19 Tricks für die optimale Windows-Nutzung

Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich Windows individuell anpassen! Wir zeigen, wie das geht!
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Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich Windows individuell anpassen! Wir zeigen, wie das geht!

© Microsoft

Windows bietet die Möglichkeit, das System den Nutzerwünschen gemäß anzupassen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit kleinen Tricks das Optimum aus dem Betriebssystem herausholen.

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Microsoft weiß aufgrund seiner Erfahrungswerte, welche Bedürfnisse und Ansprüche ein Großteil seiner Nutzer an das Betriebssystem Windows stellt. Entsprechend liefert der Konzern das Betriebssystem mit den Voreinstellungen und Funktionen aus, die am beliebtesten sind. Das hat zur Folge, dass viele vorhandene Funktionen ungenutzt bleiben, weil sie den Anwendern unbekannt sind.

Einige dieser Funktionen sind schwer zu finden oder wurden bewusst von Microsoft deaktiviert. Das Ziel besteht darin, das Betriebssystem übersichtlich zu halten und unerfahrenen Nutzern die Möglichkeit zu geben, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und direkt mit Windows zu arbeiten. Die vorhandenen Grundeinstellungen machen dies möglich.

Was für Neulinge ein riesiger Vorteil ist, erweist sich für erfahrene Nutzer häufig als lästiges Hindernis. Entsprechend nehmen viele Anwender unter Windows zunächst Veränderungen an den Einstellungen des Windows-Explorers vor. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, alle Ordner und Dateien angezeigt zu bekommen und nicht nur die, die von Microsoft als relevant eingestuft werden. Auch im Bereich des Startmenüs und bei den Schnellzugriffen werden häufig Anpassungen nötig, um Windows individuell nutzen zu können.

Ebenso wichtig ist es, die Windows Einstellungen an die vorhandene Hardware anzupassen. Wer beispielsweise mit zusätzlichen Festplatten oder USB-Sticks arbeitet, um zum Beispiel Musik oder Videos speichern zu können, braucht spezielle Einstellungen für diese Tools. Wer die richtigen Konfigurationen wählt, holt das Beste aus den Laufwerken heraus und kann die Datenverarbeitung und -sicherung optimal durchführen.

Die folgenden Informationen zeigen, welche individuellen Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Die 19 Tipps beziehen sich auf die Windows 10 Version 1903. In vielen Fällen sind sie auch auf ältere Versionen anwendbar, allerdings sind die Namen und Bezeichnungen dann gelegentlich anders.

19 Tricks für ein besseres Windows

  1. So werden ausgeblendete Elemente sichtbar

    Kaum ein anderes von Microsoft vorinstalliertes Tool ist für die Verwaltung von Dateien so wichtig wie der Windows-Explorer. Mit ihm ist es unter anderem möglich, Dateien zu kopieren, zu verschieben oder ihnen einen neuen Namen zu geben. Ebenso können Ordner erstellt werden, in denen die einzelnen Dateien strukturiert und ordentlich aufbewahrt werden. Allerdings ist der Windows-Explorer zu weit mehr fähig als nur zu diesen Standardaufgaben. Den Nutzern muss aber immer klar sein, dass der tatsächliche Aufbau der Festplatte vom Windows-Explorer nur bedingt wiedergegeben wird.

    Längst nicht alle Elemente werden im Windows-Explorer angezeigt. Das würde eine große Unübersichtlichkeit bedeuten, die Microsoft vermeiden möchte. Für die meisten Nutzer ist es auch gar kein Problem, wenn bestimmte Elemente ausgeblendet sind. Für den Umgang mit persönlichen Dateien gibt es genügend Alternativen. Wenn allerdings Systemordner oder Systemdateien bearbeitet werden müssen, stellen sich einige Probleme ein. Diese sind nämlich nicht so leicht zu finden, da sie von Microsoft gut versteckt wurden.

    Wer hieran etwas ändern möchte, öffnet im Windows-Explorer das Laufwerk "C:". Hier gibt es das Register "Ansicht" und das Feld "ausgeblendete Elemente". Wenn hier ein Haken gesetzt wird, können auch ausgeblendete Inhalte angezeigt werden. In einigen Fällen ist das Windows-Explorer-Fenster zu schmal. Dann muss zunächst auf "ausgeblendete Elemente" geklickt werden, bevor diese ein- oder ausgeblendet werden können.

