Fritz!App WLAN – Ermittlung des optimalen Router-Standorts

Wir zeigen, wie sie den besten Standort für den Router finden!
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Wir zeigen, wie sie den besten Standort für den Router finden!

© AVM

Nicht nur störende Funknetze in der Nachbarschaft lassen sich mit der FritzApp WLAN ermitteln. Die App misst auch die Geschwindigkeit und Signalstärke Ihres WLANs.

Bildershow: So funktioniert die App fürs heimische WLAN >>

Bevor Sie loslegen können, müssen Sie die App FritzApp WLAN auf Ihr Smartphone oder iPhone herunterladen und installieren. Gegenüber der iPhone-App besitzt die Android-App mehr Funktionen. Wenn Sie die App starten, wird der Bereich "Mein WLAN" automatisch geöffnet. Unter "Mein WLAN" sehen Sie das aktuelle Drahtlosnetzwerk, mit dem Ihr Android-Gerät gerade verbunden ist. Ist das nicht Ihr Fritzbox-WLAN, tippen Sie auf die Registerkarte "Verbinden". Tippen Sie jetzt den Eintrag mit Ihrem WLAN an und dann auf "Verbinden". Wenn Sie den Hinweis "bekannt" sehen, bedeutet dies, dass sich Ihr Gerät schon einmal mit diesem WLAN verbunden hat. Wechseln Sie nun zu dem Register "Mein WLAN". Hier werden Ihnen detaillierte Informationen zu Ihrem Drahtlosnetzwerk angezeigt

Die Signalstärke zeigt die Qualität der WLAN-Verbindung in einer Echtzeitgrafik an. Über dem Eintrag sind Informationen zu den Kanälen zu finden, die gerade genutzt werden. Bei "Sicherheit" finden Sie Infos zur aktuell gewählten Verschlüsselungsmethode. Im unteren Bereich werden detaillierte Angaben zum genutzten Android-Gerät angezeigt, also Infos wie "IP-Adresse", "Android-Version" und "unterstützte Frequenz". Oberhalb davon erscheinen Angaben zu Ihrem Fritzbox-Modell und zu den AVM-WLAN-Repeatern, die mit ihm verbunden sind. Das setzt allerdings voraus, dass eine Verbindung zwischen Ihrem Smartphone und dem Fritzbox-WLAN besteht. Wenn Sie rechts neben den Informationen zur Fritzbox das blaue Symbol antippen, wird Fritz-OS im Browser geladen.

Aufspüren von WLANs in Reichweite

Die kostenlose App von AVM zeigt und bewertet Geräte im WLAN-Mesh. Damit können Sie außerdem die Verbindungsgeschwindigkeit im WLAN messen und sich weitere Infos zur Signalstärke anzeigen lassen.

Wenn Sie wissen möchten, welche WLANs sich gerade in Ihrer Reichweite befinden, müssen Sie auf die Registerkarte "Umgebung" tippen. Im oberen Bereich werden die Drahtlosnetzwerke gelistet, die am besten über 2.4 GHz empfangbar sind. Wenn Sie "Alle Funknetze anzeigen (2,4 GHz)" antippen, zeigt Ihnen die App eine Detailanzeige mit allen aufgeführten WLANs. Über die Schaltfläche mit dem Pfeil können Sie ein Ausklappmenü öffnen, das alle WLANs einzeln zur Auswahl anbietet. Analog zu den Infos im 2,4-GHz-Bereich sehen Sie im unteren Bereich die entsprechenden Informationen für das 5-GHz-Frequenzband. In den Detailansichten wird Ihnen eine gelbe Schaltfläche angezeigt. Damit können zwischen den beiden Frequenzbereichen hin- und herwechseln.

Die WLAN-App bietet die Möglichkeit, die Signalstärke in Echtzeit zu messen. Der Messwert ist ein Indikator für das WLAN-Tempo. Um die Echtzeitmessung durchzuführen, müssen Sie unter der Rubrik "Mein WLAN" auf die Schaltfläche "WLAN messen" tippen. In Abhängigkeit von der Qualität der WLAN-Verbindung kommt es zu Ausschlägen des Pegels nach oben oder unten. Auf diese Weise lassen sich rasch diejenigen Bereiche der Wohnung aufspüren, in denen das Signal schwach ist beziehungsweise überhaupt nicht ankommt. Um die Echtzeitmessung zu beenden, tippen Sie auf "STOP".

So optimieren Sie Ihre Fritzbox:

  1. Anderen Personen Zugriff auf das WLAN erlauben

    Immer wieder kommt es vor, dass man anderen Personen erlauben möchte, das eigene WLAN mitzunutzen. Das funktioniert jedoch nur, wenn man ihnen das vergebene Passwort nennt. Bei einer Verbindung über ein Kabel an einen Ethernet-Anschluss ist es den Nutzern möglich, sowohl das interne NAS der Fritzbox zu verwenden als auch Zugriff auf eventuell vorhandene USB-Speicher zu erlangen. Wer das nicht möchte, kann die von AVM bereitgestellten Sicherheitsfunktionen nutzen. Diese machen es möglich, eine Trennung verschiedener Clients durchzuführen oder sogar ein unabhängiges Netzwerk einzurichten.

    Zunächst soll jedoch besprochen werden, wie vorzugehen ist, wenn Personen Zugriff auf das WLAN bekommen sollen, ohne eine Freigabe des Rechners zu erhalten. Hierfür ist es nötig, das Menü der Fritzbox aufzurufen und "WLAN -> Sicherheit" auszuwählen. Hier muss dann der Menüpunkt "Die unten angezeigten Geräte dürfen untereinander kommunizieren." ausgeschalten werden. Nachdem auf "Übernehmen" geklickt wurde, sind die neuen Einstellungen aktiv.

  2. Das Ethernet für einen Gastzugang nutzen

    Nachdem ein Zugriff auf die im Netzwerk vorhandenen Rechner verhindert wurde, muss das Zugriffsproblem mit den Speichern gelöst werden. Das gelingt am schnellsten und effizientesten, wenn ein eigener Gastzugang erstellt wird. Diese Option ist bei einer Fritzbox sowohl bei kabelgebundenem LAN als auch bei der Nutzung von WLAN möglich. Bei der Nutzung eines Ethernet-Kabels kommt der Anschluss LAN 4 zum Einsatz. Dieser befindet sich auf der Rückseite der Fritzbox. Die gewünschte Funktion wird über "Heimnetz -> Heimnetzübersicht -> Netzwerkeinstellungen" aktiviert. Anschließend muss die Option "Gastzugang für LAN 4 aktiv" ausgewählt werden.

    Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Punkt "Anmeldung am Gastzugang nur nach Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen gestatten" auszuwählen. Dann wird Gästen, die sich in das Netzwerk einwählen wollen, eine Vorschaltseite angezeigt. In der Fachsprache wird diese Seite als "Captive Portal" bezeichnet. Ihre Aufgabe besteht darin, von den Gästen eine Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen einzuholen. Nur wenn sie diese erteilen, bekommen sie Zugriff auf das Netzwerk.

    In einem ersten Schritt wird die Aufforderung "Klicken Sie auf OK um auf das Internet zugreifen zu können" angezeigt. Wenn die Gäste dies tun, wird der Zugang zum Netzwerk freigeschaltet. Dieser Dialog kann hier noch nicht individuell abgewandelt werden. Das ist erst über den Gastzugang für das WLAN möglich (siehe nächster Punkt). Nun muss nur noch das jeweilige Kabel für die Verbindung zwischen der gewünschten Hardware und Lan 4 eingestöpselt werden. Alle weiteren notwendigen Schritte übernimmt die Fritzbox.

