Mit genialen Hacks Einstellungen in der Windows-Registry anpassen

Mit genialen Hacks Einstellungen in der Windows-Registry
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Mit genialen Hacks Einstellungen in der Windows-Registry anpassen

© Oleg Elkov / Getty Images

Um sämtliche Einstellungen in Windows anzupassen, führt kein Weg an der Windows-Registrierungsdatenbank vorbei. Wir zeigen, wie es geht, ohne die Konfiguration zu beschädigen.

Bildershow: So passen Sie die Windows Registry an >>

Der zentrale Speicher von Konfigurationen für Windows und Programme ist die Registry, wie die Windows-Registrierungsdatenbank kurz genannt wird. Jede Einstellungsänderung bewirkt eine Änderung an einem Wert in der Registry. Manchmal macht aber ein direkter Eingriff in die Registry Sinn. Bevor Sie direkte Änderungen vornehmen, empfehlen wir aus Sicherheitsgründen die Erstellung eines Backups. Bei häufigen Anpassungen eines Werts ist es mitunter einfacher, direkt auf die Registry zuzugreifen. Zudem werden in der Registrierungsdatenbank zig Werte gespeichert, die sich nicht über die Systemsteuerung oder die Einstellungen ändern lassen. Hierfür steht neben diversen Tuning-Tools der Windows-Registrierungseditor (Regedit) zur Verfügung.

Wichtig: Wenn Sie noch keine Erfahrung mit der Registry haben und sich das erste Mal damit beschäftigen, sollten vor Sie jeglichen Aktivitäten unbedingt ein Backup durchführen. Das verschafft Ihnen die nötige Sicherheit zum Experimentieren.

Auch wenn sich der Registrierungseditor recht einfach bedienen lässt, sollten Sie wissen, wie die möglichen Optionen in puncto Struktur aufgebaut sind und was sie bedeuten. (Mehr dazu finden Sie unter Punkt 1 bis 3).

Damit es erst gar nicht zu Problemen kommt, raten wir dazu, in regelmäßigen Abständen ein vollständiges Backup durchzuführen. Alternativ können auch nur einzelne Schlüssel oder einzelne Bereiche gesichert werden. Windows stellt hierzu die nötigen Werkzeuge bereit. Man kann hier aber auch auf spezialisierte Tools zurückgreifen.

So passen Sie die Windows Registry an:

  1. Windows-Registry: Grundsätzliches zum Aufbau

    Mit der Tastenkombination Win+R lässt sich der Windows-Registrierungseditor am schnellsten aufrufen. Tippen Sie "regedit" in das Eingabefeld und klicken Sie dann auf "OK". Die Anfrage von der Benutzerkontensteuerung bestätigen Sie mit "Ja".

    Auf der linken Seite präsentiert der Editor die Hauptschlüssel in Form einer Baumansicht. Jeder Schlüssel lässt sich aufklappen. Je nach Auswahl werden im rechten Teil des Editorfensters die im gewählten Schlüssel aktuell abgelegten Wertenamen angezeigt. In der Spalte mit der Überschrift "Typ" wird die Art der Daten gelistet, in der Spalte "Daten" der Inhalt.

    Der Registry-Aufbau erinnert an das Dateisystem im Windows-Explorer. Nur stehen in der Registry keine Ordner und Unterordner, sondern Schlüssel und Unterschlüssel. An der Stelle von Dateien finden Sie Werte. Die in einem Wert enthaltenen Daten lassen sich mit dem Inhalt einer Datei vergleichen. Mit dem Unterschied, dass Registry-Inhalte weniger komplex sind. Sie fungieren sozusagen wie Variablen mit einem bestimmten Wert.

  2. Die Registry enthält fünf Hauptschlüssel

    Der Windows-Registrierungseditor zeigt Ihnen links die fünf Hauptschlüssel in einer Baumansicht übersichtlich an.