    Alle Ordner, die zuvor ausgeblendet waren, werden nun angezeigt. Hierzu gehört beispielsweise "ProgramData", in dem sich viele Inhalte für die Konfiguration des Systems befinden. Unter "C:/Benutzer/Benutzername" findet sich "AppData". Hier sind individuelle Konfigurationsdateien der Anwender zu finden. Doch sogar nach diesen Schritten gibt es immer noch Elemente, die von Windows nicht angezeigt werden. Wenn auch diese Inhalte sichtbar gemacht werden sollen, muss unter "Ansicht" der Punkt "Optionen -> Ordner- und Suchoptionen ändern" ausgewählt und dann unter "Ansicht" beim Feld "Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)" der Haken entfernt werden. Sobald dies geschehen ist, werden unter "C:" auch Inhalte wie "pagefile.sys" und "swapfile.sys" angezeigt. Hierbei handelt es sich um eine allgemeine Auslagerungsdatei beziehungsweise eine Auslagerungsdatei für Apps. Zudem wird der Papierkorb mit dem Namen "$Recycle.Bin" angezeigt.

    Hierbei ist zu beachten, dass gelegentlich die deutschen Namen und in anderen Fällen die englischen Namen angezeigt werden. So kann je nach Variante "C:/Benutzer" oder "C:/Users" angezeigt werden. Die deutsche Bezeichnung "C:/Programme" heißt im Original "C:/Program Files". Wenn der entsprechende Ordner offen ist, kann in die Adressleiste geklickt werden, um den ursprünglichen Namen zu sehen. Wer einfach nur mit dem Windows-Explorer umgeht, braucht diese Bezeichnungen üblicherweise nicht. Anders sieht es aus, wenn die Eingabeaufforderung genutzt wird.

  2. Darstellung aller Dateierweiterungen

    Üblicherweise haben Dateinamen einen ganz klaren Aufbau: Name, Punkt und zuletzt die Erweiterung. Letztere ist für Windows besonders wichtig, da das System an der Erweiterung erkennt, welche Art von Datei vorliegt. Somit weiß es genau, welches Programme es öffnen muss, wenn die jeweilige Datei doppelt angeklickt wird.

    Die Namenserweiterungen der Datei werden im Windows-Explorer von Haus aus nicht angezeigt. Wer diese Erweiterung sehen möchte, muss unter "Details" den Punkt "Typ" auswählen. Hier gibt es unter der Kategorie ausführbare Dateien (".exe") den Punkt "Anwendungen". Unter Textdateien (".txt") steht "Textdokument". Das hat ebenfalls den Zweck, eine größtmögliche Übersichtlichkeit zu erzeugen, die den Anwendern den Umgang mit dem System erleichtert. Allerdings entsteht hierdurch das Problem, dass die einzelnen Dateien kaum zu bestimmen sind. Wenn im Windows-Explorer unter "Ansicht" ein Haken bei "Dateinamenserweiterungen" gesetzt wird, wird häufig vieles verständlicher.

    Ein weiterer Vorteil bei diesem Vorgehen ist, dass sich dann die Namenserweiterungen ganz leicht vergeben lassen. Wenn zum Beispiel eine Textdatei entsteht, bekommt diese automatisch die Endung ".txt". Wenn die Nutzer hingegen wünschen, dass daraus eine Batchdatei (".bat" oder ".cmd") wird, kann diese Änderung ganz leicht im Windows-Explorer vorgenommen werden. Hierfür muss lediglich die Datei umbenannt und mit der neuen Endung versehen werden. Wenn die Namenserweiterungen ausgeblendet sind, besteht diese Option nicht. Wenn eine ".bat" angehängt wird, trägt diese dann den Namen "Dateiname.bat.txt". Sie hat somit nur einen neuen Namen, die Art der Datei verändert sich jedoch nicht.

    Nicht zuletzt können sich Sicherheitsrisiken daraus ergeben, wenn die Dateinamenserweiterungen nicht angezeigt werden. Die Datei "Dateiname.txt.bat" erscheint im Windows-Explorer als "Dateiname.txt". Unter "Typ" wird zwar deutlich, dass es sich um eine Windows-Batch-Datei handelt, im Standardmodus sieht man dass jedoch nicht. Wer den einzelnen Icons nicht genug Aufmerksamkeit zukommen lässt, kann dann eine Batch-Datei öffnen, die sich als gefährlich für das System erweist, während eigentlich eine simple Textdatei geöffnet werden sollte.

  3. Für eine einheitliche Darstellung der Ordner sorgen

    Je nachdem, welche Art von Datei sich in einem Ordner befindet, öffnet der Windows-Explorer eine bestimmte Ansicht. In einigen Fällen möchte man dies jedoch nicht. Der Windows-Explorer stellt verschiedene Verbindungen zwischen Dateitypen und der dazugehörigen Ansichtsvorlage her. Mit einem rechten Mausklick auf einen Ordner und die Auswahl von "Eigenschaften" können Nutzer herausfinden, welche Verknüpfung hergestellt wurde. Über "Anpassen" und "Diesen Ordner optimieren für:" kann die entsprechende Verknüpfung verändert werden. So kann statt "Bilder" beispielsweise "Allgemeine Elemente" ausgewählt werden.