  3. Einen Gastzugang über WLAN einrichten

    Die Einrichtung eines Gastzugangs über WLAN unterscheidet sich nur minimal von der Einrichtung mittels LAN. Die hierfür notwendigen Features sind unter "WLAN-Gastzugang" zu finden. Der Punkt "Gastzugang aktiv" muss mit einem Häkchen versehen werden. Anschließend muss das Netzwerk benannt und eine Verschlüsselungsmethode ausgewählt werden. Die Hersteller empfehlen hierfür "WPA2 (CCMP)". Außerdem ist es notwendig, einen WLAN-Netzwerkschlüssel zu definieren. Es ist dringend angeraten, einen anderen Schlüssel als für das private Netzwerk zu verwenden.

    Wie beim vorherigen Schritt ist es auch hier kein Problem, ein "Captive Portal" zu nutzen. Hierfür ist es nötig, den Punkt "Vorschaltseite anzeigen mit Informationen zu dem Anbieter des Gastzugangs" zu aktivieren. Wenn diese Option ausgewählt wird, müssen die Besucher eine Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen abgeben, bevor sie das Netzwerk nutzen können. Die Nutzungsbedingungen selbst werden hier allerdings nicht angezeigt. Ebenso wird von den Gästen verlangt, dass sie versichern, das Netzwerk nicht zu nutzen, um geltendes Recht zu verletzen. Nicht zuletzt taucht hier eine Information auf, dass sowohl die genutzte MAC-Adresse als auch die Dauer der Nutzung festgehalten werden können.

    Falls dies gewünscht ist, können an dieser Stelle ein Bild und ein Text eingefügt werden. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Gäste beim Zugang zum Netzwerk das eigene Firmenlogo angezeigt bekommen sollen. Bei der Erstellung von Text besteht jedoch das Problem, dass dieser nicht formatiert werden kann. Allerdings ist es möglich, eine Webseite zu gestalten, auf die die Gäste gelangen, nachdem sie den Nutzungsbedingungen zugestimmt haben. Es gibt noch zwei weitere Optionen, mit denen einerseits verhindert werden kann, dass ein Gastrechner auf einen anderen Rechner zugreifen kann. Gleichzeitig kann dafür gesorgt werden, dass der Gastzugang nach einer vorher fest definierten Zeit deaktiviert wird.

    Es gibt den Punkt "Internetanwendungen beschränken: Nur Surfen und Mailen erlauben". Dieser ist in den Voreinstellungen aktiv und sorgt dafür, dass der jeweilige Gastzugang stark eingeschränkt ist. Das hat beispielsweise zur Folge, dass keine FTP-Downloads genutzt werden können. Wenn diese strengen Einstellungen nicht nötig sind, können die Schritte "Internet -> Filter -> Zugangsprofile" gegangen werden. Hier gibt es den Menüpunkt "Gesperrte Netzwerkanwendungen", über den die stark eingeschränkten Voreinstellungen gelockert werden können.

  4. Daten über die Fritzbox austauschen

    Immer wieder ist es nötig, Daten von einem Rechner auf den anderen zu bringen. Die Netzwerkfreigaben von Windows sind hierbei jedoch nur bedingt eine Hilfe, da sie ausgesprochen kompliziert sind. Deswegen entscheiden sich viele Nutzer, den Datenaustausch über die Fritzbox durchzuführen. Diese besitzt einen internen Speicher, der als NAS verwendet werden kann. Hierbei handelt es sich um ein "Network Attached Storage", was nichts anderes als eine Netzwerkfestplatte ist. Alle Geräte, die sich im Netzwerk befinden, können auf diese Netzwerkfestplatte zugreifen. Das Schöne hierbei ist: Es werden kaum Konfigurationen nötig. Die Festplatte stellt bei der Fritzbox 7390 und 7490 512 MB Speicherplatz zur Verfügung. Das ist zwar nicht viel, in den meisten Fällen genügt der Platz jedoch für den benötigten Datenaustausch. Neuere Varianten der Fritzbox besitzen drei USB-Anschlüsse, mit denen eine Verbindung zu Sticks oder externen Festplatten hergestellt werden kann. Auf diese können dann ebenfalls alle Geräte zugreifen, die im Netzwerk angemeldet sind.

    Es bietet sich an, aus dem NAS-Speicher der Fritzbox ein eigenes Windows-Laufwerk zu machen. Die Fritzbox ist in der Regel dauerhaft eingeschaltet, sodass die Netzwerkfestplatte uneingeschränkt zur Verfügung steht. Das funktioniert allerdings nur, wenn sowohl auf dem Router als auch auf dem Computer derselbe Nutzer mit demselben Passwort angemeldet ist. Deswegen ist es nötig, das Menü der Fritzbox aufzurufen und "System -> FRITZ!Box -> Benutzer" auszuwählen. Unter "Benutzer" müssen dann der Nutzername und das Kennwort eingegeben werden, die auch bei der Nutzung von Windows zum Einsatz kommen. Der Punkt "Berechtigungen" enthält "Zugang zu NAS-Inhalten". Dieser muss mit einem Haken versehen sein. Per Klick ist es nun möglich, "Verzeichnis hinzufügen" aufzurufen und "Alle an der FRITZ!Box verfügbaren Speicher" zu bestätigen. Es empfiehlt sich, den Nutzern sowohl Lese- als auch Schreibrechte für den internen Speicher zuzugestehen. Sobald auf "OK" geklickt wird, ist die Einrichtung abgeschlossen.

    In einem weiteren Schritt wird nun der Windows-Explorer aufgerufen. Hier gibt es in der linken Leiste den Punkt "Netzwerk", in dem der Eintrag "FRITZ-NAS" zu finden ist. Wenn dieser doppelt angeklickt wird, besteht Zugriff auf den Ordner "\fritz.nas". Mittels Rechtsklick auf die Maustaste kann der Punkt "Netzlaufwerk verbinden" ausgewählt werden. Nun taucht ein Fenster auf, in dem ein Laufwerksbuchstabe ausgewählt werden muss. Alle weiteren Einstellungen können so übernommen werden, wie sie vorgeschlagen werden. Wenn auf "Fertigstellen" geklickt wurde, ist der NAS-Speicher der Fritzbox als neues Laufwerk eingerichtet. Er trägt den Buchstaben, der bei der Einrichtung als Name ausgewählt wurde.

  5. Für mehr NAS-Speicher sorgen

    Für manche Aufgaben ist der standardmäßig zur Verfügung stehende Speicher zu gering. In diesem Fall bietet es sich an, ihn mit einem USB-Gerät zu erweitern. Um dies zu erreichen, muss zunächst Zugriff auf FRITZ-NAS hergestellt werden. Sobald dies erledigt ist, kann das USB-Gerät angeschlossen werden. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Stick oder eine Festplatte handelt. Üblicherweise wird das angeschlossene Gerät von der Fritzbox erkannt und als "\fritz.nas" dargestellt. Bei einigen USB-Sticks passiert es jedoch, dass sie nicht sofort erkannt werden. Einigen Nutzern ist es zudem lieber, wenn kein Standardname für das Laufwerk vergeben wird, sondern sie den Laufwerksbuchstaben selbst wählen können. In all diesen Fällen ist ein USB-Fernanschluss eine gute Idee.

    Zunächst muss das Fritzbox-Menü aufgerufen werden, um die Schritte "Heimnetz -> USB-Geräte" gehen zu können. Hier kann dann der Punkt "USB-Fernanschluss" ausgewählt werden. Bei der Option "USB-Fernanschluss aktiv" muss ein Haken gesetzt, der Punkt "USB Speicher" markiert und auf "Übernehmen" geklickt werden. Die Fritzbox führt im Anschluss eine Analyse des jeweiligen Geräts durch. Dies kann einige Sekunden in Anspruch nehmen. Wenn die Analyse abgeschlossen wurde, muss auf "OK" geklickt werden.

