Mit diesen 10 Tipps wird Ihr Smart Home sicherer

Mit diesen 10 Tipps wird Ihr Smart Home sicherer
Viele Smart-Home-Lösungen sind unsicher. Wir haben für Sie die zehn wichtigsten Punkte zusammengestellt, um vor Angreifern sicher zu sein.
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Mit diesen 10 Tipps wird Ihr Smart Home sicherer

Viele Smart-Home-Lösungen sind unsicher. Wir haben für Sie die zehn wichtigsten Punkte zusammengestellt, um vor Angreifern sicher zu sein.

© Fotolia.com/georgejmclittle
05.02.2018 - 11:23 Uhr

Smart-Home-Lösungen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit den folgenden zehn Tipps machen Sie Ihr Smart Home so sicher und zuverlässig wie möglich.

Smart Home ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, eine solche intelligente Lösung für die Steuerung der Heizung, die Kontrolle der Beleuchtung, die Steuerung der Alarmanlage oder für das Öffnen und Schließen von Garagentoren zu nutzen. Gerade weil Smart-Home-Lösungen so omnipräsent sind, ist es wichtig, bei ihrer Nutzung immer auch den Sicherheitsaspekt zu berücksichtigen.

Hierbei sind die folgenden zehn Tipps eine große Hilfe:

  1. Einsatz von Apps und Kennwörtern und die richtige Reaktion bei Verlust des Gerätes

    In den meisten Fällen steuert man sein Smart Home via Smartphone. Deswegen ist es wichtig, das eigene Handy bestmöglich abzusichern. So sollte sich das Smartphone automatisch sperren. Zudem sollten Sie ausschließlich sichere Passwörter und PINs nutzen. Es ist zum Beispiel wichtig, dass das Smartphone über die Funktion iPhone suchen wiedergefunden oder gelöscht werden kann. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich ein Finder oder ein Dieb das Smartphone zunutze macht, um Zugriff auf die Smart-Home-Funktionen zu erlangen. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie außerdem auf Apps aus unbekannten Quellen verzichten. Nur nach einem Jailbreak bietet das iPhone die Möglichkeit, Apps zu nutzen, die nicht aus dem App Store stammen. Wer sein Smartphone zur Steuerung des Smart Homes verwendet, sollte das jedoch auf keinen Fall tun. Denn jede App, deren Quelle nicht bekannt ist, stellt eine potenzielle Gefahr für die Sicherheit Ihres Smart Homes dar.

  2. Aus Standardkennwörtern sichere Kennwörter machen

    Wenn ein Gerät innerhalb des Smart Homes Verwendung finden soll, ist es dringend erforderlich, das Standardpasswort zu ändern. Das neue Passwort sollte sicher sein, also eine Mindestlänge aufweisen und unterschiedliche Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen umfassen. Für die Verwaltung der einzelnen Passwörter bieten sich Tools wie 1Password und KeePass an. Besonders wichtig ist, dass Sie jedem Gerät ein anderes Passwort zuweisen, damit jedes für sich optimal geschützt ist. Falls bei einem Gerät die Möglichkeit besteht, den Namen zu ändern, sollten Sie auch dies unbedingt tun.

  3. Sicherheit bei der Nutzung des WLAN

    Die meisten Nutzer stellen eine Verbindung zwischen ihren Smart-Home-Geräten und dem WLAN her. Deswegen sollten Sie bereits beim Kauf darauf achten, dass die Einstelloptionen des jeweiligen Gerätes so sicher wie möglich sind. Das bedeutet zum Beispiel, dass mindestens der Verschlüsselungsstandard WPA2 genutzt wird. Bei der Inbetriebnahme sollten Sie dann jeweils die höchsten Sicherheitseinstellungen auswählen.

  4. Stromversorgung bei Sicherheitsgeräten

    Einige Geräte innerhalb des Smart Homes haben ein größeres Sicherheitsrisiko als andere. Hierzu gehören zum Beispiel Kameras, Alarmanlagen, Bewegungsmelder und Funkschlösser. Solche Geräte ziehen in sehr vielen Fällen ihren Strom aus Batterien. Sind diese leer, funktioniert auch das entsprechende Tool nicht mehr. Deswegen muss die Batterieleistung der einzelnen Smart-Home-Komponenten unbedingt regelmäßig geprüft werden. Das funktioniert am besten, wenn die Steuerungs-App den Batteriestatus anzeigen und im Idealfall eine Benachrichtigung verschicken kann, sobald dieser einen vorgegebenen Wert unterschreitet. Die Einstellungsoptionen sollten Sie dabei so wählen, dass selbst bei leerem Batteriestand keine Sicherheitslücken entstehen. Apps, die den Batteriestatus nicht anzeigen, sind deshalb für den Einsatz in einem Smart Home kaum geeignet.

