Ratgeber: Das sollten Sie über WhatsApp wissen

Ratgeber: Das sollten Sie über WhatsApp wissen
Kostenlos und praktisch: Whatsapp ist eine gute Alternative für den SMS-Dienst. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Nutzung achten müssen.
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Ratgeber: Das sollten Sie über WhatsApp wissen

Kostenlos und praktisch: Whatsapp ist eine gute Alternative für den SMS-Dienst. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Nutzung achten müssen.

© Fotolia.com/armada1985
31.10.2017 - 08:24 Uhr

Für eine schnelle und unkomplizierte Kommunikation ist WhatsApp besser geeignet als SMS, zumal der Dienst kostenlos ist. Im Folgenden finden Sie viele nützliche WhatsApp-Tipps.

Es muss nur eine Voraussetzung erfüllt sein, um die zahlreichen Vorteile von WhatsApp nutzen zu können: Sowohl der Sender als auch der Empfänger müssen die App auf ihrem Smartphone installiert haben. Der Dienst selbst funktioniert über eine sogenannte Client-Server-Struktur. Die Kommunikation erfolgt dann so, dass sich die Clients, also die Smartphones, an einem Server anmelden, der den kompletten Versand der Nachrichten übernimmt und koordiniert. Die Verwaltung der Nutzer- und Kontaktdaten erfolgt über den Server, und auch Statusinformationen und Dateianhänge können auf diese Weise mitgeschickt werden. Für die Kontaktaufnahme sind somit keine Anrufe oder SMS mehr nötig. Mit einem Blick lässt sich sehen, welche Nutzer gerade online und erreichbar sind. Aber auch Nutzer, deren Handy zwischenzeitlich ausgeschaltet ist oder deren Präsenzstatus verborgen bleibt, können kontaktiert werden. Diese erhalten die jeweiligen Mitteilungen dann, wenn sie sich mit ihrem Smartphone wieder im Netz anmelden. Sehr angenehm ist, dass die Kommunikation über Betriebssystemgrenzen hinweg übertragen werden kann. Das unterscheidet WhatsApp von anderen vergleichbaren Diensten wie Apples iMessage.

WhatsApp Call zum kostenlosen Telefonieren nutzen

Die Funktion WhatsApp Call ermöglicht Nutzern, die App zum kostenlosen Telefonieren zu verwenden. In Deutschland steht dieses Feature für Android, BlackBerry 10, iPhone und Windows Phone zur Verfügung. Die Telefonverbindung wird hierbei über die Internetverbindung des Smartphones hergestellt. WhatsApp bietet dazu eine Vielzahl an individuellen Einstellungsoptionen. Unter anderem kann ein persönlicher Klingelton gewählt werden. Zudem ist es ratsam, die Einstellungen für Chats und Anrufe so zu wählen, dass sie auf die persönlichen Ansprüche zugeschnitten sind. Sehr nützlich ist zum Beispiel die Funktion Reduzierter Datenverbrauch. Diese sorgt dafür, dass bei WhatsApp-Anrufen weniger Datenvolumen verbraucht wird. Hierbei ist allerdings zu beachten: Notrufnummern können per WhatsApp nicht erreicht werden.

Wie kostenlos ist WhatsApp tatsächlich?

Aktuell kann WhatsApp von Android-, BlackBerry OS-, iOS-, Symbian- und Windows Phone-Nutzern verwendet werden. Die App und ihre Verwendung sind seit Januar 2016 komplett kostenfrei, da zu diesem Zeitpunkt die bis dahin erhobene Gebühr von 0,89 Euro abgeschafft wurde. Für die Anmeldung ist es lediglich erforderlich, die eigene Telefonnummer anzugeben und diese mittels einer automatisch von WhatsApp versendeten SMS zu bestätigen. Anschließend kann die App vollkommen kostenfrei genutzt werden, solange sich der Einsatz in einem WLAN abspielt oder eine Datenflatrate genutzt wird. Der Datentarif der App entspricht demjenigen, der für das Surfen im Internet und für das Versenden von E-Mails verwendet wird. Somit bleibt eine volle Kostenkontrolle erhalten, selbst wenn unzählige Nachrichten verschickt und Daten oder Fotos ausgetauscht werden. Wer WhatsApp allerdings außerhalb der EU nutzt, muss damit rechnen, durch Datenroaming erhebliche Gebühren zahlen zu müssen. Daher sollte auf Reisen und im Urlaub WhatsApp nur dann genutzt werden, wenn eine Datenflatrate zur Verfügung steht.

