Mit Funksteckdosen das Smart Home koordinieren

Mit Funksteckdosen das Smart Home koordinieren
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Mit Funksteckdosen das Smart Home koordinieren

© AVM

Mit Funksteckdosen lassen sich zahlreiche Funktionen eines Smart Homes nutzen und steuern. Mit den folgenden Tricks gelingt das besonders einfach und günstig.

Um Berührungspunkte mit einem Smart Home zu schaffen und sich mit dessen grundlegenden Funktionen vertraut zu machen, sind Funksteckdosen eine sehr gute Methode. Diese tragen vielfältige Namen und heißen beispielsweise auch Zwischenstecker, Smartplugs oder intelligente Steckdosen. Funksteckdosen werden in die Steckdosen im eigenen Zuhause gesteckt und mit einem Gerät verbunden. Das können beispielsweise eine Lampe oder eine Kaffeemaschine sein. Im Außenbereich kann zudem eine Teichpumpe über eine solche Steckdose betrieben werden.

Vorteile von Funksteckdosen

  • geringer Stromverbrauch
  • hohe Sicherheit
  • umfassende Kontrolle über die Geräte im Haushalt
  • hohe Flexibilität
  • hoher Komfort

Funksteckdosen sind keine Schaltzeituhren

Funksteckdosen sind eine Weiterentwicklung von Zeitschaltuhren, gleichzusetzen sind sie mit diesen jedoch nicht. Eine Zeitschaltuhr schaltet Geräte zu festgelegten Zeiten ein und aus, um so Geld zu sparen. Sie bringen allerdings den Nachteil mit sich, dass das Ein- und Ausschalten immer exakt zur selben Tageszeit passiert. Verbrecher, die ein Haus beobachten, um einzuschätzen, ob sich jemand darin befindet, können also leicht Zeitpläne erstellen, wann das Licht an- und ausgeht und wie lange es brennt. Wenn die Zeiten, in denen die Lampen ein- und ausgeschaltet werden, zu regelmäßig sind, erkennen die Verbrecher, dass ihnen nur vorgespiegelt werden soll, dass jemand zu Hause ist. Entsprechend können sie relativ unbesorgt zu Werke gehen.

Ein weiterer Nachteil von Zeitschaltuhren ist, dass sie Geräusche von sich geben. Nutzer hören somit ein Ticken, was insbesondere im Schlafzimmer unangenehm ist. Außerdem fehlt es solchen Zeitschaltuhren an Flexibilität. Die Nutzer haben keine Möglichkeit, zu verhindern, dass ein Gerät eingeschaltet wird, auch wenn sich ihre Ankunft zu Hause verzögern sollte. Auf diese Weise wird der Geldspareffekt ad absurdum geführt und es entstehen unnötige Kosten.

Andersherum haben auch die Zeitschaltuhren keine Möglichkeit, Nutzern Meldung zu machen, wenn eine Störung vorliegt oder ein bestimmtes Ereignis eintritt. Das ist zum Beispiel bei neuen Geräten mittels Push-Nachrichten möglich. Nicht zuletzt sind Zeitschaltuhren sehr einseitig. Sie dienen ausschließlich dem Ein- und Ausschalten von Geräten, bieten aber keine Zusatzfunktionen. So kann beispielsweise weder der Stromverbrauch damit gemessen noch die Temperatur angezeigt werden. All diese Nachteile sind bei Funksteckdosen nicht gegeben, weswegen sie sich im Alltag bereits weitestgehend durchgesetzt haben.

Klassische Funksteckdosen

Funksteckdosen und Zeitschaltuhren können in nahezu jedem Baumarkt gekauft werden. In einigen Fällen ist eine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten, die die Handhabung des Geräts vereinfacht. Allerdings befindet sich mit einer solchen Fernbedienung dann ein zusätzliches Gerät in der Wohnung, das Platz einnimmt. Um das zu verhindern, stellen viele Anbieter eigene Apps bereit, mittels denen die Funksteckdosen gesteuert werden können. Somit benötigen Nutzer nur ihr Smartphone für die Steuerung und können bei Bedarf Geräte ganz unterschiedlicher Hersteller mit nur einem Tool ansprechen und kontrollieren.