    "Hkey_Classes_Root": In diesem Schlüssel sind hauptsächlich Erweiterungen von Dateinamen einschließlich der Programmverknüpfungen abgelegt. Zahlreiche Schlüssel referenzieren nur eine Class-ID ("CLSID"). Zu dieser Klasse gehört ein gleichnamiger Schlüssel, der unter "Hkey Classes_Root\Clsid" zu finden ist. Dabei handelt es sich meistens um Funktionen von DLL-Dateien. Diese dienen internen Nutzungszwecken und wurden entweder von Windows oder einer Anwendung registriert.

    "Hkey_Current_User" enthält sämtliche Einstellungen eines aktuell angemeldeten Benutzers. Die Daten werden bei Installation und Konfiguration von Anwendungen unterhalb von "Software" abgelegt. Unter "Software/Microsoft" findet man die Windows-Konfiguration.

    "Hkey_Local_Machine": In diesem Schlüssel sind systemspezifische Einstellungen für Anwendungen und Windows gespeichert, die für alle Benutzer gelten. In der Regel ist nur der Administrator berechtigt, diese zu ändern. Unterhalb von "System\Current\ControlSet" finden Sie Einstellungen für Treiber und Dienste. Hier müssen Sie besonders vorsichtig sein. Deaktivieren Sie versehentlich einen Schlüssel, kann es passieren, dass Windows nicht mehr starten kann.

    "Hkey_Users" ist für Schlüssel mit Benutzter-IDs reserviert. Der Benutzer "System" ist "S-1-5-18", der Benutzer "NT Authority" ist "S-1-5-19" und der Benutzer "Network Service" "S-1-5-20". Die beiden längeren IDs gehörten dem aktuellen Nutzer. Der Inhalt ist derselbe wie bei "Hkey_Current_User" und "Hkey_Classes_Root".

    "Hkey_Current_Config" stellt eine Verknüpfung zu Schlüsseln her, die sich unterhalb von dem Eintrag "Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\ Hardware Profiles\Current\" befinden. Programme können für den Zugriff auf die Werte einen kürzeren Pfad nutzen.

  3. Die wichtigsten Datentypen der Registry

    Ein Wert in der Registry wird von Windows nur dann berücksichtigt, wenn er dem vorgegebenen Datentyp entspricht. Beispielsweise muss der Dword-Wert (REG_DWORD) zwingend eine 32-Bit-Zahl enthalten.

    "REG BINARY": Dieser Datentyp kann beliebige Bytes aufnehmen. Datensätze, die in diesem Wert strukturiert sind, lassen sich in einem Einzelwert speichern. Das ermöglicht Programmen, mehrere Informationen auf einmal einzulesen. Hierfür müssen also nicht mehrere Werte verwendet werden.

    "REG_DWORD" enthält eine 4 Byte breite 32-Bit-Zahl, deren Wert zwischen 0 und 4294967295 liegt, was 2 hoch 32 minus 1 beziehungsweise 0xffffffff in der hexadezimalen Darstellung entspricht. In diesem Format können beliebige Zahlenwerte, beispielsweise für die Position und Größe eines Programmfensters gespeichert werden.

    "REG_EXPAND_SZ": Hier werden bei der Aufnahme einer Zeichenfolge die Umgebungsvariablen berücksichtigt. Wenn der Wert zum Beispiel "%windir%" enthält, erfolgt die Expansion der Variablen zu "C:\Windows".

    "REG_MULTI_SZ": In diesem Datentyp lassen sich mehrere Zeichenfolgen speichern. Intern stellt er sich als eine Folge nullterminierter Strings dar. "REG_QDWORD" speichert eine 8 Byte breite 64-Bit-Zahl. Das entspricht einem maximalen hexadezimalen Wert von 0x0xffffff ffffffffff beziehungsweise (2 hoch 64) -1.

    "REG_SZ": Dieser Datentyp wird zur Speicherung einfacher Zeichenfolgen verwendet. Dazu gehören beispielsweise von einer Anwendung eingelesene Textwerte oder Pfade im Dateisystem.