    Nun erscheint ein Fenster mit einem Link zu "Das Programm für den USB-Fernanschluss". Wenn hierauf geklickt wird, öffnet sich ein neues Fenster mit einem "Download-Button". Nun kann das von AVM bereitgestellte kostenlose Tool heruntergeladen und installiert werden. Das Systray der Taskleiste verfügt im Anschluss über das Icon des neuen Tools. Dieses muss doppelt angeklickt werden, damit sich das Programm öffnet. Hier sollte der USB-Speicher bereits zu finden sein. In einem weiteren Schritt werden der Benutzername und das Passwort eines Benutzers angegeben, der bereits bei der Fritzbox registriert ist. Der Vorgang wird mit "Klicken um zu verbinden" abgeschlossen und das Laufwerk ist im Explorer zu sehen. Bei Fritzboxen mit mehreren USB-Anschlüssen ist es möglich, mehrere Geräte gleichzeitig zu verbinden.

    Die Fritzbox 7490 und alle nachfolgenden Modelle können mit dem schnellen USB 3.0 arbeiten. In einigen Fällen ist es jedoch nötig, dieses Feature zunächst zu aktivieren. Das ist über "Heim-Netz -> USB-Geräte" möglich. Hier findet sich der Punkt "USB-Einstellungen". Hier haben Nutzer die freie Wahl, welche Anschlüsse mit USB 3.0 und welche mit USB 2.0 arbeiten sollen. Der ältere Standard ist immer dann angeraten, wenn stromsparend gearbeitet werden soll. Der Wechsel zu USB 3.0 ist zudem nur dann sinnvoll, wenn die angeschlossenen Geräte mit dieser Technologie arbeiten können.

  6. Die Vorteile der Fritz-App nutzen

    Es gibt eine beachtliche Zahl von kostenlosen AVM-Apps, die mit Android und iOS genutzt werden können. Über diese ist es möglich, das Leistungsspektrum der Fritzbox auf Mobilgeräte auszuweiten. Manche Apps bieten vor allem für das Heimnetzwerk viele Vorteile. Hierzu gehört beispielsweise " Myfritzapp", die als Fernsteuerung genutzt werden kann. " Fritzapp WLAN" ist ein Analysetool und " Fritzapp Fon" Kann zum Telefonieren genutzt werden. Um verschiedene Medien steuern und effizient nutzen zu können, bietet sich " Fritzapp Media" an. Hierüber ist es beispielsweise möglich, bestimmte Inhalte auf Smart TVs und ähnliche Geräte zu schicken.

    Wer genau wissen möchte, wie es um den Status eines Funknetzwerks bestellt ist, wird für "Fritzapp WLAN" dankbar sein. Über "Mein WLAN" können vielen nützliche Informationen zur Fritzbox, zum Client und zur WLAN-Verbindung angesehen werden. Über "Verbinden" werden Netzwerke in der Nähe angezeigt und das Einloggen erleichtert. Der Punkt "Umgebung" sortiert die vorhandenen WLANs nach einzelnen Kanälen und zeigt an, wo besonders starke Empfangssignale zu finden sind.

    Im Systemmenü kann über "Netzwerkanalyse" der Punkt "WLAN messen" erreicht werden. Mittels Ping-Befehlen und HTTP-Anforderungen kann ein Netzwerktest durchgeführt werden, bei dem festgestellt wird, wie lange die Antwortzeiten der Fritzbox sind. Somit wird schnell klar, ob eine Netzwerkverbindung einwandfrei funktioniert. Der Punkt "Heimnetzgeräte" zeigt genau die Clients an, die die Fritzbox in der Vergangenheit für Verbindungen genutzt hat. Das Feature "WLAN teilen" macht es möglich, Gastzugänge zu aktivieren. Zudem helfen "WPS", "QR-Scan" und "NFC" dabei, das Funknetzwerk für Tablets und Smartphones bereitzustellen.

  7. Router und WLAN zum Telefonieren nutzen

    Viele Nutzer empfinden es als störend, zwischen Festnetztelefon und Smartphone wechseln zu müssen. Mit der App " Fritzapp Fon" lässt sich das vermeiden. Hierdurch können Nutzer mit dem Smartphone über das Festnetz telefonieren, solange sie sich innerhalb des WLANs bewegen. Das Mobilgerät kann hierbei mit einem DECT-Telefon verglichen werden. Die Anwender müssen sich jedoch nicht entscheiden, da das Mobilfunkgerät auch gleichzeitig mobil erreichbar bleibt. Grundsätzlich ist es so möglich, auf einen Festnetzanschluss komplett zu verzichten.

    Es ist ganz einfach, dieses Feature zu aktivieren. Zunächst ist sicherzustellen, dass das WLAN der Fritzbox funktioniert und das Smartphone eine Verbindung damit hergestellt hat. Nun muss die App installiert werden. Nach dem Start muss dann das Fritzbox-Passwort angegeben werden. Sobald dies geschehen ist, wird das Smartphone erkannt und als neues Telefon registriert. Im Fritzbox-Menü ist es dann über "Telefonie -> Telefoniegeräte" zu finden. Unter dem Menüpunkt "Bearbeiten" ist "Ausgehende Anrufe" zu finden. Hier lässt sich klar definieren welche Telefonnummer beim Gesprächspartner zu sehen sein soll. Außerdem können die Nutzer festlegen, ob das Smartphone bei allen Anrufen oder nur bei bestimmten Nummern klingen soll.

    Um telefonieren zu können, muss die gewünschte Telefonnummer in der App angegeben werden. zudem bietet die App eine Rufnummernwiederholung und eine Anrufliste, über die die letzten Telefonate nachverfolgt werden können. Über den Punkt "Telefonbuch" kann zudem ein Namensverzeichnis in der App hinterlegt werden. Unter "Mehr -> Einstellungen" ist der Punkt "App-Auswahl beim Rufaufbau" zu finden. Mit diesem lassen sich einzelne Telefonieprogramme aktivieren und deaktivieren. Über "Wahlregeln" kann der Punkt "Mobilrufnummern" erreicht werden. Hier können die Anwender entscheiden, ob Handynummern über das Festnetz angerufen werden können oder nicht. Da dies häufig mit recht hohen Kosten verbunden ist, beschränken sich die meisten Anwender auf das Mobilfunknetz.

    Ebenfalls lohnenswert ist es über den Menüpunkt "Mehr -> Einstellung" im Systemmenü den Punkt "Erweitert" auszuwählen. Unter "Alternative Mikrofonnutzung" sowie "Sprachqualität verbessern" kann dafür gesorgt werden, das Echo-Effekte und störendes Rauschen nicht mehr so stark auftreten.

  8. Den NAS-Speicher online nutzen

    Wenn man unterwegs auf Dateien zugreifen will, ist es praktisch, einen Online-Zugriff auf den NAS-Speicher der Fritzbox zur Verfügung zu haben. So können beispielsweise Sitzungsprotokolle eingesehen und Freunden Fotos gezeigt werden. Dieses Vorgehen ist praktisch, da der NAS-Speicher gut erreichbar ist, aber dennoch ein Höchstmaß an Sicherheit bietet.

    Um unterwegs Zugriff auf den NAS-Speicher zu haben, muss der Fritzbox eine feste Adresse zugeteilt werden. Nur über diese ist sie dann im Internet erreichbar. Verschiedene Dienste wie DynDNS erleichtern diese Aufgabe. Wer nicht diese kostenpflichtige Lösung nutzen möchte, kann auf ein kostenloses Alternativ-Tool von AVM zurückgreifen. Über "Myfritz" ist es möglich, Kontakt zum AVM-Server und zum Netzwerkspeicher herzustellen.