    Es ist möglich, individuell festzulegen, wie Ordnerinhalte dargestellt werden sollen. Dies ist über "Ansicht" im Windows-Explorer möglich. Hier kann zum Beispiel "Details" oder "Große Symbole" ausgewählt werden. Hierbei ist zu beachten, dass für jeden einzelnen Ordner individuelle Einstellungen vorgenommen werden müssen. Wenn die neuen Einstellungen auf alle Ordner angewendet werden sollen, muss dies über "Optionen -> Ordner und Suchoptionen ändern" erfolgen. Hier kann dann unter "Ansicht" der Punkt "Für Ordner übernehmen" ausgewählt werden.

    Einige Anwender greifen auf das Tool " Shell Bags View" zurück, um sich die aktuellen Ordneransichten darstellen zu lassen. Mit dessen Hilfe ist es leicht möglich, bestehende Einträge zu löschen. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn diese noch mit Laufwerken verknüpft sind, die längst nicht mehr existieren. Ebenso ist es möglich, die Ansichten von bestimmten Elementen zu verändern oder die Standardeinstellungen zurückzuholen.

  4. Im Kontextmenü Windows-Explorer-Befehle hinterlegen

    Microsoft hat sich für ein Menüband entschieden, um die für den Windows-Explorer relevanten Befehle und Einstellungen unterzubringen. Dieses kann mit dem Hilfe-Icon minimiert werden, sodass mehr Platz auf dem Bildschirm zur Verfügung steht. Werden einzelne Optionen regelmäßig verwendet, ist es aber nötig, das Menüband immer wieder neu einzublenden. Das ist aufwändig und kostet Zeit. Vor allem deswegen, weil dann noch zwischen verschiedenen Register-Karten gewechselt werden muss, um genau die Schaltfläche oder Option zu finden, die benötigt wird.

    Wer sich das ersparen möchte, kann einzelne Optionen direkt in das Windows-Explorer-Kontextmenü einfügen. Die verschiedenen Elemente des Menübands können dann in der Registry (Win-R, regedit) mit Hilfe des Schlüssels "Hkey_Local_ MachineSoftware MicrosoftWindows  CurrentVersionExplorer CommandStoreshell" gefunden werden. Ein Beispiel ist "Windows.ShowHidden-Files", das unter "Ansicht -> Ausgeblendete Elemente" untergebracht ist. Um den passenden Schlüssel zu speichern, muss "Datei -> Exportieren" genutzt werden. Die exportierte Datei muss dann mit der rechten Maustaste angeklickt werden, um zum Punkt "Bearbeiten" zu gelangen. Anstelle des Pfades für das Kontextmenü muss nun "Hkey_ Classes_Root*shell" beziehungsweise "Hkey_Classes_RootFoldershell" eingegeben werden. Für das aktuelle Beispiel ist die folgende Befehlszeile relevant:

    [HKEY_CLASSES_ROOT*shellWindows.ShowHiddenFiles]

    Ergänzend muss "Extended"="" eingefügt werden. Dann ist dafür gesorgt, dass der entsprechende Eintrag im Kontextmenü nur dann erscheint, wenn Shift-Rechtsklick erfolgt. Sobald die Datei gespeichert wurde, muss sie in die Registry importiert werden. Das ist über einen Doppelklick möglich. Im Windows-Explorer kann der erweiterte Kontextmenü-Punkt direkt gesehen und genutzt werden.

  5. Vergabe und Stabilisierung der Laufwerksbuchstaben

    Laufwerksbuchstaben werden von Windows in der Regel chronologisch vergeben. Die Systemfestplatte hat eigentlich immer den Laufwerksbuchstaben "C:". Wenn eine zusätzliche Datenpartition erstellt wurde, erhält diese den Buchstaben "D:". Für ein vorhandenes CD- beziehungsweise DVD-Laufwerk vergibt Windows dann den Buchstaben "E:". Wer mit einem USB-Stick oder einer externen Festplatte arbeitet, stellt schnell fest, dass diese ebenfalls einen eigenen Laufwerksbuchstaben erhalten. Dies ist dann der Buchstabe "F". Wenn der USB-Stick abgezogen und ein weiterer hinein gesteckt wird, erhält dieser ebenfalls den Laufwerksbuchstaben "F:". Erst wenn beide gleichzeitig angeschlossen sind, erhält einer der beiden Sticks den Buchstaben "G:". In Zukunft merkt sich Windows dann, welchem Stick es welchen Laufwerksbuchstaben gegeben hat. Der zweite Stick bekommt dann immer den Buchstaben "G:", selbst wenn der andere gerade nicht angeschlossen ist.