Wie sicher ist WhatsApp wirklich?

Datenschützer kritisieren bis heute immer wieder zu Recht, dass die Sicherheitsmaßnahmen von WhatsApp unbefriedigend seien. Die App kann nur dann eingesetzt werden, wenn ihr Zugriff auf das Adressbuch des Nutzers gewährt wird. Die darin enthaltenen Informationen und sogar alle Änderungen werden dann an einen US-amerikanischen Server weitergeleitet, sodass der WhatsApp-Anbieter - das ist Facebook - darauf Zugriff hat. Wer die App nutzt, ermöglicht Facebook somit einen tiefen Einblick in die eigene Privatsphäre und in sein persönliches Umfeld. Hierbei kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob Facebook die vorhandenen Daten auswertet oder daraus personenbezogene Profile erstellt. Ebenso kann nicht ausgeschlossen werden, dass die US-Behörden Einblick in die übermittelten Daten erhalten, ohne dass WhatsApp-Nutzer darüber informiert werden. Prinzipiell ist es möglich, den Zugriff auf das Telefonbuch zu untersagen, allerdings funktioniert WhatsApp dann nicht mehr.

Des Weiteren wurde im September/Oktober 2016 eine Änderung an den Datenschutzbestimmungen von WhatsApp vorgenommen. Seither werden sogar die Telefon- und Nutzungsdaten an Facebook weitergeleitet. Facebook selbst gibt an, dass diese Daten dazu genutzt werden, um individuelle und auf die Nutzer zugeschnittene Werbeangebote erstellen zu können. Durch das Entfernen des Hakens in den Nutzungsbestimmungen lässt sich eine Weiterleitung dieser Daten jedoch verhindern. Was aber in jedem Fall an Facebook übermittelt wird, sind die eigene Telefonnummer und die Nutzungszeiten.

Aber auch die von WhatsApp verwendete Verschlüsselung lässt zu wünschen übrig. Das Kommunikationsprotokoll der App ist nur teilweise mit einer Verschlüsselung versehen, deren Sicherheit nicht vollständig nachgewiesen wurde. Es besteht also eine nicht unerhebliche Gefahr, dass die eigene Kommunikation ausgespäht und zu unerwünschten Zwecken missbraucht wird. Gerade in einem WLAN ist es Hackern leicht möglich, Unterhaltungen mitzuhören. Grundsätzlich ist zwar eine Verschlüsselung bei WhatsApp vorhanden, allerdings haben diverse Hacker diese Verschlüsselung bereits geknackt. Es darf daher angezweifelt werden, dass diese Chiffrierung wirklich zuverlässig ist und die Privatsphäre schützt.

Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass aktuell nur eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vorliegt, wenn zwei Android-Geräte miteinander kommunizieren. Eine Anpassung für iOS ist erst für die Zukunft geplant. Aus all diesen Gründen sollte darauf verzichtet werden, vertrauliche Informationen via WhatsApp zu verschicken. Vielleicht wird die Sicherheit der App irgendwann nachgewiesen, bis dahin sollte sie jedoch mit Vorsicht eingesetzt werden. Ebenso sollten keine PINs und keine Passwörter im Adressbuch gespeichert werden, da diese sonst weitergeleitet werden könnten. Nicht zuletzt ist WhatsApp eine Spielwiese für Spammer. Vermeiden Sie deswegen, Links von Unbekannten anzunehmen.

