Die Datenträgerverwaltung als Teil der Einstellungen-App

Tutorial – So richten Sie Festplatten & Co. korrekt ein
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Tutorial – So richten Sie Festplatten & Co. korrekt ein

© madsci / Getty Images

Unter Windows sind Festplatten und SSDs schnell eingebaut und in Betrieb genommen. Dank der „Datenträgerverwaltung“ ist die Arbeit rasch erledigt.

So verwalten Sie die Laufwerke:

  1. Sie starten die "Datenträgerverwaltung", indem Sie gleichzeitig auf die Tasten Win+X und den Menüeintrag "Datenträgerverwaltung" klicken oder mit Win+R die Windows-Eingabeaufforderung öffnen, dann "dismgmt.msc" in das Eingabefeld eintippen und mit der Eingabetaste bestätigen.

  2. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dessen oberer Hälfte die existierenden Festplattenpartitionen zu sehen sind. Die den Platten zugewiesenen Laufwerksbuchstaben stehen in Klammern dahinter. Zu den wichtigsten Informationen gehören neben dem Dateisystem die Gesamtkapazität sowie der freie Speicher. Im unteren Teil der Bedienoberfläche erscheinen die physisch vorhandenen Laufwerke.

  3. In der Windows-Datenträgerverwaltung können Sie bei allen angezeigten Laufwerken und Partitionen sowie nicht zugeordneten Bereichen durch einen Klick mit der rechten Maustaste ein Kontextmenü aufrufen. Je nach Objekttyp zeigt es andere Menüoptionen an. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Bereich eines Datenträgers, welcher nicht zugeordnet ist. Wählen Sie dann die Menüoption "Neues einfaches Volume" und bestätigen Sie durch einen Klick auf "Weiter". Daraufhin wird Ihnen vom Betriebssystem die maximal mögliche Größe vorgeschlagen. Möchten Sie nicht, dass die Platte weiter unterteilt wird, sollten Sie den Vorschlag übernehmen und auf "Weiter" klicken. Jetzt müssen Sie nur noch einen Laufwerksbuchstaben und anschließend "NTFS" als Dateisystem auswählen und dann mit "OK" Ihre Auswahl bestätigen.

  4. Falls private Daten auf Ihrem Rechner gespeichert werden, die andere Benutzer nicht zu Gesicht bekommen sollen, können Sie diese für andere unsichtbar machen, indem Sie die Daten zunächst auf einer bestimmten Partition sammeln. Öffnen Sie dann die "Datenträgerverwaltung". Klicken Sie nun mit Rechts die Partition an, die Sie verstecken möchten. Wählen Sie den Menüpunkt "Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern". Klicken Sie danach im sich öffnenden Fenster auf "Entfernen" und bestätigen die folgende Warnung mit "OK". Ab sofort wird das Laufwerk nicht mehr im Explorer zu sehen sein. Um es wieder sichtbar zu machen, müssen Sie ein weiteres Mal auf "Laufwerksbuchstabe und -Pfade ändern" gehen und auf "Hinzufügen" klicken". Im Normalfall können Sie den Windows-Vorschlag für den Laufwerksbuchstaben direkt übernehmen. Nachdem Sie auf "OK" geklickt haben, wird das Laufwerk im Explorer sofort wieder angezeigt.

  5. Die Zuweisung eines neuen Laufwerksbuchstabens ist ebenfalls in diesem Fenster möglich. Hierzu müssen Sie nur auf "Ändern" klicken und einen freien Laufwerksbuchstaben auswählen. Nachdem Sie den Hinweis bestätigt haben, wird die Änderung wirksam.

  6. Sie können ebenfalls einen externen, unformatierten USB-Speicher an Ihrem Windows-10-PC mit einem NTFS-Dateisystem formatieren. Hierzu müssen Sie die "Datenträgerverwaltung" öffnen und den USB-Speicher an Ihren PC anstecken. Ignorieren Sie die Windows-Hinweise. Als neuer Datenträger erscheint das Laufwerk nun an der untersten Stelle. Als unformatierter Speicher ist er mit "Nicht zugeordnet" beschriftet und erscheint mit einem schwarzen Balken. Öffnen Sie per Rechtsklick nun das Kontextmenü und wählen daraus die Menüoption "Neues einfaches Volume…" aus. Ein "Assistent zum Erstellen eines einfachen Volumes" unterstützt Sie anschließend beim Formatieren des Speichers. Lassen Sie sämtliche Voreinstellungen des Assistenten einschließlich des Dateisystems NTFS unverändert. Sie müssen nun dem USB-Speicher einen Namen geben. Mit einem Klick auf "Fertig stellen" wird die Formatierung gestartet.

  7. Für manche Aufgaben ist die Windows-10-Datenträgerverwaltung nicht oder nur eingeschränkt geeignet, etwa zum Verschieben von Partitionen oder zum Löschen von Linux-Partitionen. Für solche Aufgaben sollten Sie ein dafür geeignetes Tool benutzen. Minitool Partition Free Edition ist ein solches Werkzeug, das zahlreiche Zusatzfunktionen bietet. Sie können es unter der Adresse https://de.minitool.com kostenfrei herunterladen.

Datenträgerverwaltung bald in der "Einstellungen"-App zu finden

Microsoft verschiebt in Windows 10 immer mehr Funktionen und Programme, die zuvor eigenständig existierten, in die "Einstellungen"-App. Das betrifft auch die Verwaltung von Festplatten plus den Partitionen, wie es in der Vorschau für Insider (Insider-Preview 21H1 mit Stand vom April 2021) bereits zu sehen ist.

So sieht es dann in der "Einstellungen"-App aus: Sie öffnen mit Win+I die "Einstellungen"-App und klicken auf "System". Auf der linken Seite wählen Sie den Punkt "Speicher". In der rechten Fensterhälfte sehen Sie dann einen Textlink mit der Beschriftung "Datenträger und Volumes verwalten". Wenn Sie darauf klicken, öffnet sich ein Fenster mit bereits eingerichteten Festplatten, CD/DVD-Laufwerken, SSDs und externen Speichermedien. Wenn Sie jetzt auf einen der Datenträger klicken, wird eine Schaltfläche mit der Beschriftung "Eigenschaften" eingeblendet.

Über diese Schaltfläche gelangen Sie zu den jeweils verfügbaren Aktionen für Partitionen wie umbenennen, Größe ändern, formatieren und löschen. Ein Klick auf "Erkunden" öffnet den Datei-Explorer für das ausgewählte Laufwerk. Noch sind nicht alle Funktionen der bisherigen Datenträgerverwaltung in der Insider-Preview integriert worden. Das betrifft beispielsweise die Zuordnung von Laufwerksbuchstaben. Das wird sehr wahrscheinlich demnächst noch folgen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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