Windows-Update: Das können Sie bei Problemen tun

Wenn das Windows-Update nicht funktioniert: Fehler reparieren
leicht gemacht
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Wenn das Windows-Update nicht funktioniert: Fehler reparieren leicht gemacht

© Imago Images / Frank Sorge

Falls beim Windows-Update Fehler auftreten, müssen Sie sich nicht mehr über einen blockierten PC ärgern. Mit unseren Tricks reparieren oder umgehen Sie ein automatisches Update.

Im Optimalfall werden Updates von Windows automatisch installiert, ohne dass Sie sich um irgendetwas kümmern müssen. Möchten Sie mal eben schnell Ihren PC einschalten, um neue E-Mails zu checken, wird Ihnen das Problem bekannt vorkommen. Windows versucht als Erstes die letzten Updates zu verarbeiten. Das kann eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Sollte ein ausstehendes Windows-Update einmal nicht funktionieren, weil die Installation immer wieder fehlschlägt, versucht Windows den Vorgang permanent zu wiederholen. Manchmal bleibt ein Update beim Herunterladen oder bei der Installation auch einfach bei einem bestimmten Prozentwert der Fortschrittsanzeige hängen.

Es gibt Update-Probleme, die Sie mit relativ geringem Aufwand beseitigen können. Bei einigen anderen Problemen benötigen Sie jedoch spezielle Tools. Manchmal reicht es aus, die automatische Windows-Update-Prozedur zu übergehen und Aktualisierungen manuell durchzuführen. Sind Fehler allerdings besonders hartnäckig, ist ein schrittweises Vorgehen unerlässlich. In dem Fall müssen Sie unterschiedliche Lösungen für das Problem nacheinander ausprobieren.

Mit einem Neustart lassen sich die meisten Probleme lösen

Probleme mit dem Windows Update können aber auch ganz einfach gelöst werden, indem Sie die Update-Prozesse neu starten. Dabei kann Ihnen der " Reset Windows Update Agent" gute Hilfe leisten. Mit Administratoren-Rechten gestartet, können Sie bei dem Tool zunächst die Sprache auswählen ("2" steht für deutsche Bildschirmtexte). Folgen Sie anschließend den Anweisungen. Unter Punkt 4 dieses Beitrags finden Sie hierzu mehr Details.

So lösen Sie Probleme beim Windows-Update:

  1. Update-Fehler von Grund auf beheben

    Nur wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind, verläuft ein planmäßiges Windows-Update oder Windows-Upgrade (die nächste Version von Windows 10) reibungslos. Zu den wichtigsten und oft übersehenen Voraussetzungen gehören ausreichend freie Speicherkapazitäten auf Ihrer Festplatte. Auf ihr werden die Update-Dateien und die temporären Dateien gespeichert. Es sollte mindestens 6 GB freier Speicherplatz verfügbar sein. Sobald dieser Wert unterschritten wird, können einzelne Updates häufig nicht mehr installiert werden. Windows-Upgrades dürften dann ebenfalls fehlschlagen. Fehlercodes wie "0x8024a203" sind meist die Folge. Zumindest aber eine Meldung, dass zu wenig Speicherplatz verfügbar ist.

    Den verfügbaren Speicherplatz auf Laufwerk "C:" ermitteln Sie, indem Sie im Windows-Explorer auf "Dieser PC" klicken. Bei nicht ausreichendem Speicherplatz sollten Sie große Dateien auf einem anderen Laufwerk auslagern und nicht mehr benötigte Programme löschen. Zum Aufräumen der Festplatte sollten Sie die Datenträgerbereinigung von Windows benutzen. Mit der Tastenkombination Win+R und der Eingabe von cleanmgr.exe können Sie das Tool in allen Windows-Versionen starten.

    Mit dieser Maßnahme lassen sich etwa temporäre Dateien entfernen. Wenn Sie auf "Systemdateien bereinigen" klicken, werden mehrere Optionen angezeigt. Außerdem haben Sie über "Windows-Update-Bereinigung" die Möglichkeit, Downloads des vorhergehenden Windows-Updates sowie "Vorherige Windows-Installation(en)" im Ordner "Windows.old" zu löschen. Nachdem beide Bereiche gelöscht wurden, können ältere Updates allerdings nicht mehr installiert werden. Konkret: Eine Rückkehr zur vorherigen Windows-Version ist dann ausgeschlossen.

