Mehr Speed: So räumen Sie Windows gründlich auf

Mehr Speed: So räumen Sie Windows gründlich auf
Mit der Zeit müllt sich Windows mit unnötigem Ballast zu. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Windows mit wenigen Schritten von Grund auf aufräumen.
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Mehr Speed: So räumen Sie Windows gründlich auf

Mit der Zeit müllt sich Windows mit unnötigem Ballast zu. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Windows mit wenigen Schritten von Grund auf aufräumen.

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21.11.2017 - 17:46 Uhr

Eine wachsende Zahl an Daten bedeutet meist Einschränkungen in der Funktionalität von Windows. Mit den folgenden Schritten räumen Sie Ihr Betriebssystem grundlegend auf.

Wie auch seine Vorgänger leidet Windows 10 unter einem altbekannten Problem: Mit zunehmender Datenmenge leidet die Performance und die Geschwindigkeit nimmt ab. Große Probleme bereiten zum Beispiel Programme, die von Windows selbst gestartet werden. Gerade nach Updates befinden sich viele Daten und Tools wie Update-Prüfer, Programme zur Onlinesynchronisation von Dateien und Starter im Systray auf dem Rechner, die dessen Tempo verlangsamen. Für Anwendungen, die oft gebraucht werden, ist es sinnvoll, wenn sie sich im Autostart befinden. Dann können sie direkt nach dem Start von Windows genutzt werden.

Weniger häufig gebrauchte Anwendungen führen allerdings zu einer ungewollten Verlangsamung. Deswegen sollte für solche Programme der Autostart deaktiviert werden. Es werden dann keine kostbaren Systemressourcen für unnötige Bereiche verschwendet und der Windows-Start gelingt deutlich schneller. Ebenfalls hinderlich sind Altlasten, die sich aus temporären Dateien, Resten längst deinstallierter Programme, Windows-Updates und vielem mehr zusammensetzen. Gerade bei stark begrenztem Speicherplatz auf der Festplatte oder der SSD sollte immer wieder darauf geachtet werden, das System von Müll oder unbenutzten Dateien zu befreien.

Windows selbst bietet einige Tools und Techniken an, mit denen sich das System aufräumen und beschleunigen lässt. Viele Nutzer setzen aber auf eigens zu diesem Zweck entwickelte Programme, die eine schnelle, einfache und dennoch professionelle Arbeit ermöglichen. Häufig können solche Hilfsmittel direkt gestartet und eingesetzt werden, ohne dass eine Installation notwendig wird. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Schritte und Methoden für Sie zusammengestellt, mit denen sich Windows grundlegend aufräumen und eine bessere Performance sowie eine höhere Geschwindigkeit erzielen lassen.

Mehr Speed: So räumen Sie Windows gründlich auf

  1. Ordnung in den Autostart bringen

    Wenn AutoRuns gestartet wurde, sind in der Registerkarte Everything alle Programme zu sehen, die sich im Autostart befinden. Mit der Option Hide Microsoft Entries ist die Auswahl auf solche Programme beschränkt, die nicht von Microsoft stammen oder keine digitale Signatur aufweisen. Außerdem gibt es hier eine Registerkarte namens Logon. Darin befinden sich Programme, die bedenkenlos zu deaktivieren sind, wenn sie für die eigenen Aufgaben nicht gebraucht werden. Die so deaktivierten Programme sind jedoch nicht verschwunden, sondern können bei Bedarf reaktiviert werden. Dasselbe gilt für Programme, die sich in Registerkarten wie Internet Explorer, Scheduled Tasks und Services befinden. Bei der letzten Registerkarte sollte jedoch mit Vorsicht gehandelt werden. Hierin befinden sich häufig Dateien, denen man nicht auf den ersten Blick ansieht, wofür sie stehen, und mit welchen Programmfunktionen sie verknüpft sind. Über die Auswahl Search online können mittels einer Google-Suche weitere Informationen zu einem bestimmten Programm eingeholt werden.
    Neben diesen Programmen, die das System verlangsamen, befindet sich im Autostart nicht selten auch Schadsoftware. Die Identifikation und Beseitigung solcher gefährlichen Programme sind im Autostart jedoch vergleichsweise leicht vorzunehmen. Hierfür müssen zunächst die Schritte Options → Scan Options → Check VirusTotal.com → Rescan ausgeführt werden. Anschließend öffnet sich eine Website, auf der die Ergebnisse der Autostartprüfung angezeigt werden. Über Options → Hide VirusTotal Clean Entries werden alle Ergebnisse aus der Liste entfernt, die als unbedenklich erkannt wurden. Einträge wie 1/54 signalisieren Ihnen, dass einer von 54 Virenscannern einen unsicheren Eintrag erkannt hat. Wird auf eines der Ergebnisse geklickt, wird ein Prüfbericht im Browser angezeigt. In der Regel ist eine Gefahrenmeldung von nur einem oder zwei Virenscannern eine Fehleinschätzung. Wenn allerdings mehrere Scanner Warnungen aussprechen, liegt vermutlich eine Schadsoftware vor. Um zusätzliche Informationen zu der fraglichen Datei zu erhalten, kann der Bereich Verhaltens-Informationen oder Kommentare aufgerufen werden. Sollten dennoch Zweifel bleiben, empfiehlt es sich, das betreffende Programm sicherheitshalber aus dem Autostart zu entfernen und alle damit verbundenen Anwendungen zu deinstallieren.

