Deaktivierung der Nachrichten in Windows 10

Deaktivierung der Nachrichten in Windows 10
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Deaktivierung der Nachrichten in Windows 10

© Microsoft

Nicht immer ist die recht umfangreiche Anzahl an Benachrichtigungen im Windows 10 Info-Center gewünscht. Wir zeigen, wie Sie die Informationsflut eindämmen.

Windows 10: Nachrichten überall

Für sich genommen ist das Info-Center sehr praktisch: Die zentrale Anlaufstelle für Nachrichten aller Art bündelt die Vielzahl an Informationen, die früher kreuz und quer über das Betriebssystem verstreut waren. Dabei berücksichtigt die Software sowohl Hinweise von installierten Programmen als auch von Windows 10 selbst - und auch E-Mails, die Sie beispielsweise in Outlook erhalten, landen dort. Wenn Sie dazu noch die Anfragen nehmen, die nur im Internet Browser eingereicht werden, ersticken Sie schnell unter einer Flut an Informationen, von denen nur wenige wirklich sinnvoll und/oder dringend sind. Wir zeigen Ihnen daher in diesem Ratgeber, wie Sie die zahlreichen Meldungen abstellen beziehungsweise in Ihrem Sinn feinjustieren.

So schalten Sie die Benachrichtigungen in Windows 10 gezielt ab

  1. Abschalten von Windows 10-Benachrichtigungen

    Ganz unten rechts auf der Taskleiste befindet sich das an eine Comic-Sprechblase erinnernde Symbol für das Info-Center. Möchten Sie dessen Nachrichten konfigurieren oder abschalten, öffnen Sie zuerst das Info-Center und klicken dann auf "Alle Einstellungen" (oder Sie gehen auf andere Weise den Weg in die Systemeinstellungen). Nun klicken Sie auf "System" und danach links auf "Benachrichtigungen und Aktionen". Etwas weiter rechts sehen Sie nun eine Option namens "Benachrichtigungen von Apps und anderen Absendern abrufen". Wenn Sie diesen Schalter deaktivieren, sind ausnahmslos alle Meldungen ab jetzt unterdrückt.

    Zielen Sie vor allem auf Update-Hinweise oder auch Tipps für die Nutzung von Windows 10 ab, die Ihnen als versierter Nutzer vielleicht überflüssig vorkommen, sind hingegen zwei andere Optionen interessant: "Windows-Willkommensseite nach Updates und gelegentlich bei der Anmeldung anzeigen, um Neuigkeiten und Vorschläge zu lesen" und "Bei der Nutzung von Windows Tipps, Tricks und Vorschläge erhalten". Deaktivieren Sie beide Optionen.

  2. Nachrichten in Windows 10 gezielter ausschalten

    Sind Ihnen diese Lösungen doch ein wenig zu radikal, müssen Sie ein wenig mehr Zeit für die Feinjustierung verwenden. Denn nun sind auch vielleicht wirklich sinnvolle Meldungen unterdrückt - etwa über E-Mails oder Skype-Anrufe. Die bessere, aber auch aufwendigere Methode besteht darin, gezielte Anwendungen auszusuchen, deren Mitteilungsbedarf Ihnen auf die Nerven geht. Damit das klappt, lassen Sie die im vorherigen Abschnitt deaktivierten Schalter alle eingeschaltet. Scrollen Sie stattdessen ein wenig nach unten und finden Sie die Option "Benachrichtigungen dieser Absender abrufen". Dort konfigurieren Sie jede App einzeln.

    Klicken Sie dort auf eine einzelne App in der Liste, öffnet sich ein weiteres Fenster. Dort können Sie dann noch einmal Feineinstellungen für genau diese App regulieren. Sie könnten beispielsweise "Benachrichtigungsbanner anzeigen" deaktivieren, damit Windows keine Textmeldungen mehr ausspuckt, sondern nur einen kleinen Hinweis auf eine neue Meldung unten rechts im Info-Center-Symbol.