  4. Aktivierung eines automatischen Registry-Backups

    Wenn Sie Sicherungskopien Ihrer Registry ohne zusätzliche Tools erstellen möchten, können Sie auch die Bordmittel von Windows nutzen. Sehr komfortabel ist das allerdings nicht. Deshalb empfehlen wir Ihnen die Methode, die wir unter Punkt 7 beschreiben.

    Sogar Microsoft scheint an seinen eigenen Methoden zu zweifeln. Anders ist es nicht zu erklären, dass seit der Version 1803 von Windows 10 keine automatischen Back-ups von der Registry mehr erstellt werden. Wenn Sie dennoch die Funktion wieder aktivieren möchten, müssen Sie in die Registry gehen und im Schlüssel Hkey_Local_Machine\System \CurrentControlSet\Control \Session Manager \Configuration Manager den Wert (Dword) von EnablePeriodicBackup auf 1 setzen und danach Windows neu starten.

    Über die Tastenkombination Win+R rufen Sie dann die Aufgabenplanung und taskschd.msc auf. Auf der linken Seite in der Baumansicht öffnen Sie "Aufgabenbibliothek > Microsoft > Windows > Registry". Anschließend müssen Sie auf "RegIdleBackup" klicken und die Task über "Aktion > Ausführen" starten. Nach der Ausführung sind die gesicherten Dateien unter "C:\Windows\System32\config\RegBack" zu finden.

    Eine einfache Funktion für die Wiederherstellung werden Sie vergeblich suchen (siehe Punkt 8). Außerdem wird die Benutzer-Registry ebenfalls nicht gesichert. Alle zehn Tage führt Windows "RegIdleBackup" automatisch aus. Und zwar dann, wenn der Rechner gerade nicht beschäftigt ist.

  5. Bedienung des Windows-Registrierungseditors

    Wenn Sie mit dem Registrierungseditor arbeiten, sollten Sie äußerste Vorsicht walten lassen und keine Änderungen vornehmen, wenn Sie sich der Auswirkungen nicht bewusst sind. Zwar hält sich die Zahl der kritischen Schlüssel, die Windows nachhaltig beschädigen könnten, in Grenzen. Dennoch können unbedachte Änderungen rasch zu Fehlfunktionen führen.

    Möchten Sie einen Wert ändern, dann müssen Sie im linksseitigen Baum des Registrierungseditors den gewünschten Schlüssel wählen und im rechten Bereich des Fensters einen Wertenamen doppelklicken, um ihn zum Bearbeiten zu öffnen. Je nach Werte-Typ erscheinen unterschiedliche Fenster, in denen Sie neue Werte eingeben können. Ein Klick auf "OK" speichert die jeweilige Änderung. Bei Änderungen von Werten, die unter "Hkey_Local_Machine" stehen, müssen Sie in der Regel Windows neu starten. Nur so kann der neue Wert vom System berücksichtigt werden. Dagegen wirken Änderungen unter "Hkey_Current_User" teilweise sofort. In einigen Fällen müssen Sie Windows aber auch hier neu starten oder sich bei Windows abmelden und anschließend wieder anmelden.

    Um neue Unterschlüssel oder Werte anzulegen, müssen Sie den Kontextmenüpunkt "Neu" auswählen oder stattdessen das Menü "Bearbeiten > Neu" aufrufen. Im Menü wählen Sie den für eine Einstellung erforderlichen Wertetyp aus. Schlüssel und Werte können Sie übrigens über das Kontextmenü auch löschen oder umbenennen.

    Zum Durchsuchen der Registry wählen Sie "Bearbeiten > Suchen". Je nach gesuchtem Inhalt setzen Sie vor "Schlüssel", "Werte" oder "Daten" ein Häkchen. Um zur jeweils nächsten Fundstelle zu springen, drücken Sie die F3-Taste. Möchten Sie einen bestimmten Schlüssel schnell ansteuern, dann müssen Sie den gewünschten Zweig öffnen und den Anfangsbuchstaben oder die beiden ersten Buchstaben eintippen. Häufig aufgesuchte Schlüssel sollten Sie am besten in einem Lesezeichen über "Favoriten > Zu Favoriten hinzufügen" speichern.

