E-Mail-Adresse für Kinder – Auf was sollte man achten?

Ihr Kind wünscht sich seine erste eigene E-Mail-Adresse? Wir geben Ihnen eine Checkliste an die Hand, auf was Sie achten sollten.
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Ihr Kind wünscht sich seine erste eigene E-Mail-Adresse? Wir geben Ihnen eine Checkliste an die Hand, auf was Sie achten sollten.

 © imago_PhotoAlto
25.03.2019 - 16:00 Uhr

Ob Smartphones, Chatrooms oder Online-Games – Kinder wachsen heute mit einer Vielzahl digitaler Spielereien auf. Dass sie diese auch nutzen wollen, ist beinahe selbstverständlich. Doch für die Nutzung der meisten Online-Dienste bedarf es einer E-Mail-Adresse.

Wozu eine eigene E-Mail-Adresse?

Es gibt viele Gründe, warum Ihr Kind nach einer eigenen E-Mail-Adresse fragt. So kann es darüber direkt mit Freunden in Kontakt treten oder sich in einem Kinder-Chatroom anmelden, um dort mit Klassenkameraden und Co. zu schreiben. Aber auch andere Online-Dienste, wie beispielsweise Online-Games oder Kinderseiten, verlangen häufig bei der Anmeldung eine E-Mail-Adresse.

Darauf sollten Sie bei einer E-Mail-Adresse achten

Ihrem Kind eine eigene E-Mail-Adresse anzulegen bedeutet auch, ihm ein Stück weit die Verantwortung zu überlassen. Deshalb ist es um so wichtiger, für die Sicherheit Ihres Kindes zu sorgen. Aus diesem Grund haben wir eine Checkliste mit Punkten erstellt, über welche Sie mit Ihrem Kind sprechen sollten, bevor es mit der eigenen E-Mail-Adresse ins World Wide Web spaziert. Einige dieser Tipps stammen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Checkliste für die erste E-Mail-Adresse für Ihr Kind

  • Zwei E-Mail-Adressen:
    Erstellen Sie mit Ihrem Kind nicht nur eine, sondern zwei E-Mail-Adressen. Die eine kann Ihr Kind dann an Freunde weitergeben, die andere kann zur Anmeldung bei Online-Diensten, Newsletter, Gewinnspiele und weiteres genutzt werden.
  • Keine Rückschlüsse auf das Kind ermöglichen:
    Erstellen Sie gemeinsam eine E-Mail-Adresse, die keinen Hinweis auf den echten Namen sowie das Alter des Kindes gibt. Denken Sie sich mit Ihrem Kind einen Fantasienamen aus, den es für den Account verwenden kann.
  • Private E-Mail-Adresse nicht veröffentlichen:
    Dasselbe gilt auch für den vollen Namen oder die Privatanschrift. Solche persönlichen Daten sollten niemals im Netz veröffentlicht werden – sonst ist die Privatsphäre nicht mehr gesichert.
  • Keine E-Mails von unbekannten Absendern öffnen:
    Nur E-Mails von Absendern öffnen, die einem bekannt sind und am besten bereits im Adressbuch stehen. So kann vorzeitig vermieden werden, dass Phishing-Mails oder ähnliches geöffnet werden. Am besten werden solche E-Mails sofort gelöscht.
  • Nicht auf Spam-Nachrichten antworten:
    Wenn auf Spam geantwortet wird, weiß der Absender, dass diese E-Mail-Adresse tatsächlich aktiv ist, was sie noch attraktiver für den Absender macht. Die Folge: noch mehr Spam.
  • Keine Anhänge öffnen, die nicht aus einer sicheren Quelle stammen:
    Viren werden heute auch über Text-, Bild- oder Videodateien übertragen. Das Öffnen einer solchen Datei aus einer E-Mail kann sofort den Computer, das Smartphone oder das Tablet infizieren.
  • Keine Kettenmails weiterleiten:
    Kettenmails dienen oft zur Generierung von E-Mail-Adressen, die dann in Werbeverteilern landen. Die Folge: noch mehr Spam.

Datenschutz und Sicherheit für Ihr Kind

Es ist wichtig, darauf zu achten, dass Ihr Kind sicher im Netz unterwegs ist, auch bei einer E-Mail-Adresse. Deshalb ist es von Vorteil, mit Ihrem Kind darüber zu sprechen, dass über E-Mails keine vertraulichen und persönlichen Daten verschickt werden sollen. Sie können möglicherweise abgefangen oder aus Versehen an den falschen Empfänger gesendet werden. Deshalb sollte vor dem Versenden der E-Mail immer nochmal alles kontrolliert werden, sowohl der eingetragene Empfänger, der Betreff und der Inhalt der E-Mail.

Zusätzlich können Sie als Eltern hin und wieder das Postfach Ihres Kindes checken und dabei auf potenzielle Auffälligkeiten und Gefahren achten. Nimmt der Anteil dubioser E-Mails oder Spam überhand, sollten Sie gemeinsam mit dem Kind schnell eine neue Adresse anlegen.

E-Mail-Anbieter für Kinder

freenet Mail bietet durch SSL-Verschlüsselung und als Mitglied der Initiative „E-Mail made in Germany“ umfangreiche Sicherheits- und Datenschutzstandards. Doch das Erstellen eines E-Mail-Kontos bei freenet Mail ist erst ab 16 Jahren erlaubt. [Als Alternative können Sie in Ihrem Namen eine kostenlose E-Mail-Adresse erstellen, die von Ihnen betrieben und kontrolliert, doch von Ihrem Kind genutzt werden kann.] Möchte Ihr Kind schon früher eine eigene E-Mail-Adresse, finden Sie beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Liste an E-Mail-Anbietern speziell für Kinder.

Quelle: freenet.de
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