Diese 10 Tipps erleichtern den Umgang mit WhatsApp

Im Folgenden haben wir eine Auswahl an Tipps und Tricks für Sie zusammengestellt, mit denen sich WhatsApp noch sicherer und angenehmer als bisher nutzen lässt.

  1. Die Kontakte sinnvoll verwalten

    Unter dem Punkt Chats können Sie die letzten Chat-Sitzungen aufrufen. Wenn die App neu installiert wurde, befinden sich in der Chat-Liste noch keine Einträge. Über das Stift-Symbol in der oberen Hälfte können Empfänger aus einer Kontaktliste ausgewählt und Texte an die entsprechenden Kontakte verfasst werden. Über Mehrere Empfänger kann dieselbe Nachricht an mehrere Personen gleichzeitig verschickt werden. Ebenso ist es möglich, eine Gruppe zu gründen und bis zu 30 Kontakte in diese Gruppe einzuladen. Das gelingt über den Punkt Neue Gruppe.

    In einigen Fällen wird ein Kontakt bei WhatsApp nicht angezeigt, obwohl die App bei dem entsprechenden Nutzer auf dem Smartphone installiert ist. In den meisten Fällen liegt das an der Schreibweise der jeweiligen Telefonnummer. Hier genügt es oft, die im Adressbuch hinterlegte Nummer zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Die Nummer sollte dem internationalen Standard entsprechen und mit einem + beginnen. Anschließend folgen die Ländervorwahl und die Rufnummer. Hierbei wird keine führende 0 genutzt.
    An die hinterlegten Kontakte können neben Nachrichten auch Bilder, Sprachnotizen, Standortinformationen und Videos verschickt werden. Im Chat sind Miniaturansichten dieser Inhalte zu sehen, sodass diese leicht aufgerufen werden können. Hierbei werden zum Beispiel Fotos vergrößert und Videos abgespielt. In den Einstellungen kann zudem festgelegt werden, dass Inhalte, die von anderen Nutzern geschickt werden, automatisch auf dem Smartphone abgespeichert werden sollen.

  2. Die Netzwerk-Nutzung der App im Auge behalten

    Über den Einstellungspunkt Account kann die praktische Funktion Netzwerknutzung ausgewählt werden. Diese ermöglicht Ihnen einen genauen Überblick über die Nachrichten, die Sie via WhatsApp empfangen und versendet haben. Außerdem zeigt das Feature an, wie viele Anrufe getätigt und wie viele Bytes hin und her gesendet wurden. Sehr empfehlenswert ist es, die Chat-Einstellungen im Blick zu behalten. Über individuelle Einstellungen lässt sich zum Beispiel festlegen, dass in einer mobilen Datenverbindung weder Fotos noch Videos oder Audionachrichten versendet oder empfangen werden dürfen. So lässt sich kostbares Datenvolumen sparen. Beim Roaming ist dieses Feature standardmäßig aktiviert, sodass es nicht zur ungewollten Datenübertragung kommt.

  3. So lassen sich wichtige Nachrichten markieren

    Bei wichtigen Nachrichten kommt es darauf an, dass diese gut auffindbar abgespeichert werden. Das ist mittels der Favoriten-Funktion von WhatsApp leicht möglich. Um diese zu nutzen, muss die Nachricht längere Zeit angetippt und anschließend das erscheinende Stern-Icon ausgewählt werden.

  4. Die WhatsApp-Backups einsetzen

    Bei WhatsApp werden Nachrichten standardmäßig abgespeichert. Bei Android-Geräten ist Google Drive der Speicherplatz, wohingegen iOS-Geräte die Inhalte in der iCloud abspeichern. Individuelle Einstellungen diesbezüglich können unter Chats und Anrufe vorgenommen werden. Wenn eine WLAN-Verbindung zur Verfügung steht, werden die entsprechenden Inhalte jeden Monat übertragen. Falls gewollt, kann aber auch eine tägliche Sicherung erfolgen. Die Funktion Sichern über WLAN oder mobile Daten ist aus Sicherheitsgründen dagegen mit Vorsicht zu genießen. Diese Backup-Funktion ist vor allem dann hilfreich, wenn mehrere Smartphones zum Einsatz kommen oder ein neues Smartphone angeschafft werden soll.

