostenlos gelegentlich surfen

Als grundlegende Hardware für einen kostenlosen Zugang ins Internet wird ein altes Smartphone benötigt. Wichtig dabei ist, dass dieses Smartphone noch voll funktionstüchtig ist. Ergänzend wird eine SIM-Karte gebraucht, die von einigen Anbietern für 0 Euro erworben werden kann. Ein Beispiel für eine solche SIM-Karte ist die Netzclub-Karte von O2. Diese wird Interessierten auf Wunsch kostenlos zugeschickt und erlaubt kostenloses Surfen mit bis zu 7,2 Mbit/Sekunde für 100 Megabyte pro Monat. Es gibt keinerlei Gebühren wie Grund- und Freischaltgebühr sowie keinen Mindestumsatz. Finanziert wird dieser Service ausschließlich über Werbung. Wer eine solche Clubkarte nutzt, erklärt sich bereit, jeden Monat bis zu 30 Werbe-SMS oder Werbemails zu erhalten. Diese können geflissentlich ignoriert werden. Werbeanrufe werden hingegen nicht durchgeführt.

Nach vollständiger Verwendung der 100 Megabyte stehen nur noch 32 kbit/Sekunde zur Verfügung. Wer hingegen mit dieser Karte telefonieren oder Textnachrichten verschicken will, muss dafür bezahlen. Allerdings ist die Idee hinter der Karte, dass sie nur zum gelegentlichen Surfen verwendet wird und die Kommunikation über das eigentliche Smartphone abläuft. Wer wirklich nur hin und wieder ins Internet will und keine Videos ansehen oder Bilder downloaden möchte, wird mit den 100 Megabyte bestens auskommen. Beispielsweise lassen sich über den PC Mails bequemer beantworten als über das Smartphone und die neuesten Nachrichten checken. Ebenso ist es möglich, Kommentare in Foren oder sozialen Netzwerken zu hinterlassen.

Die Verwendung der Netzclub-Karte im Einzelnen

  1. Zunächst muss die Netzclub-Karte bei O2 bestellt werden.
  2. Anschließend wird die Karte in das alte Smartphone eingelegt und aktiviert. Sicherheitshalber sollten alle nicht mehr benötigten Dienste wie Mailkonten deaktiviert werden, da für alte Smartphones in der Regel keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung stehen.
  3. Aus demselben Grund sollte der Smartphone-Browser nicht geöffnet werden und ein Zugang zu Google Play ausschließlich über ein eigens zu diesem Zweck angelegtes Gmail-Konto erfolgen.
  4. Außerdem sollten auf dem Smartphone keine sonstigen Apps aktiviert oder neue installiert werden. Einzige Ausnahme ist ein Virenscanner, der für zusätzliche Sicherheit sorgt. Das gilt allerdings vorrangig für Android-Smartphones, da iPhones auch nach vielen Jahren noch mit Sicherheitsupdates versehen werden.
  5. Ähnliches gilt für alte Nexus-Smartphones, auch wenn hier die Sicherheitsupdates in der Regel nicht so lange bereitgestellt werden wie bei iPhones.
  6. Nachdem alle Vorkehrungen getroffen wurden, wird der Hotspot auf dem Smartphone eingerichtet.
  7. Anschließend wird das Smartphone mit dem PC verbunden, sodass dieser online gehen kann. Nach jeder Nutzung sollte das Smartphone direkt ausgeschaltet werden. Auf diese Weise wird kein zusätzliches Datenvolumen verbraucht, und auch Hacker haben keine Chance, auf das Gerät zuzugreifen.
  8. Eine weitere Möglichkeit, um Datenvolumen zu sparen, besteht in einer Deaktivierung der Bilderanzeige im Browser.

Im Test funktionierte der WLAN-Hotspot zuverlässig

Wir haben den Einsatz der Netzclub-Karte mit einem HTC-Desire- und einem Linux-Notebook getestet. HTC hat bereits vor vielen Jahren erstklassige Komponenten verwendet, sodass deren Smartphones auch nach vielen Jahren noch tadellos funktionieren. Sobald die 100 Megabyte Datenvolumen aufgebraucht waren, wurden wir von O2 mittels SMS darüber in Kenntnis gesetzt. Das hat im Test ebenfalls gut geklappt. Allerdings war danach an ein anständiges Surfen nicht mehr zu denken, weil der Datenverkehr extrem langsam wurde. Daher bietet sich dieses Vorgehen wirklich nur für ein zeitlich begrenztes Surfen an, bei dem wenig Datenvolumen gebraucht wird.

Bei dieser Methode sind allerdings zwei Aspekte zu beachten. Zum einen muss der Akku des alten Smartphones regelmäßig aufgeladen und das Gerät dann auch hin und wieder eingeschaltet werden, wenn es nicht als Hotspot genutzt werden soll. Sollte der Router des DSL-Zuganges plötzlich nicht mehr funktionieren, kann das Tethering über das Standard-Smartphone erfolgen. Alternativ ist ein Zugang über ein altes Smartphone mit Netzclub-Karte ebenfalls eine Möglichkeit zur Überbrückung. Zum anderen sollten Sie wissen, dass O2 Tethering über die Netzclub-Karte eigentlich untersagt. Bei einem so geringen Datenvolumen von 100 Megabyte dürfte das aber weder auffallen noch dem Unternehmen schaden. Es kann jedoch geschehen, dass die Karte gesperrt wird, wenn sie für Tethering verwendet wird. Das hat aber keinerlei finanzielle Nachteile zur Folge, da ja sowohl die Karte als auch der Zugang kostenlos sind.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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