Saugroboter im großen Test: Kaufberatung und Marktüberblick für das Jahr 2020

Saugroboter im großen Test: Kaufberatung und Marktüberblick für
das Jahr 2020
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Saugroboter im großen Test: Kaufberatung und Marktüberblick für das Jahr 2020

© iRobot

Wir geben Ihnen einen umfassenden Überblick über Saugroboter mit oder ohne App, Kamera, WLAN, Alexa und Lidar.

In diesem Artikel beschränken wir uns nicht auf die derzeit besten Saugroboter, auch mit Wischrobotern werden wir uns ausführlich beschäftigen. Wir haben eine komplette Marktübersicht zusammengestellt und die meisten dieser Modelle selbst ausführlich getestet. Außerdem möchten wir Sie bezüglich des Kaufs beraten und erklären Ihnen zusätzlich dazu Details zur modernen und smarten Technik, die in diesen praktischen Haushaltshelfern verbaut wurde.

Die besten Saugroboter im Test

  1. Mit oder ohne App: Samsung Powerbot VR7000

    Preis: ab etwa 250 Euro

    Dieses Modell gibt es sowohl mit als auch ohne App, die Variante ohne finden Sie unter der Bezeichnung Powerbot VR7000 VR1GM7010UW/EG. Der Hersteller hat sich einiges einfallen lassen und dieses Gerät mit einem speziellen Design versehen. 

  2. Unsere Preisempfehlung: Eufy Robovac 11S Max

    Preis: ab etwa 240 Euro

    Besonderheiten: Fernbedienung

    Robovac gehört zum chinesischen Eufy-Konzern, und mit diesem Modell ist ein relativ günstiger Einstieg in die Saugroboterwelt möglich. Allerdings hat der Hersteller auf jeglichen Schnörkel verzichtet, der Robovac 11S Max beschränkt sich auf seine Kernkompetenzen, also auf das Saugen des Untergrundes. Dabei ist das Gerät gründlich und leise, es kommt sogar mit höheren Teppichen zurecht. Die Bedienung ist intuitiv und damit gleichzeitig problemlos. Der Roboter kann - einmal aufgeladen - sofort in Betrieb genommen werden, es ist vermutlich nicht einmal notwendig, die Anleitung zu lesen. Falls Sie also einen Saugroboter suchen, der ohne Extras auskommt und in seiner Grundfunktion gute Ergebnisse liefert, dann sind Sie mit dem Robovac 11S Max ausgezeichnet beraten.

  3. Roborock S5 Max

    Preis: ab etwa 400 Euro

    Besonderheiten: Kombination aus Wisch- und Saugroboter, technisch mit dem S5 ident, wird mit App ausgeliefert, kann über Alexa gesteuert werden

    Laut Herstellerangabe ist der Roborock S5 Max mit einem Wassertank ausgestattet, der doppelt so groß wie der des Roborock S5 ist. Das Fassungsvermögen beläuft sich somit auf 290 Milliliter. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Fläche, die ohne Nachfüllung gereinigt werden kann, wesentlich über der des Vorgängermodells liegt. Zusätzlich dazu ist der Tank mit einer Wasserkontrolle ausgestattet, die es dem Nutzer ermöglicht, für jeden Raum individuelle Verbrauchswerte einzustellen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn in Ihrer Wohnung unterschiedliche Bodenbeläge, also zum Beispiel Parkett und Fliesen, verlegt wurden. Die Kontrolle erfolgt über die App, mit der Sie die Wassermenge und auch Zonen, in denen überhaupt nicht gewischt werden darf, festlegen. Allerdings wollen wir auch die einzige Schwachstelle des S5 Max erwähnen: Das Gerät kann nicht schrubben, das bedeutet, dass es hartnäckige Flecken nicht entfernen kann.

    Die anderen Funktionen sind identisch mit denen des Roborock S5, der Roboter ist 35,3 x 9,65 x 35 Zentimeter groß. Die Navigation in den Räumen wird durch einen Lidar-Sensor unterstützt, das bedeutet, dass das Gerät ziemlich flott unterwegs ist.

  4. Überzeugend im Test, ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis: Roborock S5

    Preis: ab etwa 320 Euro

    Besonderheiten: feucht wischen und saugen, Steuerung über App, Kommandos per Alexa, Lidar-Sensor

    Mit diesem Saugroboter erwerben Sie ein Gerät, das nicht nur leise, zuverlässig und schnell saugt, sondern auch den Boden feucht aufwischt. Der S5 kann intuitiv über eine App bedient werden.

  5. Solide im Test: Roborock S6

    Preis: ab etwa 480 Euro

    Besonderheiten: kombiniert wischen und saugen, Steuerung per App, Lidar-Sensor, erstellt Karte der Wohnung

    Der Roborock S6 wird mit einem Aufsatz ausgeliefert, mit dem feucht gewischt werden kann. In dem Aufsatz wurde ein Tank platziert, der mit Wischwasser aufgefüllt wird. Dann müssen Sie nur noch das Wischtuch einspannen, und schon können Sie das Gerät auf den Weg durch Ihre Wohnung schicken. Der Ablauf beim Wischen ist identisch mit dem beim Saugen. Der S6 erstellt eine Karte, indem er zunächst den Raum mittels Lidar erfasst. Die Reinigung erfolgt dann sowohl leise als auch flott. Allerdings sollten Sie die Feuchtwischfunktion nur als Zusatzfeature sehen, denn wenn die Verschmutzung etwas fester anhaftet, kann der Roboter sie nicht entfernen.