  2. Die Datenträgerbereinigung von Windows anwenden

    Sehr viel Ordnung lässt sich durch den Einsatz der Windows-Datenträgerbereinigung erreichen. Der Vorteil: Das Aufräumtool ist standardmäßig in Windows integriert und muss nicht erst installiert werden. Wenn Sie mehrere Festplatten nutzen, können Sie beim Aufrufen des Programms auswählen, welche davon überprüft werden soll. Nach der Prüfung werden verschiedene Bereiche angezeigt, die Sie ganz nach Wunsch löschen können. Falls gewünscht, können über Systemdateien bereinigen weitere Möglichkeiten im Umgang mit den angezeigten Dateien aufgerufen werden. Unter anderem können dann ältere Windows-Versionen entfernt werden, die nach einem Upgrade zu Windows 10 häufig noch auf dem Rechner verbleiben. Wird die frühere Windows-Version nicht mehr gebraucht, können Sie diese komplett entfernen. Über Weitere Optionen → Systemwiederherstellung und Schattenkopien → Bereinigen können Wiederherstellungspunkte gelöscht werden, was ebenfalls zu einem beachtlichen Platzgewinn führen kann. Sehr angenehm hierbei ist, dass Windows 10 weitestgehend selbst Ordnung hält, sodass ein manuelles Eingreifen kaum noch notwendig wird. Dazu zählt zum Beispiel die Entfernung älterer Update-Dateien, wenn 30 Tage nach dem Update keine Fehler aufgetreten sind.

  3. Störende Benutzerspuren beseitigen

    Nahezu alles, was an einem Rechner getan wird, hat die Entstehung von Daten zur Folge. Unter anderem werden zuletzt geöffnete Dateien, temporäre Dateien und Fehlerprotokolle im laufenden Betrieb abgespeichert. Zudem gelangen Formulardaten, Cookies und Sitzungsdaten auf den Rechner. Einige dieser Daten sind nützlich, da zum Beispiel Cookies von einer Website wiedererkannt werden können, sodass eine erneute Anmeldung nicht nötig wird. Das ist praktisch und spart Zeit. Allerdings können sogenannte Tracking-Cookies als Speicher für Informationen dienen, die für Werbenetzwerke interessant sind. Deswegen muss sich jeder Nutzer genau überlegen, ob solche Daten auf dem eigenen Rechner verbleiben sollen.
    Mit dem Tool BleachBit haben Nutzer die Möglichkeit, viele der oben erwähnten Daten zu löschen. Vor dem Start des Programms sollten Sie jedoch darauf achten, dass alle anderen Anwendungen einschließlich des Browsers geschlossen werden. Jede einzelne Datei sollte genau geprüft werden, bevor BleachBit an die Arbeit gehen darf. So gibt es bei einigen Kategorien wie FirefoxMicrosoft Office, System eine kurze Optionsbeschreibung. Nur, wenn Sie sich im Klaren über die Auswirkungen einer möglichen Löschung sind und die entsprechende Datei tatsächlich loswerden wollen, sollten Sie dahinter einen Haken setzen. Bei Bedarf kann vorher auf Vorschau geklickt werden. Hier sind all die Dateien zu sehen, die von einer Löschung betroffen wären. Erst, wenn eine genaue Kontrolle erfolgt ist, sollte durch einen Klick Endgültig aufräumen aktiviert werden.
    Ein ähnlich zweckmäßiges Tool, um Ordnung zu schaffen, ist PrivaZer. Im Rahmen der Konfiguration erweist sich der Assistent als sehr hilfreich, da er klare Empfehlungen ausspricht. Das Tool führt einen Suchlauf durch, um Dateien zu finden, die eventuell gelöscht werden können. Die angezeigten Ergebnisse können per Klick genauer angesehen werden, um weitere Informationen zu erhalten. Unter anderem werden die Ergebnisse verschiedenen Kategorien wie Internet Aktivitäten und Cookies zugeordnet. Beim Einsatz dieses Tools empfiehlt es sich, den Punkt Einen Wiederherstellungspunkt erstellen auszuwählen. Hierdurch ist es möglich, gelöschte Dateien wiederherzustellen, wenn sich dies als notwendig erweisen sollte.

