Allzweckwaffe USB-Stick: Nützliche Tools für die kompakten Helfer

Allzweckwaffe USB-Stick: Nützliche Tools für die kompakten
Helfer
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Allzweckwaffe USB-Stick: Nützliche Tools für die kompakten Helfer

© trumzz / Getty Images

Ausgestattet mit den richtigen Anwendungen, kann ein USB-Stick bei so gut wie jedem PC-Fehler helfen. Wir zeigen Ihnen praktische Software für unterschiedliche Notfälle.

Erste Hilfe in der Hosentasche

Ein Werkzeugkasten ist immer dann zur Stelle, wenn man ihn braucht. Dass er so gut funktioniert, liegt daran, dass Sie ihn im Voraus mit den passenden Werkzeugen bestücken - und nicht erst, wenn wirklich ein Notfall vorliegt oder Sie generell handwerklich aktiv werden möchten.

Ebenso sollten Sie es mit Computerproblemen halten. Wenn Sie einen USB-Stick mit den wichtigsten Programmen für die üblichen Probleme bestücken, ist er sofort einsatzbereit. Analyse und Reparatur des Schadens gehen dann wesentlich leichter von der Hand.

Wir haben eine Vielzahl passender Anwendungen für Sie zusammengesucht. Damit analysieren Sie die PC-Hardware, suchen nach Schadsoftware oder stellen verlorengeglaubte Dateien wieder her. Starten können Sie diese Programme direkt vom USB-Stick aus.

Viele dieser Tools setzen jedoch voraus, dass Sie zumindest Windows noch bedienen können. Falls das nicht der Fall ist und Sie nicht einmal mehr das Betriebssystem starten können, stellen wir Ihnen auch dafür einige Anwendungen für Reparatur und Datensicherung vor. Zu guter Letzt gehen wir auf Methoden ein, die komplette Rettungssysteme von einem USB-Stick starten.

Die besten Tools für USB-Sticks:

  1. Reparatur und Datenrettung in Windows

    Zahlreiche Probleme sind recht leicht lösbar, wenn Sie Windows korrekt bedienen können. Falls das System nicht zugänglich ist oder nicht stabil genug läuft, brauchen Sie hingegen ein Reparatursystem. Damit reparieren Sie die Fehler, setzen vergessene Passwörter zurück oder stellen auch Dateien wieder her, die Sie besser niemals gelöscht hätten.

    Wir haben dafür eine Art Mini-Windows zusammengestellt. Dies können Sie nach Belieben erweitern oder auch zu einem kompletten Betriebssystem inklusive Netzwerkfunktionen ausbauen. Die Bedienung erfolgt dann ähnlich wie unter Windows 10, die Hardwareanforderungen sind gering. Beginnen Sie wie folgt:

    1. Entpacken Sie zunächst das Archiv Win10PXE. Wählen Sie dafür einen Ordner mit einem kurzen Namen und ohne Sonderzeichen.
    2. Besorgen Sie sich die ISO-Dateien von Windows. Wählen Sie Windows 10 in einer Version zwischen 1709 und 2009. Für unseren Test haben wir Version 2009 verwendet. Extrahieren Sie alle Dateien in einen anderen Ordner.
    3. Öffnen Sie die in dem unter Punkt 1 erstellten Ordner im Hauptverzeichnis befindliche Datei PEBakeryLauncher.exe. In der Anwendung klicken Sie links auf "Win10XPE" und danach auf "Select the Windows 10 Source Folder". Tragen Sie dort den Ordner ein, den Sie unter Punkt 2 extrahiert haben.
    4. Im folgenden Dateibaum unter "Apps" aktivieren oder deaktivieren Sie alle Anwendungen, die Sie brauchen bzw. nicht brauchen. Falls ein bestimmtes Programm, das Sie gerne nutzen möchten, nicht dabei ist, fügen Sie es manuell hinzu. Das geht über "Build Core" und dann "Main Interface". Dort aktivieren Sie "Add Your Custom Folder" und "Open Custom Folder". Die gewünschten Programme kopieren Sie dann in "Program Files". Im neuen Rettungssystem finden Sie diese Daten dann unter Laufwerk X:.
    5. Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf "Build". PEBakery wird nun eine ISO-Datei erstellen und diese in dem Ordner ablegen, den Sie in Punkt 1 definiert haben.
    6. Sobald das Programm fertig ist, gehen Sie auf "Create ISO" und klicken danach auf "Rufus - Reliable USB Formatting Utility". Fertig.

