Google Chrome mit dem Android-Smartphone nutzen

Google Chrome mit dem Android-Smartphone nutzen
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Google Chrome mit dem Android-Smartphone nutzen

© Google
12.06.2018 - 09:00 Uhr

Die Nutzung von Google Chrome auf einem Android-Smartphone ist sinnvoll. Wir führen Sie Schritt für Schritt durch die Einrichtung und durch die Nutzung der Basisfunktionen.

Installation und Einrichtung von Google Chrome

Möchten Sie die Google-Chrome-App nutzen, muss diese zunächst einmal eingerichtet werden. In einigen Fällen ist sie bereits vorinstalliert, in anderen muss das durch den Nutzer selbst erfolgen. Dazu öffnen Sie den Google Play Store auf dem Smartphone und suchen nach Google Chrome. Nach einem Klick auf Installieren startet die Installation, und alle notwendigen Schritte werden automatisch durchgeführt. Nach der Installation öffnen Sie die App und nehmen die Nutzungsbedingungen sowie die Datenschutzhinweise zur Kenntnis. In einem weiteren Schritt verbinden Sie Google Chrome mit dem Google-Konto. Hierdurch werden alle individuellen Features wie Lesezeichen, Passwörter und Browserverlauf synchronisiert. Danach wird das Einrichten der App abgeschlossen. Jetzt ist es ohne Weiteres möglich, nach Suchbegriffen zu recherchieren oder Webadressen aufzurufen.

So nutzen Sie Chrome mit Ihrem Android-Smartphone optimal:

  1. Verwaltung der Tabs

    Das Öffnen von Fenstern (Tabs) erfolgt in der Chrome-App im Applikationsmenü über das Feld Neuer Tab. Nach einer gewissen Nutzungszeit kennt Chrome bereits Ihre favorisierten Websites und listet Ihnen in neuen Tabs verschiedene Internetseiten auf, die Sie vielleicht interessieren. Wenn Sie eine dieser Websites besuchen möchten, genügt es, diese kurz anzutippen. Möchten Sie dagegen eine aus dieser Liste entfernen, tippen Sie diese an und halten sie länger gedrückt. Daraufhin öffnet sich ein Menüfeld, in dem Sie die Option Entfernen auswählen.

    Neben dem Anwendungsmenü befindet sich ein kleines Quadrat, das Sie darüber informiert, wie viele Tabs im Moment in Verwendung sind. Bei einem Klick auf dieses Quadrat werden alle Tabs in einer übersichtlichen Liste angezeigt, was Ihnen das Wechseln zwischen den einzelnen Websites erleichtert. Falls ein Tab geschlossen werden soll, kann dafür das X-Symbol genutzt, aber auch der Tab per Wischgeste aus dem Bildschirm geschoben werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, alle geöffneten Fenster gleichzeitig zu schließen, indem Sie die drei Punkte oben rechts berühren und den Menüpunkt Alle Tabs schließen auswählen. Über das Menü und den kreisförmigen Pfeil lassen sich die Inhalte aller offenen Tabs aktualisieren.

  2. Nutzung und Organisation der Lesezeichen

    Die Google-Chrome-App stellt Ihnen Lesezeichen zur Verfügung, mit denen Sie Websites markieren können, die Sie interessieren oder die Sie regelmäßig besuchen möchten. Die drei Punkte im App-Menü sind die richtige Anlaufstelle, um ein solches Lesezeichen zu setzen. Über das kleine Sternchen in der Symbolleiste lässt sich eine Website mit einem Lesezeichen versehen, wobei sich der Stern blau verfärbt. Klicken Sie erneut darauf, bietet sich Ihnen die Möglichkeit, das Lesezeichen zu bearbeiten und ihm zum Beispiel einen markanten Namen zu geben. Standardmäßig schlägt Chrome den Ordner Mobile Lesezeichen als Speicherort vor. Dieser birgt den Vorteil, dass durch Anklicken der Option Neuer Ordner viele weitere Unterordner erstellt werden können. Im App-Menü finden Sie schließlich den Punkt Lesezeichen, über den Sie alle auf diese Weise gesetzten Erinnerungen erreichen.