    Übrigens können Sie Teile der Registry auch exportieren. Markieren Sie hierzu den gewünschten Registry-Zweig und klicken Sie auf "Datei > Exportieren". Der exportierte Teil wird dann in einer Reg-Datei gespeichert. Möchten Sie eine Reg-Datei einlesen, müssen Sie "Datei > Importieren" auswählen. Alternativ können Sie auch die Reg-Datei öffnen und im Windows-Explorer importieren. Die Funktion sollten Sie vor jeglicher Änderung zum Erstellen einer Sicherungskopie von Schlüsseln verwenden. Für ein komplettes Backup ist die Exportfunktion allerdings nur eingeschränkt geeignet (siehe Punkt 7). Zumeist fehlen Ihnen dafür die nötigen Zugriffsrechte.

    Tipp: Falls Sie keine Erlaubnis haben, um in der Registry auf einen bestimmten Schlüssel zuzugreifen, können Sie über "Bearbeiten > Berechtigungen" die Zugriffsrechte ändern. Mit dem Tool Regownershipex lässt sich die Besitzübernahme noch einfacher bewerkstelligen.

  6. Verwendung alternativer Registry-Editoren

    Sie können auch alternative Registry-Editoren wie beispielsweise den O&O Regeditor verwenden. Gegenüber dem Microsoft-Tool bietet er einige Vorteile. So gibt beispielsweise die Suchfunktion eine Ergebnisliste aus, die ein schnelles Springen zum gewünschten Wert oder Schlüssel ermöglicht. Zudem können Schlüssel einschließlich der Unterschlüssel mitsamt den Werten kopiert und wieder eingefügt werden. Zum Erstellen einer schnellen Sicherungskopie ist das recht praktisch.

    Der Registry-Editor Regalyzer enthält eine professionelle Suchfunktion, die neben regulären Ausdrücken auch boolsche Operatoren wie "and", "or" und "not" in Suchbegriffen zulässt. Zudem können Sie die Suche auf ein Datum oder eine Uhrzeit eingrenzen. So lassen sich erstellte oder geänderte Inhalte eines bestimmten Tages gezielt finden.

  7. Nutzung von Wiederherstellungspunkten für ein Backup

    Wenn die Installation eines Treibers oder eines Programms fehlschlägt oder sich Fehler in der Registry eingenistet haben, können Sie mit der Systemwiederherstellung einen früheren Systemzustand rasch wiederherstellen. Alle Änderungen wie etwa Windows-Updates und aktualisierte Treiber, die seit dem Sicherungszeitpunkt durchgeführt wurden, werden dabei entfernt. Persönliche Dateien betrifft das jedoch nicht.

    Die Systemwiederherstellung ist allerdings unter Windows 10 per Standard nicht immer aktiviert. Sie können das prüfen, indem Sie Ihre Systemsteuerung per Suche im Startmenü aufrufen. Alternativ rufen Sie mit Win+R den Ausführen-Dialog auf, geben "control" ein und klicken auf "OK". Anschließend müssen Sie in der Systemsteuerung den Punkt "Wiederherstellung" suchen und dann auf "Wiederherstellungspunkt erstellen" klicken. Hierzu müssen Sie das Laufwerk markieren, auf dem die Funktion ausgeführt werden soll. In aller Regel ist es das Laufwerk "C:", weil hier Windows installiert ist. Danach müssen Sie auf "Konfigurieren" und anschließend auf "Computerschutz aktivieren" klicken. Der Regler unter "Speicherplatzbelegung" dient der Reservierung von Platz für die Sicherungen. Hier sollten Sie einen Gigabyte-Wert im zweistelligen Bereich wählen und die Änderung anschließend mit "OK" bestätigten. Gehen Sie zum vorherigen Fenster und klicken Sie auf "Erstellen", um eine erste Sicherung anzulegen.

