Pro, mini, Air und mehr: Welches iPad soll ich kaufen?

Pro, mini, Air und mehr: Welches iPad soll ich kaufen?
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Pro, mini, Air und mehr: Welches iPad soll ich kaufen?

© Apple

Vom guten, alten iPad gibt es inzwischen viele unterschiedliche Varianten. Wir schauen uns an, welches iPad am besten zu Ihnen passt.

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Erfolgsgeschichte des iPad

Inzwischen ist es gute elfeinhalb Jahre her, dass Apple das erste iPad in den Handel brachte. Es wurde seinerzeit schneller verkauft als das iPhone, doch hielt jenes Wachstum nicht so lang an wie das des Smartphones. Es benötigen einfacher weniger Menschen ein Tablet als ein Smartphone. Seit Erscheinen wurden 28 verschiedene Modelle des iPads herausgebracht, in zahlreichen verschiedenen Farben und Formen. Im Herbst wurde die aktuelle Generation erweitert: um das iPad in der neunten Generation sowie das iPad mini 6 und das iPad Air 4.

Zahlreiche Varianten

Die Auswahl ist zwar 2010 noch klein: Das iPad gab es nur im Format von 9,7 Zoll in Schwarz und in drei Speichervarianten. Der Kunde durfte auswählen, ob es mit 3G-Modem oder ohne ausgeliefert werden sollte. Seitdem ist die Liste der iPads bedeutend gewachsen, 3G ist Schnee von gestern. Heute funkt man über 5G, weshalb im April 2021 die ersten iPad Pro-Geräte mit 5G-Kompatibilität auf den Markt kamen. Das iPad mini hat dieses Update im September 2021 bekommen. Alle anderen Modelle werden mit Sicherheit folgen, vor 2022 wird das aber nicht passieren.

Produktpalette im Überblick

iPads in fünf Größen und fünf Farbvarianten mit vier verschiedenen Speicherausstattungen sind derzeit am Markt vertreten. Die Produktvielfalt nimmt beträchtliche Ausmaße an, wenn man alle Modelle nebeneinander stellt. Wir schauen uns daher jedes iPad gesondert an und klären, wer welches iPad braucht und welche typischen Einsatzzwecke es gibt.

iPad Pro als Arbeitstier

  1. Für die allermeisten durchschnittlichen Einsatzzwecke ist das iPad Pro überdimensioniert - sowohl hinsichtlich der Leistung als auch des Preises. Im aktuellen iPad Pro findet sich der M1-Chip, der auch in MacBook Air und MacBook Pro als Herz dient. Die Leistung des iPad Pro ist daher stark angestiegen. Viel getan hat sich auch beim Display, das nun Mini-LED als Technik verwendet (nicht zu verwechseln mit Micro-LED).

    Als Resultat winken sowohl ein helleres Display als auch viel bessere Kontraste. Schwarzwerte sind deutlich besser, da nicht mehr die gesamte Fläche des iPad ausgeleuchtet werden muss. Damit wandert das iPad ein Stück in Richtung OLED (ohne dieses Ziel komplett zu erreichen). Von Vorteil ist dies etwa für Grafiker, die an ihrem Gerät arbeiten und auf eine möglichst exakte Farbwiedergabe angewiesen sind.

    Ein neues Kamerasystem ist dabei, was Weitwinkelaufnahmen verbessert. Den LIDAR-Sensor gibt es schon seit letztem Jahr. Damit kann das Gerät den Raum vermessen und dabei sogar ziemlich präzise vorgehen. Sinnvoll ist dies, wenn Sie viele AR-Anwendungen nutzen. Die Tiefengenauigkeit dieser Informationen wurde durch den LIDAR-Sensor wesentlich verbessert.