  6. Schickes Design: Eufy Robovac L70 Hybrid

    Preis: ab etwa 500 Euro

    Besonderheiten: Kombination aus Wisch- und Saugroboter, Steuerung per App oder Alexa, mit LidarGoogle Assistant, erstellt Karte der Wohnung

    Der Robovac L70 Hybrid aus dem Hause Eufy kann aufgrund der Lidar-Funktion zuverlässig und schnell die Wohnung saugen und wischen, die Bedienung erfolgt dabei wahlweise per App, Alexa oder Google Assistant. Die Optik hat uns gut gefallen, allerdings tut sich der Robovac L70 Hybrid mit Räumen, in denen höhere Teppiche liegen, schwer.

  7. Erkennt unterschiedliche Etagen: Ecovacs Deebot Ozmo 950

    Preis: ab etwa 480 Euro

    Besonderheiten: Lidar, saugen, feucht wischen, Steuerung per App oder Alexa, speichert maximal zwei Grundrisse

    Beim Deebot Ozmo 950 handelt es sich um das Spitzenmodell der Saug-Wischroboter aus dem Hause Ecovacs. Eine besondere Stärke liegt darin, dass das Gerät verschiedene Stockwerke sowohl kartografieren als auch getrennt voneinander reinigen kann. Die anderen Funktionen sind identisch oder ähnlich wie die des - ebenfalls getesteten - Ecovacs Deebot Pro 930: Der Lidar erfasst zunächst die Umgebung und erstellt im nächsten Schritt die virtuelle Karte. Dann beginnt die Reinigung, die entweder für den ausgewählten Raum oder für die ganze Wohnung durchgeführt wird. Das Gerät arbeitet präzise und schnell, die Wohnung kann von dem Roboter auch feucht gewischt werden. Bedienung und Programmierung erfolgen über eine App, die direkte Bedienung am Gerät ist ebenso möglich. Falls Sie die App nutzen, können über diese Bereiche, in denen nicht gereinigt werden soll, festgelegt werden. Wahlweise ist der Roboter auch in der Lage, die Wohnung feucht zu wischen. Sie bedienen, überwachen oder programmieren den Roboter komfortabel per App, er kann aber auch direkt über das Display am Gerät kommandiert werden.

  8. Handsauger und Roboter gleichzeitig: Ecovacs Deebot Pro 930

    Preis: etwa 570 Euro

    Besonderheiten: feucht wischen und saugen, Lidar-Sensor, Steuerung über Alexa oder App

    Der Ecovacs Deebot Pro 930 ist ein Multifunktionsgerät: Er kann wischen und saugen, zusätzlich dazu kann er als Handstaubsauger verwendet werden. Falls Sie keinen Handstaubsauger benötigen, dann können Sie diesen Roboter auch ohne bestellen.

  9. Neato Botvac D7 Connected

    Preis: ab etwa 420 Euro

    Besonderheiten: Lidar-Sensor, Steuerung per App oder Alexa

    Dieser Roboter kann nicht nur per App gestartet werden, zusätzlich dazu können Sie ihm befehlen, nur genau definierte Wohnbereiche zu reinigen und andere auszulassen. Die Wohnung wird laserbasiert kartiert, dieses Gerät dient übrigens als technische Grundlage für den Vorwerk Kobold VR200/300. Der Botvac D7 kann auch über Alexa gesteuert werden.

  10. iRobot Roomba 606 und 671

    Preis: der Roomba 606 kostet etwa 200 Euro

    Der Roomba 606 beziehungsweise 671 von iRobot zählt zu den Einsteigermodellen des renommierten Herstellers. Während der Roomba 606 nur per Tastendruck bedient wird, kann der Roomba 671 über eine App gesteuert werden. Unterstützung durch Lidar oder Kamera gibt es keine, gereinigt wird nach dem Chaos-Prinzip. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, der Roboter kann hervorragend saugen. Er benötigt dafür aber länger als seine besser ausgestatteten, smarteren Kollegen.

  11. Pfiffig, teuer und mit Cleanbase: Der Roomba i7+/iRobot Roomba 980

    Preis: etwa 600 Euro

    Besonderheiten: Steuerung per App, Kamera, Kartenerstellung

    Bis vor Kurzem war dieser Roboter das Spitzenmodell in seiner Klasse. Die Walzen sind wartungsfreundlich, die Steuerung erfolgt per App, das Gerät kann mit dem Heim-WLAN verbunden werden und erstellt eine virtuelle Reinigungskarte.

  12. Mit KameraMiele Scout RX2 Home Vision

    Preis: etwa 650 Euro

    Besonderheiten: Steuerung per App, Kamera, Kartenerstellung

    Der RX2 Home Vision verfügt über eine tolle Zusatzfunktion in Form einer integrierten Überwachungskamera. Sie können sich also stets ein Livebild aus Ihrer Wohnung am Smartphone oder Tablet ansehen und überprüfen, ob daheim alles in Ordnung ist, wenn Sie im Büro oder sogar mehrere Tage nicht vor Ort sind. Das Gerät ist sozusagen eine smarte, rollende und reinigende Überwachungskamera, die für Sicherheit und gleichzeitig auch für Sauberkeit sorgt.