  3. Einsatz der Standortermittlung

    Sie erhalten vom Chrome-Browser personalisierte Informationen und Vorschläge, wenn Sie ihm gestatten, auf Ihre Standortdaten zuzugreifen. Somit ist es ohne Aufwand möglich, gezielt nach einem Restaurant oder einem Unternehmen in Ihrer Nähe zu suchen. Um dieses Feature nutzen zu können, müssen Sie unter Einstellungen -> Website Einstellungen -> Standort im App-Menü den entsprechenden Schieberegler aktivieren.

  4. Datenvolumen sparen und optimal nutzen

    Um stets möglichst schnell im Internet unterwegs zu sein und nicht gedrosselt zu werden, ist es wichtig, das eigene Datenvolumen im Auge zu behalten. Google Chrome stellt Ihnen hierfür einen nützlichen Datensparmodus zur Verfügung. Die Daten werden über den Browser an einen Google-Server geschickt und hierbei komprimiert. Dementsprechend müssen Sie beim Surfen im Internet weniger Daten auf Ihr mobiles Endgerät holen, was Ihrem Datenvolumen zugutekommt.

    Die Aktivierung dieser Funktion erfolgt über die Einstellungen im App-Menü. Hier müssen Sie die Schritte Erweitert -> Datensparmodus ausführen und den Schieberegler aktivieren. In einer übersichtlichen Grafik wird Ihnen dann angezeigt, wie viel Datenvolumen Sie einsparen. Dieses Feature steht Ihnen allerdings weder beim anonymen Surfen zur Verfügung noch, falls Sie über geschützte https://-Seiten surfen. Ein weiteres Manko besteht darin, dass es in einigen Fällen zu einer Beeinträchtigung der Bildqualität kommt.

  5. Privatsphäre beim Surfen im Internet

    Der Chrome-Browser bietet Ihnen einen Inkognitomodus, mit dem Sie im Internet unterwegs sein können, ohne Spuren zu hinterlassen. Dieses als Anonymes Surfen bekannte Feature ist zum Beispiel immer dann sinnvoll, wenn Sie verhindern wollen, dass Unbefugte Einblick in Ihren Browserverlauf nehmen und sich über Ihre Suchanfragen informieren können. Außerdem bietet das anonyme Surfen den Vorteil, dass mehrere E-Mail-Dienste und Social-Media-Plattformen parallel genutzt werden können. Ferner wird diese Funktion gern genutzt, wenn mit einem fremden Gerät ins Internet gegangen wird, um zum Beispiel die E-Mails zu checken. Die Möglichkeit zum anonymen Surfen erhalten Sie, indem Sie in der Suchleiste auf die drei Punkte tippen und die Option Neuer Inkognito-Tab auswählen.

  6. Dauerhafte Löschung der Browserdaten

    Google Chrome speichert sehr viele Informationen für eine spätere Verwendung. Hierzu gehören neben den besuchten Webadressen auch Autofill-Formulare, Bilder, Cookies, Passwörter und vieles mehr. Sie als Nutzer haben die Möglichkeit, einzelne Inhalte oder den kompletten Verlauf zu löschen. Zu diesem Zweck rufen Sie im App-Menü den Punkt Verlauf auf. Hier finden Sie eine übersichtliche Auflistung aller besuchten Websites, aus der Sie einzelne Einträge durch Tippen auf X entfernen können. Über das Menüfeld Browserdaten löschen lässt sich der gesamte Verlauf löschen, was deutlich schneller und einfacher geht als die Suche nach einzelnen Websites, die aus dem Verlauf entfernt werden sollen. Ein Klappmenü macht es Ihnen zudem möglich, den Zeitraum auszuwählen, dessen Daten gelöscht werden sollen. Auf diese Weise können Sie je nach Wunsch die Inhalte der letzten Stunde, der letzten Tage, der letzten Woche oder des letzten Monats löschen. Ebenso lassen sich die Daten des gesamten Zeitraums entfernen. Dazu setzen Sie einfach hinter die zu löschende Datei einen Haken.