  5. Daten mit WhatsApp übertragen

    Via WhatsApp erhalten Sie die Möglichkeit, auf die digitalen Inhalte verschiedener Tageszeitungen zuzugreifen. So können Sie Nachrichten empfangen oder einen Newsletter nutzen. Regionale Zeitungen bieten zudem den Service, nur Nachrichten aus einzelnen Regionen zu verschicken. Die Buchung des Dienstes erfolgt in der Regel über die Website des jeweiligen Anbieters. Bei der Süddeutschen muss dazu die Telefonnummer hinterlegt werden, und schon werden regelmäßig Nachrichten an das Smartphone geschickt. Falls diese einmal nicht gewünscht werden, kann eine Mitteilung mit Stop an den Anbieter gesendet werden. Dann werden die Nachrichten für eine bestimmte Zeit unterbrochen. Um den Service vollständig abzubestellen, muss eine Nachricht mit Loeschen an den Anbieter geschickt werden.
    In diesem Zusammenhang sind Broadcasts sehr hilfreich. Sie machen es möglich, Nachrichten an verschiedene Kontakte parallel zu verschicken. Hierzu ist die Erstellung einer Broadcastliste notwendig, in der alle Kontakte enthalten sind, an die die jeweiligen Nachrichten gesendet werden sollen. Im Chat Display finden Sie dafür den Punkt Neue Broadcastliste. Die Namen können entweder eingegeben oder direkt aus der Kontaktliste kopiert werden. Hierbei sollten Sie allerdings darauf achten, dass ausschließlich Kontakte aus der Kontaktliste und keine Fremden die Broadcasts erhalten können. Eine einmal erstellte Liste kann dann immer wieder neu genutzt werden.
    Über den Punkt Broadcastlisten Info können die Einstellungen einer Broadcastliste verändert werden. Beispielsweise lassen sich über das Stift-Icon Kontakte aus der Liste löschen oder neue Kontakte hinzufügen. Ein mit einer solchen Liste versendeter Broadcast wird bei den Empfängern als normale Nachricht angezeigt. Auch Antworten sind im Chat Display zu sehen. Wenn auf eine Antwort erneut geantwortet wird, erhält nur der Absender diese Antwort und nicht alle Kontakte in der Broadcastliste. Für Gruppenunterhaltungen empfiehlt sich daher eher die Gruppen-Chat-Funktion.