Vor- und Nachteile von Saugrobotern

Die Preisspanne ist gewaltig: Sie können für einen modernen Staubsaugroboter weniger als 200 Euro oder mehr als 1.000 Euro bezahlen. Wir haben für Sie die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen zusammengestellt. Es gibt eine große Auswahl bezüglich der Ausstattung: Sie finden Geräte mit WLAN, mit App, mit Karten, mit optimierter Hinderniserkennung und sogar mit integrierter Überwachungskamera, mit Sperren für bestimmte Räume, mit automatischen Updates oder mit Alexa-Support. In unserem Testportfolio befanden sich die wichtigsten aktuellen Saugroboter. Nachfolgend finden Sie nun unsere Eindrücke und Testergebnisse, die Ihnen als Grundlage für Ihre Entscheidung vor dem Kauf dienen sollen.

Saugroboter: Auf diese Details müssen Sie beim Kauf achten>>

Der große Überblick: smarte und leistungsstarke Saugroboter, ausführlich getestet

Wenn es um zuverlässige und schnelle Reinigung geht, ist der Robovac L70 Hybrid eine gute Wahl. Das Gerät kann sowohl per App als auch mittels Sprachbefehl sehr zuverlässig bedient werden. Die Saug- und Wischleistung ist optimal, das Gerät bietet ein ausgezeichnetes Gesamtpaket zu einem Preis, der sich sehen lassen kann.

Diese Saugroboter halten Ihr Heim sauber:

Der Roborock S6 ist der Nachfolger des S5 und bietet - ähnlich wie schon der Vorgänger - ein gutes Verhältnis zwischen Leistung und Preis. Er reinigt mit hoher Geschwindigkeit und ist dabei angenehm leise. Der Roboter kann verschiedene Räume unterscheiden und auch leicht in Betrieb genommen werden. Die App ist übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Leider hat der Roborock S6 mit Teppichkanten Probleme, und mitunter übersieht er die eine oder andere Verunreinigung. Auch für die Reinigung unter niedrigen Möbeln ist er wenig geeignet, da das Gehäuse des Roborock S6 relativ hoch ist.

Der Roomba 980 ist das Spitzenmodell von iRobot, dem Pionier auf dem Gebiet der Saugroboter. Das Gerät reinigt schnell, gründlich und leise. Dabei findet es zielsicher seinen Weg, berührt nur selten Möbelstücke und kann mehrere Räume auf einmal saugen. Der Roomba 980 ist in der Lage, Statusnachrichten zu versenden, aufgrund der Konstruktion mit Gummiwalzen ist er gleichzeitig wartungsarm. Das Gerät erstellt Übersichtskarten, an denen es sich dann bei der Reinigung orientiert. Leider hat dieser Roboter mit hohen Teppichen Probleme und ist sehr teuer. Die Bedienung kann sowohl manuell als auch mittels App über WLAN, über Alexa oder nach einem festen Zeitplan erfolgen. Unser Fazit: Der Roomba 980 ist ein Highend-Gerät, das auch seinen Preis hat.

Kobold findet mit dem VR200 die richtige Antwort auf die Konkurrenz aus Fernost oder den USA. Der Roboter kann höhere Teppiche überwinden und reinigt dabei leise, schnell und gründlich. Der VR200 verschickt Statusnachrichten und saugt mehrere Räume auf einmal, außerdem ist er günstiger als der direkte Konkurrent von iRobot. Die Software-Updates sind leider relativ umständlich. Der VR 200 kann manuell, per Fernbedienung, per App, mit Alexa oder nach einem festen Zeitplan gesteuert werden. Unser Fazit: Der VR 200 ist ein ausgezeichneter Roboter, der sich gut in Räumen orientieren kann.

Die Basis für das eben vorgestellte Gerät bildet der Botvac D7 Connected, der von Neato hergestellt wird. Der D7 reinigt extrem schnell und trotzdem gründlich, er findet sich gut in den Räumen zurecht, wobei gewisse Bereiche gesperrt werden können. Beim Reinigen werden Übersichtskarten erstellt, und diese Fähigkeit beinhaltet sogar unterschiedliche Stockwerke. Auch der D7 kann Statusmeldungen absetzen, Updates erfolgen Over-the-Air mittels WLAN. Leider ist der Roboter im Betrieb deutlich zu hören. Die Bedienung erfolgt per App, Zeitplan, Alexa oder manuell. Unser Fazit: Der D7 ist im Highend-Bereich das führende Modell.

Auch Samsung hat den Markt für Saugroboter entdeckt und den VR7000 Powerbot WiFi auf den Markt gebracht. Das Gerät, das sich zielsicher in der Wohnung bewegt, reinigt sowohl schnell als gründlich. Leider ist es etwas laut, auch mit hohen Teppichen hat der Saugroboter Probleme. Die Bedienung erfolgt - wie bei fast allen vorgestellten Modellen - entweder manuell, mit einer Fernbedienung, per App, nach einem fixen Zeitplan oder über Alexa.

Mit dem Miele Scout RX2 Home können Sie sowohl für Sauberkeit als auch für Sicherheit sorgen: Das Gerät ist mit einer Kamera ausgestattet, das Livebild können Sie sich am Smartphone anzeigen lassen. Uns hat außerdem gut gefallen, dass der RX2 Home schnell reinigt. Die Kopplung mit dem WLAN ist etwas umständlich, die Steigfähigkeit könnte ein wenig besser sein. Unser Fazit: Es handelt sich um ein solides Gerät, das mit der Smartphone-Kopplung und mit höheren Kanten seine Schwierigkeiten hat.