    Hierfür muss im Fritzbox Menü "Internet -> MyFRITZ!-Konto" aufgerufen und mit Hilfe der E-Mail-Adresse und des Kennworts ein neuer Account erstellt werden. Über "Weiter" werden die vorgenommenen Schritte bestätigt und eine Verbindung zu Myfritz hergestellt. Die erfolgreiche Anmeldung wird über eine E-Mail bestätigt. Wenn diese angeklickt wird, kann ein Haken bei "Ich stimme den Nutzungsbedingungen zu" gesetzt und der Punkt "Konto aktivieren" ausgewählt werden.

    Unterwegs muss dann der Browser geöffnet und die Adresse "myfritz.net" angegeben werden. Nun wird die E-Mail-Adresse eingetippt, die für die Registrierung des Accounts genutzt wurde. Jetzt erfolgt eine Capture-Abfrage, um sicherzustellen, dass die Nutzer keine Bots sind. Anschließend muss nur noch das Passwort eingegeben und "Zu meiner Fritz!Box klicken" angeklickt werden. Schon steht eine Verbindung zum NAS-Speicher zur Verfügung.

Ermittlung des optimalen Standorts für den Repeater

Um das WLAN zu verlängern, bedarf es eines optimalen Platzes für den WLAN-Repeater. Er benötigt zwar eine gute Verbindung zum Fritzbox-Router, darf aber auch nicht zu nahe bei ihm positioniert sein. Ob die aktuelle Platzierung sinnvoll ist, verraten die WLAN-LEDs. Falls der Repeater mit der Fritzbox über das Funknetz verbunden ist, leuchten die LEDs durchgehend. Wenn mindestens drei von fünf Signalstärke-LEDs leuchten, ist die Position optimal. Mit der App lässt sich auch die Repeater-Position prüfen. Wenn eine Verbindung zwischen Router und Repeater besteht, starten Sie die App auf Ihrem Smartphone oder Tablet. Das aufrufende Mobilgerät muss ebenfalls über das WLAN mit der Fritzbox verbunden sein. Auf Android-Mobilgeräten tippen Sie im Abschnitt "Mein WLAN Mesh" auf die Schaltfläche "Meine Repeater". Wenn die App auf einem iPhone oder iPad läuft, müssen Sie auf den Menüpunkt "Meine Repeater" tippen.

Die WLAN-Anbindung Ihres Repeaters können Sie mit der Funktion "Repeater-Position bewerten" prüfen. Es kann sein, dass die App die Eingabe Ihres Fritzbox-Passworts anfordert. Die App checkt die Verbindungen, bewertet sie und zeigt Ihnen das Resultat in einer Grafik. Der Repeater erscheint als schwarzer Punkt auf einer farbigen Linie. Wenn er sich im grünen Bereich am rechten Ende befindet, ist der Standort des Repeaters optimal. Ist der Punkt dagegen im grünen Abschnitt eher links zu finden, ist der Abstand zwischen dem Router und dem Repeater zu gering. Zwecks Vergrößerung der Reichweite sollten Sie ihn dann weiter von der Fritzbox abrücken. Erscheint das Symbol dagegen im gelben Bereich, steht der Verstärker zu weit weg vom Router.

Kannten Sie schon diese Funktionen der Fritzbox?

  1. Wie funktioniert meine FRITZ!Box?

    Sobald Sie sich auf der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box anmelden, gelangen Sie in die Übersicht. Dort erkennen Sie auf einen Blick, wie es um den Router gerade bestellt ist - etwa in Bezug auf Internetverbindungen, das Netzwerk oder auch aktuell verbundene Geräte. Falls etwas nicht so arbeitet, wie eigentlich geplant, erkennen Sie das sofort an gut sichtbaren, roten Punkten. Von dieser Statusinformation führt dann meistens auch gleich ein Link zu einer Einstellung im Menü, wo Sie das Problem beheben können.

    Was genau die Einstellungen im aktuell geöffneten Menü bedeuten, erfahren Sie in der Onlinehilfe. Klicken Sie dazu oben rechts auf das Fragezeichen. Die Hilfe öffnet sich dann in einem separaten Menü. Unten links finden Sie dort das "Handbuch", wo Sie ein (ausführliches) Handbuch über Ihre FRITZ!Box in PDF-Form finden. Praktisch daran ist, dass Sie sofort in der Sektion landen, die das aktuelle Problem bespricht.

    Weiterhin finden Sie dort einen Link namens "Tipps & Tricks": Dahinter verbirgt sich der Servicebereich des jeweiligen Routers auf der Webseite von AVM. Sie erhalten dort Zugriff auf eine gut gefüllte Wissensdatenbank sowie eine FAQ-Sektion. Handbuch und Tipps-Link sind in jedem halbwegs aktuellen Modell aus der FRITZ!Box-Serie verfügbar.

  2. Steuerung der FRITZ!Box mit Alexa

    Der Google Assistant sowie Amazons Alexa sind die weltweit verbreitetsten Sprachassistenten. Viele moderne Router lassen sich damit steuern - aber die FRITZ!Box bleibt (scheinbar) außen vor. Dies geschieht aus nachvollziehbaren Gründen: AVM sagt zu dem Thema, dass die Sprachbefehle immer über die Server von Google oder Amazon laufen, was auch der Wahrheit entspricht. Aus Sicherheitsgründen wird es daher keinen offiziellen Support geben.

    Ein Schlupfloch macht die Sprachsteuerung aber trotzdem möglich: Diverse Smart-Home-Funktionen stehen nämlich auch für AVM-Router zur Verfügung. Über diese Schnittstelle können Entwickler dann Skills für die beiden Sprachassistenten bereitstellen, mit denen selbst die FRITZ!Box auf Alexa oder Google hört. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie unter anderem auf www.fbsmarthome.site. Damit es auch bei Ihnen klappt, gehen Sie wie folgt vor:

    - Zuerst stellen Sie sicher, dass die FRITZ!Box vom Internet aus erreichbar ist. Das setzt die Existenz eines MyFRITZ-Kontos voraus. Im FRITZ!Box-Menü gehen Sie dazu auf "Internet" und dann "MyFRITZ!-Konto anlegen". Über eine E-Mail-Adresse registrieren Sie das Konto (ein Bestätigungslink sollte Sie wenige Augenblicke später erreichen). Klicken Sie dann auf "Weiter" und "Übernehmen". Danach erhalten Sie noch eine E-Mail, in der Sie einen weiteren Bestätigungslink finden. Auf der folgenden Webseite richten Sie dann das MyFRITZ!-Konto ein. Vergeben Sie ein möglichst sicheres Konto für den Fernzugriff.

    - Nun gehen Sie im Menü der FRITZ!Box auf "Internet" und anschließend "MyFRITZ!-Konto", um dort "MyFRITZ!-Internetzugriff einrichten" anzuklicken. Achten Sie darauf, die Option "Internetzugriff auf die FRITZ!Box über HTTPS aktiviert" einzuschalten. Danach klicken Sie auf "FRITZ!Box-Benutzer einrichten". Wählen Sie einen beliebigen Benutzernamen und legen Sie ein sicheres Kennwort für den Fernzugriff fest. Nun geht es in der Oberfläche auf "System" und auf "FRITZ!Box-Benutzer": Legen Sie dort fest, dass der "Zugang auch aus dem Internet erlaubt" ist, aber achten Sie darauf, die Berechtigung auf "Smart Home" zu stellen.