    Sicherheitssoftware: Es gibt Virenscanner, die das Windows-Update behindern können. Zwar wird in den Update-Dateien keine Schadsoftware erkannt, dennoch beansprucht die Echtzeitprüfung viel Zeit. Falls die Verzögerungen zu groß sind, können Updates nicht installiert werden. Aus dem Grund sollten Sie vorher die Echtzeitprüfung Ihres Virenscanners deaktivieren oder vor einem Update/Upgrade den Scanner komplett deinstallieren. Bei der Neuinstallation müssen Sie darauf achten, dass stets die neueste Version der Sicherheitssoftware zum Einsatz kommt.

    Vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, den eingesetzten Virenscanner einmal kritisch zu hinterfragen. Bietet er wirklich mehr Sicherheit? Als Nutzer von Windows 8.1 und Windows 10 sind Sie mit dem Microsoft-Virenscanner bereits bestens versorgt. Laut Tests ist die Erkennungsleistung von Windows Defender ebenso zuverlässig wie die von anderen bekannten Virenscannern. Die Systembelastung ist hier allerdings nur gering und nervige Werbung bleibt Ihnen erspart.

    USB-Gerät und Treiber: Verbindungen zu USB-Sticks und externen Festplatten sollten Sie trennen, weil diese das Windows-Update stören können. Bei entsprechender Verfügbarkeit ist es außerdem ratsam, die Firmware Ihres PCs beziehungsweise das BIOS und die Treiber (beispielsweise die Treiber der Grafikkarte) zu aktualisieren. Beim Upgrade von älteren PCs auf Windows 10 kann dies möglicherweise erforderlich werden.

    Uhr genau einstellen: Wenn das Datum und die Uhrzeit falsch eingestellt sind, funktioniert das Windows-Update nicht richtig. Achten Sie auf die korrekte Zeitzone und korrigieren Sie gegebenenfalls die Uhr-Einstellungen.

  2. Download und Installation von einzelnen Windows-Updates

    Treten beim Update Fehler auf, bietet Windows nur wenig Hilfe. Nutzer finden allenfalls einen Fehlercode unter "Update und Sicherheit -> Windows Update" in den Einstellungen von Windows 10 oder unter "Windows Update" in der Systemsteuerung von Windows 7/8.1. Detaillierte Hinweise zur Ursache sucht der Nutzer in beiden Fällen vergeblich.

    Unter diesem Link öffnet sich eine Webseite von Microsoft, die eine Fehlercode-Liste anzeigt. Vollständig ist die Liste jedoch nicht. Immerhin lässt sich eine Fehlerquelle ungefähr ermitteln. Der Fehlercode besteht aus sechs Zeichen, wobei die ersten beiden Zeichen "0x" einen hexadezimalen Wert kennzeichnen. Der folgenden vier Zeichen wie "8064" stehen für den eigentlichen Fehlercode. Beginnt dieser mit "4"; liegt ein "Protocol Talker Fehler" vor. Hier steckt ein Netzwerkproblem dahinter. Bei einer "6" am Anfang handelt es sich um einen Downloadmanager-Fehler.

    Jede Art von Update-Fehlern können Sie in der Regel beheben, indem Sie eine manuelle Aktualisierung durchführen. In Windows 7/8.1 in der Systemsteuerung unter "Windows Update" oder in Windows 10 unter "Update und Sicherheit > Windows Update" in den Einstellungen finden Sie einen Hinweis auf die Updates, die nicht installiert werden konnten. Anhand der KB-Nummer lässt sich das Update identifizieren und kann auf https://catalog.update.microsoft.com gesucht werden. Das entsprechende Paket (32-Bit oder 64-Bit) können Sie von dieser Seite herunterladen und es aus dem Windows-Explorer heraus per Doppelklick installieren.