Um die Funktionen eines Smart Homes einmal zu testen, sind klassische Funksteckdosen geeignet, ihr Leistungsspektrum ist jedoch begrenzt. So können sie weder von unterwegs aus gesteuert noch mit anderen Geräten im Smart Home verbunden werden. Sie arbeiten somit für sich und verdienen daher den Namen "Smart" eigentlich nicht. Deswegen empfiehlt sich eher der Einsatz von Zwischensteckern, die vom Smartphone aus kontrolliert werden können.

Unterschiedliche Arten von Funksteckdosen

Funksteckdosen können auf ganz unterschiedliche Weise in einer Wohnung genutzt werden. So besteht bei einer Renovierung die Möglichkeit, sie als Unterputz-, Überputz- oder Aufputz-Varianten einzusetzen. Hierdurch wird eine größtmögliche Flexibilität und Individualität erreicht. Für Menschen ohne ausgeprägte handwerkliche Fähigkeiten bieten sich hingegen Zwischenstecker an. Diese werden einfach in eine vorhandene Steckdose gesteckt und können unmittelbar genutzt werden. Handwerkliches Können ist somit nicht notwendig. Gerade für Mietwohnungen bietet sich eine solche Lösung an, da Renovierungsarbeiten hier nicht ohne Einschränkungen möglich sind. Dieser Artikel beschäftigt sich daher mit Funksteckdosen und Zwischensteckern für bereits vorhandene Steckdosen.

Diverse Varianten stehen zur Auswahl

Zu nahezu allen Smart-Home-Geräten gibt es die passenden Zwischenstecker. Diese werden jedoch auf jeweils andere Weise in das System eingebunden und bieten ein jeweils anderes Funktionsspektrum. Einige Varianten sind per WLAN an den Router gekoppelt und können dann über das Smartphone gesteuert werden. In einem solchen Fall sparen die Nutzer sehr viel Geld, da weder eine Basisstation angeschafft werden muss noch Stromkosten für die Basisstation eingeplant werden müssen. Ein solches Modell eignet sich daher für alle, die intelligente Steckdosen einsetzen wollen, ohne weitere Funktionen und Features zu benötigen.

Andere Modelle funktionieren hingegen nur mit einer sogenannten Smart Home Basisstation, die auch als Smart Home Steuerzentrale oder Smart Home Hub bezeichnet wird. Solche Funksteckdosen kosten in der Anschaffung deutlich mehr. Diese Mehrkosten lohnen sich nur dann, wenn Funktionen benötigt werden, die über die reine Steckdose hinausgehen. Hierzu gehört beispielsweise die Kontrolle über Bewegungsmelder, Heizthermostate, Rauchmelder oder Überwachungskameras.

Eine gewisse Sonderfunktion nehmen hierbei die Zwischenstecker von AVM ein. Sie benötigen zwar ebenfalls eine Basisstation, diese muss in den meisten Fällen allerdings nicht extra gekauft werden. Denn bei diesen Modellen wird die Fritzbox als Basisstation verwendet. Auf ähnliche Weise arbeitet auch Homekit von Apple. Dort können ein Apple TV oder ein iPad als Basisstation verwendet werden. Um diese Lösung nutzen zu können, müssen daher das Apple TV oder das iPad immer eingeschaltet sein. Zudem kann das iPad nur als Hub für das Homekit dienen, wenn es mit der jeweiligen Steckdose verbunden ist. Für die Datenübertragung werden hierbei Dect ULE oder Z-Wave verwendet. Bei zahlreichen Modellen ist es jedoch so, dass die Verbindung zum Router mittels WLAN hergestellt wird.

