Die richtigen Tools für Windows 10

Die richtigen Tools für Windows 10
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Die richtigen Tools für Windows 10

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20.08.2018 - 07:30 Uhr

Windows 10 kann einfach nicht genug für Ihre Ansprüche? Mit wenigen Tipps und den passenden Tools machen Sie viel mehr aus dem Betriebssystem – alles kostenlos!

Sechs Tipps für ein besseres Windows 10!

Windows 10 ist niemals fertig - und das ist von Microsoft auch so gewollt. Permanent fügt der Hersteller neue Features hinzu, alle sechs Monate wird automatisch ein großes Update verteilt. Eventuell haben Sie jedoch ein ganz spezielles Problem, das von Microsoft überhaupt nicht angegangen wird. Dann werden Ihnen eventuell unsere Tipps helfen: Sie bestehen aus kostenlosen Tools, die Windows 10 an den richtigen Stellen erweitern. Los geht's!

  1. Tipp 1: Verbessertes Entpacken durch 7-Zip

    Bestimmte Daten eignen sich dafür, komprimiert gespeichert oder weitergegeben zu werden - wie vielleicht E-Mail-Anhänge. Wie eine Datei genau gesichert wird, erkennen Sie an der Dateiendung: .zip weist auf ZIP-Dateien hin, .rar steht für RAR-Archive und .7z ist ebenfalls noch recht weit verbreitet. Angenehmer Nebeneffekt: Sobald Sie eine Datei in einem Archiv sichern, können Sie sie außerdem mit einem Passwort vor unberechtigtem Zugriff schützen.

    Eigentlich bringt Windows 10 bereits im Auslieferungszustand eine Funktion mit, um mit ZIP-Dateien umzugehen. Mit einem Rechtsklick auf ein ZIP-Archiv können Sie es sofort entpacken, ohne weitere Tools zu installieren. Von dieser Seite aus kann man Microsoft also keine Vorwürfe machen.

    Aber: Das in Windows 10 integrierte ZIP-Programm arbeitet relativ langsam. Außerdem ist der Funktionsumfang stark begrenzt: Beispielsweise gibt es keine selbstentpackenden Archive. Große Dateien können Sie außerdem nicht in mehrere kleine Stücke zerteilen.

    An genau dieser Stelle kommt 7-Zip ins Spiel: Das Programm ist kostenlos erhältlich und sowohl als 32- als auch 64-Bit-Version erhältlich. Außerdem geht 7-Zip nicht nur mit ZIP, RAR und anderen populären Formaten um, sondern beispielsweise auch mit ARJ, ISO oder WIM. Die Erstellung neuer Archive beherrscht das Tool als ZIP und 7Z.

    Umgang mit 7-Zip

    7-Zip verhält sich sehr zurückhaltend und verändert nach der Installation die Windows-eigene Einstellung nicht. Die "normale" ZIP-Funktion von Windows 10 bleibt also erhalten. Das neue 7-Zip finden Sie hingegen im ebenfalls neuen Kontextmenü nach dem Rechtsklick auf eine beliebige Datei. Dort können Sie beispielsweise Dateien "Archivieren und versenden" oder auch "Daten entpacken". Gehen Sie auf 7-Zip und dann auf "Zu einem Archiv hinzufügen", können Sie die ausgewählten Daten verpacken und sichern.

    Wählen Sie dazu bei "Archivformat", welches Format Sie für die Verpackung wählen möchten (also entweder ZIP oder 7Z). Ein selbstentpackendes Archiv können Sie hier auch erstellen, dieses bekommt dann die übliche EXE-Endung. Das kann praktisch sein, um Dateien an andere Personen weiterzugeben, die nicht über ein Entpack-Programm verfügen. Mit einem Passwort schützen können Sie neue Datei unabhängig davon, für welches Archivformat Sie sich entscheiden.

    Tipp: Wählen Sie 7Z, können Sie auch den "Dateinamen verschlüsseln". Der Nutzer sieht dann nicht, welche Daten sich im Archiv verbergen, auch wenn dieser sich die Daten nur ansehen möchte.