  4. Den CCleaner sinnvoll einsetzen

    Grundsätzlich kann der CCleanermit BleachBit verglichen werden; er ist aber deutlich übersichtlicher, verständlicher und umfassender. Um das Tool nutzen zu können, wird die .Net-Laufzeitumgebung in der Version 3.5 gebraucht. Sehr praktisch ist, dass Windows 10 diese automatisch installiert, wenn sie noch nicht vorhanden sein sollte. Über Download latest werden aktuelle Regelsätze heruntergeladen, danach ist der CCleaner einsatzbereit. Vor dem Start des CCleaners sollten wiederum, wie bei anderen Tools dieser Art auch, alle Programme einschließlich Browser und E-Mail-Programm geschlossen werden. Anschließend geben Sie unter Einstellungen → Cookies an, welche Cookies erhalten bleiben sollen und welche gelöscht werden dürfen. Über Erweitert können Sie dann noch weitere individuelle Einstellungen an dem Programm vornehmen. So können Sie zum Beispiel bestimmen, dass nur solche Dateien aus dem Papierkorb entfernt werden, die älter als 24 Stunden sind. Kontrollieren Sie vor der Verwendung des CCleaners die Registerkarten Windows und Anwendungen genau und entscheiden Sie, welche Einstellungen Sie beibehalten wollen. Nachdem die zu löschenden Dateien ausgewählt wurden, ist ein Klick auf Analysieren nötig. Diese Analyse zeigt alle Aktionen, die der CCleaner durchführen möchte. Diese Liste sollte ebenfalls gründlich geprüft werden, damit noch benötigte Daten nicht versehentlich gelöscht werden.

  5. Beim Entfernen von Programmen richtig vorgehen

    Wenn für die Installation eines Programms ein Setup-Tool verwendet wird, steht in der Regel auch ein Uninstall-Tool zur Verfügung. Üblicherweise wird ein solches Tool über den Punkt Programme deinstallieren in der Systemsteuerung aufgerufen. Allerdings ist eine solche Deinstallation selten vollständig, sondern hinterlässt Rückstände wie Konfigurationsdateien, Registry-Einträge und Verknüpfungen. Das Tool IObit Uninstaller hilft dabei, auch diese letzten Überreste nicht mehr benötigter Programme zu entfernen. Nach dem Aufrufen zeigt das Tool eine Liste mit Programmen an, die deinstalliert werden können. Um einen besseren Überblick über die einzelnen Dateien zu gewinnen, können Sie die Punkte Umfangreiche Programme oder Selten genutzt auswählen. Das Tool eignet sich zudem besonders gut, um Browser-Toolbars, Plug-ins und vorinstallierte Windows-Apps loszuwerden.