    Ebenfalls interessant ist "Bei Eingang einer Benachrichtigung Sound wiedergeben": Die Anwendung würde dann ein akustisches Signal von sich geben, wenn sie eine neue Meldung ausgibt. Mit "Benachrichtigungen im Info-Center anzeigen" legen Sie hingegen fest, Meldungen im großen Nachrichtenbereich des Info-Centers ein- oder auszuschalten. Bekommen Sie sehr viele Nachrichten, könnte sich ein Blick auf "Anzahl der im Info-Center sichtbaren Nachrichten" lohnen: Dort limitieren Sie die Anzahl der Meldungen, die ein einzelnes Programm ausgeben darf. Sind Sie häufig unterwegs, könnte sich "Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm als privat behandeln" als sinnvolle Option herausstellen. Dann werden auf dem Sperrbildschirm keine Nachrichten angezeigt, sodass Dritte beispielsweise mit dem gesperrten Gerät keinen Einblick auf Nachrichten bekommen. Aktivieren sollten Sie diese Option für allem für Messenger oder E-Mail-Dienste und generell alles, was unter Umständen private Nachrichten (oder auch wichtige geschäftliche Meldungen) darstellen könnte.

    Zu guter Letzt gibt es noch die Prioritätenliste: Dort regulieren Sie, welche Nachrichten mit besonderer Priorität behandelt werden sollen. Setzen Sie ein Programm auf "Hoch", werden alle niedriger priorisierten Nachrichten nach unten verschoben, "Oberste" setzt sich dann auch gegen andere "Hoch"-Programme durch.

  3. Benachrichtigungsassistent: Was ist das?

    Im April 2018 veröffentlichte Microsoft ein Windows 10-Update, das unter anderem den Benachrichtigungsassistenten eingeführt hatte. Grob gesagt dient das Programm dazu, zu regulieren, wann Sie welche Nachrichten empfangen möchten. Um mit dem Benachrichtigungsassistenten zu interagieren, klicken Sie zuerst mit der rechten Maustaste auf das Info-Center und dann auf die Schaltfläche "Benachrichtigungsassistent". Im Info-Center selbst finden Sie über eine Kachel ebenfalls Zugriff auf das Programm. Von dort aus haben Sie dann mehrere Optionen:

    • Normalerweise ist der Benachrichtigungsassistent deaktiviert, er hat also keinerlei Auswirkungen auf das Verhalten von Windows 10 in Bezug auf die Nachrichten.
    • "Nur Alarme": Diese Option bewirkt, dass Windows 10 nur Meldungen an Sie durchstellt, die als Alarm gekennzeichnet sind.
    • "Nur mit Priorität": Hiermit aktivieren Sie die Prioritätenliste, die wir bereits am Ende des vorherigen Abschnitts erwähnt hatten.

    Ebenfalls in den Optionen des Benachrichtigungsassistenten haben Sie jetzt die Möglichkeit, "Automatische Regeln" festzulegen. Wird eine der von Ihnen festgelegten Bedingungen erreicht, tritt auf der Benachrichtigungsassistent selbstständig in Kraft. Die Optionen fallen wie folgt aus:

    • "Zu diesen Zeiten": Hier legen Sie eine Uhrzeit fest, also beispielsweise zwischen 10:00 Uhr vormittags und 16:00 Uhr nachmittags, um bei der Arbeit nicht gestört zu werden.
    • "Wenn ich meinen Bildschirm dupliziere": Spiegeln Sie den Bildschirm auf ein anderes Gerät - etwa während einer Präsentation im Büro -, aktiviert sich der Assistent mit dieser Option.
    • "Während ich spiele": Diese Option blockt alle Nachrichten, die eingehen könnten, während Sie im Vollbildmodus ein Spiel spielen.
    • "Wenn ich eine App im Vollbildmodus verwende": Im Prinzip genauso wie der Spiele-Block, nur ist die Sperre jetzt auf alle Arten von Apps ausgedehnt.

