Screenshots erstellen mit Windows 10

Screenshots erstellen mit Windows 10
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Screenshots erstellen mit Windows 10

© Getty Images / Vertigo3d

Es gibt mehr als eine Methode, unkompliziert Screenshots in der aktuellen Ausgabe von Windows 10 zu erstellen. Wir zeigen, welche Methoden Erfolg versprechen.

Alles über Screenshots mit Windows, Spezial-Tools, Browsern und Co.:

  1. Alt, aber gut: die Drucktaste

    Jede Tastatur hat sie, angesiedelt ist sie meist in der Region oben rechts: die Drucktaste. Sobald Sie die Taste betätigen, passiert erst einmal gar nichts. Im Hintergrund legt Windows 10 das aktuelle Bild jedoch in der Zwischenablage ab. Von dort aus können Sie den Screenshot anschließend in jedes beliebige Tool für die Bildbearbeitung einfügen.

    Am einfachsten geschieht dies, wenn Sie einfach Microsoft Paint verwenden. Öffnen Sie das Programm und drücken Sie dann STRG + V, um den Screenshot einzufügen. Die Arbeitsfläche passt sich automatisch an die Dimensionen des Screenshots an. Alternativ nutzen Sie andere Programme, Paint.NET etwa ist beliebt und kostenlos. Auch GIMP kommt dafür in Frage. Übrigens werden Sie auf dem fertigen Bild den Mauszeiger nicht sehen.

  2. Achtung: Anfängerfehler

    Kleine Fehler können sich bei der Verwendung der Drucktaste trotzdem einschleichen. Bedenken Sie: Der Screenshot bleibt nur solange in der Zwischenablage, bis Sie etwas Neues kopieren. Fügen Sie ihn also besser gleich in ein Programm ein, um ihn nicht zu verlieren. Eine Ausnahme von dieser Regel gilt nur, wenn Sie mindestens Windows 10 Version 1809 installiert haben. Dann können Sie sich auf die folgende Weise helfen:

    Navigieren Sie in die Einstellungen von Windows 10 und danach nach "System" -> "Zwischenablage". Dort setzen Sie den Zwischenablageverlauf auf "Ein". Anschließend hält Windows 10 bis zu 25 Einträge der Zwischenablage vor. Zugriff darauf bekommen Sie über Windows-Taste + V.

  3. Zwei weitere Tipps können im Alltag ebenfalls nützlich sein:

    1. Wenn Sie ALT gedrückt halten und dann die Drucktaste betätigen, macht Windows 10 einen Screenshot nur vom aktuell aktiven Fenster. Störendes Beiwerk wird also entfernt, wenn Sie nur etwas ganz Bestimmtes zeigen möchten.
    2. Halten Sie hingegen die Windows-Taste gedrückt und betätigen dann die Drucktaste, wird der Screenshot aufgenommen und gleich gespeichert. Sie finden ihn dann in C:\"Benutzername"\Bilder\Screenshots.

    Mehr können Sie aus Ihren Screenshots mit der Drucktaste nicht herausholen. In den allermeisten Fällen sollte dies aber schon reichen.

  4. Verwendung des Snipping-Tools

    Hin und wieder brauchen Sie es vielleicht etwas filigraner. Möchten Sie nicht den gesamten Bildschirmausschnitt haben, aber auch nicht ein komplettes Fenster, hilft das Snipping-Tool. Das ist fester Bestandteil nicht nur von Windows 10, sondern ist schon seit Windows 7 mit an Bord. Damit können Sie pixelgenau Bereiche des Bildschirms ausschneiden und damit anschließend machen, was Sie wollen. Sogar weiterführende Funktionen - wie etwa das Anfügen von Kommentaren für bestimmte Bildbereiche - sind in dem Programm enthalten.

    Gehen Sie dazu wie folgt vor:
    1. Zuerst öffnen Sie die Suche von Windows 10 oder geben einfach in das Suchfeld unten links "Snipping Tool" ein und drücken dann Enter. In den meisten Fällen sollte auch die Eingabe von "snip" ausreichen.
    2. Nun öffnet sich ein kleines Fenster. Klicken Sie links auf "Neu", erstellen Sie einen Screenshot. Etwas weiter rechts sehen Sie hingegen "Modus", wo Sie die Art des Screenshots auf vier verschiedene Wege beeinflussen können.

    Im Modus "Freies Ausschneiden" ziehen Sie mit der Maus eine freie Form um den Screenshot. Dies eignet sich, um unregelmäßige Formen exakt zuzuschneiden (etwa ein Herz). Durch "Rechteckiges Ausschneiden" fertigen Sie ein Rechteck an, das beispielsweise ein Fenster oder das Startmenü gut einfängt. Mit "Fenster ausschneiden" klicken Sie einfach auf ein aktives Fenster, das nach einem Mausklick sofort in seiner Gesamtheit als Screenshot gespeichert wird. "Vollbild ausschneiden" dürfte selbsterklärend sein und fotografiert den kompletten Bildschirminhalt.