Der Einsatz von Zwischensteckern bei Sprachassistenten

Grundsätzlich ist Es möglich, Zwischenstecker per Sprachassistent anzusprechen und zu steuern. Hierfür müssen die Anbieter ihren Steckern jedoch einen speziellen Skill zur Verfügung gestellt haben. Für Alexa bietet Amazon ein entsprechendes Smartplug an. Alternativ haben Nutzer die Möglichkeit, die Steckdosen in Apple Homekit anzumelden und sie dann über Siri zu steuern.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass sich die unterschiedlichen Systeme nicht immer unterstützen. So bietet AVM etwa nicht die Möglichkeit, auf Homekit, Amazon Echo, Google Home oder Cortana zuzugreifen. Als Grund hierfür werden Sicherheitsbedenken angegeben. Andere Lösungen können hingegen ohne Einschränkung mit Amazon Echo oder Google Home verwendet werden. Hierzu gehört beispielsweise Homematic. Für Apple Homekit gibt es ebenfalls Lösungen wie Qivicon und Elgato. AVM bietet zudem noch eine ganz besondere Lösung. Der Zwischenstecker aus dem eigenen Haus kann mittels Händeklatschen gesteuert werden.

Strom sparen dank intelligenter Steckdosen

Ein Vorteil intelligenter Steckdosen besteht darin, dass sie den Stromverbrauch senken. Allerdings funktionieren sie nur dann, wenn sie selbst Strom zur Verfügung haben. Wie viel Strom eine solche Steckdose benötigt, hängt sehr stark vom Hersteller und vom Modell ab. Deswegen sollte beim Kauf sowohl auf den Stromverbrauch der Steckdosen im Standby-Modus als auch im tatsächlichen Betrieb geachtet werden. Einige Modelle zeigen an, wie viel Strom sie selbst und die an ihnen angeschlossenen Geräte verbrauchen. Solche Modelle sind Varianten ohne eine vergleichbare Funktion vorzuziehen.

Funksteckdosen: Lohnenswerte Modelle

Im Folgenden ist eine Auswahl ganz unterschiedlicher Funksteckdosen zu finden, die sich für eine große Zahl von Einsatzgebieten eignen. Einige Modelle sind Basisvarianten, die sich für den Einstieg in die Welt des Smart Homes und Funksteckdosen eignen. Bei anderen handelt es sich um fortgeschrittene Modelle, die viele Zusatzfunktionen bereitstellen. Für solche speziellen Steckdosen muss in der Regel aber mit höheren Anschaffungs- und Betriebskosten gerechnet werden.

  1. Fritz Dect 200 und 210 von AVM

    Damit die Fritz Dect 200 und 210 genutzt werden können, wird zunächst eine Verbindung mit einer Fritzbox hergestellt. Eine Anschaffung lohnt sich daher nur, wenn sich eine Fritzbox in der Wohnung befindet. Mit einer solchen Fritzbox können sehr viele Features und Vorteile dieser beiden Funksteckdosen genutzt werden, ohne dass hierfür eine separate Basisstation zur Verfügung stehen muss. Somit sparen sich Nutzer dieser Variante sowohl die Anschaffungskosten einer Basisstation als auch die für den Betrieb der Basisstation anfallenden Stromkosten. Außerdem ist bei dieser Variante ein Gerät weniger im System, sodass auch weniger Fehlerquellen vorliegen.

    Die Geräte, die mit diesen beiden Funksteckdosen verbunden werden, können entweder zu bestimmten Zeiten automatisch oder per Hand ein- und ausgeschaltet werden. Das ist sowohl über das Web-Frontend der Fritzbox als auch über die My-FRITZ-App möglich. Außerdem steht eine Steuerung über das Fritzfon zur Wahl. Ganz grundsätzlich ist es möglich, die Funksteckdosen mittels Händeklatschen zu steuern, allerdings hat sich diese Funktion während verschiedener Testläufe als nicht sonderlich zuverlässig erwiesen.

    Des Weiteren verfügen die beiden Funksteckdosen über zusätzliche Features wie ein Thermometer und auch der Stromverbrauch der Geräte selbst kann gemessen und eingesehen werden. In den Zwischenstecken befindet sich zudem ein Mikrofon, das eine Steuerung mittels Geräuschen erlaubt. Ebenso ist eine Steuerung über den Bewegungsmelder der Deutschen Telekom möglich. Nutzer können die Tools also ganz nach Belieben einsetzen und auf die persönlichen Vorlieben anpassen.