    - Jetzt geschieht die eigentliche Verknüpfung mit Alexa: Gehen Sie auf die bereits genannte Webseite www.fbsmarthome.site und loggen Sie sich dort in Ihrem Amazon-Konto ein. Eine Eingabemaske fordert Sie dann auf, einige Informationen einzugeben - darunter die MyFRITZ!-Adresse sowie Benutzername und Passwort der Smart-Home-Anwender in der FRITZ!Box aus dem vorherigen Absatz. Wer es vergessen hat: Die MyFRITZ!-Adresse finden Sie im Menü der FRITZ!Box unter "Internet", "MyFRITZ!-Konto" und "MyFRITZ!-Internetzugang". Klicken Sie dann auf "Verbindung testen", um zu prüfen, ob die von Ihnen getätigten Eingaben stimmen. Falls alles klappt, werden Ihnen sofort einige Smart-Home-Geräte angezeigt, die die FRITZ!Box durch Alexa steuern kann. Der letzte Klick erfolgt auf "Daten speichern".

    Aktivieren Sie zu guter Letzt noch den passenden Alexa-Skill: Sie finden ihn auf der Amazon-Webseite unter www.amazon.de/gp/product/
    B078KLZL1R. Sprachbefehle senden Sie über die App von Alexa oder ein anderes Gerät mit Alexa-Support an die FRITZ!Box. Alle erkannten Geräte reagieren dann entsprechend Ihrer Anweisungen. Welche Befehle in Frage kommen, erfahren Sie ebenfalls auf www.fbsmarthome.site.

    Mehr müssen Sie nicht tun, um der FRITZ!Box eine leistungsfähige Sprachsteuerung anzutrainieren.

  3. Die Alternative über Google

    Den vierten Schritt der Anleitung in der vorherigen Überschrift können Sie auch mit Google anstelle von Alexa vornehmen. Das heißt, dass Sie auch ein Android-Smartphone nutzen könnten, um Smart-Home-Geräte zu steuern. Gehen Sie dazu erneut auf www.fbsmarthome.site und loggen Sie sich mit den Amazon-Daten ein. Google benutzt für die Actions - was nichts anderes als Skills sind - nicht den eigenen Dienst für Authentifizierungen, sondern den von Amazon.

    Starten Sie danach den Google Assistant auf Ihrem Smartphone und tippen Sie auf das Kompasssymbol unten rechts. Danach geht der Weg über die drei Punkte oben rechts (oder das Foto, das Sie für das Google-Konto ausgewählt haben) und dann in die Einstellungen, wo Sie "Assistant", "Smart Home Steuerung" und "Hinzufügen" wählen. Halten Sie Ausschau nach dem Dienst "FB Smart Home" und geben Sie auch dort die Zugangsdaten für Amazon ein. Jetzt sollten Sie alle steuerbaren Geräte zu Hause sehen können und auch deren Bezeichnungen, sofern Sie eigene vergeben haben. Diese Namen und die passenden Sprachbefehle sorgen dafür, dass Sie die Geräte über die FRITZ!Box und den Google Assistant in Zukunft im Griff haben.

  4. Messung der WLAN-Geschwindigkeit

    Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets eignen sich, um die WLAN-Geschwindigkeit einer FRITZ!Box zu messen. Nutzen Sie dafür die App "FRITZ!App WLAN", die Sie im Google Play Store finden. Öffnen Sie die App und wählen Sie oben links die Einstellungen aus, wo Sie dann auf "WLAN messen" gehen.

    Auf einem PC oder einem Notebook ist es ein wenig komplizierter. Verbinden Sie zunächst den Computer mit einem Kabel und LAN-Verbindung mit dem Router. Dieser dient dazu, eine Gegenstelle für den WLAN-Test zu sein. Jener Test selbst benötigt dann ein Tool eines Drittanbieters - wie etwa iPerf. Das können Sie sich allerdings auch sparen, wenn Sie iPerf sofort in der FRITZ!Box einschalten, womit dann der Router selbst als Gegenstelle fungieren würde. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

    - Zuerst melden Sie sich an der FRITZ!Box an und gehen dann links unten auf "Inhalt". Im neuen Fenster führt der Weg dann wieder nach links unten auf "FRITZ!Box-Support". Dort finden Sie dann den Abschnitt "Durchsatzmessungen" und anschließend eine Option namens "Messpunkt für einen iPerf-Client im Heimnetz aktivieren". Schalten Sie sie ein und gehen Sie dann auf "Einstellungen übernehmen".

    - Auf dem Computer, dessen WLAN-Performance Sie prüfen möchten, installieren Sie nun das Programm iPerf2. Sie finden es auf der offiziellen Seite unter https://iperf.fr/iperf-download.php. Achten Sie darauf, iPerf2 herunterzuladen und nicht iPerf3 - denn damit funktioniert die Messung nicht mehr.

    - Starten Sie nun die Eingabeaufforderung in Windows und rufen Sie iPerf2 mit der Kommandozeile auf. Dazu geben Sie "iperf -c (IP-Adresse der FRITZ!Box) -p 4711" ein (ohne die Klammern). Die IP-Adresse der FRITZ!Box ist die Adresse des Routers im Heimnetz. Meistens sollte das die 192.168.178.1 sein. Sie finden Sie Adresse unter anderem im FRITZ!Box-Menü in "Heimnetz" und "Mesh". Der korrekte Befehl würde also "iperf -c 192.168.178.1 -p 4711" lauten.

    - Starten Sie jetzt den Test, indem Sie die Enter-Taste betätigen. Es wird etwa zehn Sekunden dauern, bis Sie einen Wert in Mbit/s erhalten. Dieser Wert gibt an, wie schnell Daten zwischen Router und Computer hin und her fließen.

    Tipp: Wer es etwas praxisnäher haben möchte, definiert den Test etwas feiner. Eine Eingabe wie "iperf -c 192.168.178.1 -p 4711 -t 30 -w 256k" beispielsweise weitet den Test auf 30 Sekunden aus und vergrößert die Pakete auf 256 Kilobyte.

  5. Wann wurde meine FRITZ!Box hergestellt?

    Auch das lässt sich herausfinden - und ist mitunter sogar interessant. Finden Sie nämlich heraus, dass es sich um ein solch altes Modell handelt, dass keine neuen Updates für FRITZ!OS mehr erscheinen, wird es Zeit für ein Update. Ein Hinweis darauf findet - sehr analog - über die Seriennummer statt. An der Unterseite der FRITZ!Box finden Sie einen Aufkleber, auf dem auch genau diese Nummer vermerkt ist. Die ersten vier Zeichen sind dabei wichtig: Sie setzen sich aus einem Buchstaben und drei Ziffern zusammen und geben - sofern entschlüsselt - Auskunft über das Herstellungsdatum. Gehen dazu auf www.router-faq.de und geben Sie diese vier Zeichen dort ein. Anschließend erfahren Sie sofort das Herstellungsdatum.

  6. Anrufername während des Fernsehens erkennen

    Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie schauen gerade einen Film oder eine Serie über Amazons Fire TV. Dann klingelt das Telefon, aber Sie - vertieft in den Film und so schön bequem auf dem Sofa liegend - wissen nicht, wer es ist. Lohnt sich das Aufstehen? Sie müssten pausieren, aufstehen, nachschauen und am Ende vielleicht feststellen, dass Sie mit dieser Person gerade nicht sprechen möchten. 

    Mit einer FRITZ!Box mit Telefonfunktion können Sie sich das Leben erleichtern. Richtig eingestellt, sehen Sie die Nummer des Anrufers dann einfach auf dem Fernseher. Dazu benötigen Sie nur eine spezielle Android-App, die Sie auf Ihrem Fire TV installieren müssen.

    In der Praxis geht das so:

    - Zuerst müssen Sie die App installieren, was aber nicht einfach ist, da Fire TV keine Amazon-zertifizierten Apps zulässt. Also muss die App via Sideload über einen PC, der im selben Netzwerk arbeitet, installiert werden. Dazu brauchen Sie eine Software namens adb Fire.