    Die Wiederherstellungspunkte erzeugt Windows zum Teil automatisch. Dies geschieht beispielsweise bei der Installation von neuer Software oder vor Updates. Sie sollten sich allerdings nicht darauf verlassen. Aus dem Grund empfehlen wir Ihnen, Wiederherstellungspunkte vor größeren Änderungen manuell zu erstellen.

    Um bei Fehlern zum Wiederherstellungspunkt zurückzukehren, müssen Sie "Wiederherstellungspunkt erstellen" ein weiteres Mal aufrufen. Klicken Sie dann auf "Systemwiederherstellung". Falls Windows dann nicht mehr starten sollte, haben Sie die Möglichkeit, die Systemwiederherstellung wie unter Punkt 8 beschrieben, über das Windows-Installationssystem zu starten.

  8. Registry-Dateien auf der Festplatte

    Im Registrierungseditor erscheint die Registry als zusammenhängender Baum so, als bestünde sie aus einer einzigen Datei. In Wirklichkeit verteilt sich die Registry-Datenbank auf mehrere Dateien. Diese befinden sich unter "C:\Windows\System32\config". Welche Dateien jeweils zu welchem Zweig der Registry gehören, können Sie in Regedit unter Hkey_Local_Machine\System \Current-ControlSet \Control\hivelist herausfinden.

    "Hkey_Local_Machine\Software" befindet sich in der Datei "C:\Windows\System32\config\software". Zugehörig zu "Hkey_Local_Machine\System" ist die Datei "C:\Windows\System32\config\system".

    "Hkey_Current_User" beziehungsweise "Hkey_Users\[User-ID]" sind im jeweiligen Nutzerprofil der Datei "Ntuser.dat" unter "C:\Users\[Benutzername]" abgelegt.

    "Hkey_Classes_Root" nimmt mit "C:\ Users\[Benutzername]\AppData\Local\Microsoft\Windows\UsrClass.dat" sogar eine eigene Datei komplett für sich in Anspruch.

    Alle aufgezählten Dateien werden durch Windows exklusiv geöffnet und können nicht direkt über den Windows-Explorer kopiert werden. Für ein Backup benötigen Sie, wie unter Punkt 7 beschrieben, spezielle Tools.

  9. Zusatztools für das Registry-Backup

    Mit Registry Backup von Tweaking.com steht Ihnen ein komfortables Tool zur Verfügung, mit dem Sie die Registry regelmäßig und vollständig sichern können. Nachdem Sie das Programm gestartet haben, klicken Sie auf "Settings". Hier können Sie unter "Backup Location" festlegen, an welchem Ort die Backups gespeichert werden sollen. Per Standard wird die Registry im Ordner "C:\Regbackup" gesichert. Klicken Sie danach auf "Open Advanced Settings". Hier müssen Sie die Häkchen vor "Enable Fallback Backup Method (Enable by Default)" sowie "Always use Fallback Backup Method Instead of Volume Shadow Copy" entfernen. Unter "VSS exe To Use" ist außerdem "Auto Detect (Default)" einzustellen.

    Microsoft hat mit Volume Shadow Copy (VSS) eine Methode entwickelt, um ein vollständiges Registry-Backup durchzuführen. Falls das Tool mit den vorhandenen Einstellungen nicht korrekt arbeiten sollte, müssen Sie in der Online-Hilfe nachschauen. Sie finden diese unter "Help & Support". Klicken Sie hier auf das Icon, das sich unter "Online Help & FAQs" befindet. Hier finden Sie Anleitungen zum Reparieren des VSS-Dienstes.

    Zur Erstellung eines Back-ups müssen Sie auf die Registerkarte mit der Aufschrift "Backup Registry" und dann auf "Backup now" klicken. Konfigurationen für ein automatisches, regelmäßiges Back-up können Sie unter "Settings" festlegen. Das Programm legt im Sicherungsordner für jedes Backup ein eigenes Verzeichnis mit Datum und Uhrzeit an.