    Die Funktion "In Teildateien aufsplitten" wird eine sehr große Datei in viele kleine Stücke aufteilen. Beispielsweise könnten Sie eine 3,5 GB große Datei in fünf Stücke mit jeweils 700 MB aufteilen, um diese auf CDs brennen zu können. Auch für Downloads empfiehlt sich dieses Vorgehen, damit bei fehlgeschlagenen Übertragungen nicht die komplette Datei erneut heruntergeladen werden muss.

    Konfiguration von 7-Zip

    Über das Startmenü rufen Sie den "7-Zip-File-Manager" auf. Danach können Sie unter "Extras" und "Optionen" weitere Einstellungen festlegen. Beispielsweise können Sie die Dateitypen 7Z, RAR und ZIP mit 7-Zip verknüpfen, um Windows 10 danach gleich mit gepackten Dateien zu verbinden. Mit einem einzigen Doppelklick im Windows Explorer öffnen Sie die Datei anschließend sofort mit 7-Zip. Durch "Öffnen mit…" und "Windows-Explorer" können Sie die Datei auch nach wie vor mit dem Windows-eigenen System bearbeiten. Möchten Sie Einstellungen gleich für mehrere Nutzer verändern, können Sie dies in der Spalte "Alle Benutzer" erledigen - aber nur, wenn Sie 7-Zip vorher mit Administrator-Rechten gestartet haben.

  2. Tipp 2: Besser suchen mit Everything

    Vor allem beim Betrieb vieler großer Festplatten in einem PC können Sie den Überblick über die Daten verlieren. Das Problem wächst auf noch größere Dimensionen an, wenn Sie zusätzlich USB-Sticks oder externe Festplatten verwenden. Sollten Sie die Index-Suche im Windows Explorer oder im Startmenü verwenden, wird von Windows nur das Benutzer-Verzeichnis oder der Windows-Ordner in C:\ProgramData durchsucht - viel zu wenig für eine genaue Suche. Mit ein wenig Glück finden Sie aber, was Sie suchen - und manchmal sogar Inhalte der Daten (abhängig vom Datentypen). Beispielsweise können Sie nicht nur Dateinamen, sondern auch Inhalte finden, wenn es sich um eine Word-Datei handelt (und Microsoft Office installiert ist). Über die Einstellungen von Windows und die Optionen für die Indizierung legen Sie auch fest, ob in weiteren Speicherorten nach Daten gesucht werden soll.

    Aber: Sind Daten und Ordner nicht im Suchindex von Windows 10 enthalten, muss die Suche direkt über das Dateisystem erfolgen. Das dauert bei großen Festplatten extrem lange. Es kann also sein, dass sehr viel Zeit vergeht, und Sie trotzdem nicht die gewünschte Datei finden.

    Everything ist eine kostenlose Alternative für den Suchvorgang: Der Suchindex für das Finden von Daten wird von Everything automatisch nach dem ersten Programmstart erstellt. Das dauert dann auch gar nicht besonders lang, da das Tool einfach die sowieso vorhandene Datenbank von NTFS verwendet. Everything überwacht alle Ordner automatisch und fügt neue Dokumente automatisch in den Suchindex hinzu.

    So funktioniert Everything

    Standardmäßig wird das Programm nur Datei- und Ordnernamen durchsuchen. Tippen Sie die gewünschte Datei einfach in das Suchfeld oben rechts im Fenster ein und das Ergebnis wird beinahe sofort erscheinen. Platzhalter unterstützt das Tool ebenfalls, sodass Sie beispielsweise *test* eingeben können. Anschließend zeigt Everything alle Daten an, in denen das Wort test vorkommt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie über "Hilfe" und "Such-Syntax" versuchen, die Suche zu präzisieren. Im Suchen-Menü beschränkten Sie die Liste der Ergebnisse außerdem auf bestimmte Datentypen, also etwa Dokumente oder Bilder.