    Rufus wird nun ein bootfähiges Windows 10 erstellen, das Sie direkt vom USB-Stick verwenden können, wenn ein Notfall vorliegt. Der Vorgang kann eine Weile dauern. Unterbrechen Sie ihn nicht, auch wenn es aussieht, als würde nichts passieren.

  2. Alternative von PC-Welt

    Wollen Sie es einfacher, aber auch weniger flexibel haben, nutzen Sie das PC-Welt-Rettungssystem. Es basiert auf Linux, lässt sich aber nicht mit eigenen Tools erweitern. Trotzdem sind die wichtigsten Programme für Rettungsaktionen mit an Bord. So können Sie Dateien kopieren, Viren suchen, das Login-Passwort zurücksetzen oder auch ganze Partitionen wiederherstellen. Um das System zu verwenden, handeln Sie wie folgt.

    1. Nutzen Sie wieder einmal Rufus, um das System auf einen USB-Stick zu übertragen. Aktivieren Sie dazu die Option "Im DDAbbild-Modus schreiben", falls Sie das Programm danach fragt.
    2. Booten Sie jetzt das Gerät von diesem USB-Stick. Falls Sie etwas anpassen möchten, wählen Sie im Bootmenü die Option "USB-Installation konvertieren".
    3. Nach dem Start des Systems können Sie die Programme sofort verwenden und Ihre Windows-Partition retten. Falls Sie eine detailliertere Anleitung benötigen, gehen Sie auf dem USB-Stick in den Ordner "Anleitung". Die dort zu findenden Dateien müssen Sie unter Umständen mit einem Tool wie 7-Zip entpacken.

    Mehr müssen Sie nicht tun, wenn Sie es mit Linux als Rettungssystem probieren möchten.

  3. Partitionsrettung mit Gparted

    Gparted Live ist mit jedem aktuellen Betriebssystem kompatibel und kann ohne Installation vom USB-Stick gestartet werden. Damit können Sie die Größe von Partitionen ändern, sie komplett formatieren oder auch Dateisysteme und Partitionstabellen ändern. Die Auswahlmöglichkeiten umfassen Systeme für Linux, Windows, Unix und auch Apple-Computer. Schreiben Sie Gparted Live erneut mit Rufus auf einen USB-Stick. Entscheiden Sie sich während der Übertragung für "Im ISO-Abbildmodus schreiben". Dadurch bleibt der Stick mit Windows kompatibel und Sie können ihn einfach nutzen wie bisher.

  4. Dateirettung mit Lazesoft Recovery Suite

    Gute Ergebnisse erzielen Sie auch mit der Lazesoft Recovery Suite. Enthalten sind viele kleine Programme, mit denen Sie Backups erstellen, Dateien wiederherstellen, Festplatten klonen, die Bootumgebung reparieren und vieles mehr. Auch den Windows-Produktschlüssel können Sie damit auslesen, falls notwendig. Starten Sie das Programm zunächst wie folgt:

    1. Nach dem Anwendungsstart klicken Sie auf den Button "Burn CD/USB". Entscheiden Sie sich für die Windows-Version und dann das USB-Laufwerk, auf das Sie Windows kopieren möchten.
    2. Der USB-Stick wird nun formatiert. Anschließend können Sie weitere Anwendungen auf den Stick verlagern. Wenn Sie fertig sind, booten Sie den PC vom USB-Stick.
    3. Die folgende grafische Oberfläche können Sie nutzen, um die diversen Tools von Lazesoft zu starten. Hier können Sie Daten wiederherstellen, Partitionen retten und vieles mehr. Mit dem Dateimanager können Sie sogar andere Programme starten.

    Möchten Sie gelöschte Dateien wiederherstellen, wird es etwas komplizierter. Dazu brauchen Sie einen zweiten Datenträger, auf dem die gelöschten Daten abgelegt werden können. Falls es sich um Dateien handelt, die auf der Systempartition liegen, nutzen Sie dazu am besten das bereits erwähnte Win10XPE aus den vorherigen Tipps. Alternativ sind Programme wie das kostenlose und portable Recuva gut geeignet.

  5. Analyse der Gerätehardware

    Vor allem bei vermuteten Hardwareproblemen sollte unbedingt bekannt sein, was für Komponenten überhaupt im System stecken. Dafür gibt es die passenden Tools, die einen Überblick liefern - vom Prozessor über RAM bis zu Mainboard, Grafikkarte und Netzwerkadapter.