  2. Der Notebook-Ersatz

    Kaufen Sie sich das Magic Keyboard hinzu, schwebt das iPad Pro ein wenig über dem Tisch. Damit bekommen Sie auch ein Trackpad, was für Arbeiten dieser Art praktisch unerlässlich ist. Leistungstechnisch fällt der Unterschied zum klassischen Laptop sehr klein aus. Damit richtet sich das Gerät an Menschen, die das iPad Pro beruflich verwenden. Grafiker freuen sich über das 120-Hertz-Display. True Tone sorgt außerdem dafür, dass das Display die Farben immer in der korrekten Sättigung wiedergibt. Dazu wird das Licht in der Umgebung analysiert und der Bildschirm dann automatisch korrekt eingestellt.

  3. Gutes Software-Angebot

    Apple ist sich bewusst darüber, dass Hardware allein nicht ausreicht. Daher unternimmt man große Bemühungen, auch die passende Software auf den Markt zu bringen. Der App Store füllt sich stetig mit immer mehr produktiv einsetzbaren Anwendungen, die weit über Photoshop und Co. hinausgehen. Schon seit 2014 arbeitet das Unternehmen beispielsweise mit IBM daran, passende Software für die Anforderungen von Betrieben zu entwickeln. Weitere Kooperationen sind mit SAPCisco und ähnlichen Unternehmen sind in der Warteschlange oder schon im Einsatz. In Büros ist das iPad Pro daher gar nicht so selten anzutreffen.

  4. Apple Pencil für Designer

    Wo wir gerade von Photoshop sprechen: Zusammen mit dem Apple Pencil entwickeln Anwendungen dieser Art erst ihr volles Potenzial. Mit 135 Euro ist der Stift zwar kein Schnäppchen, aber dafür stellt er die meisten Grafiker auch zufrieden. Das Gerät erkennt beispielsweise die Neigung des Stiftes, womit Schraffierungen möglich werden. Außerdem klebt der Stift dank Magnettechnik immer außen am Gehäuse, wodurch Sie ihn nicht verlieren können. Ein USB-C-Anschluss verdrängt den bisherigen Lightning-Port.

    Erhältlich ist das iPad Pro gleich in mehreren Varianten: Es geht los bei 128 GB internem Speicher und geht über 256 und 512 GB bis zu 1 TB oder gleich 2 TB Speicherplatz. Beim Arbeitsspeicher geht es bei 8 GB los, ab der 1-TB-Variante bekommen Sie 16 GB. Auswählen können Sie außerdem zwischen Modellen mit 11 Zoll und 12,9 Zoll Diagonale. Wahlweise legen Sie noch einen 5G-Anschluss in den Warenkorb. Farblich sieht es etwas monoton aus, aktuell gibt es nur Spacegrau und Silber.

    Ausgeben müssen Sie mindestens 879 Euro für das kleinste Modell. Das kleine iPad Pro mit maximaler Ausstattung von 1 TB Speicher kostet hingegen 2.259 Euro. Das größere Gerät startet bei 1.199 Euro und klettert bis auf 2.579 Euro in der maximalen Konfiguration. Leistungstechnisch unterscheiden sich die iPads nicht, sie bieten beide exakt dieselbe Performance, da sich an der CPU nichts verändert.

  5. Wer braucht das iPad Pro?

    Designer, Künstler, Fotografen, Videobearbeiter, Office-Anwendungen und ähnliche Bereiche: In diesen Segmenten fühlt sich das iPad Pro wohl. Wenn Sie nur ein Gerät brauchen, um Videos zu schauen oder im Internet zu surfen, ist das iPad Pro überdimensioniert. Es kann übrigens nicht schaden, ein Gerät mit macOS oder einen Windows-PC ebenfalls im Haushalt zu haben. iPadOS ist zwar gut, aber in allen Lebenslagen kann es klassische Computer noch nicht ersetzen. Der Unterschied schrumpft allerdings jedes Jahr ein wenig.