    Normalerweise sucht Everything dabei in allen Laufwerken - intern und extern. Um eine Suche auf den (langsamen) externen Festplatten auszusetzen, begeben Sie sich in die Konfiguration des Programms. Über "Extras", "Einstellungen" und "Datenbank" gehen Sie dafür auf "NTFS-Laufwerke". Die Option "Neue Festplattenlaufwerke automatisch einschließen" sollten Sie dann deaktivieren. Vorhandene externe Laufwerke, die schon im Index sind, können Sie dort "Entfernen" (oder alternativ in "Einstellungen für Laufwerk" alle Haken entfernen).

    Everything im Netzwerk

    Wenn Sie möchten, können Sie Everything auch über das Netzwerk suchen lassen. Gehen Sie auf "Extras", "Einstellungen" und "http-Server". Setzen Sie dann den Haken auf "http-Server aktivieren". Wenn Sie möchten, legen Sie auch einen Benutzernamen und ein Passwort fest. Speichern Sie die Auswahl mit "OK". Öffnen Sie dann auf einem anderen Computer die Adresse über http://Servername. Dazu müssen Sie dann natürlich den Namen des Servers oder dessen IP-Adresse kennen. Suchen Sie im Eingabefeld nach den gewünschten Daten. Nach einem Doppelklick wird die Datei dann auch automatisch heruntergeladen.

  3. Tipp 3: Besser Kopieren und Verschieben

    Mit dem Windows Explorer können Sie Dateien hin und her schieben, sie kopieren oder auf andere Laufwerke verlagern. Mit den ganz normalen Bordmitteln kann Windows 10 diese Aufgaben bereits problemlos durchführen. Mit der Einführung von Windows 8 war es dann sogar möglich, angefangene Vorgänge zu pausieren und später wieder aufzunehmen.

    Aber: Der Windows Explorer in Windows 10 ist noch immer nicht perfekt. Häufig passiert es beispielsweise, dass mehrere Ordner von der Festplatte auf einen USB-Stick oder ein Netzwerk-Laufwerk kopiert werden (oder andersrum). Denken Sie dabei beispielsweise an Backups oder große Video- und Audiodateien. Aufgrund der Größe der Daten und des Vorgangs, der intern in den Festplatten stattfindet, dauert dieser Prozess bei klassischen HDD-Festplatten sehr lang. Das liegt am Schreib-/Lesekopf, der immer hin und her springen muss. Sollte es ein Problem mit dem Netzwerk geben oder die USB-Festplatte geht aus irgendeinem Grund in den Standby-Modus, werden Sie den gesamten Vorgang erneut beginnen müssen. An diesen Stellen stößt Windows 10 an seine Grenzen.

    Teracopy als Lösung

    Das einfache Programm Teracopy ist ein Tool, das Kopieren und Verschieben nicht gleichzeitig zulässt, sondern nur hintereinander im Batch-Ablauf. Dies beschleunigt die Übertragung deutlich. Die Verwendung ist ebenfalls simpel: Sofort nach der Installation von Teracopy werden Ihnen bei Kopier- oder Verschiebevorgängen in Zukunft Dialoge angezeigt, die Ihnen die Wahl zwischen Teracopy oder der Windows-Methode geben. Deaktivieren Sie dort "Show this dialog next time", damit in Zukunft immer Teracopy genutzt wird. Kopieren Sie nur eine einzige Datei, werden Sie kaum einen Unterschied feststellen, da es nur die Pause- und Stopp-Schaltflächen gibt.

    Sobald Sie jedoch einen zweiten Vorgang starten, werden Sie den Unterschied bemerken: Dann dockt ein neuer Kopier-Dialog an, der aber nicht beginnt, bevor der erste Vorgang abgeschlossen ist. Ein paar Ausnahmen von dieser Regel gibt es allerdings: Beispielsweise wird Teracopy weitere Daten einfach hinten an die aktive Kopierliste hängen, wenn die Daten denselben Ordner als Ziel haben. Auch, wenn es sich nur um sehr wenige und sehr kleine Dateien handelt, wird der Kopiervorgang sofort beginnen.