  5. Installation wichtiger Updates

    Alle Geräte im Internet of Things (IoT) arbeiten mit einer Software. Diese weist zum Zeitpunkt des Kaufs ein bestimmtes Stand auf, wird aber kontinuierlich von den Herstellern weiterentwickelt. Um stets bestmöglich abgesichert zu sein, sollten Sie Updates daher immer sofort herunterladen und installieren. Auf diese Weise entstehen Sicherheitslücken gar nicht erst oder können geschlossen werden. In vielen Fällen führen die betreffenden Geräte die vorhandenen Updates ganz automatisch durch. Falls möglich, sollten Sie diese Funktion unbedingt aktivieren. Das gilt natürlich auch für Smartphones, Tablets und Router, die ebenfalls das vorhandene Netzwerk nutzen. Besonders wichtig ist diese Funktion, wenn die jeweiligen Geräte über das Internet gesteuert werden können.

  6. Richtige Verwendung von Verschlüsselungen

    Jede Kommunikation zwischen Smart Home und Steuerungsgeräten sollte ausschließlich verschlüsselt erfolgen. Wenn ein Datentransfer unverschlüsselt durchgeführt wird, kann er nämlich ohne großen Aufwand abgefangen beziehungsweise abgehört werden. Um dies zu verhindern, sollten alle Komponenten die gewünschte Art der Verschlüsselung unterstützen. Bereits beim Kauf sollten Sie deshalb darauf achten. Somit müssen sowohl das Smartphone mit dem WLAN als auch der Router mit dem Smartphone verschlüsselt kommunizieren. Dasselbe gilt für alle weiteren Geräte, die innerhalb des Smart Homes und mit ihm kommunizieren.

  7. Smart-TV sicher machen

    Smart-TVs sind praktisch und bieten eine Vielzahl an Funktionen. Allerdings können sie auch ein Sicherheitsrisiko darstellen. Das liegt daran, dass in solchen Geräten Kameras und Mikrofone verbaut sind, über die das Smart Home angegriffen werden kann. Deswegen sollten ausschließlich die Funktionen des Smart-TV aktiviert sein, die auch tatsächlich verwendet werden. Ebenso entscheidend ist eine stete Installation aktueller Updates. Auf nicht unbedingt notwendige Apps oder Apps von unbekannten Anbietern sollten Sie verzichten, da diese ein Sicherheitsrisiko darstellen. Eine weitere Option zur Erhöhung der Sicherheit besteht darin, für den Smart-TV ein eigenes Gast-WLAN einzurichten.

  8. Rezensionen bei der Kaufentscheidung zurate ziehen

    Bevor Sie ein Smart-Home-Gerät kaufen, empfiehlt sich eine umfassende Recherche im Internet. Hier werden die Stärken und Schwächen der einzelnen Geräte aufgelistet, die Sie somit leicht miteinander vergleichen können. Vor allem die Sicherheitsaspekte sollten Ihre besondere Aufmerksamkeit finden. In Rezensionen werden häufig bekannte Sicherheitslücken vorgestellt und Möglichkeiten präsentiert, wie diese geschlossen werden können. Ebenfalls wichtig ist die Frage, ob der Hersteller eines bestimmten Tools dieses weiterentwickelt und regelmäßige Updates anbietet. Es ist immer besser, nicht allein auf die Aussagen eines Fachverkäufers zu vertrauen, sondern eine eigene, umfassende Webrecherche durchzuführen. Hierbei spielen die Themen Sicherheit, Sicherheitslücken und Updates eine besonders große Rolle.

  9. Geeignete Sicherheitseinstellungen wählen

    Die Einstellungsoptionen der einzelnen Geräte sollten Sie sehr genau unter die Lupe nehmen. Aktivieren Sie die Sicherheitseinstellungen umfassend und wählen Sie die aktuellsten Sicherheitsoptionen aus. Beispielsweise lassen sich Schlösser automatisch sperren, wenn die darin enthaltene Batterie leer ist. Ebenso können Sie sich immer dann benachrichtigen lassen, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt. Wird eine Funktion nicht gebraucht, sollten Sie diese deaktivieren. So stellt dieser Bereich kein Sicherheitsrisiko dar. Wollen Sie zum Beispiel nicht von außen auf Ihr Smart Home zugreifen, wäre ein komplettes Blockieren von Online-Zugriffen ratsam.

  10. Eigenes WLAN sicherer machen

    Egal, ob sich in einem WLAN Geräte des IoT befinden oder nicht, das Netzwerk sollte immer nach besten Kräften abgesichert werden. Zum Beispiel sollten Sie unbedingt im Router die WPA2-Verschlüsselung aktivieren. Um den Zugriff Unbefugter auf das WLAN zu verhindern, nutzen Sie die MAC-Adressenfilterung und sperren Sie neue WLAN-Geräte. Soll ein Besucher dagegen Zugang zum WLAN erhalten, dann empfiehlt sich die Einrichtung eines Gast-Zuganges. Wenn zusätzlich die Kennung des WLAN nicht gesendet wird, kann es von Unbefugten nahezu nicht gefunden werden.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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