  5. Kleine Tricks für das Snipping-Tool

    Nach Auswahl dieser Modi agiert das Programm so, wie Sie es befohlen haben. Sobald Sie einen Screenshot aufnehmen, öffnet sich dieser anschließend in einem neuen Fenster. Von dort können Sie dann das weitere Vorgehen planen: Speichern Sie den Screenshot, fügen Sie Kommentare hinzu, radieren Sie etwas aus (vielleicht persönliche Daten) oder senden Sie das Bild an eine E-Mail-Adresse oder den Drucker.

    Ebenfalls nützlich: Um ein Programm-Menü zu öffnen, starten Sie erst das Snipping-Tool, öffnen dann das Menü und nehmen den Screenshot schließlich mit STRG + Drucktaste auf. Dies ist sinnvoll, wenn sich das zu fotografierende Programm-Menü wieder schließt, sobald Sie in ein anderes Programm wechseln (beim Startmenü ist dies beispielsweise der Fall). Außerdem können Sie, falls notwendig, Aufnahmen zeitverzögern und Bilder etwa mit einem Abstand von fünf Sekunden aufnehmen.

  6. Das letzte Bordmittel

    Zu guter Letzt spendiert Microsoft seinem Betriebssystem noch "Ausschneiden und skizzieren". Geben Sie einen Teil dieses Namens in das Suchfeld ein und drücken Sie dann Enter, sobald der Programmname vollständig in der Suche erscheint. Dieses Programm arbeitet ähnlich wie das Snipping-Tool. Abschließend können Sie auch noch jederzeit die Kombination aus Windows-Taste + SHIFT + S ausprobieren - denn auch damit werden Screenshots angelegt.

  7. Drittanbieter-Software für Screenshots

    Sind die Methoden, die Microsoft sich ausgedacht hat, noch immer nicht gut genug, müssen Sie sich auf dem Free- und Shareware-Markt umschauen. Eine Möglichkeit stellt Screenshot Captor dar: Das Programm kann Screenshots aufnehmen und diese gleichzeitig mit einem beliebigen Zoomfaktor ausstatten. Fertige Aufnahmen drucken Sie gleich aus oder senden sie via Drag & Drop an andere Applikationen.

    Weitere Optionen finden Sie in Anwendungen wie Greenshot oder PicPick. Beide Programme sind quelloffen und bieten die Möglichkeit, ein exakt ausgeschnittenes Pixelraster zu fotografieren - wie das Snipping-Tool. Greenshot trägt sich außerdem unten rechts neben der Uhr von Windows 10 in die Symbolleiste ein. Von dort haben Sie permanent Zugriff auf das ressourcenschonende Programm.

    Noch gehen uns die Methoden aber nicht aus: SnagIt ist Shareware und läuft nur 15 Tage kostenlos, danach müssen Sie es kaufen oder die Nutzung einstellen. Dafür erstellen Sie mit der Applikation aber nicht nur Bilder, sondern auch kurze Videoclips. Praktisch kann auch das Programm WinSnap Portable sein: Das Tool startet direkt von einem USB-Stick und kann beispielsweise helfen, bei anderen Personen Screenshots aufzunehmen. HardCopy hingegen nimmt nicht nur Screenshots auf, sondern fügt auf Wunsch kleine Grafiken wie Pfeile und Rahmen ein. Eine sehr umfangreiche Lösung finden Sie außerdem im kostenpflichtigen Ashampoo Snap.

    Eine Sonderlösung für hochauflösende, extrem hochqualitative Screenshots aus Spielen stellt NVIDIA mit dem hauseigenen Tool Ansel bereit. Ein potenter PC mit starker Grafikkarte ist dann aber Pflicht, um die Screenshots in annehmbarer Zeit auszugeben. Weitere Alternativen für die 2D-Welt bestehen in Screenpresso oder ShareX, das direkt von Google stammt.

    Eine interessante Anwendung für genau einen Spezialfall ist hingegen Screengrab, eine Erweiterung für Mozilla Firefox. Damit nehmen Sie einen Screenshot der aktuellen Webseite in ihrer Gesamtheit auf, also in voller Länge inklusive der Bereiche, die Sie erst durch Scrollen erreichen. Möchten Sie etwa lange, auf Webseiten gespeicherte Tabellen in Form einer PNG-Grafik weitergeben, ist dies eine sehr gute Methode.