    Praktische Funktionen von Teracopy

    Sollte ein Kopiervorgang unvorhergesehen abgebrochen werden (vielleicht, weil eine Netzwerkverbindung nicht mehr verfügbar ist), wird Teracopy den Prozess anhalten. Der Dialog bleibt aber geöffnet. Wenn das Netzwerk dann wieder vorhanden ist, können Sie einfach auf "OK" oder "Kopieren" und "Verschieben" klicken, um einfach sofort weiterzumachen. Sie könnten Teracopy auch einfach permanent geöffnet lassen: Dann ziehen Sie einen Ordner in das Fenster von Teracopy und klicken anschließend auf "Kopieren". Danach erscheint automatisch ein neuer Dialog, der Ihnen das "Ziel" als Registerkarte anzeigt. So müssen Sie nicht immer umständlich zum Ordner navigieren, sondern können direkt aus dem Programm den Kopiervorgang starten.

  4. Tipp 4: Umfangreiche Funktionen für die Zwischenablage

    Die Zwischenablage von Windows 10 ist im Prinzip ein Cache, der nur eine einzige Datei vorhalten kann. Diese Funktion verwenden Sie immer, wenn Sie Dateien oder Text markieren und dann per STRG+C kopieren (und später mit STRG+V wieder einfügen). Das Problem daran ist, dass die bereits in der Zwischenablage befindliche Datei natürlich überschrieben wird, wenn Sie dort neue Daten einfügen.

    Eine ideale Lösung wäre es, wenn Windows 10 im Auslieferungszustand gleich mehrere Elemente nacheinander aufnehmen könnte, die dann später an anderer Stelle zur Verfügung stehen - egal, wie viel Zeit vergeht. Arbeiten Sie im Netzwerk, wäre es auch angebracht, eine Zwischenablage nutzen zu können, welche Daten zwischen mehreren Notebooks speichern und verschieben kann. Microsoft hat das Problem bereits ansatzweise erkannt, denn das Fall Creators Update sollte bereits eine Art Cloud-Clipboard mitbringen. Damit wäre es möglich gewesen, einen Datenaustausch zwischen mehreren Geräten mit Windows 10 auch über das Netzwerk anzustoßen. Bislang ist es dazu jedoch noch nicht gekommen - der Startschuss wird also wahrscheinlich erst mit einem der nächsten Updates kommen.

    Clipboard Master als Alternative

    Besser macht es das sehr simple Tool Clipboard Master: Text, Bilder, Dokumente und andere Daten kopieren Sie damit in die Zwischenablage, ohne dass vorherige Einträge überschrieben werden. Sie können Daten sogar dauerhaft in Clipboard Master speichern, um zu einem viel späteren Zeitpunkt darauf zuzugreifen. Das Speichern komplexer Elementsammlungen ist mit dem Tool also möglich. Außerdem unterstützt das Werkzeug auch unterschiedliche Kategorien. Steuern lässt sich Clipboard Master weiterhin einfach mit Tastenkürzeln, so wie Sie es auch von STRG+C und STRG+V kennen. Praktisch ist auch die Funktion, Passwörter zu kopieren und gleich zu verschlüsseln oder Screenshots zu erstellen und zu speichern.

    Hilfe für Android

    Normalerweise macht es keinen Spaß, auf Smartphones oder Tablets lange und komplexe Texte einzugeben. Längere Elemente oder Inhalte in der Zwischenablage können Sie daher sehr viel einfacher mit der App Airdroid übertragen. Starten Sie die App, werden Sie kurze Zeit später eine IP-Adresse sehen, über welche Sie eine Weboberfläche an Ihrem PC im Browser aufrufen. Diesen Vorgang bestätigen Sie dann auf dem Smartphone durch ein Tippen auf "Accept". Auf Ihrem PC sehen Sie dann den Bereich "Toolbox" in der Weboberfläche.

    Klicken Sie dort auf "URL" und fügen Sie beliebige Daten ein - wie vielleicht eine URL. Klicken Sie danach auf die Schaltfläche direkt daneben. Die Adresse wird sich daraufhin auf Ihrem Android-Smartphone sofort im Browser öffnen. Ganz genauso gehen Sie vor, wenn Sie über "Zwischenablage" vorgehen. Längeren Text übertragen Sie durch diese Schaltfläche auf das Smartphone. Über die blaue Schaltfläche starten Sie dann die Übermittlung zur Zwischenablage auf Ihrem Android-Handy.