Der Roborock S5 verbindet Leistung und smarte Extras mit einem günstigen Preis. Die schnelle und gute Reinigung hat uns beeindruckt, das trifft auch auf die Lautstärke und die Kletterfähigkeit zu. Die übersichtliche App sorgt für eine komfortable Bedienung, und Zusatzfeatures wie Karten oder Zonenreinigung erleichtern die Handhabung. Google Assistant und Alexa werden aktuell nur in englischer Sprache unterstützt, an einem Update, das bald zur Verfügung stehen soll, wird gearbeitet. Die Reinigung unter niedrigen Möbeln ist für den S5 nur schwer möglich, da das Gehäuse dafür zu hoch ist.

Der Ecovacs Deebot Pro 930 vereint drei Funktionen: Er kann saugen, wischen und gleichzeitig als Handstaubsauger dienen. Die Idee finden wir gut, sie ist auch neu. Die Saugleistung ist in Ordnung, die Bedienung über die kostenlose App ist problemlos möglich. Im Betrieb ist der Deebot Pro 930 angenehm leise, er kann sogar in einem Durchgang wischen und saugen. Leider ist das Gehäuse sehr hoch, das bedeutet, dass es Probleme gibt, sobald unter Möbeln, die niedrig sind, gereinigt werden soll. Die Leistung des Handstaubsaugers könnte besser sein, ist aber als ausreichend zu bewerten.

Das müssen Sie über Saugroboter wissen

  1. Smart ist teuer

    Es ist aus anderen technischen Bereichen durchaus bekannt, dass sich der Umfang der Features finanziell auswirkt. Das ist bei Saugrobotern nicht anders, denn Kamera, Laser oder Anbindung an das WLAN erhöhen den Preis. Die finanzielle Spannweite resultiert also nicht aus der Reinigungsleistung der einzelnen Geräte, sondern aus den zusätzlichen Funktionen. Der einzige Unterschied diesbezüglich ist, dass smarte Geräte schneller arbeiten als herkömmliche, weil sie mit Sensoren ausgestattet sind, die ihnen die Orientierung erleichtern. Sie verrichten also ihre Arbeit in geordneten Bahnen, während die nicht-smarten Kollegen die Reinigung nach dem Chaosprinzip vornehmen.

    Weitere Unterschiede gibt es bei der Kletter- und Steigfähigkeit, wobei sich Kobold und der Rooma 620 diesbezüglich auszeichnen. Es ist durchaus logisch, dass ein niedriger Saugroboter leichter unter Schränken oder Betten reinigen kann als ein hoher. Wenn das Gerät mit einer Kamera oder einem Laser ausgestattet ist, wirkt sich dies direkt auf die Bauhöhe aus, da das zusätzliche Feature Platz benötigt. Vor dem Kauf sollten Sie also auch auf diesen Punkt achten.

    Die Geräuschentwicklung ist ein weiteres Thema: Der Miele Scout RX2, der Roborock S5 sowie der Vorwerk Kobold VR 200/300 verfügen über einen Silent-Modus. Das bedeutet, dass diese Geräte für die abendliche oder nächtliche Reinigung bestens geeignet sind. Unser Tipp: Machen Sie den Test beim Händler, lassen Sie die Geräte, für die Sie sich interessieren, ein paar Runden drehen und hören Sie genau zu, bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden.

  2. Wenn es nur ums Saugen geht, wird es billiger

    Wenn für Sie nur die Reinigungsleistung und nicht die -dauer ausschlaggebend ist, dann sind Sie schon mit etwa 200 bis 300 Euro dabei. Diese Modelle reinigen genauso gründlich wie jene jenseits der 1000-Euro-Marke, als Beispiele können wir den iRobot Roomba 615 oder das Vorgängermodell Roomba 620 empfehlen. Dieser ist möglicherweise mittlerweile als Gebrauchtgerät auf den einschlägigen Plattformen günstig zu erstehen. Auch bei Discountern können Sie fündig werden und ein neues Gerät zum kleinen Preis kaufen.

    Ein Tipp noch zum Roomba: Die Akkus, die einem natürlichen Verschleiß unterliegen, können getauscht werden. Falls Sie handwerklich begabt sind, können Sie bei diesem Modell sogar kleinere Reparaturen selbst vornehmen. In unserem Testlabor haben wir den Roomba 620 vollständig zerlegt und gesäubert - danach lief er wieder einwandfrei. Falls Sie Zubehör für den Saugroboter benötigen, kann dieses günstig im Internet gekauft werden.

    Und noch einen Spartipp haben wir für Sie: Hin und wieder können Sie bei Metro preisgünstige Roomba-Modelle kaufen, vorausgesetzt, Sie haben die Metro-Karte und somit Zutritt zu den Märkten. Falls das nicht der Fall sein sollte, fragen Sie im Bekanntenkreis nach - Sie werden sicher eine Möglichkeit finden. Noch ein Hinweis: Auch der günstigste Saugroboter findet von selbst zur Aufladestation zurück, die "Coming-Home-Funktion" ist also kein Alleinstellungsmerkmal besonders teurer Geräte, sondern mittlerweile Standard.

    Falls Sie Allergiker sind, sollten Sie auf den Hepa-Filter achten. Beim Roomba i7+ kommen Sie mit Staub praktisch nicht in Berührung, da Sie den Behälter nicht entleeren müssen. Der Roborock S5 wischt die Wohnung feucht und sorgt so dafür, dass die Belastung durch Pollen und Hausstaub sinkt.