  7. Wissenswertes für Fortgeschrittene und Profis

    Neben den klassischen Chrome-Funktionen gibt es noch viele weitere Features, die teilweise etwas versteckt sind. Wir stellen Ihnen im Folgenden einige dieser Tipps und Tricks vor, damit Sie diese nach Möglichkeit für sich nutzen können.

  8. Keywordsuche auf Websites

    Es gibt einen simplen Trick, mit dem Sie innerhalb kürzester Zeit feststellen, ob sich auf einer Website die Informationen befinden, die Sie benötigen. Denn nicht nur am PC, sondern auch mobil lassen sich gezielt Begriffe auf einer Website suchen. Hierfür öffnen Sie das Anwendungsmenü und tippen das Feld Seite durchsuchen an. Jetzt geben Sie den Suchbegriff ein und starten die Suche durch Antippen des Lupensymbols. Nach kurzer Zeit erhalten Sie vom Browser die Information, wie oft sich der Suchbegriff auf der jeweiligen Website befindet. Damit Sie das Keyword möglichst schnell finden, ist es in den Texten des Internetauftritts gelb markiert.

  9. Einsatz der Sprachsteuerung

    Die Ok-Google-Sprachsteuerung erleichtert die Handhabung des Smartphones und des Browsers. Um dieses Feature zu aktivieren, wird zunächst die Google-Such-App aufgerufen. Danach führen Sie im Menü die Schritte Einstellungen -> Sprache -> ,Ok Google'-Erkennung aus. Hier aktivieren Sie schließlich den Punkt Über die Google App. Falls Sie immer und überall Ok Google nutzen wollen, dann müssen Sie darüber hinaus den Punkt Auf jedem Bildschirm aktivieren. Sobald dies geschehen ist, klicken Sie nur noch auf das Mikrofon neben der Suchleiste - und schon versteht Ihr Smartphone Sprachbefehle.

  10. Mobile Websites und Desktop-Variante

    Es stellt durchaus einen Unterschied dar, ob man sich eine Website am PC oder über das Smartphone ansieht. Damit die Anwender alle Inhalte auch über das Smartphone problemlos betrachten können, stellen viele Websitebetreiber eine mobile Version ihres Webauftritts bereit, der auf das kleinere Format hin optimiert wurde. Allerdings gehen mit dieser Anpassung oft Einschränkungen im Funktionsumfang einher. Aus diesem Grund sind viele Nutzer für die Option dankbar, zwischen mobilen Websites und Desktop-Versionen wechseln zu können. Das gelingt mit dem Chrome-Browser, indem das App-Menü geöffnet und die Funktion Desktop-Seite anfordern ausgewählt wird.

  11. Chrome über den Homescreen erreichen

    Wenn es eine Website gibt, die Sie besonders gern oder häufig besuchen, dann ist es durchaus sinnvoll, diese als Startseite auf dem Home-Bildschirm abzulegen. Denn dann muss diese Seite nur angetippt werden und steht direkt zur Verfügung. Hierfür ist es jedoch erforderlich, die Chrome-App zu öffnen und die Adresse der gewünschten Seite einzugeben. Anschließend öffnen Sie das App-Menü über die drei Punkte am oberen Bildschirmrand und wählen den Punkt Zum Startbildschirm hinzufügen aus. Falls gewünscht, kann der Desktop-Verknüpfung ein aussagekräftiger Name gegeben werden. Den gesamten Vorgang schließen Sie durch Antippen des Buttons Hinzufügen ab. Wenn dies erfolgreich geschehen ist, erscheint ein entsprechendes Icon auf dem Home-Bildschirm.