    Praktisch: Airdroid beherrscht auch den Umgang mit SPS, Fotos, Videos und vielen weiteren Daten. Sie können damit praktisch alles ansehen und öffnen, auf Ihre gespeicherten Kontakte zugreifen und vieles mehr.

  5. Tipp 5: Verbesserter Umgang mit LAN und WLAN

    Die Netzwerkfunktionen von Windows 10 haben sich im Vergleich zu Windows 8 kaum geändert. Gehen Sie in den Windows Explorer, können Sie nach einem Klick auf "Netzwerk" alle Geräte im aktuellen Netzwerk sehen sowie die dazu passenden Freigaben. Leider liefert Windows 10 aber keine Gesamtübersicht über alle Geräte, die im Netzwerk vorhanden sind. Falls neue Geräte wie Access Points, Router, Server oder auch andere Computer auftauchen sollen, müssen Sie lange warten, da die Anzeige erst nach langer Betriebszeit aktualisiert wird. Das WLAN selbst können Sie überhaupt nicht analysieren - ein großer Makel.

    Netzwerk scannen mit Softperfect Network Scanner

    Besser macht es das Tool Network Scanner von Softperfect. Damit werden wirklich alle Geräte im Netzwerk dargestellt. Nutzen Sie die kostenlose Version, werden Sie nur zehn Geräte sehen können. Das reicht zu Hause aber meistens aus. In dem Tool geben Sie einfach den IP-Bereich von Ihrem aktuellen Netzwerk ein und klicken dann auf "Start Scanning". Der Vorgang sollte nur wenige Sekunden dauern. Anschließend sehen Sie alle aktiven IP-Adressen sowie die Hostnamen und auch eventuell vorhandene Freigaben für das Netzwerk.

    Ähnliche Funktionalität stellt das bekannte Tool Inssider für WLAN-Netzwerke bereit. Klicken Sie darin auf "Networks", um alle WLAN-Netze in der Umgebung sofort sehen zu können. Für erfahrene Anwender wichtig ist beispielsweise die Spalte "Signal", da Sie darin die Signalstärke sehen. Den Funkkanal erfahren Sie über "Channel". Die Signalstärke hilft vor allem dabei, abzuschätzen, ob Sie zwischen WLAN-Router und Computer ein stabiles Signal aufbauen können.

    Auf dem Smartphone und speziell für FRITZ!-Geräte geeignet ist die App FritzApp WLAN. Signalstärke, Geschwindigkeit & Co. erfahren Sie damit überall in der Wohnung. Die App arbeitet auch mit den Routern anderer Hersteller zusammen, wenngleich auch mit weniger Funktionalität.

  6. Tipp 6: Diverse Tools für Windows 10

    Windows 10 ist ebenso wenig perfekt wie alle anderen Betriebssysteme. Ergo stehen noch viele kleinere Tools bereit. Beispielsweise kann Windows 10 von Haus aus nur recht rudimentär mit Backups umgehen - und von Geschwindigkeit und Komfort fehlt jede Spur. Besser macht es beispielsweise das Programm Aomei Backupper Standard, da mehr Funktionen und schnellere Backups möglich werden.

    Speziell für die Nutzer von Notebooks gibt es das Tool Batterycare, das wesentlich mehr Informationen bietet als die recht beschränkte Batterie-Anzeige von Windows. Beispielsweise sehen Sie darin Ladezyklen, die Ladeleistung, die aktuelle Kapazität des Akkus, die Gesamtkapazität in entweder Milliwatt- oder Wattstunden und vieles mehr.

    Wollen Sie die Festplatten bereinigen, werden Sie dazu mit Windows 10 zwar Gelegenheit bekommen, aber besonders umfangreich fallen diese Bordmittel ebenfalls nicht aus. Viel besser geht es mit den bekannten Werkzeugen Ccleaner und Ccenhancer, die viel mehr leisten und auch gründlicher auf der Festplatte aufräumen.