    Sollten Probleme auftreten, müssen Sie Backup Registry neu starten. Gehen Sie dann auf die Registerkarte mit der Aufschrift "Restore Registry". Am oberen Fensterrand wählen Sie dann über das Auswahlfeld das letzte Backup aus. Nachdem Sie die Registry über "Restore Now" wiederhergestellt haben, starten Sie Windows neu. Außerdem wird in den Sicherungsordnern die Datei "dos_restore.cmd" von dem Programm erstellt. Diese Datei kann im Reparatursystem von Windows verwendet werden (siehe hierzu Punkt 8).

  10. Backup und Restore über das Reparatursystem

    Falls Sie Windows nicht mehr starten können, ist die Wiederherstellung der Registry über ein Zweitsystem möglich. Weil Sie damit umfassend auf die Registry-Daten zugreifen können, lässt es sich ebenfalls für Back-ups verwenden. Testen Sie die Wiederherstellung vorab, um im Fehlerfall Gewissheit zu haben, dass es funktioniert.

    Sie brauchen hierzu ein Installationsmedium für Windows. Also einen USB-Stick oder eine DVD, von der sich Windows starten lässt. Falls Sie nicht über ein solches verfügen, nutzen Sie das Media Creation Tool, um Windows 10 herunterzuladen.

    Ihren PC booten Sie nun von dem Windows-Installationsmedium. Sobald das Windows-Setup-Fenster erscheint, öffnen Sie die Eingabeaufforderung durch Drücken der Tastenkombination Shift-F10. Tippen Sie dann Notepad ein, um den Windows-Editor zu öffnen. Im minimalen Installationssystem kann das Programm als einfacher Dateimanager genutzt werden. Gehen Sie dann auf "Datei > Öffnen" und verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, wie die Laufwerksbuchstaben zugeordnet sind. Nutzen Sie dazu die Navigation, die sich hinter "Suchen in:" befindet. Die Windows-Partition erreichen Sie in der Regel nicht über "C:", weil diese meist einen höheren Buchstaben wie beispielsweise "E:" trägt. Um sämtliche Dateien zu sehen, müssen Sie hinter "Dateityp" in der Notepad-Anwendung "Alle Dateien" als Wert auswählen. Jetzt können Sie über das Kontextmenü Dateien oder einzelne Ordner kopieren. Das können diejenigen sein, die über RegIdleBackup stehen (Kasten oben) oder die gesicherten Registry-Dateien (Registry Backup siehe Punkt 7). Gehen Sie nun zu dem Ordner "\Windows\System32\config", um die Dateien einzufügen. Ferner lässt sich die Batchdatei "dos_restore.cmd", welche von Registry Backup erstellt wurde, über den Kontextmenüpunkt "Öffnen" starten.

    Über die "Computerreparaturoptionen" können Sie im Windows-Installationssystem zudem Wiederherstellungspunkte zurücksichern. Gehen Sie hierzu auf "Problembehandlung > System wiederherstellen".

  11. Änderung von Registry-Einträgen mit Windows-Tuner

    Wir haben für Sie eine Vielzahl von Registry-Einträgen gesammelt und in der Toolsammlung " PC-WELT Windows-Tuner 2021", den wir im Sommer 2021 vorstellten, eingebracht. Damit können Sie auf viele zentrale Optionen zugreifen, um Windows schneller und komfortabler zu machen. Die aktuellen Einstellungen sehen Sie sofort. Die Konfiguration können Sie nicht nur speichern und ändern, sondern auch wiederherstellen.

    Den PC-WELT Windows-Tuner können Sie größtenteils frei konfigurieren. Beispielsweise können Sie sich nur die wirklich benötigten Einstellungen anzeigen lassen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, neue Einstellungen selbst zu definieren.