Das normale iPad: die Allzweckwaffe

  1. Das iPad in 10,2 Zoll ist die dritte Ausgabe dieses etwas größeren iPads, zuerst war es 2019 auf den Markt gekommen. Das klassische iPad in 9,7 Zoll hingegen war der Urvater der iPads. Das normale iPad wird jedes Jahr aktualisiert. Inzwischen gibt es das größere iPad mit A13-SoC, also derselbe Chip, der auch im iPhone 12 steckt. Dass im nächsten Jahr ein iPad mit A4-SoC erscheint, dürfte als gesichert gelten. Im Takt von guten zwölf Monaten bringt Apple stets neue iPads auf den Markt.

  2. Unterschied zur Pro-Variante

    Das iPad von 2020 war ein sehr großer Schritt: Vom A10-SoC ging es direkt zum A12, womit neuronale Kerne Einzug hielten. Dies beschleunigt zum Beispiel die Bildbearbeitung deutlich. Auch selbstlernende Algorithmen - heute gerne landläufig als "KI" bezeichnet - werden damit schneller. Trotz des neuen SoC kann das iPad nicht im Ansatz mit dem M1-Chip im iPad Pro mithalten. Leistungswunder dürfen Sie sich also nicht erwarten. Für die meisten Käufer eines normalen iPads spielt das aber auch keine große Rolle. Der Einstieg ist dafür ziemlich preiswert, mehr als 379 Euro müssen Sie nicht ausgeben. Das ist eine Preissteigerung von 10 Euro im Vergleich zum letzten Jahr.

  3. Center Stage für Alltagsanwendungen

    Vom iPad Pro geborgt ist Center Stage: Wenn Sie damit Facetime verwenden oder anderweitige Videokonferenzen betreiben, sorgt die Software dafür, dass die Person im Blickwinkel der Kamera immer im Zentrum bleibt. Auch automatische Fokussierungen gehören zum Programm. Telefonieren Sie oft mit Freunden oder Arbeitskollegen auf diese Weise, kann Center Stage für ein wesentlich besseres Bild sorgen.

  4. Das beste Gerät für den Alltag

    Im Jahr 2021 ist das iPad aufgrund der genannten Argumente das typische Durchschnittstablet, das die meisten Anwender zufriedenstellen wird. In Bildungseinrichtungen ist es ebenfalls beliebt, da der Preispunkt nicht zu hoch angesetzt ist. Den Apple Pencil können Sie mit dem Tablet ebenfalls nutzen - aber nur die erste Version, der zweite Stift wird noch nicht unterstützt.

    Abstriche im Vergleich zum iPad Pro fallen umfangreich aus: Die Qualität des Displays ist wesentlich schlechter, die Performance kann nicht mithalten. Um einen Film zu schauen, reicht es aber komplett aus. All die negativen Punkte sind durch den Preispunkt von 379 Euro jedoch kaum von Belang. Für diesen Preis werden Sie kaum ein besseres Tablet auf dem Markt finden. In der maximalen Ausführung kostet das klassische iPad 689 Euro - dann mit 256 GB Speicherplatz und LTE an Bord.

    Schule, Universität, Office-Gerät oder Medienkonsum: Dafür sind diese iPads sehr gut geeignet. Um selbst kreativ zu werden, ist das Gerät jedoch zu schwach. Gerade für Videobearbeitung fehlt dem Tablet die Leistung.

iPad Air: die ideale mobile Lösung

  1. In diesem Jahr ist das iPad Air eine abgespeckte Version des iPad Pro. Zuerst macht das Gerät einen guten Eindruck: Es hat schmalere Rahmen als das iPad Pro, ein sehr gutes Display - aber ohne Mini-LED - und abgerundete Ecken am Gehäuse. Ein Home-Button fehlt komplett. USB-C ist nun mit an Bord, genauso wie der A14-SoC des iPhones. Das iPad Air versteht sich sogar gut mit dem Apple Pencil 2.