  3. Download aller verfügbaren Updates

    Alle Updates können Sie auf einmal herunterladen und installieren. Die Updates eignen sich nicht nur für die Installation auf Ihrem aktuellen Rechner. Sie sind auch auf einem anderen PC verwendbar. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn es sich um Neuinstallationen von Windows 7 oder Windows 8.1 dreht. Demgegenüber ist die Anzahl der Update-Dateien für Windows 10 überschaubar bei Verwendung der neuesten ISO-Datei für die Installation. (Näheres dazu unter Punkt 5). Eine neue Version von Windows 10 erscheint zweimal jährlich. Aus dem Grund ist ein ISO nie älter als ein halbes Jahr.

    Seit Oktober 2016 liefert Microsoft kumulative Update-Pakete für alle Windows-Versionen. Darin sind sämtliche bisherigen, ab einem bestimmten Updatelevel erschienenen Updates enthalten. So zum Beispiel "Convenience rollup update" (KB3125574) für Windows 7. Darin finden sich alle Updates, deren Erscheinen zwischen der Veröffentlichung von Servicepack 1 (2011) und dem Monat April 2016 lag. Hier wird eine bestimmte Reihenfolge bei der Installation empfohlen: KB3020369, KB2670838, KB3125574, KB3177467, KB3172605, und KB4343900. Wenn das System Sie dazu auffordert, müssen Sie Windows 7 neu starten. Das System ist nun gut vorbereitet für weitere Updates.

    Als Windows-8.1-Nutzer können Sie auf ein aktualisiertes Installationsmedium aus dem Dezember 2014 zugreifen. Darin befindet sich eine umfangreiche Update-Sammlung (KB3000850). Diese müssen Sie nach einer Neuinstallation nicht herunterladen. Um weitere Updates ohne Probleme installieren zu können, ist sowohl das Update KB3173424 als auch KB3172614 erforderlich.

    Die genannten Updates decken bei Windows 7 und Windows 8.1 aber noch nicht alles ab. Zusätzliche Updates müssen eventuell durchgeführt werden, um beispielsweise den Internet Explorer auf den aktuellen Stand zu bringen. Dasselbe gilt für nicht in den Paketen enthaltene Patches sowie Laufzeitumgebungen von .Net und C++. Das einzelne Herunterladen der Dateien über den Updatekatalog ist allerdings recht mühsam. Eine Alternative bieten die drei Tools, die wir Ihnen hier kurz vorstellen möchten.

  4. Windows-Version ermitteln

    Wenn Sie die Installationen auf Ihrem PC nicht kennen, können Sie diese mit der Tastenkombination Win+Pause ermitteln. Ob bei Ihnen ein 32-Bit- oder ein 64-Bit-Betriebssystem installiert wurde, erfahren Sie durch die Angabe hinter "Systemtyp:". Die installierte Windows-Version steht im Abschnitt "Windows-Edition". Falls Sie Windows 7 verwenden und das "Service Pack 1" installiert wurde, wird dies ebenfalls hier vermerkt. Wenn Sie es ganz genau wissen möchten, drücken Sie das Tastenkürzel Win+R und geben dann Winver ein, um das gleichnamige Tool zu starten. Bei Windows 10 steht dann etwa "Version 1803 (Build 17134.191)" oder ähnlich.