    Einige Nutzer wollen bei der Vergabe von Laufwerksbuchstaben nicht auf die Zuweisung durch Windows angewiesen sein. Um die Laufwerksbuchstaben manuell vergeben zu können, muss zunächst die Tastenkombination Win-R genutzt und dann diskmgmt.msc eingegeben werden. Auf diese Weise wird die Datenträgerverwaltung geöffnet. Jetzt muss das Laufwerk, das einen neuen Buchstaben erhalten soll, mit der rechten Maustaste angeklickt werden. Im Kontextmenü gibt es den Punkt "Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern". Per Klick auf "Andern" kann ein neuer Laufwerksbuchstabe ausgewählt werden. Hierbei ist es egal, ob "X", "Y" oder "Z" verwendet wird, solange der Buchstabe dauerhaft Bestand hat. Windows bleibt seiner Vergabelinie treu und weist neuen Geräten immer die vorderen Buchstaben des Alphabets als erstes zu.

    In einigen Fällen kann es passieren, dass mit einem bestimmten Buchstaben Probleme verbunden sind. Hierauf weist Windows die Nutzer aber ausdrücklich hin. Allerdings nur dann, wenn sich im USB-Laufwerk Anwendungen befinden und es Pfade in der Registry gibt, die Bezug auf den alten Laufwerksbuchstaben nehmen. Sollte dies der Fall sein, muss auf eine Veränderung des Laufwerksbuchstabens verzichtet werden. Wenn sich auf dem USB-Laufwerk nur Daten befinden, ist es hingegen unerheblich, welcher Laufwerksbuchstabe vergeben wird.

  6. Von beliebigen Ordnern aus auf Laufwerke zugreifen

    Nicht alle Anwender sind von der Vorstellung begeistert, unterschiedliche Laufwerksbuchstaben zu verwenden. Deswegen gibt es die Möglichkeit, Pfade zu erstellen, die Laufwerke in beliebigen Ordnern verfügbar machen. Wer ein externes oder internes Laufwerk in einem Ordner bereitstellen möchte, um auf die darin enthaltenen Musik zugreifen zu können, muss drei Schritte gehen:

    Zunächst ist es nötig, den Ordner "C:/Benutzer/Benutzername/Musik/MP3-Stick" zu erstellen. Im Bereich "Benutzername" wird der Name des jeweiligen Windows-Kontos eingetragen. In einem zweiten Schritt wird dann der USB-Stick an den PC angeschlossen und die Datenträgerverwaltung mittels Win-R und diskmgmt.msc aufgerufen. Anschließend muss Schritt 3 genutzt werden, allerdings ist der Laufwerksbuchstabe zu entfernen. Der letzte Schritt besteht darin, den Punkt "Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern" aufzurufen. Hier gibt es dann den Punkt "Hinzufügen". Über diesen ist es möglich, "In folgendem NTFS-Ordner bereitstellen" zu nutzen. Der Punkt "Durchsuchen" bietet die Möglichkeit, den unter Schritt 1 erstellten Ordner zu finden und auszuwählen. Über den Punkt "Nach Laufwerkspfad suchen" können die einzelnen Ordner in deutscher Sprache aufgelistet werden, sodass sich der gesuchte Ordner leicht finden lässt. Nachdem die Änderungen gespeichert wurden, kann das USB-Laufwerk vom Ordner aus leicht aufgerufen werden. Wenn das Laufwerk getrennt und zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit dem PC verbunden wird, erkennt es Windows automatisch und gliedert es an der richtigen Stelle ein.

  7. Dateiverwaltung in Bibliotheken

    Windows verfügt über Bibliotheken, die eine strukturierte Organisation von Daten ermöglichen. So ist es beispielsweise möglich, gleichartige Inhalte wie Bilder, Dokumente, Musik oder Videos so zu sortieren, dass sie besonders leicht auffindbar sind. Hierbei ist es ein Leichtes, Inhalte, die sich auf internen oder externen Festplatten befinden, zu verbinden und in Bibliotheken abzuspeichern. Hierdurch müssen sich die Nutzer nicht immer durch alle vorhandenen Dateien klicken, sondern finden schneller das, was sie suchen. Außerdem werden die in den Bibliotheken hinterlegten Daten im Suchindex festgehalten, was die Suche nach bestimmten Dateien erleichtert. Wer Windows 10 nutzt, findet diese Bibliotheken nicht standardmäßig im Windows-Explorer. Deswegen ist es nötig, sie individuell zu aktivieren. Zu diesem Zweck wird im Menüband "Ansicht" ausgewählt und dann auf "Navigationsbereich" und anschließend auf "Bibliotheken anzeigen" geklickt. Außerdem ist es möglich, den Punkt "Alle Ordner anzeigen" zu aktivieren. Hierdurch erreichen die Nutzer, dass im Navigationsbereich die Systemsteuerung angezeigt wird.