  6. In der Windows-Registrierungsdatenbank aufräumen

    Die Windows-Registry ist der Ort, an dem System und Anwendungen Verknüpfungen zu Dateien und individuelle Einstellungen ablegen. Es dauert nicht lange, bis sich hier ein riesiger Berg an ungültigen oder verwaisten Einträgen angesammelt hat. Um diese herauszufiltern und zu entfernen, bietet sich das Tool Wise Registry Cleaner an. Bevor das Tool zum Einsatz kommt, sollte jedoch der Button Sichern geklickt werden, um für den Fall der Fälle ein Backup der Registry anzulegen. Anschließend müssen die Schritte Erstellen einer vollständigen Registry-Sicherung → Analyse-Start → Software-Pfade beziehungsweise Programmverzeichnisse ausgeführt werden. Hier werden die verschiedenen ungültigen Pfade, die bei der Analyse entdeckt wurden, aufgezeigt. Wenn einer dieser Einträge erhalten bleiben soll, entfernen Sie den davor befindlichen Haken. Sobald dies geschehen ist, kann die Bereinigung gestartet werden.

  7. Unnötige Werkseinstellungen loswerden

    Wer sich einen neuen Rechner kauft, findet darauf häufig viele vorinstallierte Programme. Hierbei ist recht schwer einzuschätzen, ob eine bestimmte Software tatsächlich gebraucht wird oder als Datenmüll gelöscht werden könnte. Wer das Tool Slimcomputer nutzt, bekommt Hilfe bei diesen Einschätzungen. Die Nutzer erhalten ein Bewertungssystem für Programme, das selbst Autostartprogramme und Browsererweiterungen umfasst. Nach dem Start des Tools wählen Sie den Punkt Run Scan aus. Nun wird eine Analyse in Gang gesetzt, deren Ergebnisse anschließend unter Main eingesehen werden können. Unter Applications werden die einzelnen Programme angezeigt, und die Spalte Rating weist diesen eine konkrete Bewertung zu. Rote Balken zeigen, dass ein Programm von vielen Nutzern als unerwünscht eingestuft wird, wohingegen ein grüner Balken für eine vornehmlich gute Einschätzung steht. Ein grün unterlegtes Programm ist somit nützlich oder optional. Über More Info können Sie zusätzliche Informationen zu der jeweiligen Software und zum Bewertungsmodus einsehen.
    Unter den jeweiligen Registerkarten müssen Sie die Häkchen bei all den Programmen entfernen, die nicht gelöscht werden sollen. Nach einem Klick auf Remove und einem Klick auf die einzelnen Deinstallationsprogramme werden nun alle Programme entfernt, die noch mit einem Häkchen versehen sind. Bei der Deinstallation werden Sie Schritt für Schritt angeleitet. Um die Änderungen wirksam werden zu lassen, muss Windows neu gestartet werden. Ähnlich effizient ist in diesem Bereich das Tool Should I Remove It? Dieses wird von Nutzern vor allem wegen seiner guten Übersichtlichkeit gelobt, was unter anderem dadurch erreicht wird, dass bei der Analyse ausschließlich installierte Anwendungen berücksichtigt werden.

  8. Riesige Dateien von der Festplatte entfernen

    Welche Dateien und Programme auf einem Rechner den meisten Platz beanspruchen, lässt sich mit dem Tool WinDirStat leicht erkennen. Das Tool stellt eine genaue Analyse aller ausgewählten Laufwerke an und präsentiert die Ergebnisse in Form einer Baumansicht. Hierdurch lässt sich das jeweilige Volumen der Verzeichnisse auf einen Blick erkennen. Die jeweilige Dateigröße wird mittels bunter Quadrate visualisiert, sodass die Interpretation von Zahlen oder die Lektüre komplizierter Erläuterungen wegfällt. Wenn ein solches Quadrat angeklickt wird, erscheint die dazugehörige Datei in der Baumansicht und kann auf Wunsch in den Papierkorb verschoben oder gelöscht werden.
    Einen anderen Ansatz verfolgt das Tool Everything, das mit einem sogenannten Suchindex arbeitet. Sobald dieser erstellt wurde, können in Sekundenbruchteilen einzelne Dateien auf der Festplatte gefunden werden. Das spart Zeit und ist sehr bequem. Für mehr Übersicht kann auf Größe geklickt werden. Damit werden alle Dateien nach Größen sortiert. Somit lässt sich leicht erkennen, welche Dateien besonders viel Platz einnehmen und wo sich diese befinden. Auch bei diesem Tool ist es über die Entf-Taste möglich, Dateien zu entfernen. Alternativ können aber auch unter dem Punkt Pfad öffnen zusätzliche Informationen zu einer bestimmten Datei eingeholt und im Windows-Explorer angezeigt werden.