    Update mit Tool 1: Mit Wsus Offline Update können Sie sicherheitsrelevante Updates für die Versionen 7, 8 und 10 herunterladen. Das System, unter welchem die Updates heruntergeladen werden, ist dabei egal. So lassen sich auf einem anderen Rechner unter Windows 8.1 auch Updates für Windows 7 oder Windows 10 herunterladen. Zuerst müssen Sie das Programm auf Ihrer Festplatte entpacken, zum Beispiel unter "C:\Windows-Updates". Danach rufen Sie "UpdateGenerator.exe" auf. Auf der Registerkarte "Windows" wählen Sie das gewünschte System sowie die Plattform. Für die 64-Bit-Version von Windows ist ein Haken neben "x64 Global (mehrsprachige Updates)" zu setzen. Ebenfalls sollten Häkchen für zusätzliche Updatepakete unter "Optionen" gesetzt werden, beispielsweise bei "Windows Defender-Definitionen einschließen" sowie "C++ Laufzeitbibliotheken und .Net Frameworks einschließen". Dann müssen Sie auf "Start" klicken. Anschließend befinden sich die Update-Dateien in Ordnern, die unterhalb von "client" liegen wie etwa "w61-x64" für Windows 7 und "w100-x64" für Windows 10. In beiden Fällen also für die 64-Bit-Version. Die Updates werden dann mit "UpdateInstaller.exe" aus dem "Client"-Ordner installiert. Bevor Sie auf "Start" klicken, versehen Sie die gewünschten Aktualisierungen noch mit einem Häkchen.

    Update mit Tool 2: Das Tool Whdownloader bietet eine Alternative. Anders als bei Wsus Offline werden hier nicht nur sicherheitsrelevante, sondern fast sämtliche Updates heruntergeladen. Die Bedienung ist allerdings ein bisschen komplizierter, weil Sie die Updates über Batchdateien installieren müssen. Als Erstes müssen Sie Whdownloader auf Ihre Festplatte kopieren. In welchen Ordner, bleibt Ihnen überlassen. Nachdem Sie das Tool gestartet haben, müssen Sie links oben auf das Icon klicken. Dadurch werden Listen mit Download-Adressen von Updatedateien für Windows 7, 8 und 10 heruntergeladen. Neben dem Icon können Sie eine Liste auswählen wie zum Beispiel "Windows 10x64". In aller Regel benötigen Sie nur die unter "General Updates" befindlichen Dateien. Für welche Windows-Version das Update gedacht ist, steht in der Spalte "Category". So etwa "General/17134", was für die Version 1803, April-2018-Update, Redstone 4 steht. Beim Bewegen des Mauszeigers über eine Zeile erfahren Sie die Bezeichnung des Updates und die zugehörige Versionsnummer, wie etwa "1803". Um ein gewünschtes Update herunterzuladen, müssen Sie vor die betreffende Zeile ein Häkchen setzen. Klicken Sie dann auf "Download". Die Dateien werden von Whdownloader dann unterhalb von "Updates" in Ordnern angelegt.

    Bei Windows 10 können Sie zunächst das Servicing-Stack-Update mit rund 15 MB installieren. Das geht ganz einfach per Doppelklick im Dateimanager. Danach installieren Sie das größere "Cumulative Update", das in der Regel mehr als 700 MB umfasst. Oftmals gibt es auch ein etwa 20 MB großes Adobe-Flash-Player-Update. Alle fehlenden Updates lassen sich über ein Script installieren. Aufgrund der zahlreichen Dateien lohnt sich das besonders bei frisch installierten Versionen von Windows 7 oder Windows 8. Laden Sie hierzu zunächst die Batchdateien herunter. Die Batchdatei für das jeweils gewünschte Betriebssystem müssen Sie in das Verzeichnis kopieren, in welches Whuploader entpackt wurde. Wählen Sie dann "Als Administrator ausführen" aus dem Kontextmenü, um das Script zu starten. Die Menüführung aller Batchdateien ist recht einfach gestaltet. Sie brauchen nur "0" einzugeben und die Entertaste zu drücken, um die Updates einzuleiten. Die beigefügten Readme-Dateien enthalten Infos zu den anderen Optionen.

    Hilfestellungen und Diskussionsbeiträge zum Umgang mit dem Whuploader sind auf https://forms.mydigitallife.net im Support-Thread zu finden. Hier bekommen Sie auch Updates und Informationen zu den Installations-Batchdateien. Um etwas herunterladen zu können, müssen Sie sich jedoch zuerst kostenlos bei mydigitallife.net registrieren.