    Einen genaueren Blick ist noch einmal die Prioritätenliste wert: Dort können Sie Ausnahmen festlegen, die Meldungen durchstellen dürfen, auch wenn das eigentlich - etwa aufgrund der Uhrzeit - von Ihnen aktuell nicht gewünscht ist. Um das Feature zu nutzen, klicken Sie oben in den Optionen des Benachrichtigungsassistenten unter "Nur mit Priorität" auf "Prioritätsliste anpassen". Oben finden Sie dann zuerst drei Optionen, die jedoch nur dann sinnvoll sind, wenn Sie Ihren Computer mit einem Smartphone mitsamt installiertem Cortana verknüpfen.

  4. Nachrichten von einzelnen Kontakten freischalten

    Der nächste Abschnitt ist interessanter, denn dort geht es um einzelne Kontakte, welche die Sperre umgehen dürfen. Zwei Einschränkungen gelten aber: Die Personen müssen erstens auf der Taskleiste angepinnt sein und zweitens muss das von Ihnen genutzte Mail-Programm die Funktion auch unterstützen. Das ist beispielsweise bei Outlook der Fall. Sind diese Bedingungen erfüllt, können Sie das Feature so konfigurieren, dass beispielsweise der Partner oder die Partnerin und vielleicht ein wichtiger Geschäftskunde jederzeit Nachrichten durchstellen dürfen.

    Um das umzusetzen, klicken Sie auf "Kontakte hinzufügen". Noch ein wenig weiter unten finden Sie dann einen weiteren Abschnitt namens "Apps". Im Prinzip arbeitet diese Funktion genauso wie das "Kontakte"-Feature, nur dass Sie hier die Sperre für einzelne Programme und nicht für Personen aufheben. Die Standardeinstellung besteht aus zwei Anwendungen für die Xbox sowie dem Programm "Ausschneiden und skizzieren". Sie können das aber jederzeit ändern.

    Nun könnten Sie vielleicht denken: "Moment mal, wenn alle Nachrichten unterdrückt werden, während ich spiele, verpasse ich dann nicht wichtige Meldungen?" Bis zur Einführung des Benachrichtigungsassistenten war das tatsächlich so. Nun jedoch gibt es die Funktion "Zusammenfassen, was ich verpasst habe, während der Benachrichtigungsassistent aktiv war". Dieses Feature macht genau das, was es sagt: Es zeigt Ihnen eine Übersicht aller verpassten Nachrichten Stück für Stück an.

  5. Meldungen aus Outlook konfigurieren

    Als Kommunikationsmittel ist Outlook traditionell sehr auskunftsfreudig. Außerdem bringt das beliebte Programm einen eigenen Assistenten mit, der in Windows 10 Nachrichten anzeigen kann. Dieselbe Funktion bietet jedoch auch die Mail-App des Betriebssystems - was dann am Ende für einige verwirrende Verdopplungen von Nachrichten führen kann. Wichtig im Zusammenhang mit Windows 10 ist zunächst: Nur Outlook 2013 und höher lassen sich mit dem Betriebssystem verwalten. Ältere Versionen funktionieren, zumindest im Zusammenhang mit der Nachrichtenfunktion, nicht. Eine aktuelle Version von Outlook wird sich jedoch immer bemerkbar machen, sobald eine E-Mail eingeht. Damit das alles funktioniert, muss beim Klick auf den Programmeintrag die "Übermittlung von Benachrichtigungen und Bannern" aktiviert sein. Danach gehen Sie in Outlook und gehen danach auf "Datei" und "Optionen". Links in der Spalte finden Sie dann den Eintrag "E-Mail".

    Rechts scrollen Sie jetzt ein wenig, bis Sie den Abschnitt "Nachrichteneingang" finden. Dort können Sie einstellen, wie Sie über den Eingang neuer E-Mails informiert werden möchten. Es gilt generell: Die Einstellungen, die Sie in Windows 10 vornehmen, haben immer eine höhere Priorität als die Optionen, die Sie in Outlook definieren. Dazu ein Beispiel: In Outlook geben Sie an, dass Sie gerne eine Audionachricht hören würden, wenn eine E-Mail eingeht. In Windows 10 hingegen legen Sie fest, dass Audionachrichten unterdrückt werden sollen. Ergebnis: Sie werden keine Audionachrichten bemerken, da das Betriebssystem Priorität hat. In Einzelfällen kann außerdem die Tatsache von Bedeutung sein, dass Sie keine Nachrichten empfangen werden, wenn Sie in Outlook automatisch neu eingehende E-Mails in einen anderen Ordner verschieben lassen. Nur ganz normale, im Posteingang eingehende E-Mails führen zu einer Benachrichtigung.