    Fritz DECT 200 und 210 sind sich grundsätzlich sehr ähnlich, allerdings ist die 210er Variante outdoorfähig. Sie ist spritzwassergeschützt und kommt folglich mit ganz unterschiedlichen Witterungsbedingungen zurecht. Ferner kann sie mehr Leistung aufnehmen, sodass sie auch mehr Ampere verträgt. Außerdem ist es möglich, verbundene Geräte mit der Powerline-Steckdose Fritz Powerline 546E zu steuern. Diese arbeitet im Unterschied zur Fritz DECT 200 und 210 via WLAN und nicht mittels ULE. Die Tools von AVM sind aktuell weder mit dem Apple Homekit noch mit Amazon Alexa kombinierbar.

  2. Smart Plug von Amazon

    Die Funksteckdose aus dem Hause Amazon heißt Amazon Smart Plug. Ihre Bedienung erfolgt nicht mittels Web-Frontend im Browser oder per Telefon, sondern über Sprachbefehle an den Sprachassistenten. Um die Steckdose nutzen zu können, werden weder ein Alexa-Skill noch eine Basisstation benötigt. Die einzige Voraussetzung ist ein funktionierender WLAN-Router.

    Für die Sprachbefehle an die Funksteckdosen können ganz unterschiedliche Geräte wie ein Amazon Echo, ein Fire TV oder die Alexa App genutzt werden. Auch Geräte anderer Hersteller können dafür verwendet werden, solange sie Alexa-fähig sind. Die Einrichtung des Amazon Smart Plug erfolgt aber ausschließlich über die Alexa App. Genutzt werden kann die Funktion jedoch auch über andere Alexa-fähige Geräte. Dank der Alexa App stellt auch die Nutzung von unterwegs überhaupt kein Problem dar.

    Der erste Schritt bei der Einrichtung besteht darin, den Smart Plug in der Alexa App hinzuzufügen. Anschließend muss der QR Code eingescannt werden, der sich auf der Rückseite des Smart Plugs befindet. Jetzt ist es möglich, ihn mit dem WLAN zu verbinden, wobei allerdings ausschließlich 2,4 Gigahertz WLAN-Netzwerke genutzt werden können. Nach der Einrichtung kann die Funksteckdose über den Befehl "Alexa, schalte Steckdose ein" aktiviert werden. Eine Aktivierung oder Deaktivierung per Hand ist ebenso möglich.

    Von Haus aus werden die Funksteckdosen als "Erste Steckdose" bezeichnet. Das Wort "Erste" wird allerdings nur dann gebraucht, wenn parallel verschiedene Smart Plugs zum Einsatz kommen. Die Änderung des Namens ist jederzeit unter "Einstellungen" möglich. Ein Vorteil der Funksteckdosen ist eine LED-Leuchte, die sich an der Vorderseite befindet. Außerdem ist hier ein Schalter zum Ein- und Ausschalten des Geräts vorhanden.

    Bei seinen Funksteckdosen setzt Amazon auf Funktionalität, weswegen das Design sehr einfach gehalten ist. Von der Größe her sind die Funksteckdosen etwas größer als die Fritz DECT 200. Zu beachten ist, dass der Amazon Smart Plug nicht spritzwassergeschützt ist und deswegen nicht im Außenbereich verwendet werden kann. Zudem können höchstens zehn Ampere aus dem Gerät geholt werden. Ein Nachteil des Geräts ist, dass der Amazon Smart Plug nicht den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte misst und ausgibt. Das ist ein deutlicher Nachteil gegenüber anderen Funksteckdosen.

    Eine Festlegung für Zeiträume, in denen Geräte aktiviert sein sollen, ist beim Smart Plug nicht möglich. Um eine vergleichbare Funktion zur Verfügung zu haben, müssen mehrere Timer zum Einstellen und Deaktivieren genutzt werden. Allerdings ist es möglich, mit dem Smart Plug verschiedene Routinen zu nutzen. Hierdurch können beispielsweise mehrere Geräte geschaltet werden, sodass morgens etwa das Licht angeht, Kaffee gekocht und das Lieblingslied abgespielt wird. Falls es einmal notwendig sein sollte, die Werkseinstellungen des Smart Plugs wiederherzustellen, muss lediglich der Einschaltknopf an der Funksteckdose 12 Sekunden lang gedrückt werden. Eine Unterstützung anderer Tools wie Siri, Google Assistant oder Cortana bietet der Amazon Smart Plug nicht. Außerdem liegen keine USB-Ports vor, über die weitere Geräte angeschlossen werden könnten.

