Staubig: Diese uralt Technik wird noch immer genutzt

Staubig: Diese uralt Technik wird noch immer genutzt
Wir haben für Sie bis zu 50 Jahre alte Technik zusammengestellt, die heute immer noch verwendet wird!
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Staubig: Diese uralt Technik wird noch immer genutzt

Wir haben für Sie bis zu 50 Jahre alte Technik zusammengestellt, die heute immer noch verwendet wird!

© Christian Taube / CC BY-SA 2.0 de
03.08.2015 - 06:36 Uhr

Überraschend langlebig: Sogar 25 bis 50 Jahren nach ihrer Entwicklung sind einige IT-Technologien immer noch im Einsatz. Lesen Sie hier, welches die 17 spektakulärsten sind.

In der IT-Branche sind die Technologien in der Regel sehr kurzlebig. Meistens sind sie nach kurzer Zeit völlig verschwunden, wie Lotus 1-2-3, NetWare, VAX/VMS oder MD-Dos. Man muss aber nicht lange suchen, um grundlegende Technologien zu finden, die sich bis heut erhalten haben - seit 25 oder sogar schon seit 50 Jahren. Folgen Sie uns auf einen archäologischen IT-Ausflug.

  • 1960: Cobol
    In einem Joint-Venture von Industrie und Regierung wurde Cobol - die Common-Business-Orientated Language - die Standardsprache für Finanzsoftware und andere Unternehmenssysteme. In Altsystemen von Firmen, Regierung, Industrie oder in der Finanzwelt wird noch immer diese Technologie genutzt.
  • 1962: Virtual Memory
    Forscher der Uni Manchester entwickelten 1962 für das Atlas-Projekt ein System, um den Speicherplatz auf dem Computer zu recyceln, wenn man zwischen Programmen oder Nutzern wechselt. Mit der Erfindung dieser Virtual Memory konnte das Time-Sharing-Konzept umgesetzt werden.
  • 1963: ASCII
    ASCII ist der 'American Standard Code for Information Interchange'. Er regelt, wie Zahlen, Buchstaben und Symbole des Englischen von einem Computer dargestellt werden. Vor 48 Jahren enthielt der Satz 128 Zeichen. Mit der Zeit stieg er auf 256 Zeichen an, sodass sich auch Buchstaben mit Akzent darstellen lassen. Der multilinguale 'Unicode'-Standard, der aktuell angewendet wird, greift auf ASCII als Basis zurück.
  • 1964: OLTP
    Bei der Entwicklung des Reservierungssystems 'Sabre' von American Airlines entwickelte IBM 'Online Transaction Processing' (OLTP). 2000 Flugterminals lassen sich damit per Telefon mit einem Paar IBM 5070-Computern verlinken. In Echtzeit werden Reservierungen verwaltet. Diese grundlegende Technologie wird immer noch bei Flugreservierungen und im E-Commerce genutzt.
  • 1964: IBM System/360 Mainframe
    Die Entwicklung des Mainframes, einem System von sechs gegenseitig kompatiblen Computern mit 40 kooperierenden Peripheriegeräten, hat sich IBM gut fünf Milliarden Dollar kosten lassen. Die Investition war erfolgreich, denn nach kurzer Zeit verkaufte IBM über 10.000 dieser Systeme pro Jahr. Das Basisnetz für die aktuellen IBM-Mainframes stellt jetzt noch die Architektur des System/360.
  • 1967: MOS Chip
    Moderne Computerchips greifen noch heute auf des erste 'Metal-Oxide Semiconductor' (MOS) zurück, das 1967 von Fairchild Semiconductor erfunden wurde. Nun freilich in der Form 'Complementary Metal-Oxide Semiconductor' (CMOS). Die zugrunde liegende CPU von Fairchild beherrscht 8-Bit-Arithmetik.
  • 1969: C
    C ist bis heute die unbestritten populärste Programmiersprache der Welt und hat viele Ableger hervorgebracht. Entwickelt wurde Sie für das Unix-Betriebssystem von Dennis Ritchie bei Bell Labs.