    - Die FRITZ!App Fon von AVM selbst ist nicht mit Fire TV kompatibel. Sie brauchen also eine alternative App, in diesem Fall empfiehlt sich "Anrufmonitor". Notwendig ist dafür nicht die App aus dem Google Play Store, sondern die APK-Datei der Anwendung, die Sie dann mit dem Programm Raccoon extrahieren: Nachdem Sie sich im Google-Konto angemeldet haben, geben Sie "Anrufmonitor" ein und gehen dann beim ersten Treffer links auf "Download". Danach landet die APK-Datei auf dem Computer.

    - Starten Sie nun adb Fire und nutzen Sie die Schaltfläche "Install APK", um "Anrufmonitor" auf Fire TV zu installieren. Kleiner Tipp: Standardmäßig ist "Anrufmonitor" werbefinanziert. Wenn Sie einmalige 99 Cent bezahlen, bekommen Sie keine Werbung mehr zu sehen - ein Preis, der wohl zu verschmerzen sein sollte.

    - Begeben Sie sich jetzt zurück in die Oberfläche von Fire TV. Dort starten Sie den Anrufmonitor, indem Sie auf "Einstellungen", "Anwendungen", "Installierte Apps verwalten", "Anrufmonitor" und "App starten" gehen. Hier kann es sein - dies hängt von den Einstellungen der FRITZ!Box ab -, dass Sie den Callmonitor-Support aktivieren müssen. Das geschieht mit der Tastenfolge "#96*5*" (ohne Anführungszeichen).

    Wenn Sie fertig sind, sehen Sie bei jedem eingehenden Anruf, wer sich dort gerade bei Ihnen melden möchte. Ansonsten wird die App zu keinem Zeitpunkt in Erscheinung treten.

  7. Wählscheibentelefon am Router

    Auch in Zeiten der Smartphones haben Telefon mit Wählscheibe noch immer ihre Liebhaber. Diese Geräte, die mit Impulswahlverfahren arbeiten, sind manchmal auch mit Routern kompatibel. So können Sie das gute, alte Telefon weiter benutzen, wenn Sie das möchten.

    Schwierig wird es, wenn Sie eine vorkonfigurierte FRITZ!Box verwenden. Die kommt beispielsweise immer dann zum Einsatz, wenn Ihnen der Router von Ihrem DSL- oder Kabelnetz-Provider zugestellt wird. In dem Fall können Sie nicht viel machen: Schließen Sie einfach das Telefon an und schauen Sie, ob es funktioniert.

    Sollte die FRITZ!Box von Ihnen selbst im Handel erworben worden sein, stehen die Chancen besser: Eventuelle Inkompatibilitäten entstehen nämlich immer aufgrund der Firmware. Bei einer FRITZ!Box im Eigenbesitz können Sie also frei experimentieren, bis Sie eine Firmware gefunden haben, die Ihr Telefon akzeptiert. Eine letzte Alternative besteht darin, hinter Ihren eigentlichen Router eine sehr alte FRITZ!Box zu hängen. Das sieht zwar nicht so elegant aus - aber die Chancen auf ein Wählscheibentelefon steigen damit deutlich.

    Wer Geld ausgeben möchte, kauft hingegen einen IWV-MFV-Konverter: Diese zwischen Router und Telefon angebrachten Geräte wandeln Wählimpulse in heute übliche Tonfrequenzen um. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie einen Konverter mit eigener Stromversorgung organisieren. Zu guter Letzt existiert noch die Möglichkeit, moderne Telefone zu kaufen, die aber in Retro-Optik daherkommen - alter Wein in neuen Schläuchen sozusagen.

  8. Freischaltung von maximaler Leistung

    Die meisten modernen FRITZ!Box-Router verfügen über zahlreiche LAN-Verbindungen, von denen mindestens einer auch für eine Geschwindigkeit von bis zu 1.000 Mbit/s spezifiziert ist. Darüber wäre dann der Datenaustausch mit einer sehr hohen Geschwindigkeit möglich, was etwa beim Umgang mit eigenen NAS-Servern praktisch ist.

    Das Problem ist allerdings: Vor allem bei vom Provider vorkonfigurierten Geräten kann es passieren, dass nicht jeder LAN-Anschluss für diese Geschwindigkeit freigeschaltet ist. Theoretisch schnell, praktisch langsam - aber das muss nicht sein, wenn Sie selbst Hand anlegen - und zwar so:

    - Melden Sie sich zuerst im Browser bei der FRITZ!Box an. Gehen Sie dann im Menü über "Heimnetz" nach "Netzwerk" und zuletzt "Netzwerkeinstellungen".

    - Dort finden Sie eine Übersicht, wo Sie jeweils zwischen einem "Green Mode" und einem "Power Mode" für jeden LAN-Anschluss einzeln entscheiden können. Der erste Modus stellt 100 Mbit/s zur Verfügung, Letzterer bringt es auf die erwähnten 1.000 Mbit/s.

    - Aktivieren Sie den "Power Mode" für alle Anschlüsse, hinter denen sich datenhungrige Geräte befinden: NAS-Server, Workstations, PCs, Switches. Übernehmen Sie dann Ihre Auswahl, um im besten Fall eine um das Zehnfache gesteigerte Datenrate zu genießen.

    Ähnlich können Sie auch für die USB-Anschlüsse vorgehen: Gehen Sie dazu ebenfalls nach "Heimnetz", aber danach zu "USB-Geräte" und "USB-Einstellungen". Ändern Sie dort die Voreinstellung auf "Power Mode USB 3.0", um die höchstmögliche Geschwindigkeit zu bekommen. Dies funktioniert allerdings nur bei FRITZ!Box-Routern, die auch USB 3.0 unterstützen - was seltener ist als vielleicht gedacht.

  9. Radio über das Fernsehkabel mit iOS

    Die FRITZ!App TV bietet Android-Anwendern schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit, in Verbindung mit dem FRITZ!WLAN Repeater DVB-C Radioprogramme zu hören, die auch über das Kabelnetz laufen. Nach einiger Wartezeit ist dies nun auch mit iOS möglich.

    Dazu brauchen Sie zuerst die aktuelle Variante der App, die die Versionsnummer 1.3.0 trägt. Außerdem muss Ihr Apple-Gerät mindestens iOS 7 unterstützen - was allerdings bei fast allen im Umlauf befindlichen Geräten der Fall ist. Erst das iPhone 3GS fällt hier aus dem Rahmen. Welche Radioprogramme Sie über die App dann genau hören können, entscheidet leider der Provider.

    Kabel Deutschland etwa stellt eine Übersicht über alle empfangbaren Kanäle bereit, eine Übersicht finden Sie unter 
    http://www.kabeldeutschland
    .de/digital-fernsehen/radio-
    sender.html
    . Die Radiofunktion können Sie dann auch über Bluetooth weiterleiten - etwa an kompatible Lautsprecher oder Stereoanlagen. Ebenfalls integriert in die neue Version ist ein elektronischer Programmführer, der hin und wieder hilfreich sein kann.

    Der eingangs erwähnte DVB-C-Repeater hat durch ein Update auf FRITZ!OS 6.30 außerdem eine neue Firmware erhalten. Damit ist es möglich, WLAN-Einstellungen vom Router automatisch an andere WLAN-Repeater oder auch Powerline-Adapter weiterzuleiten, ohne dass Sie alles umständlich neu konfigurieren müssen. Auch IPTV bzw. dessen Übertragungsqualität soll profitiert haben, was Verbesserungen für Vodafone TV und Telekom Entertain bringen soll.

  10. Telefonieren ohne Telefonfunktion mit der FRITZ!Box

    FRITZ!Box-Router mit einer integrierten Telefonanlage sind praktisch und sparen Platz, aber sie kosten auch wesentlich mehr Geld. Eine kleine Faustregel bei AVM lautet dabei: Beginnt ein Modellname mit der Ziffer 7, handelt es sich um einen Router mit Telefonfunktion. Geräte mit einer 3 am Anfang bieten keine Telefonie.