    Update mit Tool 3: Mit Portable Update können Sie sämtliche verfügbaren Updates herunterladen. Hier sind Sie allerdings auf das Betriebssystem beschränkt, unter dem das Tool gestartet wurde. Anders als Whdownloader kann Portable Update die Updates auch installieren. Wenn Sie das Tool zum ersten Mal starten, lädt es zuerst noch ein paar Dateien bei Microsoft herunter. Sobald dies erfolgt ist, begeben Sie sich zur Registerkarte "Search" und klicken dann auf "Start". Nach Abschluss der Update-Suche müssen Sie die Registerkarte "Download" anklicken. In der Liste sehen Sie Häkchen vor den Updates, die noch fehlen. Möchten Sie auch die schon installierten Updates herunterladen, so müssen Sie bei diesen Dateien das Häkchen setzen. Mit einem Klick auf "Start" beginnen Sie den Download. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie danach ein Backup des "Portable-Update-Ordners" mit allen Unterverzeichnissen erstellen. Am besten auf einem USB-Stick. Nach einer Neuinstallation oder auf einem anderen PC starten Sie dann das Tool. Begeben Sie sich auf "Search" und klicken dann auf "Start". Anschließend navigieren Sie zur Registerkarte "Install", wo Sie abermals auf "Start" klicken. Die fehlenden Updates werden nun installiert.

  5. Update mit Tools reparieren

    Wenn sich trotz der unter den Punkten 2, 3 und 4 beschriebenen manuellen Installation von Updates das gewünschte Ergebnis noch immer nicht einstellen will, können Sie auf das Tool für die Problembehandlung von Windows-Updates zurückgreifen. Microsoft stellt ein solches Tool auf seiner Download-Seite jeweils für Windows 7Windows 8.1 sowie Windows 10 zur Verfügung. Nach dem Start des Tools führt Sie ein Assistent durch die Reparatur des Updates. Das Tool checkt und berichtigt die Installation der Update-Dienste und -Komponenten sowie der Netzwerkverbindung. Danach müssen Sie Windows neu starten und das Windows-Update ausprobieren.

    Falls das Update nicht funktioniert, sollten Sie es mit der in Windows integrierten Fehlerbehebung versuchen. Unter Windows 7 oder Windows 8.1 finden Sie diese in der Systemsteuerung unter Problembehandlung. Dort müssen Sie "Probleme erkennen und beheben" und danach "Probleme mit Windows Update beheben" anklicken. Gehen Sie dann auf "Weiter". Wählen Sie dann "Problembehandlung als Administrator ausführen". Wenn Sie Windows 10 nutzen, rufen Sie mit der Tastenkombination Win+I die Einstellungen auf und suchen dann nach Problembehandlung. Klicken Sie dort auf "Windows Update" und anschließend auf "Problembehandlung ausführen". Sind diese Schritte erledigt, müssen Sie Windows neu starten. Überprüfen Sie nun, ob mit dem automatischen Windows Update alles einwandfrei läuft.

    Falls es auch diesmal nicht klappt, sollten Sie es mit Reset Windows Update Agent versuchen. Entpacken Sie das Tool in ein Verzeichnis Ihrer Wahl und klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf die CMD-Datei. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Punkt "Als Administrator ausführen". Mit "Y" bestätigen Sie, wählen dann die Taste "2" und drücken die Enter-Taste. Damit haben Sie die Update-Komponenten zurückgesetzt.

    Ebenfalls sollten Sie die Systemdateien mit "6. Runs the System File Checker Tool" und mit "7. Scan the image for component store corruption" prüfen. Sollte das Tool Fehler melden, müssen Sie mit "9. Performs repair operations automatically" die entsprechenden Reparaturen ausführen. Falls der Einsatz von Reset Windows Update Agent ebenfalls nicht erfolgreich sein sollte, werden Sie um einen System-Reset (Punkt 5) wahrscheinlich nicht mehr herumkommen.