    Um eine Bibliothek durch einen Ordner zu ergänzen, wird im Kontextmenü der Punkt "In Bibliothek aufnehmen" ausgewählt. Hier stehen dann verschiedene Kategorien wie "Bilder" oder "Musik" zur Auswahl, sodass die einzelnen Dateien sinnvoll gruppiert werden können. Dieses Vorgehen empfiehlt sich für alle Dateien, selbst wenn diese auf anderen Festplatten, Laufwerken oder USB-Sticks vorhanden sind. Wenn der entsprechende Menüpunkt nicht auftaucht, was zum Beispiel bei einem Netzwerklaufwerk der Fall sein kann, ist der entsprechende Ordner nicht im Suchindex hinterlegt. Unter "6." Ist erläutert, wie sich das ändert lässt.

  8. Den Suchindex durch zusätzliche Ordner ergänzen

    Unter Windows werden Ordner in ganz unterschiedlichen Bereichen untergebracht. Hierzu gehören beispielsweise Benutzerprofile, Bibliotheksordner und das Startmenü. Um für Übersichtlichkeit zu sorgen und die einzelnen Ordner leicht auffindbar zu machen, wird jeder einzelne in den Suchindex aufgenommen. Hierdurch ist es leicht möglich, die entsprechenden Dateien über den Windows-Explorer oder das Taskleisten-Suchfeld zu finden. Bei bestimmten Dateitypen wie .doc, .docX und PDF wird nicht nur die Datei selbst, sondern auch deren Inhalt im Index hinterlegt. So erklärt sich, dass Windows die entsprechende Datei findet, wenn ein bestimmter Begriff oder ein Absatz aus dem jeweiligen Dokument gesucht wird.

    Auf Wunsch ist es ohne großen Aufwand möglich, zusätzlicher Ordner in den Suchindex aufzunehmen. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn bestimmte Inhalte auf externen Festplatten oder anderen internen Festplatten gesucht werden müssen. Um die Ordner aufzunehmen, wird zunächst mittels der Tastenkombination Win-R der Bereich "Einstellungen" aufgerufen. Hier gibt es die Punkte "Suche -> Windows durchsuchen". Über "Indizierungsstaus" wird dann deutlich, welche Ordner bereits in Index enthalten sind und ob die Indizierung bereits vollständig durchgeführt wurde. Für die neuen Ordner werden die Punkte "Meine Dateien finden -> Suchorte hier anpassen -> ändern" benötigt.

    Im oberen Fensterbereich ist eine Baumansicht zu sehen, die nun angepasst werden muss. Hier kann ein Haken vor den Ordner gesetzt werden, der in den Index aufgenommen werden soll. Es ist ratsam, nur dringend benötigte Ordner in den Index aufzunehmen, weil die Suche sonst erheblich länger dauert und Windows Dateiänderungen erst nach einem langen Zeitraum berücksichtigen kann.

  9. Auf Netzwerkfreigaben besonders schnell zugreifen

    Netzwerkfreigaben, die unter Windows im lokalen Netzwerk beispielsweise für einen PC oder ein NAS bestehen, sind unter "Netzwerk" zu finden. Um darauf Zugriff zu erlangen, muss der entsprechende UNC-Name (Uniform Naming Convention) mittels

    \\Servername\Freigabename\Pfad

    verwendet werden. Nahezu alle Anwendungen sind in der Lage, mit der UNC-Schreibweise zu arbeiten, was eine Nutzung der Netzwerkfreigabe von fast überall aus ermöglicht.

    Wer noch schneller Zugriff auf die Netzwerkfreigabe erhalten möchte, arbeitet mit einem Laufwerksbuchstaben. Hierzu wird unter "Netzwerk" der entsprechende Server und im Kontextmenü der Punkt "Netzwerklaufwerk verbinden" ausgewählt. Nach dem Punkt "Laufwerk:" muss dann der entsprechende Laufwerksbuchstabe aufgeführt sein. Zudem ist es wichtig, dass "Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen" angehakt ist. Nur so ist sichergestellt, dass das Netzwerklaufwerk von Windows beim Start direkt eingebunden wird.