  3. Eve Energy

    Die heute unter dem Namen Eve Energy bekannte Funksteckdose trug früher den Namen Elgato. Sie kann mit dem Apple Homekit kombiniert werden und dient dazu, Geräte ein- und auszuschalten sowie deren Stromverbrauch zu messen. Bei einer Verbindung mit Homekit ist eine Steuerung über Siri möglich. Um Daten an das iPhone oder iPad zu senden, wird Bluetooth Smart verwendet. Zwar liegt kein Thermometer vor, dafür können vom Hersteller Thermometer und Hygrometer als Zubehör erstanden werden.

    Für die Steuerung der Funksteckdose können sowohl die App als auch ein iOS-Gerät oder Siri verwendet werden. Das Gerät bietet eine Schaltleistung von 11 Ampere und 2500 Watt. Ein Vorteil des Geräts ist, dass die Funksteckdose anhand des iPhones erkennt, wenn die Nutzer nach Hause kommen. Entsprechend können bestimmte Geräte unmittelbar aktiviert werden, sodass es beispielsweise bei der Ankunft angenehm warm in der Wohnung ist. Außerdem ist es möglich, von unterwegs auf die Funksteckdosen zuzugreifen. Das ist über einen Apple TV oder ein zur Homekit-Basisstation umfunktioniertes iPad möglich. Die Verbindung zum iPhone erfolgt mittels iCloud. Über die App ist es dann möglich, Geräte ein und auszuschalten oder den Stromverbrauch zu kontrollieren.

  4. Homematic

    Die von der EQ-3 AG stammenden Funksteckdosen Homematic sind in der Lage, zu messen, wie viel Energie die mit ihnen verbundenen Geräte verbrauchen. Allerdings steht kein Thermometer zur Verfügung. Wer lediglich den Zwischenstecker betreiben möchte, braucht hierfür nicht die Homematic Zentrale CCU2. Stattdessen erfolgt die Steuerung über andere Homematic Geräte. Häufig möchte man bei einem Smart Home aber eine solche separate Nutzung umgehen. Dann ist es erforderlich, die CCU2 Zentrale zu verwenden, um die Geräte per App steuern zu können. Auch ein Fernzugriff ist nur auf diese Weise möglich.

    Um das volle Potenzial der Homematic Funksteckdosen nutzen zu können, ist es daher in der Regel nötig, zusätzlich in eine Basisstation zu investieren. Es lohnt sich zumeist nicht, so viel Geld auszugeben, wenn die Tools lediglich als Steckdosen verwendet werden. Wer dies möchte, kann zu Homematic IP greifen. Diese Tools sind cloudbasiert und brauchen daher keine CCU2 Zentrale für die Steuerung. Außerdem können die Homematic IP Steckdosen mittels Alexa gesteuert werden.

  5. Der Mydlink Wifi Smart Plug von D-Link

    Die Mydlink Wi-Fi Smart Plug Funksteckdosen von D-Link müssen zwingend mit dem heimischen WLAN verbunden sein, um funktionieren zu können. Über die WLAN-Verbindung ist es möglich, mittels Smartphone Zugriff auf die Steckdosen zu gewinnen. Über die Mydlink Home App, die kostenlos heruntergeladen werden kann, können die Steckdosen dann sowohl daheim als auch unterwegs bedient werden. Die Steckdosen bieten den Vorteil, dass sie mit Amazon Echo und Alexa ohne weiteres kombiniert werden können.

    Um die App nutzen zu können, ist es erforderlich, ein Mydlink-Konto zu besitzen. Das liegt daran, dass die Kommunikation zwischen dem Smart Home Gerät und dem mobilen Endgerät mittels Cloud geregelt wird. Das gilt sowohl dann, wenn die Nutzer unterwegs sind als auch wenn sie sich zu Hause befinden. Ein Smart Home Hub von D-Link ist für die Nutzung hingegen nicht nötig. Das liegt daran, dass das Tool über WLAN arbeitet. Die Verbindungen zwischen der Funksteckdose und der App kann über das WLAN leicht hergestellt und genutzt werden.