    Mögen Sie das Startmenü von Windows 10 nicht? Dann holen Sie sich einfach die Variante aus Windows 7 zurück. Das klappt einfach und anwenderfreundlich mit dem Programm Classic Shell. Wollen Sie den Zustand Ihrer Festplatte in Erfahrung bringen, verlassen Sie sich hingegen auf Crystaldiskinfo. Darin sehen Sie etwa die Temperatur oder die Gesundheit der Festplatte(n).

    Der Windows Explorer ist insgesamt ebenfalls eher beschränkt. Erfahrene Anwender greifen daher eher zu Programmen wie Total Commander oder Free Commander. Bereits in der Basisfunktion sind Funktionen für die Verwaltung enthalten, um etwa mit Festplatten und Partitionen besser umgehen zu können. Ähnliches leistet Minitool Partition Wizard Free, wenngleich auch fortgeschrittener. Beispielsweise könnten Sie damit selbst sehr große USB-Sticks mit einem anderen Dateisystem wie FAT32 ausstatten oder komplette HDD-Festplatten auf schnellere SSD-Laufwerke klonen. Hyper-V ist zwar ein sehr gutes Tool für die Virtualisierung, aber leider funktioniert es nur unter Windows 10 Pro. Mit VirtualBox fügen Sie diese Funktion auch für die Home-Edition von Windows 10 hinzu.

    Multimedia-Daten werden Sie in Windows 10 vor allem durch Apps abspielen - aber längst nicht alle, da nicht alle Formate unterstützt werden. DVDs und Blu-rays etwa sind zu kompliziert für die einfachen Apps. Mit einem Programm wie VLC Media Player spielen Sie praktisch alle denkbaren Formate ab - und auch optische Datenträger wie DVDs und BDs.

    Noch mehr Sicherheit für Windows 10

    Windows 10 ist aufgrund seiner hohen Verbreitung das beliebteste Ziel für Hacker. Standardmäßig gibt es den Virenschutz Windows Defender, der am Anfang seiner Entwicklung nur ein schlechter Ersatz für "echte" Antiviren-Tools war. Heute jedoch gilt das Tool als sehr guter Schutz gegen Schadsoftware. Konfigurieren können Sie das Programm über "Einstellungen" und "Update und Sicherheit". Darin finden Sie "Windows Defender". Dort sehen Sie beispielsweise Informationen zu bereits erkannten Bedrohungen und auch eine schnelle Prüfung aller Festplatten können Sie dort durchführen.

    Haben Sie Windows 10 Version 1709 installiert, werden Sie auch Zugriff auf "Überwachter Ordnerzugriff" bekommen. Zuerst müssen Sie die Funktion aber aktivieren. Der Vorteil daran ist, dass das Tool auch den Windows-Systemordner gegen Zugriffe von Apps von außen schützt. Auch weitere Ordner können Sie bei Bedarf nach Belieben definieren. Wenn Sie von den Funktionen von Windows Defender noch immer nicht angetan sind, können Sie sich natürlich auch nach anderen Lösungen umschauen - was für Anfänger aber nicht notwendig ist.

    Installation von Windows 1709 - und warum es notwendig ist

    Obwohl Windows 10 Version 1709 bereits im September 2017 ausgeliefert wurde, haben noch immer nicht alle Anwender das Update installiert. Das sollten Sie jedoch tun, da viele Neuerungen und Verbesserungen enthalten sind. Beispielsweise gibt es ein ansatzweise neues Design zu bewundern. Außerdem wird die Systemsteuerung erweitert, sodass mehr Punkte aus der vorherigen Systemsteuerung endlich dort zu finden sind. Funktional ändert sich natürlich nicht viel, was auch einer der Vorteile des Updates ist.

    Noch immer überarbeitet wird Cortana - und auch das Startmenü und das Info-Center sind noch immer nicht fertig. Die Verbesserungen sind meistens sehr kleiner Natur. Beispielsweise können Sie das Startmenü durch Version 1709 auch diagonal vergrößern oder verkleinern, was bisher nicht möglich war. Timeline sollte ebenfalls bereits im Fall Creators Update enthalten sein, am Ende hat es das Feature aber erst in das April-Update 2018 geschafft.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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