    Eine gute Allround-Lösung ist beispielsweise Speccy. Nach dem Programmstart und einer kurzen Analyse zeigt die Software Details zu CPU, Mainboard, Audio, Betriebssystem, RAM, Festplatten und vielen weiteren Komponenten. Falls Sie die Sprache ändern möchten, gehen Sie auf "Ansicht" und danach "Einstellungen". Mehr als Analyse bietet Speccy allerdings nicht.

  6. CPU-Z als Dauerbrenner

    Das sehr bekannte Tool CPU-Z ist steinalt und in der Community der Hardwarebastler noch immer die erste Option für die CPU-Analyse. Nach dem Programmstart spuckt die Software jede erdenkliche Information zum Prozessor aus - Typ, Codename, Takt, Fertigungstechnologie, Core-Voltage, Stepping und vieles mehr. Weiterhin finden Sie dort detaillierte Informationen zu Mainboard und RAM. In der Sektion "Benchmark" können Sie das System sogar testen und mit ähnlicher Hardware vergleichen.

    Geht es um SSD-Festplatten, wenden Sie sich stattdessen an das Programm SSD-Z. Firmware, Temperatur, Hersteller, Modell und natürlich Kapazität erfahren Sie dort. Klicken Sie in dem Programm oben auf S.M.A.R.T., um diverse gesundheitliche Aspekte der Festplatte herauszufinden.

    Möchten Sie auch die Geschwindigkeit der Festplatten messen, nutzen Sie dafür am besten CrystalDiskInfo. Hier erfahren Sie, wie es um Ihre Festplatten bestellt ist und ob sie leistungstechnisch ungefähr in der Region angesiedelt sind, wo man sie vermuten würde.

  7. Windows tunen mit den passenden Tools

    Viele überflüssige Dateien können die Performance beeinflussen und natürlich Platz wegnehmen. Wir haben einige Programme zusammengetragen, die dabei helfen können, Dateien zu löschen und Windows etwas zu beschleunigen bzw. stabiler zu machen.

  8. Aufräumen von Windows mit Cleanmgr+

    Früher oder später wird, dies hat Microsoft bereits angekündigt, die bekannte Datenträgerbereinigung unter Windows wegfallen. Das Betriebssystem wird diese Funktionen dann automatisch übernehmen. Möchten Sie sich trotzdem manuell weiterhelfen, sollten Sie sich vielleicht Cleanmgr+ ansehen. Darin finden Sie zwei Programme, unter denen Sie zu Beginn auswählen können. Entscheiden Sie sich für Cleanmgr, finden Sie eine Anwendung, die sich am Look der aktuellen Datenträgerbereinigung orientiert. Cleanmgr+ ist moderner und zeigt viele Beschreibungen an, was für Anfänger hilfreich sein könnte. Ihren Zweck erfüllen natürlich beide Tools.

  9. Dateimüll mit Privazer entfernen

    Privazer macht es Ihnen einfach. Starten Sie das Tool und verlassen Sie sich auf den Assistenten. Klicken Sie dann auf "OK", um den Suchlauf nach Dateien zu starten. Das Ergebnis teilt alles in übersichtliche Rubriken ein, die Namen wie "Cookies" oder "Internet-Aktivitäten" tragen. Damit Sie nichts löschen, was Sie später bereuen könnten, sollten Sie "Einen Wiederherstellungspunkt erstellen" aktivieren. Alle gelöschten Dateien können Sie dann wiederherstellen. Sind Sie fertig, klicken Sie auf "Reinigen" und lassen das Tool seinen Job erledigen.

  10. Konfiguration mit Winaero Tweaker

    Über https://winaero.com können Sie den gleichnamigen Tweaker beziehen, der zahlreiche Funktionen in einem einzigen Tool versammelt. Zwar ist alles in Englisch gehalten, doch die meisten Funktionen sind klar und deutlich beschrieben. Auf der Webseite finden Sie bei Bedarf weitere Beschreibungen, die ausführlicher sind. Das sehr umfangreiche Tool bietet unzählige Möglichkeiten, Windows in seinen Feinheiten an den eigenen Bedarf anzupassen. Sie sollten allerdings sicherstellen, dass Sie wissen, was Sie tun, bevor Sie eine Option aktivieren oder deaktivieren.