    Erhältlich ist das Tablet in fünf unterschiedlichen Farben, ihr Debut feiern dieses Jahr Grün und Blau. Dass der Home-Button fehlt, ist übrigens nicht schlimm: TouchID ist nun in den Power-Button integriert, sodass Sie das Gerät einfach über diese Taste entriegeln, wenn Sie es einschalten. Unterschiede zum iPad und iPad Pro gibt es dennoch: Beispielsweise ist FaceID gestrichen, außerdem gibt es kein LIDAR. AR-Anwendungen sind also nicht die Stärke des iPad Air.

    Der zweite Punkt betrifft die Leistung. Der A14-SoC ist schnell und bietet vier CPU-Kerne und acht GPU-Kerne. Außerdem sind 16 NPUs, also neuronale Kerne, mit an Bord. Das reicht aber noch längst nicht aus, um den M1-Chip des iPad Pro einzuholen oder auch nur in die Nähe zu kommen. Besonders viel Leistung dürfen Sie von Ihrem iPad Air also nicht erwarten. Dabei gilt: Je rechenintensiver eine Anwendung, desto größer der Unterschied zum iPad Pro.

  2. Trotzdem eine gute Lösung

    Trotz der Nachteile ist das iPad Air oft der bessere Kauf. Wenn Sie keine Audio- und Videoproduktion brauchen und falls Sie mit 11 Zoll Diagonale gut bedient sind, ist dieses Gerät meist ein guter Tipp. Der Unterschied zum iPad Pro ist zwar groß, aber wenn Sie diese Leistung gar nicht brauchen, würden wir zum iPad Air greifen - allein schon aufgrund des Preises. Ob sich ein Update von der Vorgängerversion lohnt, müssen Sie entscheiden. Die Leistung legt rasant zu, aber davon abgesehen sind Sie mit dem Gerät von 2019 noch gut beraten.

    Einen großen Pluspunkt bietet das iPad Air hinsichtlich der Mobilität. Das Gerät ist kleiner und leichter als alle anderen normalgroßen iPads. Sind Sie viel unterwegs, könnte dies ein wichtiger Grund für einen Kauf sein. Dank Pencil-Support könnten Sie es auch gut als Notizzettel verwenden, wenn Sie viel reisen - ob privat oder beruflich.

iPad mini: klein, aber leistungsstark

  1. Das erste iPad mini kam ein Jahr nach dem Tod von Steve Jobs auf den Markt. Es war 7,9 Zoll groß. Etwa alle zwölf Monate erschienen dann Neuauflagen. Dies wurde beibehalten bis zum iPad mini 4. Danach wurde eine Pause eingelegt, was daran gelegen haben mag, dass die iPhones in diesem Zeitraum ebenfalls größer wurden. Damit fuhren sich beide Geräte gegenseitig über die Füße, sodass der Bedarf nach einem iPad mini nicht mehr derart gegeben war.

    Im Jahr 2019 kam das iPad mini dann doch in einer neuen Variante auf den Markt. Das Gerät bot einen schnelleren Prozessor und Support für den Apple Pencil. Ideal war es damit für alle, die keine Lust auf ein großes iPhone oder iPad hatten. Das iPad mini traf genau in die Lücke.

  2. Neuauflage 2021

    Erst im Herbst 2021 kam das iPad mini 6 auf den Markt, aufgegeben hat man die Geräteklasse somit keinesfalls. Genauso wie das iPad Air hat die mini-Version schlanke Displayrahmen und keinen Home-Button. Der Power-Knopf regelt TouchID. Der Apple Pencil 2 lässt sich magnetisch an die Seite des Geräts heften, dort wird der Stift dann auch permanent mit Strom geladen. Beim SoC entschied man sich direkt für den A15, wie er auch im iPhone 13 steckt.

    Damit steckt im iPad mini alles, was in dieser Preisklasse technisch machbar ist. Los geht es bei 549 Euro für das Gerät mit 64 GB Speicherplatz, das Ende markiert die 5G-Variante mit 256 GB für 889 Euro. Sehr gut geeignet ist das iPad mini auf Reisen und im Urlaub.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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