  3. Modelle mit Wischfunktion

    Eine kleine Auswahl der vorgestellten Modelle verfügt über eine integrierte Wischfunktion. Dabei ist allerdings zu unterscheiden, ob feucht oder trocken gewischt wird. Jedenfalls ist es notwendig, den Wasserbehälter regelmäßig zu entleeren, da sonst unangenehme Gerüche entstehen können. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Wassertank abnehmbar ist, denn nur so können Sie vermeiden, dass sich Restwasser sammelt und olfaktorisch bemerkbar macht, wie es vor einigen Jahren beim iRobot-Modell Scooba der Fall war.

  4. Wenn Geld keine Rolle spielt - smarte FeaturesModelle mit Cleanbase

    Der innovative Roomba i7+ von iRobot ist in Deutschland seit Februar 2018 erhältlich. Da das Gerät den Schmutzbehälter selbsttätig leeren kann, müssen Sie sich nie wieder die Hände schmutzig machen. Außerdem reinigt er schneller als sein Vorgänger, der Roomba 980. Er kann dahingehend programmiert werden, dass bestimmte Räume öfter gereinigt werden als andere. Diese Vielfalt an Innovation hat natürlich ihren Preis: Der unverbindliche Verkaufspreis lag bei Markteinführung bei 1.199 Euro, mittlerweile ist der Roboter aber günstiger erhältlich. Ein Schnäppchen ist er aber nach wie vor nicht.

  5. Teamwork unter Robotern

    Der Roomba S9+ ist in der Lage, mit dem Braava Jet M6 zusammenarbeiten. Die Technik, die dahintersteckt, nennt sich Imprint-Link. Zunächst dreht also der Roomba saugend seine Runden, und wenn er zum Aufladen pausieren muss, kommt der Kollege an die Reihe und wischt die Räume, die noch nicht gereinigt wurden.

  6. WLAN und Apps

    Moderne Saugroboter ab etwa 200 Euro können per App gesteuert werden und verfügen über einen WLAN-Anschluss. Das bedeutet, dass Sie den Roboter von jedem Ort der Welt aus starten und in gewissem Maße überwachen können. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie müssen das Gerät nicht schon beim Verlassen der Wohnung oder sogar während Ihrer Anwesenheit aktivieren, der Roboter kann ungestört (und ungehört) seine Arbeit verrichten. Wenn Sie nach Hause kommen, ist alles erledigt und Sie können sich an Ihrer funkelnden Wohnung erfreuen. Überraschender Besuch hat sich angekündigt? Kein Problem - Sie drücken am Smartphone auf "Start", und Ihr Zuhause ist sauber, wenn die Gäste eintreffen. Zusätzlich dazu hält Sie die App über den Fortschritt und den aktuellen Status auf dem Laufenden, sie kann mitunter sogar eine Karte Ihrer Räume anfertigen. Falls der Roboter Unterstützung benötigt, weil er beispielsweise an der Teppichkante hängengeblieben ist, erhalten Sie eine Push-Meldung auf das Handy.

    "App" bedeutet aber nicht zwangsläufig "teuer". Nicht nur der Roomba 980, der etwa 1.000 Euro kostet, wird über das Smartphone gesteuert. Auch der 549 Euro teure Roomba 695 sowie der Roomba 895, der etwa 649 Euro kostet, ist mit dieser Funktion ausgestattet. Die notwendig iRobot-Home-App gibt es sowohl für iOS als auch für Android. Sie kann kostenlos heruntergeladen werden.

    Beim Roomba i7+ kann die Planung ebenfalls über eine App erfolgen, wobei eine Historie angelegt wird, um alle Schritte nachvollziehen zu können. Dieses Modell hat noch ein weiteres, spezielles Merkmal, es fährt nämlich nicht nur zur Ladestation, um sich wieder aufzuladen, sondern auch, sobald der Behälter voll ist. Der Roomba dockt an, und im nächsten Schritt wird der Schmutz in die Cleanbase gesaugt. Nach etwa 30 Vorgängen muss die Base dann gereinigt beziehungsweise der Müllbeutel getauscht werden.

    Vorwerk setzt ebenfalls auf eine App, mit der der VR200/300 gesteuert werden kann. Das Tool ist intuitiv zu bedienen und sehr übersichtlich aufgebaut. Sie können damit den Akkustand prüfen, das Gerät starten oder den Reinigungsvorgang beenden. Zusätzlich dazu können Sie den Ecomodus aktivieren oder einen Zeitplan für die automatische Reinigung festlegen. Sobald der Vorgang abgeschlossen wurde oder abgebrochen werden musste, wird der User darüber informiert, wenn er das Senden von Nachrichten zugelassen hat.

    Praktisch ist auch die Kartenfunktion, über die Sie bei Modellen wie dem Neato Botvac D7 Connected, beim Kobold VR300 oder beim Roborock S5 festlegen können, wo genau der Roboter saugen soll. Physische Sperren werden dadurch überflüssig.

  7. Überwachungskamera auf Rädern

    Der Miele Scout RX2 Home Vision kann mit einer spannenden Zusatzfunktion aufwarten: Der Roboter ist mit einer Kamera ausgestattet, deren Bilder über WLAN direkt zur App am Smartphone übertragen werden.

  8. Star-Wars-Design und Steuerung per App

    Sie mögen Star Wars? Dann ist dieser Saugroboter von Samsung der richtige für Sie! Er gleitet im Darth-Vader-Design über den Fußboden. Sie können also den fiesen Bösewicht herumkommandieren, so, wie es Ihnen beliebt. Die Basis bietet der Samsung Powerbot VR700 VR1GM7030, der Darth-Vader-Zuschlag beträgt etwa 100 Euro. Ausschlaggebend dafür ist nicht nur das Design, sondern auch die Geräusche, die Ihnen aus den beliebten Science-Fiction-Filmen bestens bekannt sein dürften und die den Reinigungsvorgang effektvoll untermalen. Dieser Roboter ist für jeden Star-Wars-Enthusiasten das richtige Geschenk, vorausgesetzt, er hat eine Wohnung ohne Türschwellen und mit glattem Bodenbelag.