  8. Screenshots und Sprachkommentare in einem Paket

    Das von Microsoft herausgegebene Programm Snip denkt noch ein wenig weiter und kombiniert ein Tool, um Screenshots aufzunehmen, mit Sprachaufzeichnungen. Das Ergebnis sind also Videos, die Sie nutzen könnten, um vielleicht Tutorials aufzunehmen oder Freunden und Bekannten etwas Wichtiges zu zeigen und zu kommentieren. Kleiner Haken: Im August 2015 wurde Snip das letzte Mal weiterentwickelt. Es scheint nicht so, als ob Microsoft an einer Pflege des Programms interessiert ist. Bislang läuft es jedoch tadellos auch unter der aktuellen Windows-Version.

  9. Die letzte Lösung: Smartphone-Kameras

    Selbst mit Windows 10 können Sie keine Screenshots erstellen, wenn Sie das Betriebssystem gar nicht erst starten können oder Fehler vorliegen. Einen Bluescreen etwa können Sie nicht via Screenshot festhalten, es hilft nur eine vollwertige Digitalkamera oder das Smartphone. Auch das BIOS lässt sich nicht mit Windows-Mitteln festhalten, da das Betriebssystem längst noch nicht bereit ist. Einzelne Mainboardhersteller wie Gigabyte liefern zwar Tools, um auch im BIOS Screenshots anzulegen, eine gemeingültige Lösung, die als Standard bezeichnet werden kann, fehlt aber.

  10. Screenshots in Linux-Distributionen

    Sie werden sich sofort wie zu Hause fühlen, denn die Drucktaste ist auch unter Linux dafür verantwortlich, Screenshots aufzunehmen. Nutzen Sie das beliebte Ubuntu, öffnet sich nach dem Betätigen dieser Taste auch gleich die passende Anwendung namens "Bildschirmfoto speichern". Legen Sie dort einen Namen fest und definieren Sie einen Speicherort, um das Foto auf der Festplatte abzulegen - fertig. Die Bearbeitung kann dann über entsprechende Tools wie GIMP erfolgen, die oft Teil von Linux-Distributionen sind.

    Im selben Fenster kopieren Sie das Foto außerdem in die Zwischenablage. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie das Bild zum Beispiel in eine Folie für Präsentationen einbinden möchten oder auch in ein Programm für die Textbearbeitung. Der Ablauf ist noch simpler, wenn Sie mindestens Ubuntu 17.10 verwenden: Dort legen sich die Screenshots gleich im Ordner "Bilder" ab, ähnlich wie es Windows 10 durch Windows-Taste + Druck macht.

  11. Screenshots mit macOS

    Einen handfesten, objektiven Nachteil haben alle Nutzer von macOS-Geräten: Die entsprechenden Tastaturen haben keine Drucktaste. Mit einem kurzen Tastendruck können Sie unter macOS somit gar keine Screenshots machen. Helfen können Sie sich trotzdem durch eine Tastenkombination aus CMD + SHIFT +3. Das ist nicht besonders intuitiv gewählt, nach einigen Anwendungen werden Sie sich aber daran gewöhnen. Mit der genannten Tastenkombination macht macOS einen Screenshot des ganzen Bildschirms, andere Kombinationen stehen aber ebenso bereit. CMD + SHIFT + 4 beschränkt das Bild auf den aktuellen Bereich, ALT + CMD + 3 nimmt alles mit zehnsekündiger Verzögerung auf.

  12. Webseiten-Screenshots im Firefox

    Klicken Sie auf die drei Punkte, die Sie neben der URL-Leiste in Firefox sehen. Im Menü sehen Sie dann den Eintrag "Bildschirmfoto aufnehmen". Ist das zu umständlich, können Sie auch irgendwo in einen freien Bereich einer Webseite mit der rechten Maustaste klicken. Im Kontextmenü wählen Sie dann ebenfalls den Punkt "Bildschirmfoto aufnehmen".

    Anschließend stehen diverse Optionen bereit: Markieren Sie mit der Maus einen Bereich, den Sie speichern möchten. Vielleicht handelt es sich um einen wichtigen Ausschnitt aus einer Nachricht, die Sie Freunden zeigen möchten. Alternativ fotografieren Sie die komplette Webseite, was bei langen Artikeln hilfreich ist. Dazu gehen Sie im Menü auf die Option "Gesamte Seite speichern". Zu guter Letzt können Sie noch den "Sichtbaren Bereich speichern". Wie der Name schon sagt, bleibt dann ein Bild übrig, das nur das zeigt, was auch Sie selbst gerade sehen.

  13. Screenshots mit Google Chrome

    Nutzen Sie Google Chrome, können Sie sich für eine ähnliche Funktionalität im Webstore umsehen. Apps wie "One Click Full Page Screenshot" erzielen das gewünschte Ergebnis.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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