  12. Verwendung der Kontextsuche

    Manchmal kommen auf einer Website Wörter vor, die man als Nutzer nicht kennt. Diese können nachgeschlagen werden, ohne dafür die Seite verlassen zu müssen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Kontextsuche unter Google Chrome freigeschaltet wurde. Zu diesem Zweck müssen Sie die Adresse chrome://flags/#contextualsearch in die Adressleiste eingeben und den Punkt Contextual Search auswählen. Nachdem Sie die Funktion aktiviert haben, ist es erforderlich, den Browser neu zu starten. Wenn in der Folge bei einem Besuch auf einer Website ein Ihnen unbekanntes Wort auftaucht, muss dieses nur durch langes Antippen markiert werden. Im Anschluss daran erscheint im unteren Bildschirmrand ein Fenster mit verschiedenen Suchergebnissen zu dem jeweiligen Suchbegriff. Über den kleinen Pfeil auf der rechten Seite kann das Recherchefenster vergrößert werden, was ein Durchforsten der Suchergebnisse erleichtert.

  13. Autofill-Formulardaten

    Dieses Chrome-Feature unterstützt Sie beim Ausfüllen von Formularen und erspart Ihnen somit eine Menge Zeit. Feste Daten, die immer wieder gebraucht werden, können dann hinterlegt und bei Bedarf jederzeit in ein Formular eingefügt werden. Neben dem Namen, dem Alter und der Adresse sind das zum Beispiel die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse und sogar die Kreditkartennummer. All diese Informationen können unter Einstellungen abgespeichert werden. Dazu wählen Sie den Menüpunkt Autofill-Formulare aus und aktivieren diesen mittels Schieberegler. Über das Pluszeichen neben dem jeweiligen Begriff wie Adresse und Kreditkarte können Sie weitere Einträge ergänzen. Falls einmal nicht mehr gewünscht, lassen sich diese jederzeit ohne Aufwand wieder entfernen. Hierfür müssen Sie nur den entsprechenden Eintrag aufrufen und auf das Papierkorbsymbol ziehen.

  14. Speicherung wichtiger Passwörter

    Ähnlich wie die Autofill-Formulardaten lassen sich auch Passwörter hinterlegen. Das ist praktisch, wenn eine Website wie ein Onlineshop oder ein soziales Netzwerk häufig besucht wird. Dann muss das entsprechende Passwort nämlich nicht bei jeder Anmeldung wieder neu eingegeben werden. Auch dafür rufen Sie zunächst im App-Menü den Bereich Einstellungen auf. Hier gibt es den Punkt Passwörter speichern, über den Sie mittels Schieberegler die Passwortspeicherung aktivieren beziehungsweise deaktivieren können. Außerdem lässt sich individuell auswählen, ob Chrome mithilfe des jeweiligen Passworts auf den dazugehörigen Internetseiten automatisch eine Anmeldung vornehmen soll.

  15. Datenübertragung von anderen Browsern

    Die Übertragung von Daten und Informationen von einem anderen Browser auf Chrome ist denkbar einfach, erfordert allerdings den Einsatz eines PC. Dazu muss zunächst das Chrome-Menü geöffnet werden. Hier kann dann zum Beispiel der Bereich Lesezeichen ausgewählt werden, unter dem die Option Lesezeichen und Einstellungen importieren zur Verfügung steht. In einem Drop-Down-Menü werden Ihnen nun verschiedene Browser vorgeschlagen, von denen Sie denjenigen wählen, mit dem Sie bisher gearbeitet haben. Im Anschluss daran setzen Sie hier bei all den Daten einen Haken, die von dem alten Browser auf Google Chrome übertragen werden sollen.

Viel Spaß beim Surfen!

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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