Facebook entdeckt den Datenschutz

Facebook entdeckt den Datenschutz
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Facebook entdeckt den Datenschutz

 © Facebook

Künftig genießt der Datenschutz oberste Priorität bei Facebook – jedenfalls will es Mark Zuckerberg so. Wir zeigen, was sich bei dem sozialen Netzwerk ändern soll.

Die See wird rau

Inzwischen bläst Facebook aufgrund der Datenschutzskandale der letzten Monate und Jahre derart viel Gegenwind ins Gesicht, dass sich CEO Zuckerberg wohl dazu gezwungen sieht, die Notbremse zu ziehen - und zwar persönlich. In einem umfangreichen Blog-Post schreibt Zuckerberg darüber, dass er Facebooks Zukunft als Vorreiter in Sachen Datenschutz sieht. Unter anderem eine Verschlüsselung à la WhatsApp, weniger Status-Updates und ein verbesserter Schutz in Gruppen-Chats sind einige Ideen, die Facebooks Gründer derzeit hat.

Sicherheit, Verschlüsselung & Co.

Zuckerberg wird nicht müde, die in der Überschrift genannten Begriffe immer wieder in den Mund zu nehmen. Der Messenger und WhatsApp sollen in Zukunft die wichtigsten Mittel für die Kommunikation werden - und damit das funktioniert, sollen sie sicherer, privater und einfacher sein. Stärkere Verschlüsselungsmaßnahmen sollen dabei den Anfang darstellen.

Gleichzeitig räumt Zuckerberg auch Fehler in der Vergangenheit ein, denn ein besonders gutes Licht hätte Facebook beim Thema Datenschutz in den letzten Jahren nicht abgegeben. Ein radikaler Kurswechsel soll das insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe angeknackste Image aufpolieren. Öffentliche Netzwerke spielen nach wie vor eine große Rolle, doch die Sicherheit würde für die meisten Anwender eine inzwischen mindestens ebenso zentrale Position einnehmen. Einige der unbestreitbaren Erfolge von Facebook lässt auch Zuckerberg Revue passieren und lässt damit wissen, dass man in der Lage sei, neue Anreize für die Anwender zu schaffen.

Die fünf Säulen von Facebook

Zuckerberg sieht die Zukunft von Facebook auf fünf Eigenschaften basierend:

  • Abgeschottete digitale Bereiche sollen dazu dienen, zwischen zwei oder mehreren Personen eine Art der Kommunikation zu ermöglichen, deren Inhalte wirklich nur für diese Menschen zur Verfügung stehen - und niemanden sonst, also nicht einmal Facebook selbst.
  • Die von WhatsApp bekannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll etwa in den Messenger Einzug halten. Dadurch kann niemand nachvollziehen, was Menschen miteinander besprechen oder teilen. Das gilt auch dann, wenn diese Daten in die Hände Dritter gelangen - Verschlüsselung sei Dank.
  • Nachrichten sollen in Zukunft löschbar sein, sodass sie nicht potenziell bis in alle Ewigkeit auf den Servern von Facebook aufbewahrt werden. Nutzer können dabei automatisch Zeiträume spezifizieren, nach deren Ablauf Nachrichten automatisch von den Servern verschwinden.
  • Instagram, WhatsApp und Facebook lassen sich in Zukunft bei Bedarf verschmelzen, sodass nur noch ein Account notwendig ist, um über alle Dienste zu kommunizieren. Auch das geschieht auf freiwilliger Basis, die getrennte Nutzung der Accounts wäre also weiterhin möglich.
  • In Ländern ohne ausreichenden Schutz der Menschenrechte, des Datenschutzes oder der Meinungsfreiheit will Facebook in Zukunft Daten nicht länger als unbedingt notwendig speichern - um so den Regierungen vor Ort zuvorzukommen und Nutzer zu schützen.
Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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