  9. Immer aktuell - Updates, Updates, Updates

    Wenn der Roboter mit einem WLAN-Modul ausgestattet ist, kann er in den meisten Fällen die Firmware aktualisieren. Das bedeutet, dass die Hersteller neue Funktionen ausliefern oder bestehende Probleme beheben können.

    Der Weg zur aktuellsten Software ist vom Hersteller abhängig und höchst unterschiedlich. In den meisten Fällen genügt es, eine WLAN-Verbindung aufzubauen und den entsprechenden Menübefehl auszuwählen. Allerdings gibt es ältere Modelle wie den Kobold VR200, bei denen das ohne manuellen Eingriff nicht funktioniert. Der User muss das Update zunächst herunterladen und dann auf einem USB-Stick speichern. Der Stick wird am Kobold angesteckt und der Updatevorgang manuell angestoßen. Für Smartphone-User klingt dies nach tiefster Steinzeit, und auch Vorwerk ist sich dessen bewusst: Das neueste Modell, der VR300, kann - so wie viele Konkurrenzmodelle - bereits über WLAN aktualisiert werden. Der deutsche Hersteller hat nämlich erkannt, dass er nicht immer das Rad neu erfinden muss und das US-Unternehmen Neato übernommen. Daraus resultiert gewaltiger Technologietransfer, den Vorwerk nutzen möchte, um gegen iRobot und dessen marktbeherrschende Roomba-Modelle in den Ring zu steigen. Der Deebot Pro 930 und der Roborock S5 können übrigens auch über WLAN aktualisiert werden.

    Ein grundsätzlicher Tipp: Es ist immer ratsam, das neueste Update zu installieren, denn nur dann verfügt Ihr Roboter über die aktuellsten Funktionen und wird sicherheitstechnisch auf den letzten Stand gebracht.

  10. Timer: Alles sauber, wenn Sie heimkommen!

    Sie müssen nicht selbst daran denken, den Saugroboter zu starten: Die Geräte können programmiert werden, das bedeutet, dass Sie im Voraus festlegen, an welchem Tag und zu welcher Zeit gereinigt werden soll. Sie müssen aber darauf achten, dass die Wohnung beziehungsweise der Fußboden frei von Hindernissen ist, damit der Saugroboter seine Tätigkeit ungestört ausführen kann. Falls Sie Kinder haben, kann dieser Punkt eine wahre Herausforderung darstellen. Die Funktion selbst ist nicht dem Luxussegment vorbehalten, sie ist heute auch bei den günstigeren Geräten durchaus schon Standard.

  11. Fernbedienung

    Je nach Hersteller ist eine Fernbedienung, mit der der Reinigungsvorgang auf Knopfdruck gestartet werden kann, beim Roboter dabei. Die Firmen Miele und Vorwerk statten die Geräte serienmäßig damit aus, und auch Medion hat bei seinem 100-Euro-Modell auf dieses praktische Zusatzfeature nicht verzichtet. Wir finden, dass eine Fernbedienung zwar nicht kaufentscheidend ist, aber dennoch eine nette Ergänzung darstellen kann.

  12. Intelligente Bedienung über IFTTT, Google Home, Alexa, Siri oder den Facebook-Chatbot

    Neato hat sich bezüglich intelligenter Bedienung und Smart Home sehr breit aufgestellt. Die Geräte können per App bedient werden, aber das ist heute nichts Außergewöhnliches mehr. Bemerkenswerter ist da schon, dass die Roboterstaubsauger per hauseigenem Neato-Chatbot oder über den Facebook-Messenger gesteuert werden können. Der Besitzer verbindet sich via Facebook mit dem Gerät und startet oder stoppt den Reinigungsvorgang per Chat. Natürlich ist es auch möglich, einfach nur den aktuellen Status abzufragen oder mit dem Kundendienst in Verbindung zu treten. Diese Funktion wird von den Modellen Neato Botvac Connected, Botvac D3 Connected und Botvac D5 Connected unterstützt. Falls Ihnen Facebook nicht so liegt, können die Neato-Modelle auch über Alexa gesteuert werden. Sie sagen Alexa einfach, dass der Neato zu saugen beginnen soll - und schon startet er mit dieser Tätigkeit. Klingelt zufällig das Telefon, sagen Sie "Alexa, der Neato soll eine Pause machen!", führen das Gespräch und aktivieren den Roboter danach mit einem Stimmbefehl wieder. Google Home ist zwar ebenfalls integriert, aber derzeit nur in den USA verfügbar.

    Das große Wissen, das sich Neato bezüglich Sprachsteuerung und Digitalisierung angeeignet hat, blieb nicht unentdeckt. Der deutsche Hersteller Vorwerk erkannte, wie wertvoll dieses Know-How ist und hat Neato vor kurzer Zeit gekauft. Die Nutzer profitieren davon, denn der Kobold VR200 kann mittlerweile per Alexa gesteuert werden. Auch iRobot wartet mit einer Innovation auf: Der Hersteller hat bei den Roomba-Modellen, die WLAN-fähig sind, die IFTTT-Steuerung nachgerüstet. Die Abkürzung steht für "If-this-than-that", die mitgelieferten Applets helfen dem User dabei, das Verhalten des Roboters so weit wie möglich zu automatisieren.