    Die DSP-W215 gehört zu den günstigen Funksteckdosen und kostet 30 €. Ein enormer Vorteil ist, dass sie auch ohne Basisstation genutzt werden kann. Sie eignet sich für alle Geräte, die höchstens 16 Ampere Strom benötigen. Zudem ist die Steckdose in der Lage, den Stromverbrauch zu messen, den die mit ihr verbundenen Geräte erzeugen. Ein Thermometer steht allerdings nicht zur Verfügung. Wenn allerdings Z-Wave-Komponenten verwendet werden sollen, die über keine eigene Stromversorgung verfügen, wird der Mydlink Home Connected Hub zwangsläufig gebraucht.

  6. Die HS110 WLAN-Steckdose von TP-Link

    Die HS110 WLAN-Steckdose von TP-Link wird mit dem WLAN verbunden und über die Kasa-App gesteuert. Das Tool bietet die Möglichkeit, Zeitpläne zu erstellen und zu messen, wie viel Strom die einzelnen Geräte verbrauchen. Für den Einsatz wird keine Basisstation benötigt und eine Steuerung mittels Amazon Echo und Google Home funktioniert einwandfrei. Falls gewünscht kann das Tool auch per Fernzugriff gesteuert werden.

  7. Die Smart-Home-Zwischenstecker von Bosch

    Bosch bietet einen Zwischenstecker an, der lediglich mit einem separaten Controller bedient werden kann. Das Tool dient dazu, Geräte mit einer Leistungsaufnahme von 3680 Watt oder weniger ein- und auszuschalten. Außerdem ist es in der Lage, zu messen, wie viel Strom das jeweilige Gerät verbraucht. Bosch bietet drei verschiedene Varianten für Smart Homes an, die auf die Themen Raumklima, Sicherheit und Heizung spezialisiert sind. Diese können dann durch die geeigneten Zwischenstecker ergänzt werden. Ebenso ist es möglich, einen solchen Zwischenstecker separat zu benutzen. Das empfiehlt sich allerdings nur bedingt, da die Modelle von Bosch ausgesprochen teuer sind.

    Vor der Nutzung muss zunächst eine Verbindung zwischen dem Smart Home Controller und dem WLAN Router hergestellt werden. Außerdem muss auch die Steckdose mit dem Controller verbunden sein. Anschließend kann die Bedien-App eingerichtet werden. In den meisten Fällen holt sich die App zunächst ein Firmware-Update, bevor sie einsatzbereit ist. Nach erfolgreich abgeschlossener Einrichtung kann eine Funksteckdose in der App hinzugefügt werden. Hierfür genügt es, mit der Smartphone Kamera den QR-Code abzufotografieren, der auf der Funksteckdose angebracht ist.

    Sobald dies geschehen ist, besteht jederzeit ein Zugriff auf die Funksteckdose mittels App. Hierfür ist es nicht nötig, sich im Heimnetzwerk zu befinden. Das bedeutet, dass die Zwischenstecker auch von unterwegs aus aktiviert und bedient werden können. Auf diese Weise erwartet die Nutzer zum Beispiel bereits ein warmer Kaffee, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen. Am Zwischenstecker ist leicht zu erkennen, wie viel Strom das angeschlossene Gerät verbraucht. Ein Mikrofon oder ein Thermometer sind allerdings nicht integriert.

  8. Wiser Plug

    Der Wiser Plug ist für 45 € zu haben und eignet sich zum Ein- und Ausschalten der angeschlossenen Geräte sehr gut. Außerdem kann das Tool dazu verwendet werden, den Wiser Heizthermostaten zusätzliche Funktionen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise ist es immer und überall möglich, Informationen zum jeweiligen Gerätestatus einzuholen. Ein weiterer Vorteil des Wiser Plug ist, dass sich durch ihn die Reichweite der Heizthermostate erhöht. Das Tool ist mit Alexa, dem Google Assistant und IFTTT kompatibel. Eine Schwierigkeit besteht darin, dass der Wiser Plug nur dann verwendet werden kann, wenn schon ein Wiser Smart Heizungssystem vorhanden ist. Somit ist die Anschaffung des Wiser-Starter-Kit zwingend erforderlich, um den Wiser Plug nutzen zu können.