  9. Defragmentierung der Festplatte

    Das Tool Defraggler ist sowohl in der Lage, eine ganze Festplatte aufzuräumen, als auch einzelne Dateien in Ordnung zu bringen. Letzteres eignet sich dazu, einzelne Datenbanken aufzuräumen oder eine Spieldatei zu defragmentieren. Vor der Prüfung müssen Sie die Festplatte auswählen, der sich das Tool widmen soll. Anschließend zeigt Defraggler an, wie viel Prozent der Festplatte fragmentiert sind, und defragmentiert diese auf Wunsch. Um diesen Schritt in Gang zu setzen und einzelne Dateien zu defragmentieren, wählen Sie die Registerkarte Dateiliste. Hier können Sie sich die einzelnen Dateien sortiert nach Größe anzeigen lassen. Nachdem Sie die gewünschten Dateien ausgewählt haben, kann die Defragmentierung beginnen.

  10. Lästige und gefährliche Browser-Add-ons loswerden

    Add-ons sind praktisch, um Browsern ein größeres Funktionsspektrum zukommen zu lassen, als sie von Haus aus haben. Die Schattenseite solcher Add-ons ist allerdings, dass sie ein System spürbar verlangsamen und eventuell sogar Funktionen negativ beeinträchtigen können. Das ist besonders dann der Fall, wenn Add-ons auf den Rechner gelangen, ohne dass der Nutzer dem zugestimmt hat. Gerade wer viel Freeware nutzt, bekommt häufig solche Add-ons mitgeliefert, da sich die Entwickler derartiger Programme über Werbung finanzieren. Dass sich solche Add-ons ins System geschlichen haben, wird zum Beispiel daran ersichtlich, dass unvermutet eine Browser-Toolbar eingerichtet oder die bevorzugte Suchmaschine geändert wird.
    Um sich von solch lästigen Add-ons zu befreien, empfiehlt sich der Einsatz des Tools Avast Browser Cleanup. Dieses Programm untersucht alle auf dem Rechner vorhandenen Browser und zeigt Add-ons und Suchdienstanbieter an, die für das System ein Problem darstellen könnten. Außerdem macht das Tool Änderungsvorschläge, die per Klick auf Meinen Browser bereinigen in die Tat umgesetzt werden können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, einen bestimmten Browser und ein darin befindliches Add-on auszuwählen und Letzteres dauerhaft zu löschen. Wenn tatsächlich alle vorhandenen Add-ons angezeigt werden sollen, muss der Punkt Plugins mit guter Bewertung ausblenden deaktiviert werden.

  11. Schadsoftware finden und entfernen

    Webbrowser müssen sich immer wieder feindlicher Angriffe erwehren. Hierbei leistet eine installierte Antivirensoftware gute Dienste, doch zusätzlicher Schutz ist immer ratsam. Deswegen setzen zahlreiche Nutzer auf das kostenlose Tool Spybot - Search & Destroy. Dieses Programm ist in der Lage, verdächtige Dateien, die die Aktivitäten des Nutzers ausspähen können, auf einem Rechner zu entdecken und zu eliminieren. Bei jedem Start sollte zunächst auf Update geklickt werden, um Aktualisierungen vorzunehmen und das Tool auf dem neuesten Stand zu halten. Nur so ist es möglich, sich auch vor neuen Viren, Trojanern sowie Spy- und Adware zu schützen. Anschließend kann der Systemscan beginnen, bei dem auch eventuell vorhandene Keylogger, Trojaner und Hijacker entdeckt und unschädlich gemacht werden.