    Der Scout RX2 Home von Miele kommt mit Alexa ebenfalls bestens zurecht, der Deebot Pro 930 versteht sich sowohl mit Alexa als auch mit dem Google Assistant.

  13. Leiser, schneller, genauer

    Je teurer die Saugroboter sind, desto mehr Sensoren sind in ihnen verbaut. Neato, VorwerkRoborock und Ecovacs verwenden einen Lidar, der dem Roboter bei der Orientierung in der Wohnung hilft. iRobot nutzt eine Kamera, mit der eine Reinigungskarte erstellt wird, und Miele spart nicht am falschen Platz: Der deutsche Hersteller baut in seine Modelle sogar zwei Kameras ein. Dadurch werden die Geräte schneller und können zielgerichtet reinigen. Die teureren Roboter vermeiden Hindernisse, dadurch wird der Reinigungsvorgang leiser.

  14. Begrenzungen im virtuellen Raum

    Physische Sperren, mit denen gewisse Bereiche in der Wohnung von der Reinigung ausgeschlossen werden sollen, sind bei den Topmodellen nicht notwendig. Noch vor wenigen Jahren mussten für den Roomba "Virtual Walls" errichtet werden, die mittels Infrarotstrahlen die Grenzen bildeten. Kobold setzte diesbezüglich übrigens auf Magnetstreifen. Bei den aktuellen Modellen werden diese Sperren direkt auf der virtuellen Karte markiert, was für den Nutzer erhöhten Komfort bedeutet. Auch die Änderung der zu reinigenden Flächen ist ohne großen Aufwand möglich - die betreffenden Bereiche werden einfach auf der Karte markiert.

  15. Die gereinigte Wohnung auf der Karte

    Wie schon erwähnt, sind die smarten Modelle, also beispielsweise der Neato Botvac D7 Connected, der Miele Scout RX2 Home Vision, der Roomba 980, der Kobold VR200, der Ecovacs Deebot oder der Xiaomi Mi Vacuum Cleaner/Roborock S5/S6 schneller als ihre Kollegen, da sie Lidar-Sensoren oder Kameras nutzen, um eine Karte der Wohnung zu erstellen. Nach dieser Karte wird dann der Saugvorgang geplant und durchgeführt. Bei vielen Modellen können Sie direkt auf die Karten zugreifen und den Vorgang über die App steuern.

    Als Beispiel sei der Neato Botvac D7 Connected diesbezüglich näher vorgestellt: Er fertigt nach jeder Reinigung eine Karte an, die in Ihrer App dargestellt wird. Die Technik, die dahintersteht, wird "Neato Floor Planner Advanced Mapping- & Cleaning Technology" genannt. Im Entdeckermodus scannt das Gerät zunächst die Wohnung und erzeugt dabei einen Wohnungsplan. In diesem Wohnungsplan können Sie dann bestimmte Bereiche sperren oder wieder freigeben. Das bedeutet, dass physische Sperren nicht notwendig sind. Ähnliche Karten finden Sie beim Miele Scout RX2 Home Vision, beim Roomba i7+, beim Xiami Roborock S5 oder beim Kobold VR300.

  16. Unterscheidung von Stockwerken und Zimmern

    Wenn Sie sich für einen höherwertigen Roboter entscheiden, also beispielsweise für den Roborock S5/S6, den Kobold VR300 oder den Roomba i7+, dann können mehrere Zimmer oder die gesamte Wohnung auf einmal gereinigt werden. Beim i7+ ist es sogar möglich, dass die Grundrisse von verschiedenen Stockwerken gespeichert und abgearbeitet werden.

  17. Wie verhält es sich mit dem Wartungsaufwand?

    Die Geschwindigkeit von Reinigung und Wartung des Saugroboters ist von der Konstruktion der Aufnahmerollen abhängig. Beim Roomba 620 oder 605 sind diese so gebaut, dass sie nach längerem Gebrauch verfilzen und daher mühevoll gereinigt werden müssen. Bei den besseren Modellen wie dem Roomba 980, dem i7+, dem Roborock S5 oder dem VR200/300 sind diese Rollen deutlich pflegeleichter designt.

    Auch der Staubfangbehälter muss regelmäßig gereinigt werden, und das ist nicht immer ganz einfach. Wichtig wäre, dass sich der Nutzer nicht schmutzig macht und den Staub wieder in der Wohnung verteilt. Am mühelosesten funktioniert dies beim billigsten und ältesten Gerät, beim Roomba 620. Beim Nachfolger, dem Roomba 980, kann es leicht zu schmutzigen Fingern kommen. Der Roborock S5 hat einen Behälter, der leicht entleert werden kann, allerdings ist er relativ klein. Vorwerk setzt auf die pfiffige Idee, den Behälter mit einem normalen Staubsauger zu reinigen. Sie bleiben sauber, auch wenn die Vorstellung, für den Roboter ein herkömmliches Gerät zu benötigen, etwas grotesk wirkt, zumal ja der Durchmesser des Saugrohres mit der Öffnung des Behälters korrespondieren sollte.

    iRobot hat sich für den i7+ ein durchdachtes Konzept einfallen lassen: Sobald der Roboter zur Ladestation fährt, wird er an die Cleanbase angedockt, der Staub wird vollautomatisch in einen Müllbehälter gesaugt. Nach etwa 30 Vorgängen muss der Müllsack dann getauscht werden.