  • 1969: Unix
    Ebenfalls bei Bell Labs entwickelten Dennis Ritchie und Kenneth Thompson das Unix-Betriebssystem für die Nutzung auf Minicomputern als Single-Prozessor-Variante von Multics OS. Das ist ein System für Time-Sharing und Dateimanagement.
  • 1971: FTP
    Abhay Bhushan entwickelte am MIT das erste FTP (File Transfer Protocol). Zu diesem Zeitpunkt wurde es noch RFC 114 Draft Standard genannt. Bhushan war auch an der Entwicklung passender Protokolle für E-Mails beteiligt und half beim Aufbau des ARPAnet Verteidigungs-Netzwerks.
  • 1973: Ethernet
    Die universellen Standards für physikalische Netzwerke gehen auf den Netzwerkverbindungsstandard Ethernet zurück, den Robert Metcalfe 1973 erfand und der 1981 kommerzialisiert wurde.
  • 1978: x86 CPU Architektur
    Fast alle PCs nutzen heute Intel- oder AMD-Chips. Sie basieren auf der x86-Architektur, als die der Intel 8086 Prozessor sein Debüt feierte. Darauf laufen Windows, Mac OS X oder Linux.
  • 1983: Gnu
    Der Gründer der Free Software Foundation, Richard Stallmann, wehrt sich gegen Software, die von Firmen kontrolliert wird. Deshalb entwickelte er eine kostenlose Variante von AT&Ts Unix. In dem Buch "Das Gnu-Manifest" erläutert er seine Prinzipien. "Gnu" war allerdings jahrelang eine nur unvollständige Variante, die schließlich 1991 von Linus Torvald zum großen Teil in sein Linux-Betriebssystem integriert wurde. Damit laufen auch heute noch viele Server.
  • 1984: Bandlaufwerk
    1994 konnten die sperrigen und empfindlichen Bandspulen durch das 3480 er Kassettenband-System von IBM ersetzt werden. Die Produktion dieses neuen Computerspeichers stellte IBM 1989 wieder ein. Da das Format aber von anderen Herstellern kopiert wurde, konnte es bis heute überleben.
  • 1984: TCP/IP
    1984 erhielt das erste TCP/IP-Protokoll eine offizielle Genehmigung. Zuvor wurde es seit 1980 lediglich militärisch im ARPAnet genutzt. Es ist das Fundament für das heutige universelle Datenprotokoll, das allen Firmennetzwerken und dem Internet zugrunde liegt.
  • 1985: C++
    Mit der C++ Programmiersprache von Bjarne Stroustrup, einem AT&T Forscher, wurde die objektorientierte Programmierung ein Standardprodukt. Sie ist das Fundament für einen erheblichen Teil des Codes, der noch heute genutzt wird.
  • 1985: PostScript
    PostScript, das noch immer in manchen aktuellen Druckern genutzt wird, wurde von Charles Geschk und John Warnock bei Adobe entwickelt. Steve Jobs hatte die Page-Description-Programmiersprache für den Apple LaserWriter bestellt. PostScript ist eine Variante der InterPress-Sprache, die Adobe bereits 1982 für Laser-Drucker entwickelte. Vor allem aber ist PostScript die Basis für PDF.
  • 1986: ATA und SCSI
    Zwei grundlegende und beständige Standards für Datenkabel sind im selben Jahr auf den Markt gekommen: ATA und SCSI. Das SCSI (Small Computer Systems Interface) entwickelte sich zum Standard Disk-Verbindungs-Format für Hochleistungs-Systeme. ATA oder auch IDE kam zum ersten Mal in Compaqs PCs zum Einsatz. Bis 1994 war die ATA-Spezifikation formal noch nicht standardisiert. Heute wird SCSI vor allem in der Server-Speicherung genutzt, während ATA weiter bei Desktops eingesetzt wird - und zwar in der seriellen (SATA) wie auch in der parallelen (PATA) Variante. 
Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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