  12. Der richtige Umgang mit manipulierten Verknüpfungen

    Nicht selten stellen erwünschte Programme unerwünschte Verknüpfungen zu Suchmaschinen her. Das Tool LnkCheck ist in der Lage, solche Verknüpfungen zu entdecken und die vorgenommenen Manipulationen rückgängig zu machen. Das ist eine beeindruckende Leistung, da .lnk-Dateien oft sehr komplex sind und einen deutlich größeren Informationsumfang besitzen, als dies auf den ersten Blick scheint. Schadsoftware nutzt diesen komplexen Aufbau aus, um heimlich Internetadressen einzubauen. Wenn dann der Browser geöffnet wird, erscheint eine andere Startseite als eigentlich vorgesehen. Diese bringt dem Betreiber Geld oder sorgt dafür, dass weitere Schadsoftware auf den Rechner installiert wird.
    Nach dem Start des Tools wählen Sie alle Programme aus, die auf .lnk-Dateien hin geprüft werden sollen. Anschließend werden über Suche*.lnk alle Suchergebnisse angezeigt. Jetzt können einzelne .lnk-Dateien ausgewählt und zusätzliche Informationen dazu abgefragt werden. Unter anderem erfahren Sie so, welche Dateien hierüber gestartet werden, und können sich gegebenenfalls über die damit verbundenen Arbeitsverzeichnisse, Beschreibungen und Tastaturkürzel schlaumachen. Außerdem können Sie über Parameter nachsehen, welche Angaben bei der Aktivierung der .lnk-Dateien übermittelt werden. Sollen ausschließlich solche Parameter-Dateien angezeigt werden, dann klicken Sie auf Nur Dateien mit 'Parameter' anzeigen. Zusätzlich ist über Filter eine gezielte Suche nach bestimmten Parametern möglich.
    Sollten auf Ihrem Rechner unerwünschte Links in den Browserverknüpfungen vorhanden sein, rufen Sie die betroffenen Dateien über Ordner im Explorer öffnen auf. Anschließend können über Eigenschaften → Ziel: die lästigen URLs entfernt werden. Bei Ordnernamen mit Leerzeichen ist allerdings wichtig, dass die Anführungszeichen erhalten bleiben. Falls solche Verknüpfungen auftauchen, empfiehlt es sich, das gesamte System auf Schadsoftware zu überprüfen, da andernfalls unmittelbar nach der Korrektur die gefährliche Verknüpfung wiederhergestellt wird.

  13. Ordnung in die Shell-Erweiterungen bringen

    Der Vorteil von Shell-Erweiterungen besteht darin, dass mit ihnen Programme unmittelbar in die Windows-Oberfläche gelangen. Das bringt allerdings den negativen Nebeneffekt mit sich, dass das System langsamer wird oder das Kontextmenü an Übersichtlichkeit einbüßt. Üblicherweise können Sie bei der Installation einer Software selbst entscheiden, welche Shell-Erweiterungen sie nutzen soll, um eine Verbindung mit dem Explorer herzustellen. Im Nachhinein können Änderungen in der Regel über die Programm-Optionen der jeweiligen Software vorgenommen werden. Hierdurch ist es zum Beispiel möglich, unerwünschte Kontextmenüs zu beseitigen.

  14. Konfiguration der Auslagerungsdatei

    Es ist sinnvoll, die Auslagerungsdatei zu konfigurieren. Windows setzt die Auslagerung ein, um Dateien, die im Moment nicht gebraucht werden, an die Festplatte auszulagern. Das kann die Geschwindigkeit und die Performance des Systems verbessern. Hierzu muss über einen Rechtsklick auf Arbeitsplatz der Punkt Eigenschaften Erweitert aufgerufen werden. In den meisten Fällen ist die Auslagerungsdatei mehrere Hundert Megabyte groß und befindet sich auf dem Systemlaufwerk. Wenn mehrere Festplatten zur Verfügung stehen, ist es ratsam, die Auslagerungsdatei dorthin auszulagern. Hierdurch reduziert sich die Zugriffszahl auf das Systemlaufwerk, was die Lebenserwartung des Laufwerks deutlich erhöht. Als Nächstes sind die Schritte Systemleistung → Einstellungen, Erweitert, Virtueller Arbeitsspeicher, Ändern auszuführen. Im Anschluss daran wird das Laufwerk, das in Zukunft die Auslagerungsdatei beherbergen soll, ausgewählt und der Punkt Größe wird vom System verwaltet angeklickt. Hier ist es ebenfalls möglich, die Systempartition auszuwählen und den Punkt Keine Auslagerungsdatei zu aktivieren.

  15. Auf Effekte und Extras verzichten

    Typisch für Windows ist, dass dem Nutzer viele Effekte und Extras zur Verfügung gestellt werden. Viele davon sind optisch reizvoll, erfüllen aber keine klare Funktion. Die Folgen solcher Effekte sind jedoch schnell spürbar: Das System verlangsamt sich. Deswegen sollten nach Möglichkeit alle Extras und Effekte ausgeschaltet werden, auf die Sie problemlos verzichten können.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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