  11. Mehr Sicherheit mit USB-Virenscannern

    Wenn Sie Ihrem aktuellen Antivirenprogramm nicht über den Weg trauen - der Windows Defender ist im Zweifelsfall garantiert mit an Bord -, können Sie Drittsoftware nutzen. Portable Programme speichern Sie auf einem USB-Stick, vom dem Sie anschließend die Software starten. Auf Backups sollten Sie im Interesse der Sicherheit trotzdem nicht verzichten.

  12. Avira, ESET & Co.

    Falls Sie die Vermutung hegen, das auf Ihrem Gerät etwas nicht stimmt, sollten Sie mit einem zweiten Virenscanner aktiv werden. Eine gute Idee ist der Avira PC Cleaner, der direkt nach dem Programmstart alle aktuellen Virensignaturen herunterlädt. Klicken Sie danach auf "System überprüfen", um das gesamte Gerät zu scannen - was eine Weile dauern kann. Bedrohungen entfernen Sie dann über den entsprechenden Button. Eine Alternative dazu ist der ESET Online Scanner. Die Funktionen ähneln sich, allerdings können Sie dieses Programm etwas feiner konfigurieren und beispielsweise nur einzelne Verzeichnisse scannen.

    Keine schlechte Idee ist auch der AdwCleaner. Dieser erkennt typische AdWare, die sich auf Ihrem Gerät eingenistet hat, und beseitigt diese zuverlässig. Nach einem Klick auf "Suchlauf" geht es los und die unerwünschten Programme, die Ihnen ungefragt Werbung anzeigen, werden von Ihrem PC oder Notebook entfernt. Bevor Sie dies tun, werden Sie noch einmal gefragt, sodass das Programm nicht versehentlich wichtige Daten löscht.

    Übrigens: Avira PC Cleaner und der AdwCleaner sind auch in Win10PXE enthalten. Nutzen Sie das PC-Welt-Rettungssystem, kommen Sie hingegen in den Genuss von Avira, ESET und Sophos.

  13. Backup und Rettung mit diesen Tools

    Bekannt und geschätzt für Aufgaben dieser Art ist Macrium Reflect. Das Tool erstellt Backups und Images kompletter Festplatten und kann Sicherungen auch im Voraus planen oder etwa wöchentlich automatisch durchführen. Gehen Sie dazu zunächst auf "Weitere Aufgaben" und dann "Rettungsmedien erstellen". Anschließend erhalten Sie ein Rettungssystem, das Sie für die Wiederherstellung nutzen können. In Win10PXE ist die Software schon enthalten.

    Eine Alternative ist CloneZilla, das Partitionen, Ordner oder auch komplette Festplatten klont. CloneZilla Live funktioniert direkt vom USB-Stick aus, Rufus ist hier wieder einmal das Tool der Wahl. Ob es sich um HDDs oder SSDs handelt, spielt keine Rolle. Im Rettungssystem von PC-Welt ist CloneZilla ebenfalls enthalten.

  14. Internet- und Netzwerkhilfe

    Portable Browser sind manchmal eine gute Idee: Dort werden wichtige Informationen, wie Lesezeichen, direkt auf dem Stick hinterlegt. Wenn Sie ihn dabeihaben, bekommen Sie somit immer Zugriff auf Ihre eigene, persönliche Umgebung bei der Nutzung des Internets.

  15. Firefox als portabler Browser

    Firefox Portable kopieren Sie einfach auf einen USB-Stick, von wo aus das Tool anschließend uneingeschränkt zur Verfügung steht. Alternativen gibt es ebenfalls, wie etwa Chrome Portable oder auch die Open-Source-Variante in Form von Iron Portable. Ihren Zweck erfüllen alle genannten Programme einwandfrei.

  16. Netzwerkanalyse mit dem USB-Stick

    Probieren Sie es mit WifiInfo View, wenn Sie Informationen rund um das aktuelle WLAN-Netzwerk erfahren möchten. Beispielsweise zeigt das Tool den Kanal und die Frequenz und die Art der Verbindung an. Gehen Sie auf "Optionen", um diverse Einstellungen zu verändern. So kann das Programm beispielsweise die Kanalbelegung in der Nachbarschaft anzeigen. Das kann wichtig sein, wenn Sie einen Kanal auswählen möchten, der weniger stark frequentiert ist. Hardwaredetails erfahren Sie hingegen über "Datei" und "Gerätemerkmale": Dort erfahren Sie alles rund um Ihren Router.