    Das bedeutet aber nicht, dass Sie mit den 3er-Modellen nicht ebenfalls telefonieren können - wenn Sie bereit sind, ein wenig Aufwand zu betreiben. DECT ist nicht integriert und ein Telefonanschluss ist nicht vorhanden, weshalb Sie ein wenig tricksen müssen. Notwendig ist dafür zunächst ein Smartphone mit Android oder iOS sowie die FRITZ!App Fon. Außerdem muss WLAN aktiviert sein und einen VoIP-Telefonanschluss brauchen Sie im Vertrag ebenso. Danach gehen Sie wie folgt vor:

    - Das Setup ist nicht unbedingt kompliziert und wird auch von AVM selbst sehr ausführlich dokumentiert. Schritt für Schritt sehen Sie am Beispiel einer FRITZ!Box 3390, wie es funktioniert: http://avm.de/service/
    fritzbox/fritzbox
    3390/wissensdatenbank/
    publication/show/
    32_Internetrufnummern
    -in-FRITZ-Box-einrichten. Abhängig von Ihrem VoIP-Anbieter suchen Sie sich in der dortigen Onlineübersicht den passenden Namen heraus - vielleicht "Sipgate". Konfigurieren Sie danach die FRITZ!Box nach den Vorgaben mit Ihren eigenen Daten.

    - Danach geht es an die Installation der AVM Fon-App. Melden Sie sich dann vom Smartphone einmal bei der FRITZ!Box an - um auf diese Weise alle Möglichkeiten zu erhalten, die Ihnen auch die App zur Verfügung stellt.

    Wenn Sie nun ein Gespräch planen, entscheiden Sie vor jedem Telefonat, ob Sie VoIP oder den Mobilfunk nutzen möchten. Vor allem in bestimmten Szenarien - vielleicht Auslandstelefonate - ist VoIP wohl in allen Fällen günstiger.

  11. Eine FRITZ!Box als zweiten Router benutzen

    Eventuell ist die FRITZ!Box nicht der einzige Router im Haushalt. Womöglich stellt Ihnen der Internetprovider einen Router bereit - aber Sie möchten auf den Komfort einer eigenen FRITZ!Box nicht verzichten und diese als zweiten Router verwenden. Das geht, erfordert aber ein wenig Feintuning - und das geht so:

    - Gehen Sie zuerst im FRITZ!Box-Menü auf "Internet" und anschließend auf "Zugangsdaten" und "Internetzugang". Wählen Sie dann im folgenden Menü "Weiterer Internetanbieter" und schließlich "Anderer Internetanbieter".

    - In der Sektion "Anschluss" finden Sie eine Option namens "Anschluss an externes Modem oder Router". Markieren Sie sie und entscheiden Sie sich unter "Betriebsart" für "Internetverbindung selbst aufbauen". Dies sollten Sie beachten, da nur auf diese Weise die FRITZ!Box im Routermodus arbeitet und diverse Komfortfunktionen erhalten bleiben.

    - Diese Funktionen - sollten Sie sie benötigen - umfassen etwa die Kindersicherung (zu finden unter "Internet", "Filter" und "Kindersicherung") sowie den Gastzugang unter "Internet", "WLAN" und "Gastzugang"). Auch eigene Zugangsprofile können Sie auf diese Weise umsetzen.

    Eventuell kann es sinnvoll sein, IP-Adressen für die FRITZ!Box manuell zu vergeben und diese nicht via DHCP über vom eigentlichen Router zu beziehen. Das erreichen Sie, indem Sie im FRITZ!Box-Menü auf "Verbindungseinstellungen" und danach auf "Verbindungseinstellungen ändern" gehen.

    Der Hintergrund dieser IP-Änderung ist, dass einige vom Internetprovider bereitgestellte Router recht unzuverlässig darin sind, IP-Adressen zu reservieren. Das kann ein Problem werden, wenn Sie zum Beispiel über das Internet auf das Menü der FRITZ!Box zugreifen oder VPN-Dienste nutzen möchten. Indem Sie manuell eine IP-Adresse vergeben, sind Sie immer auf der sicheren Seite. Achtung: Die neu vergebene IP-Adresse muss zwingend aus dem Adressbereich des Hauptrouters stammen!

    Versuchen Sie außerdem, eine IP-Adresse zu verwenden, die nicht innerhalb des DHCP-Adresspools des Hauptrouters liegt. Ebenfalls notwendig ist die Definition von Portweiterleitungen im Hauptrouter für die FRITZ!Box und ihre Dienste - denn sonst wird der Netzwerktraffic blockiert.

  12. Problembehebung am Telefon

    Nutzen Sie die FRITZ!Box wie beschrieben als Zweitrouter, kann es zu Problemen mit der SIP-Telefonie kommen. Das Problem ist recht verbreitet und hat etwas mit einem DNS-Fehler zu tun: Die in der FRITZ!Box hinterlegte Telefonnummer kann sich nicht am SIP-Server registrieren - und das Telefon bleibt stumm. Ob Sie auch davon betroffen sind, verrät ein Blick auf die "Übersicht", von wo aus Sie nach "System", "Ereignisse" und "Telefonie" gehen.

    Um das Problem schließlich zu lösen, navigieren Sie nach "Internet", "Zugangsdaten" und "Internetzugang". In den Verbindungseinstellungen der IP-Adresse der FRITZ!Box wählen Sie nun als primären DNS-Server nicht die standardmäßig eingetragene LAN-Adresse des Hauptrouters, sondern die DNS-Serveradresse des Internetproviders. Diese kennen Sie nicht? In den WAN-Einstellungen des Hauptrouters oder wahrscheinlich auf der Webseite des Providers finden Sie die Adresse garantiert.

  13. Defekte SMB-Verbindungen und die Problemlösung

    Verwenden Sie die FRITZ!Box als Zweitrouter, offenbart dies einige interessante Funktionen. Beispielsweise können Sie das gesamte Netzwerk in ein internetgebundenes Hauptnetzwerk und ein Subnetzwerk unterteilen, das vom Internet abgeschottet ist. Das führt zu mehr Sicherheit - etwa bei der Nutzung von diversen Smart-Home-Geräten, die Sie nicht unbedingt offen zugänglich im Internet wissen möchten. Die Firewall des Hauptrouters würde jegliche Zugriffsversuche unterbinden.

    Andersrum besteht dieses Problem nicht: Vom Subnetzwerk können Sie auf Geräte im Hauptnetzwerk zugreifen. Haben Sie die IP-Adresse zur Hand, können Sie beispielsweise aus dem Subnetzwerk auf das Menü von Geräten im Hauptnetzwerk zugreifen oder durch die gute, alte SMB-Verbindung Daten mit einem NAS-Server im Hauptnetzwerk tauschen. Damit das alles funktioniert mit einer FRITZ!Box im Auslieferungszustand zunächst noch nicht, da der SMB-Zugriff blockiert wird.

    Schuldig daran ist der (eigentlich sehr sinnvolle) NetBIOS-Filter in der FRITZ!Box, der die gleichnamigen Datenpakete zwischen Internet und FRITZ!Box blockt. Um das Problem zu lösen, gehen Sie im Menü der FRITZ!Box auf "Internet", "Filter" und "Listen". Dort sehen Sie die Option "NetBIOS-Filter aktiv". Deaktivieren Sie sie und bestätigen Sie die Auswahl, damit der SMB-Zugriff problemlos funktioniert.