  10. Das Startmenü individuell und ordentlich halten

    Seit Windows 8 hat sich das Startmenü massiv geändert. Es ist recht ordentlich, dafür aber auf zentrale Features beschränkt. Insgesamt gibt es drei Spalten. Links gibt es ein Icon, über das "Kontoeinstellungen ändern", "Sperren" und "Abmelden" genutzt werden können. Hier besteht unter anderem die Möglichkeit, "Dokumente" und "Bilder" zu nutzen und die entsprechenden Ordner zu öffnen, die im Windows-Explorer hinterlegt sind. Außerdem können "Einstellungen" und "Ein/Aus" genutzt werden. Über die rechte Maustaste stehen "Dokumente" zur Verfügung, über die "Diese Liste personalisieren" genutzt werden kann. In einem weiteren Schritt können dann gezielt Ordner aktiviert oder deaktiviert werden, die im Startmenü sichtbar sein sollen. Hier kann beispielsweise auf "Downloads", "Musik" oder "Netzwerk" zurückgegriffen werden.

    In der mittleren Spalte sind sämtliche Apps und Desktop-Programme enthalten, die sich auf dem Rechner befinden. Über "Einstellungen" und "Personalisierung -> Start" ist es möglich, die hier angezeigten Inhalte individuell zu bestimmen. Ebenso ist es möglich, die Liste mit den Apps komplett verschwinden zu lassen oder eine Übersicht der am häufigsten oder zuletzt eingefügten Apps zu nutzen. In der rechten Spalte sind sämtliche inaktiven Kacheln zu finden. Die hier angezeigten Inhalte sind von den im System installierten Apps abhängig.

    Auch hier versucht Windows, eine größtmögliche Übersichtlichkeit zu erstellen. Deswegen sind die einzelnen Kacheln in zueinander passenden Gruppen eingeteilt. Microsoft bietet von Haus aus "Produktivität" und "Durchsuchen" an. Durch das Ziehen einer Kachel in den Bereich unterhalb einer Gruppe kann ein blauer Balken aufgerufen werden. Wenn die Kachel und losgelassen wird, entsteht eine neue Gruppe. Durch das Ziehen weiterer Kacheln in diese Gruppe, werden diese dort aufgenommen. Wenn zwei Kacheln übereinander gelegt werden, entsteht ebenfalls ein neuer Ordner. Durch das Auf- und Zuklappen der Ordner ist es leicht möglich, dass Startmenü übersichtlich zu gestalten und dort möglichst viel Platz zu haben. Im Kontextmenü gibt es den Bereich "Größe ändern", über den die Kacheln vergrößert oder verkleinert werden können. Das macht die Handhabung und das Lesen deutlich einfacher. Wenn die Kacheln nicht zum Einsatz kommen sollen, muss jede einzelne im Kontextmenü mittels "Von ´Start` lösen" abgetrennt werden. Bisher besteht keine Möglichkeit, mehrere oder gar alle Kacheln gleichzeitig auszublenden.

  11. Programmstarts unkompliziert durchführen

    Wer nicht immer mühevoll das Startmenü nach bestimmten Anwendungen durchsuchen möchte, kann eine Desktop-Verknüpfung erstellen. Bei einigen Programmen kann dies bereits bei der Installation geschehen. Sollte dies nicht der Fall sein, muss die entsprechende Datei in Windows-Explorer gesucht werden. Zumeist ist sie unter "C:/Programme" oder "C:/Programme (x86)" zu finden. Wenn die entsprechende Datei per Maus auf den Desktop gezogen wird, entsteht eine Verknüpfung und das Programm kann per Doppelklick gestartet werden.

    Ebenso ist es möglich, den Programmstart über eine Tastenkombination erfolgen zu lassen. Hierfür wird das Kontextmenü der Verknüpfung aufgerufen und unter "Eigenschaften" der Punkt "Tastenkombination" ausgewählt. Hier kann dann die bevorzugte Tastenkombination hinterlegt werden. Ebenso ist es möglich, im Kontextmenü "An Taskleiste anheften" zu nutzen. Über "Mehr" kann diese Option genutzt werden. Das gilt auch für Apps, bei denen die Erstellung einer Verknüpfung nicht möglich ist.