    Auf der Registerkarte "Kategorien" zeigt Ihnen das Tool mehrere Bereiche an: zum Beispiel "Visuelle Stile und Desktop", "Sicherheit", "Funktionalität des Windows-Explorers verbessern" und "Weitere Funktionen konfigurieren".

    Ein Klick auf den Button "Aktuelle Einstellungen sichern" bewirkt die Speicherung des momentanen Zustands. Sie speichern damit also den Status aller aktivierten und deaktivierten Optionen. Doch Achtung: Es werden nur diejenigen Optionen gesichert, die gerade angezeigt werden.

    Ändern von Optionen: Um eine Option zu ändern, müssen Sie vor die gewünschte Option entweder ein Häkchen setzen oder ein gesetztes Häkchen entfernen. Weitergehende Informationen erhalten Sie, wenn Sie mit der rechten Maustaste die Option anklicken und dann "In Datenbank anzeigen" auswählen. Sie gelangen daraufhin auf die Registerkarte mit der Aufschrift "Datenbank-Editor". Er zeigt Ihnen den Datensatz an, der jeweils dazugehört. Im Feld "Beschreibung" wird erklärt, was der Registry-Schlüssel bedeutet und welche Werte er annehmen kann.

    Um die Änderungen abzuschließen, müssen Sie auf "Änderungen speichern" klicken, woraufhin der Windows-Tuner von PC-WELT die geänderten Werte in die Registry schreibt. Beachten Sie: Viele Windows-Einstellungen werden erst dann wirksam, nachdem der Windows-Explorer neu gestartet wurde. Mit "Explorer neu starten" steht Ihnen dafür eine entsprechende Schaltfläche zur Verfügung. Falls das nicht fruchtet, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich ab- und wieder anzumelden oder Windows neu zu starten.

    Ändern von Registry-Datensätzen: Falls Sie unter "Kategorien" neue Optionen hinzufügen oder einzelne Optionen nicht benötigen und ausblenden möchten, können Sie das auf der Registerkarte "Datenbank-Editor" vornehmen. Änderungen führen Sie durch, indem Sie den Menüpunkt "Optionen > Datenbank editierbar" auswählen. Neue Datensätze können Sie über "Neuen Eintrag hinzufügen" im Kontextmenü in der jeweiligen Kategorie. Wenn Sie das Formular ausfüllen, sollten Sie sich an den Einträgen orientieren, die schon vorhanden sind. Die vom Registry-Eintrag betroffene Windows-Version können Sie unter System eintragen. Mehrere Einträge müssen hier durch Leerzeichen getrennt werden. Verwenden Sie exakt dieselbe Schreibweise wie in der Liste hinter "Filter". Eine Option taucht auf der Registerkarte "Kategorien" nur dann auf, wenn vor der Option "In Kategorie-Ansicht zeigen" ein Häkchen gesetzt ist.

    Tipp: Der Winaero Tweaker ergänzt den PC-WELT Windows-Tuner perfekt. Das Werkzeug stellt für eine Vielzahl von Registry-Hacks eine grafische Oberfläche zur Verfügung. Fast alle Funktionen sind verständlich beschrieben - allerdings in englischer Sprache. Zusätzliche Informationen erhalten Sie über Links zu entsprechenden Webseiten auf https://winaero.com, welche bei den meisten Optionen zu finden sind. Neben ausführlichen Informationen, gibt es hier detaillierte Angaben zu den Registry-Werten, die mit dem Programm geändert werden können.

Fazit

Die Windows-Registry ist die hochsensible Schaltzentrale für das Windows-System. Änderungen sollten daher nur von erfahrenen Nutzern vorgenommen werden. Aber auch diesen können Fehler unterlaufen. Vor Änderungen sollten Sie deshalb immer erst ein Backup machen. Sicher ist sicher. Wenn Sie diesen Ratschlag beherzigen, haben Sie es in der Hand, aus Ihrer Windows-Installation das meiste herauszuholen und Windows perfekt auf Ihre Anwenderbedürfnisse auszurichten.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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