  6. WhatsApp mit neuer Nummer oder neuem Smartphone weiternutzen

    Wer sich ein neues Smartphone kauft, der möchte in der Regel die bisher genutzten Apps mitnehmen und auch die Kontakte einfach auf das neue Gerät übertragen. Das gilt vor allem auch für die Kontaktliste von WhatsApp. Wenn das neue Smartphone die entsprechenden Voraussetzungen mitbringt, macht der Datentransfer keinerlei Mühe. Zunächst müssen die Chatverläufe auf dem alten Gerät gespeichert sein. Das gelingt am besten, wenn eine Speicherkarte in den entsprechenden Slot gesteckt wurde und die Inhalte darauf abgespeichert sind. Dies erfolgt über die Schritte Einstellungen → Chat Einstellungen → Backup Chat Verlauf. Nun kann man die Speicherkarte in das neue Smartphone einlegen. Sobald WhatsApp auf dem neuen Gerät installiert wurde, erhalten Sie eine Anfrage von der App, ob sie die auf der Speicherkarte hinterlegten Chatverläufe auf dem neuen Gerät wiederherstellen soll. Wenn Sie das bestätigen, stehen Ihnen auf dem neuen Gerät alle bisherigen Chats zur Verfügung.
    Falls das alte Smartphone über keinen Kartenslot verfügt, ist die Übermittlung der Daten hingegen etwas umständlicher. In diesem Fall müssen Sie das Smartphone mit dem PC verbinden. Hier ist es dann im Explorer zu finden. Jetzt muss der Ordner WhatsApp auf den Computer übertragen und abgespeichert werden. Anschließend sollte WhatsApp auf dem neuen Smartphone installiert, aber noch nicht gestartet werden. Nun muss das neue Smartphone an den PC angeschlossen und der WhatsApp-Ordner auf das neue Smartphone geladen werden. Der Vorteil hierbei ist, dass WhatsApp bereits einen eigenen Ordner auf dem neuen Smartphone erstellt hat, in den das Backup geladen werden kann. Jetzt wird die App aufgerufen. Wenn alles richtig abgelaufen ist, erkennt die App das Backup und fragt, ob sie es wiederherstellen soll. Auf dieselbe Weise können Ordner mit Fotos und Chats auf das neue Smartphone gebracht werden.
    Manchmal wird nicht gleich ein neues Smartphone angeschafft, sondern es ändert sich lediglich die Nummer. In diesem Fall muss die Telefonnummer in WhatsApp angepasst werden. Das geht aber nur, wenn die neue Nummer bereits aktiviert wurde und Anrufe und SMS empfangen werden können. Um den bisherigen WhatsApp-Account zu entfernen und einen neuen zu erstellen, müssen Sie die Einstellungen aufrufen. Hier gehen Sie die Schritte Account → Nummer ändern. Dabei müssen sowohl die alte Nummer als auch die neue Nummer angegeben werden. Sobald der Änderungsvorgang abgeschlossen ist und die neue Nummer von Ihnen bestätigt wurde, werden sämtliche Inhalte des bisherigen Accounts auf den neuen Account übertragen. Der letzte Schritt besteht darin, sämtliche Kontakte dahingehend zu informieren, dass Sie jetzt eine neue Nummer besitzen.

  7. Individuelle Einstellungen vornehmen

    Meist sind die Voreinstellungen von WhatsApp nicht gewollt. Man möchte individuelle Einstellungen vornehmen. So kann zum Beispiel über die Einstellungen der App ein neuer Hintergrund gewählt werden. Das erfolgt über die Schritte Chats und Anrufe → Hintergrund. Jetzt ist es möglich, jedes auf dem Smartphone befindliche Bild als Hintergrund zu nutzen. Darüber hinaus stehen über das WhatsApp-Icon noch weitere Hintergründe zur Wahl.
    Ebenso ist es möglich, die Statusangabe anzupassen. Hierdurch teilen Sie Ihren Kontakten beispielsweise Ihre Verfügbarkeit mit. Unter Status kann aus verschiedenen Punkten gewählt werden. Unter anderem stehen Beschäftigt oder Bei der Arbeit zur Verfügung. Alternativ kann auch ein individueller Text als Statusnachricht eingegeben werden. Über Status löschen können Sie sicherstellen, dass niemand über Ihren aktuellen Status informiert ist.