  12. Statt einer Maus die Tastatur verwenden

    Wenn Tastenkombinationen statt einer Maus eingesetzt werden, lässt sich eine Menge Zeit sparen. Einige Tastenkombinationen sind unter Windows standardmäßig vorhanden, andere müssen ergänzt werden. Mit der Maus kann einfach auf die Icons im Startmenü, in der Taskleiste oder auf dem Desktop geklickt werden, sodass diese aufgerufen werden. Alternativ kann eine Datei über die Windows-Suche aufgespürt und dann angeklickt werden. Mit Tastaturkürzeln geht das aber deutlich schneller

    Rechtshänder arbeiten in der Regel mit der rechten Hand an der Maus und mit der linken an der Tastatur. Viele wichtige Tastenkürzel sind daher im linken Tastatur Bereich angesiedelt. Vor allem, C, V und X sind besonders gebräuchlich. In Kombination mit der Steuerungstaste können so Inhalte markiert, kopiert, eingefügt und ausgeschnitten werden. Das ist sowohl im Windows-Explorer als auch in den Anwendungen möglich. Mit der Windows-Taste können die Kürzel A, E, I und L genutzt werden. Hierüber ist es beispielsweise möglich, auf Benachrichtigungen zuzugreifen, den Windows-Explorer zu nutzen, Einstellung zu verwenden und den Desktop zu sperren.

  13. Individuelle Tastaturkürzel entwickeln

    Wenn sich eine Datei im Startmenü oder auf dem Desktop befindet, kann sie mittels einer Tastenkombination geöffnet werden. Unter Windows ist es möglich, solche Tastaturkürzel individuell festzulegen. Zu diesem Zweck wird mit der rechten Maustaste auf eine Verknüpfung im Desktop geklickt und der Punkt "Eigenschaften" ausgewählt. Über "Verknüpfung" ist es dann möglich, das Feld "Tastenkombination" auszuwählen und eine Tastenkombination festzulegen. Beispielsweise sind Kombinationen mit Steuerung, Alt oder Schrift möglich, weil diese von Windows selten gebraucht werden. Allerdings haben globale Kürzel immer eine höhere Priorität als die bei Anwendungen. Deswegen müssen Tastenkürzel gewählt werden, die an keinem anderen Ort benutzt werden. Auch im Startmenü können entsprechende Kürzel festgelegt werden. Das erfolgt auf die gleiche Art und Weise. Hierfür muss die Kombination "%appdata%\Microsoft\Windows\ Start Menu\Programs" und "%allusersprofile%\ Microsoft\Windows\Start Menu\Programs" in die Adresszeile des Windows-Explorers gebracht werden.

  14. Tastenkombinationen vielfältig einsetzen

    Mittels Tastaturkürzeln ist viel mehr möglich, als Programme zu starten. Häufig werden hierfür jedoch spezielle Tools benötigt. Eines dieser Tools ist Autohotkey. Dieser Script-Interpreter ist in der Lage, nahezu sämtliche Alltagsaufgaben zu erledigen. So können damit Programme gestartet werden aber auch die Erstellung komplexer Scripte ist problemlos möglich. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Tastenkombinationen erst einmal gelernt werden müssen, bevor sie verwendet werden können. Das ist ein deutlicher Nachteil gegenüber der Arbeit mit einer Maus. Der Shortcut-Guide ist eine gute Hilfe beim Erlernen von Tastenkombinationen. Hierüber ist es möglich, sich verschiedene Windows-Tastaturkürzel anzeigen zu lassen. Das erleichtert das Lernen, allerdings sind individuelle Konfigurationen nicht möglich. Außerdem verfügt Windows über keine Möglichkeit, alle global geltenden Tastenkombinationen direkt darzustellen.

  15. Den Dateiversionsverlauf für Backup-Aufgaben nutzen

    Einfache Backup-Aufgaben lassen sich unter Windows mittels Dateiversionsverlauf erledigen. Hierfür ist eine zweite Festplatte nötig, die sowohl intern als auch über einen USB-Port oder das Netzwerk mit dem System verbunden werden kann. Bei der Konfiguration wird die Systemsteuerung aufgerufen, indem Win-R und Control gedrückt werden. Über "Sicherungskopie von Dateien mit dem Dateiversionsverlauf speichern" ist es möglich, hinter "Anzeige" nicht nur "Kategorie" einzustellen, sondern "Dateiversionsverlauf" zu nutzen. Über "Laufwerk auswählen" kann ein Laufwerk angegeben werden, auf dem die Backups erstellt werden sollen. Danach kommt der Punkt "Einschalten" zum Tragen.

    Der Dateiversionsverlauf sorgt dafür, dass in regelmäßigen Abständen Daten gesichert werden. Über "Einstellung" und "Update und Sicherheit -> Sicherung" können individuelle Konfigurationen vorgenommen werden. Über "Diese Ordner sichern" ist klar ersichtlich, welche Ordner regelmäßig Backups erhalten. Hier kann je nach Wunsch ein Ordner entfernt oder hinzugefügt werden. Sollte es einmal nötig sein, Dateien wiederherzustellen, wird im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Ordner geklickt. Über "Vorgängerversionen wiederherstellen" können unterschiedliche Sicherungen angezeigt werden. Nun kann das Backup ausgewählt werden, das dem letzten Stand am nächsten kommt. Dieses wird markiert und mittels "Öffnen" und "In Dateiversionsverlauf öffnen" wiederhergestellt. Die gesicherten Inhalte stehen dann wieder zur Verfügung.