  18. Datenschutz - ein wichtiges Thema!

    Smarte Saugroboter können Sie in doppelter Hinsicht belasten: Zunächst müssen Sie einen höheren Preis bezahlen und gleichzeitig möglicherweise Einbußen beim Datenschutz, der Sicherheit oder sogar bei Ihrer Privatsphäre hinnehmen. Sobald das Gerät die Verbindung mit dem Internet hergestellt hat, können sich - zumindest in der Theorie - Hacker dafür interessieren. So wäre es möglich, dass unerwünschte Personen herausfinden, für welche Zeiten der Timer programmiert wurde. Im Umkehrschluss ließe sich somit feststellen, wann Sie nicht zu Hause sind und Ihnen Einbrecher ungestört einen Besuch abstatten könnten. Zusätzlich dazu wird Ihre Wohnung von den Kameras aufgezeichnet, der Hacker könnte erkennen, ob sich ein Besuch bei Ihnen überhaupt lohnen würde. Ein weiteres Problem könnten Attacken von Spannern sein, die Sie und Ihre Familie in ihrer Wohnumgebung ausspähen möchten. Und zu guter Letzt: Wenn Sie die passende App für Ihren Saugroboter installiert haben, erhält der Hersteller Daten über Ihr Nutzungsverhalten, die zwar grundsätzlich anonymisiert sind, aber dennoch mit wenig Aufwand genaue Rückschlüsse auf die Person, die das Gerät verwendet, zulassen. Sie denken, dass wir hier Schwarzmalerei betreiben? Dann sollten Sie wissen, dass iRobot laut einer Mitteilung plant, die Kartendaten, die mit dem Roomba 980 erstellt werden, an interessierte Unternehmen weiterzugeben, natürlich erst nach Zustimmung des Kunden. Wir hoffen, dass dies wirklich so ist. Gesundes Misstrauen ist - wie überall in diesen Bereichen - sicher kein Fehler.

  19. Die Testergebnisse von iRobot und Vorwerk

    Wir haben den Roomba 980 (iRobot) und den Kobold VR200 (Vorwerk) getestet, die zu diesem Zeitpunkt die bekanntesten smarten Roboter darstellen. Bei beiden Geräten konnte eine gute Reinigungsleistung festgestellt werden, allerdings gab es bei hohen oder dicken Teppichen durchaus Probleme. Wenn wir die Saugroboter direkt vergleichen, so bietet der VR200 mit etwa 750 Euro das bessere Ergebnis. Der Roomba 980 kostet etwa 1.000 Euro, er verfügt über einen Teppichsaugmodus, der aber leider deutlich hörbar ist.

    Unser Tipp: Schon um 450 Euro - statt 750 Euro - können Sie den Neato Botvac D85 kaufen, der dem Kobold ähnlich ist. Das Modell von Neato bildet sogar zum Teil die Basis für das Gerät von Vorwerk, da die Navigationssoft- und -hardware von Neato stammen. Die Reinigungs- und Saugfunktion wird von Vorwerk hingegen selbst entwickelt, wir haben die Unterschiede der beiden Geräte skizziert. Äußerlich besteht große Ähnlichkeit zwischen den beiden Modellen, auch wenn Vorwerk betont, dass der VR200 ein eigenständiges Produkt wäre. Auf eBay oder Amazon können Sie ältere Modelle zum moderaten Preis erstehen, ein Beispiel dafür wäre der Roomba 780.

  20. Roboter mit Feucht- oder Nasswischfunktion

    Staubsaugroboter sind hauptsächlich für trockene, harte Böden oder Teppiche geeignet, aufwischen können Sie mit diesen nicht. Wenn Sie aber auf dieses Feature nicht verzichten möchten, dann sollten Sie zum Scooba von iRobot greifen, der Steinböden und Fliesen wischen kann. Gleichzeitig sollen die Braava-Modelle, die den Fußboden mit feuchten oder trockenen Tüchern reinigen, nicht unerwähnt bleiben. Dies trifft übrigens auch auf den Roborock S5 zu.

  21. Vorbereitung der Wohnung

    Egal, ob Sie saugen oder wischen möchten, gleichgültig, ob Sie einen preiswerten oder einen teuren und smarten Roboter besitzen: Die Wohnung muss vorbereitet werden. Das bedeutet, dass weder Kleinteile noch Kabel am Boden liegen sollten, wenn Sie ein im ganzen Zimmer ein gutes Ergebnis erzielen möchten. Denken Sie daran, dass Haustiere dem neuen Zimmergenossen möglicherweise kritisch gegenüberstehen. Stühle oder andere Hindernisse sollten weggeräumt werden. Beobachten Sie Ihr neues Gerät während der ersten Fahrten, denn nur so werden Sie auf mögliche Problemzonen aufmerksam. Zu Beginn befinden Sie sich durchaus in einer Experimentierphase, und erst dann, wenn Sie alle störenden Gegenstände oder Möbelstücke entfernt und den Roboter einige Male bei seiner Arbeit beobachtet haben, können Sie Ihre Wohnung auch in Ihrer Abwesenheit reinigen lassen.

Ein kurzes Fazit

Ein Staubsaugroboter ist eine feine Sache, aber ersetzt den "klassischen" Staubsauger keinesfalls zur Gänze. Es gibt in jeder Wohnung verwinkelte Stellen, die der Roboter nicht erreichen kann und die Sie wohl oder übel manuell - beispielsweise mit einem Handstaubsauger - reinigen müssen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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