  8. Der plattformübergreifende Einsatz von WhatsApp

    Viele Nutzer wollen WhatsApp nicht nur auf ihrem Smartphone haben, sondern die App auch auf dem PC nutzen. Dieser bietet zum Beispiel den Vorteil, dass Nachrichten auf einer Tastatur viel bequemer geschrieben werden können. Der größere Monitor ist ebenfalls ein Pluspunkt. WhatsApp Web macht es nun möglich, die App plattformübergreifend nutzen zu können. Mittlerweile wird der Client von Chrome, Firefox und Opera unterstützt. Hierfür ist es erforderlich, eine Verbindung zwischen dem WhatsApp-Konto und der Web-App herzustellen. Das ist über die App-Einstellungen möglich. Auf dem Smartphone muss dann WhatsApp Web und auf dem PC die WhatsApp-Website aufgerufen werden. Hier wird Ihnen ein QR-Code angezeigt, den Sie mit Ihrem Smartphone scannen. Anschließend werden auf dem PC sämtliche WhatsApp-Nachrichten des Smartphones aufgelistet, und auch die Kontakte und Chatverläufe stehen zur Verfügung. Das funktioniert aber nur, wenn das Smartphone zum Beispiel per WLAN mit dem Internet verbunden ist. Soll nach der Nutzung die Verbindung wieder getrennt werden, muss erneut WhatsApp Web auf dem Smartphone aufgerufen werden. Hier können Sie nun die Funktion Von allen Computern abmelden auswählen.
    Eine weitere Option besteht darin, WhatsApp über das Tablet zu nutzen. Das ist sogar bei Tablets möglich, die über keine SIM-Karte verfügen. Wenn eine Funknetzwerkverbindung vorhanden ist, auf die das Tablet zugreifen kann, können gratis Nachrichten verschickt werden. Allerdings erscheint im Google Play Store der Hinweis, dass WhatsApp nicht mit dem Tablet kompatibel ist. Deswegen muss die App unter Google Chrome aufgerufen werden. Hier wählen Sie den Punkt Desktopversion und laden die App als APK herunter. Anschließend kann WhatsApp im Dateimanager unter Downloads aktiviert werden. Wenn Sie jetzt einen Anruf verlangen, erhalten Sie einen sechsstelligen Freischaltcode per Sprachnachricht. Diesen geben Sie in die App ein. Damit ist die App aktiviert.

  9. Ein Höchstmaß an Sicherheit erreichen

    Noch vor dem ersten Einsatz der App sollten die Privatsphäre-Einstellungen genau berücksichtigt und individuell angepasst werden. Dazu müssen die Schritte Account → Datenschutz in den Einstellungen vorgenommen werden. Hier kann genau definiert werden, wer mitgeteilt bekommt, wann Sie das letzte Mal online waren. Wenn Sie volle Kontrolle über Ihren Status haben wollen, wählen Sie unter Zuletzt online den Punkt Niemand aus. Ebenso kann beim Profilbild festgelegt werden, ob alle WhatsApp-Nutzer, nur die eigenen Kontakte oder niemand das Bild zu sehen bekommen soll. Über den Punkt Messaging kann die Lesebestätigung für Nachrichten aktiviert und deaktiviert werden. Wenn hier der Haken entfernt wird, erfahren Ihre Kontakte nicht, wenn Sie eine Nachricht gesehen oder gelesen haben. Andererseits sehen Sie dann aber auch nicht, ob die von Ihnen verschickten Nachrichten gelesen wurden.
    Sicherheitshalber empfiehlt es sich, die eigenen Kontakte zu verifizieren. So stellen Sie sicher, dass Sie tatsächlich mit derjenigen Person kommunizieren, von der Sie denken, dass sie es auch tatsächlich ist. Das ist zum Beispiel über den Abgleich einer Sicherheitsnummer möglich. Jedoch können auch QR-Codes parallel eingescannt werden. Die entsprechenden Vorkehrungen hierfür sind bei den Kontaktdaten des jeweiligen Gesprächspartners zu finden.
    Eine weitere wichtige Aufgabe besteht darin, zu verhindern, dass Dritte unerwünscht Zugriff auf die eigenen Nachrichten, Chats und Inhalte erlangen. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewähren, hat der Anbieter Wings on Droid die App Lock for WhatsApp entwickelt. Diese kann auf alle Android-Geräte ab Version 4.0 heruntergeladen und von ihnen genutzt werden. Wird die App das erste Mal geöffnet, muss ein vierstelliger Zahlencode ausgewählt werden. Sobald dieser aktiviert ist, können nur noch Personen auf WhatsApp zugreifen, die diesen Code kennen.
    Ein weiteres Sicherheitsfeature besteht darin, bestimmte Fotos aus der WhatsApp-Galerie auszuschließen. Das ist wichtig, da sich Inhalte wie Fotos und Videos leicht via WhatsApp austauschen lassen. Wenn Ihnen jemand eine Nachricht mit Anhang schickt, lädt WhatsApp diese herunter und macht sie verfügbar. Gelegentlich sind solche Bilder aber nicht für alle gedacht. Darum müssen User darauf achten, dass private Bilder nicht in der Standard-Bilder-App erscheinen. Versehen Sie deshalb vertrauliche Bilder immer mit dem Namen .nomedia. Auf diese Weise werden sie von Apps wie Google Foto bei der Durchforstung des Smartphones nicht erkannt und entsprechend auch nicht angezeigt. Eine große Hilfe dabei stellt die Dateimanager-App ES File Explorer dar. Diese ist für Android-Geräte ab der Version 4.0 verfügbar und erfordert 6 Megabyte Speicherplatz. Sobald die App installiert ist, muss der Ordner aufgerufen werden, in dem sich die jeweiligen Fotos befinden, die verborgen werden sollen. Hier können über ein Pluszeichen die gewünschten Dateien ausgewählt und der Zusatz .nomedia ergänzt werden. Im ES File Explorer sind die neuen Dateien ebenso wenig zu finden wie in der Foto-App.
    Nicht zuletzt gehört zum Datenschutz die Überwachung der Datennutzung. Das ist vor allem dann wichtig, wenn jeden Monat nur ein begrenztes Datenvolumen zur Verfügung steht. Nur, wer den eigenen Verbrauch genau im Blick behält, kann sich vor unerwünschten Kosten schützen. Über die Punkte Account → Netzwerkeinstellungen sehen Sie genau, wie hoch Ihr Datenverbrauch bei WhatsApp ist. Hier finden Sie ausführliche Statistiken zu Anrufen, Nachrichten, Medien und vielem mehr. Somit können Sie für jeden gewünschten Zeitraum genau prüfen, wie viel Datenvolumen Sie in dieser Zeit verbraucht haben.