  17. Gerätesuche und -diagnose

    Durch das Programm Network Scanner erfahren Sie, wie ausgelastet Ihr aktueller Netzwerkadapter ist. Bei Bedarf scannen Sie den kompletten IP-Bereich ab und sehen anschließend alle Geräte in Ihrem Netzwerk, die dieser IP-Range entsprechen. Möchten Sie die Windows-Freigaben für Ihre Geräte prüfen, schaffen Sie dies über den "Advanced Device Explorer". Auch Port-Scans sind hier möglich, falls gewünscht. Mit der nicht mehr ganz modernen Oberfläche müssen Sie sich allerdings arrangieren.

  18. Office, Multimedia & Co.: Tools des Alltags

    Manchmal muss es gar nicht hochspezialisiert sein, kleinere Aufgaben müssen schließlich auch erledigt werden. Text- und Bildeditoren oder PDF-Viewer fallen unter diesen Bereich. Wir zeigen Ihnen einige nützliche, speicherplatzschonende Programme für diesen Zweck.

  19. Office- und Textbedarf

    Notepad von Windows ist zwar schon ein recht gutes Programm, es geht aber besser. Installieren Sie beispielsweise Notepad++ Portable: Dieses Programm versteht mehr Textformate und kann durch Tabs auch viele Dokumente gleichzeitig öffnen. Suchen Sie hingegen nach einem vollständigen Ersatz für Microsoft Office, entscheiden Sie sich am besten für LibreOffice. Das bekannte Tool ist der Nachfolger von OpenOffice und für den privaten Einsatz oftmals ausreichend. Möchten Sie nicht den Acrobat Reader installieren, aber trotzdem PDF-Dateien lesen, sollten Sie sich vielleicht Sumatra PDF anschauen. Neben PDFs versteht das Tool übrigens auch JPG- und PNG-Dateien, womit es ein kleiner Bildbetrachter ist.

  20. Bilder und Multimedia

    Möchten Sie Bilder bearbeiten, ohne einen Softwarekoloss wie Photoshop zu verwenden, sind GIMP und Paint.NET etablierte und gute Alternativen. Beide Programme starten anstandslos direkt vom USB-Stick. Praktisch alle bekannten, gängigen Bildformate sind vertreten und können bearbeitet werden. Möchten Sie eher Medien wie Audio und Video anschauen, ist der VLC Media Player noch immer eine gute Wahl. Eine abgespeckte, sehr gute Alternative ist der Media Player Classic, der ebenfalls so gut wie alle Formate schluckt.

  21. Diverse nützliche Tools zum Abschluss

    Wenn Sie archivieren oder entpacken möchten, führt kaum ein Weg an 7-Zip vorbei. Zwar ist die Oberfläche spartanisch, aber es gibt praktisch nichts, was dieses Tool nicht kann. Wollen Sie hingegen eine Datei suchen - was gerade auf Fremdgeräten bei der Fehlerdiagnose nützlich sein kann -, wird Ihnen Everything weiterhelfen. Das Programm zeichnet sich durch eine extreme Suchgeschwindigkeit aus.

    Dateimanager, die den Windows Explorer in den Schatten stellen, sind unter anderem Free Commander und Total Commander. Sie starten problemlos von einem USB-Stick und helfen Ihnen dabei, Dateien zu verwalten. Im Fall von Total Commander müssen Sie das Programm erst installieren und dann via TC2USB auf einen USB-Stick kopieren.

    Liegt Ihnen die Sicherheit Ihrer Daten am Herzen, leistet Veracrypt sehr gute Dienste. Das Programm werden Sie auch brauchen, wenn Sie verschlüsselte Dateien wieder entschlüsseln möchten. Die Integration in Win10XPE ist möglich. Da viele Programme heutzutage auf .NET angewiesen sind, müssen Sie unter Umständen auch diese Umgebungen installieren. Möchten Sie wissen, was Sie überhaupt auf dem PC haben, hilft dazu der .NET Version Detector von ASoft. Er zeigt alle .NET-Versionen auf Ihrem Gerät an.

  22. Mehrere Systeme auf einem USB-Stick

    Durch das Programm Ventoy können Sie unterschiedliche Rettungssysteme auf einem einzigen USB-Stick archivieren. Die Software richtet eine eigene kleine Partition von 32 MB Größe ein, der Rest wird mit exFAT formatiert. Wenn Sie die jeweiligen ISO-Dateien einfach auf den USB-Stick kopieren, kann Ventoy schließlich jedes Rettungssystem starten, das Sie starten möchten und das auf dem Stick vorhanden ist. Das heißt, dass Sie in Zukunft nicht mehr zwischen verschiedenen Sticks jonglieren müssen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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