  14. Internet über Mobilfunk

    Eine sehr versteckte Funktion der FRITZ!Box taucht nicht auf, bevor Sie nicht einen LTE-Stick in den USB-Anschluss des Routers setzen. Dann finden Sie im Menü unter "Internet" den Eintrag "Mobilfunk", den Sie auf keine andere Weise aktivieren können. Sinn und Zweck dieser ganzen Sache ist die Fähigkeit, mit dem Router auch dann ins Internet zu können, wenn der Festnetzanschluss aus irgendeinem Grund gerade nicht verfügbar ist - etwa bei einem Netzausfall. Sobald Sie den LTE-Stick einmal mit der FRITZ!Box verbunden haben, bleibt der Eintrag übrigens bestehen. Das gilt auch dann, wenn Sie den Stick wieder abziehen.

  15. Spezielle IP-Settings für bestimmte Provider

    Gehen Sie zuerst auf "Internet" und anschließend über "Zugangsdaten" nach "LISP". Damit können Sie die FRITZ!Box mit Zugangsdaten für einen LISP-Provider füttern. Vorstellen können Sie sich dieses Protokoll wie einen Tunnel, der normale IP-Frames nimmt und diese in einer weiteren Übertragungsschicht vergräbt. In einigen Fällen kann das sinnvoll sein: So können Sie etwa Daten, die aus einem IPv6-Netzwerk stammen, über eine IPv4-Verbindung senden und wieder in ein IPv6-Netzwerk schicken. Auch andere Kombinationen sind denkbar und in speziellen Anwendungsfällen Gold wert.

  16. Schutz vor gefährlichen Portscans

    Botnetze und andere Arten von Schadsoftware suchen permanent nach offenen Ports am Router, über die die Software in das Netzwerk eindringen kann. Dagegen können Sie sich wehren, indem Sie über "Internet" nach "Freigaben" und "FRITZ!Box-Dienste" navigieren. Dort sehen Sie alle SSL-Ports des aktuell verwendeten HTTPS-Protokolls. Normalerweise ist hier die Nummer 443 voreingestellt - ändern Sie sie auf eine Zahl zwischen 1.024 und 65.535.

    Um in Zukunft trotzdem über das Internet auf das Menü der FRITZ!Box zuzugreifen, müssen Sie die neue Portnummer hinter die IP-Adresse Ihrer FRITZ!Box oder der MyFRITZ-Domain schreiben, getrennt - wie immer - durch einen Doppelpunkt. Ein Beispiel wäre 192.168.178.92:1024. Im Menü der FRITZ!Box sehen Sie danach auch die neue Adresse.

  17. Geräteidentifikation im eigenen Netzwerk

    Nicht immer ist es einfach, die vielen eigenen Geräte im Netzwerk zu überschauen - schlimmer wird es noch in Familien. Eine gute Übersicht finden Sie in "Heimnetz", "Netzwerk" und anschließend "Netzwerkverbindungen". Dort sind alle bekannten MAC-Adressen aufgeführt, sodass Sie schnell erkennen, welche Adresse zu welchem Gerät gehört. Standardmäßig ist die Anzeige von MAC-Adressen übrigens ausgeblendet. Ändern können Sie das, indem Sie auf das "+/-"-Symbol rechts oben klicken.

  18. Verbesserte WLAN-Sicherheit

    Haben Sie eine FRITZ!Box, die mit WLAN 802.11ac kompatibel ist (neuerdings wird dieser Standard auch "Wi-fi 5" genannt), können Sie Seit FRITZ!OS 7.0 die Sicherheit der WLAN-Verbindung verbessern. Gehen Sie dazu zuerst in "WLAN" und danach auf "Sicherheit" und "Verschlüsselung". Dort finden Sie PMF: Protected Management Frames. Damit wird verhindert, dass das WPA2-gesicherte Passwort des Funknetzwerks geknackt werden kann.

    Zu Beginn ist die PMF-Funktion allerdings deaktiviert, da alte Geräte damit normalerweise nicht kompatibel sind. Schalten Sie PMF also ein, indem Sie die Option "Unterstützung für geschützte Anmeldung von WLAN-Geräten (PMF) aktivieren" einschalten. Danach sollten Sie testen, ob alle WLAN-Geräte im Haushalt weiterhin eine Verbindung zum Router aufbauen können. Falls nicht, sollten Sie PMF wieder ausschalten.

  19. Regulierung der DECT-Reichweite

    Normalerweise arbeiten DECT-Telefone durch den Modus "DECT Eco" strahlungsarm. Permanent funkende DECT-Basisstationen reduzieren damit ihre Strahlung, sobald Geräte wie ein FRITZ!Fon in den Standby-Modus schalten. Das allerdings kann zu Problemen bei der Verwendung von Smart-Home-Geräten führen: Heizungsregler, Steckdosen & Co. funktionieren dann nicht mehr über ihre volle Reichweite, was in einem etwas größeren Haus ein Problem werden kann. Nun existiert zwar die Option "DECT-Funkleistung verringern", allerdings können Sie dann kaum noch telefonieren und auch Smart-Home-Geräte verlieren noch mehr Reichweite. Ergo gilt: Bei Probleme mit Telefonen und Smart-Home-Geräten müssen Sie zwangsläufig die volle Leistung aktivieren.

  20. FRITZ!Box-Informationen per E-Mail

    AVM gibt jeder FRITZ!Box einen interessanten Dienst für Nachrichten mit auf den Weg. Aktivieren können Sie ihn über "System" und "Push Service". Dort geben Sie in der Sektion "Absender" die SMTP-Dateien von Ihrem E-Mail-Konto ein. Danach gehen Sie wieder auf "Push Services" und wählen dort aus, in welchen Situationen Sie eine Benachrichtigung bekommen möchten - etwa immer dann, wenn ein Anruf eingeht oder wenn der Anrufbeantworter besprochen wird. Dann würden Sie eine MP3 im E-Mail-Anhang bekommen.

    Außerdem gibt es die "Änderungsnotiz", die Sie informieren kann, wenn sich beispielsweise ein neues Gerät im Netzwerk anmeldet oder wenn sich eine IP-Adresse ändert, weil Sie Ihr Provider zwangstrennt. Allzu umfangreich sollten Sie die Funktion aber vielleicht nicht nutzen - denn sonst ertrinkt Ihr E-Mail-Konto im (selbstgemachten) Spam.

Verbindung zu einem WLAN herstellen

Zugangsdaten zu Ihrem Gastnetz können Sie mit der Fritzbox per QR-Code an Ihre Besucher weitergeben. Ihre Gäste scannen diesen Code mit ihren Smartphone-Kameras und werden dann mit dem Netz verbunden. Der QR-Code enthält die Daten Ihres Funknetzwerks. Er lässt sich unter dem Punkt "WLAN -> Funknetz" des Fritzbox-Menüs erzeugen. Wenn Sie nach unten scrollen, finden Sie den Punkt "Info-Blatt drucken". Legen Sie den Ausdruck für Ihre Gäste aus.

Die Verbindung per WLAN zum Gastnetz lässt sich unter Android automatisch per QR-Code oder auch per NFC einrichten. Unter iOS ist eine automatische Einrichtung nicht möglich. Für die Verbindung müssen Sie zuerst auf die Registerkarte "Verbinden" tippen. Danach folgt ein Tipper auf das gelbe Symbol unten rechts. Jetzt müssen Sie noch auf "QR-Scan" tippen und die Kamera Ihres Smartphones auf den QR-Code richten. Sobald die App den Code erkannt hat, müssen Sie nur noch auf "Verbinden" tippen, um sich mit dem Gast-WLAN zu verbinden.

Sie können den QR-Code aber auch am Smartphone teilen. Hierzu müssen Sie in der App unter Android oben links auf die drei Striche und danach auf "WLAN teilen" tippen. Unter iOS tippen Sie auf "WLAN-Gastzugang". Anschließend müssen Sie noch auf "Aktivieren" tippen. Der Gastzugang ist jetzt aktiv. In der App erscheint der QR-Code mit den Zugangsdaten für das Gastnetz.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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