  10. Dokumente und Dateien über WhatsApp verschicken

    Über WhatsApp ist der Versand von Nachrichten und Dokumenten gleichermaßen möglich. Dazu muss der hinter dem Büroklammer-Icon hinterlegte Punkt Dokument aufgerufen werden. Hier ist jetzt ein Versand von PDF-Dateien möglich. Das gilt aktuell für Android-Geräte, dürfte aber demnächst auch auf iOS-Geräte ausgeweitet werden. Durch den kostenlosen Versand von Nachrichten via WhatsApp ist die Nutzung von SMS und MMS fast überflüssig. Auf diese Weise ist eine nahezu unmittelbare Kommunikation möglich und das Warten auf Antworten verkürzt sich. Weitere Vorteile von WhatsApp sind die einfache Benutzeroberfläche sowie die Tatsache, dass die App unmittelbar nach der Installation in vollem Umfang genutzt werden kann.
    Sehr praktisch ist es zudem, dass WhatsApp das komplette Telefonbuch ausliest und direkt erkennt, welche Nutzer ebenfalls WhatsApp auf dem Smartphone installiert haben. Somit ist es nicht mehr nötig, manuelle Synchronisationen vorzunehmen. Was sich einerseits als Vorteil darstellt, ist andererseits aus sicherheitsrechtlichen Überlegungen heraus allerdings bedenklich.
    Bei WhatsApp reicht es aus, auf einen Kontakt zu klicken, um ein Nachrichtenfenster zu öffnen. Hier können Nachrichten eingegeben und ganz leicht Anhänge eingefügt werden. Die Zustellung der Daten erfolgt über die hinterlegten Telefonnummern. Somit ist es nicht erforderlich, Freundeslisten zu erstellen, in die Freunde eingeladen und dann erst bestätigt werden müssen. Dieses Verfahren nutzen andere Instant-Messaging-Anbieter wie Skype oder ICQ. Somit kann via WhatsApp schneller und leichter kommuniziert werden. Nicht zuletzt sorgt die große installierte Basis dafür, dass WhatsApp anderen Angeboten wie ChatOn, Hike, KakaoTalk oder Line einen Schritt voraus ist.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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