  6. Weniger Nachrichten im Internet Browser

    Die Nachrichten in Bezug auf Cookies und den Datenschutz sind allgemein bekannt - doch mit modernen Web-Browsern sind Webseiten inzwischen auch in der Lage, Push-Nachrichten zu versenden. Gewünscht ist das aber nicht immer. Wir zeigen anhand von drei verbreiteten Browsern, wie Sie diese Meldungen abstellen:

  7. Chrome

    In Googles Chrome gehen Sie in die Einstellungen. Dann öffnen Sie "Erweitert" und anschließend "Datenschutz und Sicherheit". Klicken Sie danach auf "Inhaltseinstellungen" und "Benachrichtigungen". Die Voreinstellung besagt, dass die Webseite immerhin nachfragt, bevor sie unaufgefordert Nachrichten an Sie sendet. Indem Sie diese Option auf "Blockiert" stellen, sorgen Sie dafür, dass Nachrichten immer unterbunden werden.

  8. Firefox

    Auch in Mozillas Browser geht der Weg zuerst in die Einstellungen. Links finden Sie dann "Datenschutz & Sicherheit" sowie "Berechtigungen". Jetzt gehen Sie wieder nach rechts und klicken neben "Berechtigungen" auf "Einstellungen". Dort finden Sie dann die Option "Neue Anfragen zum Anzeigen von Benachrichtigungen blockieren". Aktivieren Sie sie, um alle Meldungen zu unterdrücken.

  9. Edge

    In Microsofts aktuellem Browser führt der Weg in die Einstellungen und dann auf "Erweitert". Sie finden dort anschließend "Websiteberechtigungen" sowie "Berechtigungen verwalten". Generell blockieren können Sie hier zwar nichts, aber dafür können Sie für jede einzelne Webseite exakt einstellen, ob sie Ihnen Nachrichten übermitteln darf oder nicht - weniger komfortabel, aber dafür feiner justierbar. Wie das in Microsofts neuem Edge-Browser auf Chromium-Basis funktionieren wird, ist noch nicht bekannt. Ein Tipp ist auch das Add-on "No, thanks" für Firefox und Chrome: Für 7 US-Dollar können Sie damit auch Pop-up-Angebote für Chats und Newsletter ausblenden.

  10. Cookie-Benachrichtigungen ausschalten

    Eine weitere sinnvolle Erweiterung könnte "I don't care about cookies" sein: Seit der DSGVO blendet nämlich ausnahmslos jede Webseite Cookie-Meldungen ein, was schnell nervig werden kann. Mit dem Add-on wird die Meldung automatisch angenommen - was natürlich auch heißt, dass Sie die Cookies automatisch akzeptieren. Wenn Sie mit dieser Kehrseite der Medaille einverstanden sind, handelt es sich um eine praktische Erweiterung.

  11. Nachrichten in Android deaktivieren

    Im beliebtesten mobilen Betriebssystem können Sie Nachrichten auf App-Basis ebenfalls abschalten. Gehen Sie in Android dafür in die Einstellungen und dann auf "Apps & Benachrichtigungen". Tippen Sie dann auf eine App, die Ihnen auf die Nerven geht, und danach auf "App-Benachrichtigungen". Deaktivieren Sie dann den folgenden Schalter. Im selben Fenster finden Sie auch die Funktion "Notfallbenachrichtigungen". Die können Sie zwar ebenfalls deaktivieren, aber Sie sollten es nicht tun. Diese Meldungen werden immer in gravierenden Notsituationen eingeblendet, worunter etwa Warnungen vor schwerem Unwetter fallen. Da diese Nachrichten auch nur selten auftreten, stören sie Sie wahrscheinlich sowieso nicht im Alltag.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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