  9. Der Wallplug-Z-Wave Zwischenstecker von Fibaro

    Der Wall Plug Z-Wave Zwischenstecker von Fibaro ist für alle geeignet, die sich für leuchtende Farben begeistern können. Das Tool verfügt über einen LED-Leuchtring, an dem der aktuelle Stromverbrauch abgelesen werden kann. Freunde heller Farben sind hiervon begeistert, andere empfinden das Dauerlicht jedoch als störend. Die Funksteckdose eignet sich für Geräte, die maximal 2500 Watt an Leistung benötigen. Zu beachten ist, dass das Gerät mit dem Z-Wave Protokoll arbeitet. Dieses kommuniziert mit den dafür passenden Gegenstellen an den Geräten. Um die Funksteckdose nutzen zu können, ist es daher erforderlich, eine Smart Home Basisstation zu besitzen.

  10. Der Smart Wifi Plug von iSmartalarm

    Die Bedienung dieser Funksteckdosen erfolgt komplett über eine speziell für iOS und Android entwickelte App. Um das Tool nutzen zu können, muss es zu Hause mit dem Heimnetzwerk verbunden werden. Anschließend kann der Zwischenstecker sowohl daheim als auch von unterwegs aus verwendet werden. Ein weiteres Feature des Tools besteht darin, den aktuellen Stromverbrauch zu messen. Somit haben Nutzer immer genau im Blick, wie viel Energie tatsächlich benötigt wird und ob Einsparpotenziale vorhanden sind.

  11. Das Smart Home System Qivicon von der Deutschen Telekom

    Die Firma Qivicon ist eine echte Größe in Sachen Funksteckdosen. Das Unternehmen stellt ganz unterschiedliche Modelle her, die ein jeweils anderes Funktionsspektrum besitzen. So sind einige Modelle in der Lage, eine Verbrauchsmessung vorzunehmen. Hierdurch haben die Anwender immer die volle Kontrolle darüber, wie viel Energie von dem jeweiligen Gerät geschluckt wird. Andere Varianten besitzen eine Dimmerfunktion. Hierdurch lässt sich das Licht zu Hause auf die individuellen Bedürfnisse anpassen. Ein entsprechendes Gerät ist aktuell für rund 50 € zu haben.

    Ein große Vorteil dieser Funksteckdosen besteht darin, dass sie auf Wunsch mittels Amazon Echo ein- und ausgeschaltet werden können. Das ist aber eher die Ausnahme. In den meisten Fällen kommt das Zigbee-Protokoll zum Einsatz, um die einzelnen Geräte zu bedienen. Außerdem ist zu beachten, dass für die Nutzung dieser Zwischenstecker die Qivicon Home Base zwingend gebraucht wird. Für diese fallen bei der Anschaffung zusätzliche Kosten an.

  12. Die EG-PMS2-WLAN Steckdosenleiste von Energenie

    Immer wieder kommt es vor, dass eine Steckdose allein für die Nutzung der diversen Geräte zu Hause nicht ausreicht. In solchen Fällen ist es hilfreich, eine Steckdosenleiste zur Verfügung zu haben. Im Bereich der Funksteckdosen wird ein entsprechendes Gerät von Energenie angeboten. Mit der EG-PMS3-WLAN Funksteckdose können mehrere Geräte parallel genutzt und geschaltet werden. Hierdurch gewinnen Nutzer eine größtmögliche Flexibilität im Einsatz.

    Die Steuerung der Leiste erfolgt mittels iOS oder Android und ist sowohl innerhalb des Heimnetzes als auch von unterwegs aus möglich. Vier der sechs verfügbaren Steckdosen können je nach Wunsch per LAN, WLAN oder das Energenie Web-Frontend gesteuert werden. Außerdem können individuelle Zeit- und Energieschaltungen vorgenommen werden. Hierdurch haben Anwender die Möglichkeit, die einzelnen Funksteckdosen auf ihren individuellen Bedarf hin anzupassen. Ein weiterer Vorteil an dem Gerät ist, dass es über einen Überspannungsschutz verfügt. Somit kann es nicht so leicht zu Beschädigungen oder einem Ausfall kommen.


Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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