  6. Reparatur des Update-Cache

    Alle unter Punkt 5 erwähnten Tools arbeiten an einer Reparatur der am Update beteiligten Komponenten. Es kommt vor, dass unvollständige Downloads oder defekte Dateien im Windows-Update-Cache liegen und dadurch weitere Updates verhindert werden. In dem Fall sollte der Update-Cache neu aufgebaut werden. Hierzu müssen Sie eine mit administrativen Rechten versehene Eingabeaufforderung öffnen und die folgenden sechs Befehlszeilen der Reihe nach ausführen:

    net stop wuauserv
    net stop bits
    cd %systemroot%
    ren SoftwareDistribution SoftwareDistribution.bak
    net start bits
    net start wuauserv

    Danach müssen Sie Windows neu starten und das Windows-Update aufrufen. Entweder unter Windows 7 oder Windows 8.1 in der Systemsteuerung oder unter Windows 10 in den Einstellungen. Hier müssen Sie "Nach Updates suchen" anklicken.

  7. Wiederherstellung der Windows-Originaldateien

    Windows enthält Funktionen, mit denen sich Originaldateien wiederherstellen lassen. Das hilft Ihnen bei der Beseitigung von Problemen, die bei Windows-Updates auftreten können.

    Zurücksetzen von Windows: Bei Windows 8 und Windows 10 sind die Originaldateien ohne Setup-Medium wiederherstellbar. Dabei gehen allerdings Windows-Einstellungen sowie installierte Programme und Treiber verloren. Erhalten bleiben nur die persönlichen Dateien. Ein Nachteil ist das nicht, denn so verschwinden auch Programme, die das Windows-Update blockieren.

    Mit der Tastenkombination Win+I können Sie in Windows 10 die "Einstellungen" aufrufen. Navigieren Sie hier zu "Update und Sicherheit -> Wiederherstellung". Unterhalb von "Diesen PC zurücksetzen" müssen Sie auf den Button "Los geht's" klicken. Setzen Sie die Option "Eigene Dateien behalten". Vom Assistenten erhalten Sie nun weitere Anweisungen. Wenn Sie Windows 8 nutzen, gehen Sie zu "Update/Wiederherstellung -> Wiederherstellung" zu den "PC-Einstellungen". Dort finden Sie mit "PC ohne Auswirkung auf die Dateien auffrischen" eine vergleichbare Funktion.

    Inplace-Upgrade: Wenn Sie ein Upgrade vornehmen, also von Windows 8.1 auf die Version Windows 10 wechseln wollen, bleiben sowohl die persönlichen Dateien als auch die installierten Programme erhalten. Das erlaubt uns ein Pseudo-Upgrade durchzuführen (Upgrade von Windows 10 auf Windows 10). Diese Methode nennt sich Inplace-Upgrade. Bei einer Reparaturinstallation werden nur Teile der Registry und Systemdateien ersetzt. Benutzerdaten und bereits installierte Programme bleiben dagegen erhalten. Für das Update benötigen Sie eine Installations-DVD beziehungsweise eine ISO-Datei, die genau zum installierten System passt. Die Version können Sie ermitteln, indem Sie die Tastenkombination Win+R drücken und anschließend Winver eingeben. Mithilfe des Tools zur Medienerstellung für Windows 10 können Sie die neueste Version herunterladen. Wenn Sie dagegen ein älteres Windows benötigen, sollten Sie den Windows ISO Downloader verwenden. Damit können Sie auch Windows 7 oder Windows 8.1 herunterladen.

    Sie müssen nun im Windows-Explorer den Download-Ordner öffnen und die ISO-Datei über "Bereitstellen" im Kontextmenü in das Dateisystem einhängen. Alternativ können Sie die ISO-Datei auch mit 7-Zip entpacken. Nun müssen Sie Setup.exe aus dem Ordner mit den entpackten Dateien oder vom bereitgestellten Laufwerk starten. Nach einem Klick auf "Weiter" führt Sie der Setup-Assistent durch die Installation. Bei der Reparaturinstallation ersetzen die Versionen auf dem Installations-Medium Dateien auf der Festplatte. Das Windows-Update müssen Sie dann nach Abschluss der Installation starten.

  8. Auf Geräten mit kleinem Laufwerk das Windows-Upgrade durchführen

    Update- und Upgrade-Probleme entstehen manchmal schon durch die Bauart von Geräten. So verfügen Tablet-PCs und preisgünstige Notebooks häufig nur über einen 32-GB großen Flash-Speicher. Ein Upgrade auf eine neue Version von Windows 10 erfordert daher viel Geduld, sofern es nicht schon am Platzmangel scheitert.