  16. Windows-Funktionen durch Zusatztools verbessern

    Bei Tuning-Tools ist Vorsicht geboten. Denn eine Optimierung mit nur wenigen Mausklicks ist auf seriöse Weise wohl nicht zu erreichen. Ultimate Windows Tweaker und Winaero Tweaker sind jedoch zwei zuverlässige Tools, die einen großen Mehrwert bieten. Mit ihnen ist es möglich, Optionen zu nutzen, die tief in der Systemsteuerung versteckt sind oder deren Anpassung nur über die Registry möglich ist. Allerdings stehen beide Tools nur in Englisch zur Verfügung. Beide Tools umfassen etwa 150 Einstellungen, über die unter anderem Anpassungen an der Taskleiste vorgenommen oder das Desktop-Kontextmenü beziehungsweise Benutzerkonten individualisiert werden können.

  17. Außergewöhnliche Sounds nutzen

    In Filmen und Serien kommen viele Geräusche vor, die die aktuelle Stimmung unterstreichen. Abhängig von der Musik wirkt eine Szene dramatisch, lustig oder romantisch. Die dort verwendeten Sounds können auch unter Windows genutzt werden. Mit Hilfe eines speziellen Tools können zum Beispiel die Geräusche genutzt werden, die in der Serie "CSI" zum Einsatz kommen. Diese müssen nach "C:/Windows/Media" kopiert und dort in die Registry übertragen werden. Mittels "Einstellungen" können "Personalisierung -> Designs" genutzt und "Sounds" eingestellt werden. Wenn dann "Soundschema" aufgerufen und "CSI" ausgewählt wird, stehen die außergewöhnlichen Sound zur Verfügung.

  18. Programme zunächst einmal testen

    In einigen Fällen ist es sinnvoll, ein Programm zunächst einmal auszuprobieren, bevor es installiert wird. Das gilt beispielsweise dann, wenn Bedenken bezüglich der Sicherheit bestehen. Seit Version 1903 ist Windows 10 in der Lage, eine Sand Box-Funktionen bereitzustellen. Dieses virtualisierte Windows kann Programme testen, ohne dass diese installiert wurden. Um die Sand Box nutzen zu können, wird im Startmenü nach Features gesucht und dann der Punkt "Windows-Features aktivieren und deaktivieren" ausgewählt. Nun muss ein Haken bei "Windows-Sandbox" gesetzt und die Auswahl bestätigt werden.

    Jetzt kann im Startmenü nach Sand Box gesucht und "Windows Sandbox" ausgewählt werden. Jetzt öffnet sich ein Fenster mit dem virtuellen Windows, das einen Testlauf mit bestimmten Programmen ermöglicht. Nachdem das Programm geschlossen wird, sind sämtliche Änderungen verloren. Das Tool "run-in-Sandbox" erleichtert den Umgang mit diesem virtuellen Windows. Mit ihm stehen im Windows-Explorer konkrete Befehle zur Verfügung, die die Handhabung erleichtern. Außerdem wird eine Verknüpfung zum Desktop hergestellt, was das Arbeiten ebenfalls erleichtert. Bei der Installation wird der Ordner aufgerufen, in dem sich das Tool befindet und dann "Datei-Windows PowerShell öffnen-Windows PowerShell als Administrator öffnen" genutzt. Abschließend wird die Befehlszeile

    Set-ExecutionPolicy Unrestricted .\Add_Structure.ps1

    ausgeführt. mit der folgenden Zeile kann eine Nutzung des powershell-script dann wieder untersagt werden:

    Set-ExecutionPolicy AllSigned

  19. Weitere nützliche Tools für Windows

    Es gibt noch viele weitere Tools, mit denen die Handhabung von Windows erleichtert werden kann. Mit Everything wird beispielsweise einen Suchindex für alle Festplatten erstellt und Microsoft Powertoys enthält verschiedene Werkzeuge, mit denen unter anderem Dateien gezielt umbenannt werden können. Außerdem sind Sharp App für die Blockade von Telemetriedaten und Winaero Tweaker für die Anpassung von Windows-Einstellungen äußerst hilfreich. WSCC Portable schließlich ist ein kompletter Werkzeugkasten, in dem viele kostenlose Tools für die Nutzung von Windows enthalten sind.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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