    Schaffen Sie daher als Erstes so viel freien Platz wie möglich (siehe Punkt 1). Reicht das nicht aus, müssen Sie das Upgrade für Windows manuell installieren. Hierzu müssen Sie die ISO-Datei von der aktuellen Windows-10-Version herunterladen (siehe Punkt 5) und mit 7-Zip auf eine SD-Karte oder einen USB-Stick entpacken. Danach muss das Installationstool "Setup.exe" im Hauptverzeichnis gestartet werden. Danach lotst Sie ein Assistent durch die Prozedur. Dabei wird der freie Speicher auf dem Laufwerk "C:" und dem USB-Laufwerk geprüft. Der Assistent meldet sich, wenn zusätzlicher Speicherplatz benötigt wird. In dem Fall müssen Sie so lange Dateien löschen, bis die Kapazität ausreicht. Um den Speicherplatz neu zu berechnen, müssen Sie nach jeder Löschaktion auf die "Aktualisieren"-Schaltfläche klicken. Wenn die Kapazität ausreicht, müssen Sie auf die "Fortsetzen"-Schaltfläche klicken. Alle weiteren Anweisungen erhalten Sie vom Assistenten.

  9. Windows 10: VHD-Installationen upgraden

    Wurde Windows auf einer virtuellen Festplatte installiert (VHD-Datei), ist ein System-Upgrade nicht möglich. Reguläre Updates hingegen können problemlos installiert werden. Dennoch versucht das automatische Update bei Windows 10 auch das Upgrade zu installieren. Dieser Versucher scheitert jedoch regelmäßig.

    Ein System-Upgrade ist aber in einer virtuellen Maschine möglich. Falls Sie mit einer auf "vhd" endenden Datei arbeiten, können Sie hierfür Virtualbox verwenden. Dagegen kann Virtualbox mit vhdx-Dateien nicht umgehen, Hyper-V hingegen schon. Die Virtualisierungssoftware von Microsoft gehört zum Lieferumfang der Pro-Version von Windows 8.1 und Windows 10. Achtung: Die Home-Versionen enthalten diese jedoch nicht.

    Wenn keine Bootumgebung in der VHD-Datei vorhanden ist, müssen Sie diese nachrüsten. Hierfür drücken Sie die Tastenkombination Win+X. Wählen Sie aus dem Systemmenü den Punkt "Datenträgerverwaltung". Im folgenden Fenster müssen Sie "Aktion -> Virtuelle Festplatte anfügen" anklicken. Als "Speicherort" geben Sie die VHD-Datei an. Bestätigen Sie danach mit "OK". In der Laufwerksübersicht müssen Sie dann ermitteln, welcher Laufwerksbuchstabe der VHD-Datei zugewiesen wurde, beispielsweise "H:".

    Drücken Sie die Tastenkombination Win+X und öffnen Sie eine Windows-Powershell mit Administratorenrechten. Danach müssen Sie diese beiden Befehlszeilen eintippen:

    bcdboot H:\windows /s H: /l de-de /f all
    bootsect /nt60 H: /mbr

    Jetzt müssen Sie den Laufwerksbuchstaben ("H:") für Ihr System anpassen und die virtuelle Festplatte über den Kontextmenüpunkt "Auswerfen" des Windows-Explorers aushängen.

    In Virtualbox erstellen Sie eine virtuelle Maschine für Windows 10 über die Schaltfläche "Neu" und folgen dem Assistenten. Im Fenster "Platte" müssen Sie "Vorhandene Festplatte verwenden" aktivieren und die VHD-Datei auswählen. Die VHD-Datei müssen Sie abschließend in der virtuellen Maschine starten. Das Upgrade erfolgt dann wie gewohnt über das automatisch durchgeführte Windows-Update. Deutlich schneller geht es allerdings, wenn Sie dafür die ISO-Datei verwenden (siehe Punkt 6).


Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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